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Evolution für Windows - Fertig (oder so)

Evolution 2.22.2 unter Windows XP
Nein, fertig ist Evolution nicht. Als aktives Open-Source Projekt ist es lebendig und in ständiger evolution (was für ein Wortspiel). Auch die Windows-Version gibt es schon länger wie ich hier und hier berichtet hatte.
Fertig(er) ist nun vor allem der Installer zur artgerechten Installation unter Windows. Auffälligste Änderung ist dabei, dass beim Starten des Programms zwar eine Shell (“Befehlszeile”) im Hintergrund auf geht aber jetzt sofort wieder verschwindet. Das ist zwar eigentlich nur ein Schönheitsfehler gewesen, aber einer der irritiert und einen normalen Anwender auch abschrecken kann.
Nun haben die DIP Consultans das Programm in einen neuen Installer gepackt der dazu taugt für eine weitere Verbreitung zu sorgen.

Was ist Evolution? Evolution ist soetwas wie das “Outlook von Linux”. Wobei ‘Outlook’ in diesem Zusammenhang nicht mal abwertend gemeint ist sondern den Funktionsumfang beschreibt. E-Mail, Adressen, Kalender, To-Do-Liste und Memos sind die Hauptkomponenten. Unter Linux kann es via dbus auch noch mit diversen Anwendungen kommunizieren wie dem Instant-Messenger pidgin. Den gibt es auch für Windows, ob auch da ein Verbindung beider Programme möglich ist werde ich noch testen. Im Gegensatz zu Outlook ist E-Mail bei Evolution nicht nur notdürftig an eine Groupware-Lösung angepappt sondern “echt”. Wie auch bei Thunderbird sind viele Funktionen über Plugins realisiert, dazu gehören Basisdinge wie IMAP aber auch Funktionen für Exchange und Novell GroupWise oder Hula-Kalender. Eine aktive Community wie für Thunderbird-Add-Ons existiert allerdings nicht. Mir scheint aber auch der Bedarf geringer zu sein, Evolution macht die Dinge die ich oben als Hauptkomponenten aufgeführt habe und die macht es ordentlich. Und im Gegensatz zu Thunderbird1 kann es auch unter IMAP artgerecht löschen eek

via jkOnTheRun
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1 Thunderbird löscht per default bei IMAP nicht wir vorgesehen indem die Nachricht als gelöscht markiert wird sondern indem ein Ordner Trash angelegt2 und die Mail dortrein kopiert und anschliessend im Ursprungsordner als gelöscht markiert wird. Dadurch wird der Platzbedarf effektiv verdoppelt und es gibt unschöne Effekte wenn bei dem Vorgang ein Fehler auftritt. Das kann man zwar umstellen, dann werden gelöschte Mails aber im Ursprungsordner unübersichtlicherweise weiterhin angezeigt, nur durchgestrichen.

2 der Papierkorb (Trash) existiert bei IMAP eigentlich nicht wirklich sondern hier wird das angezeigt was als gelöscht markiert ist. Dadurch müssen (ggf. grosse) Mails nicht zeitraubend verschoben bzw. kopiert werden. Thunderbird torpediert dieses praktische Eigenschaft mit seinem Verhalten

Notiz für mich: Bei Gelegenheit eine Benimmliste für E-Mails schreiben und ein user-CSS für Thunderbird das gelöscht markierte Mails ausblendet

Push E-Mail auf dem Handy mit System SEVEN (aktualisiert)

Auf eine sehr interessante Mailapplikation bin ich beim UIQ Evangelist gestossen: System SEVEN (download).
Erst dachte ich, das wäre ein normales Mailprogramm, nur komfortabler oder leistungsfähiger. Nicht dass mir beim bei UIQ mitgelieferten Epoc Mail etwas fürchterlich fehlen oder stören würde, aber Raum für Verbesserungen gibt es immer.

System SEVEN
Ich hab also die UIQ3-Version installiert und zum Test meinen GMail-Account (ja, ich habe ihn noch unter dem Namen bekommen) eingerichtet. Viel ist dafür nicht zu tun, GMail ist wie einige andere verbreitete Mailprovider schon vorkonfiguriert. Den Account benutze ich als Müllhalde, dort landen eine Menge news-alerts und Newsletter. Alles, was meinen normalen Postfächer nicht verstopfen soll. Derzeit sind über 6600 Mails in der Inbox. Search, don’t sort.
GMail Account im normalen Mailprogramm
Ich war gespannt. Nach nicht einmal einer Minute vermeldete das Handy 3 neue Mail im Google-Account. Das integrierte Mailprogramm! Etwas stutzig hab ich mir das genauer angesehen und siehe da: Seven hatte den Google-Account im Epoc-Mail eingerichtet. Mit passendem Logo. 33 Mails hatte es zu dem Zeitpunkt (etwa 1 Minute) abgeholt und war fleissig weiter am Hochzählen. Standardmässig holt es bis zu 100 Mails der letzten 7 Tage ab.
SystemSEVEN Konfiguration
Das ist aber konfigurierbar. Ebenso wie auf neue Mails geprüft werden soll (oder unterstützt Google Push?). Mit Zeitplan und Verhalten in Fremdnetzen oder niedrigem Akkustand(!). Per default holt es keine Mails ab bei Roaming oder einem Akkustand von unter 20%. Beides sehr sinnvoll, da schmerzt es nicht wirklich, dass es nicht genauer eingestellt werden kann. Die Vorgabewerte sind aber gut gewählt.
Die Kontakte synchronisiert Seven auf Wunsch auch, nach dem ersten Connect zu Google fragt es, ob auch die Kontakte synchronisiert werden sollen, man kann dies aber später auch in den Optionen umschalten. Ich habs erstmal nicht gemacht.

niedriger Speicherbedarf
Die Webseite (offenbar nur ein Forum bisher) ist leider etwas sparsam mit Informationen, so recht weiss ich noch nicht was ich da überhaupt habe. Es scheint “nur” ein Mailtransport zu sein der das eingbeaute Mailprogramm füttert und konfiguriert.
Zumindest die Symbian/UIQ-Version. Vielleicht auch Symbian/S60 und Windwos Mobile. Es gibt aber auch eine Java-Version und bei der vermute ich sehr stark, dass da dann auch ein Mailclient integriert ist. Oder es werden irgendwie die jeweils integrierten genutzt. Das werde ich bei Gelegenheit mit meinem K610 mal ausprobieren, mal sehen wann ich dazu die Zeit finde.

Es scheint(!) vor allem eine Ergänzung zum integrierten Mailsystem zu sein. Und darin ist es auf den ersten Blick sehr gut. An westlichen Sprachen steht bisher nur Englisch zur Verfügung, das ist bei einer Beta aber verschmerzbar. Wichtiger ist: Es ist bisher nicht abgestürzt. Ich hab es testweise mal “abgeschossen” per Taskmanager, das machte gar nichts. Das integrierte Mailprogramm hat die Mails ganz normal selbst abgeholt.
Ich werde es in den nächsten Tagen mal weiter testen und berichten.


Nachtrag 22.08.2008 15:00:
nach meinem ersten Eindruck von “System SEVEN” (kurz S7) hier nun ein paar Dinge die mir aufgefallen sind und das Bild vervollständigen:
  • Das Wichtigste vorneweg: Alle Mails gehen über den Seven-Server und werden von dort gepusht. Damit verbietet sich das eigentlich für Firmenmails und für paranoide vorsichtige Zeitgenossen auch für Privat.
    Andererseits muss man sich auch vor Augen halten, dass die beliebten Managerspielzeuge Blackberry letztlich auch über Server bei RIM laufen. Auch wenn man einen Blackberry-Server in der Firma stehen hat.
  • Über S7 eingerichtete Accounts erscheinen ganz normal im Standardclient, können dort aber nicht konfiguriert werden sondern nur in S7.
  • Attachment Download
    Das Handling grosser Mails ist wesentlich besser. Epoc-Mail zeigt bei grossen Mails nur eine Meldung dass die Mail grösser ist als das konfigurierte Limit mit einem ‘Download’ Knopf. S7 zeigt die ersten KB der Mail und die Attachments als Liste inkl. Grössenangabe. Dort kann man sie auch gezielt runterladen. So kann man die Ersten (z.B.) 10KB der Mail lesen und entscheiden ob man den Rest noch lesen will. Im Menü gibt es den neuen Punkt ‘Download Body’. Dies gilt aber nur für über S7 eingerichtete Konten.
  • Über S7 eingerichtete Konten erscheinen ganz normal in der ‘Heute!’ Standby-Ansicht
  • Der Zeitraum in dem automatisch Mails zugestellt werden lässt sich für Werktage und Wochenende getrennt einstellen wobei konfigurierbar ist welche Tage Wochenende sind
    Das Schönste: S7 weiss was gemeint ist wenn es um 9:00 Anfangen und um 1:00 aufhören soll. Der Originalclient kommt mit dem Tageswechsel nicht so recht klar.
‘Seven’ Google Account in Heute! Übersicht

S7 ist also mehr als nur ein Tool zum Abholen der Mails. Es verwaltent die Konten, nur das Lesen geschieht (scheinbar?) über den Originalclient. Das Handling ist im Detail verbessert, vor allem bei grossen Mails.
Ist S7 nicht aktiv funktioniert dementsprechend der Download der darüber eingerichteten Konten nicht. Oben bin ich darauf reingefallen dass zwar neue Mails reinkamen, allerdings beim im Orignalclient eingerichteten Konto.

Ich denke ich werde mein im Originalclient eingerichtetes Konto zu S7 ziehen, schon allein wegen dem Handling grosser Mails. Das ist wirklich im Welten besser. Allerdings dann über ein eigens eingerichtetes Konto, mit eigenen Credentials auf dass ich gezielt weiterleite.

Evolution für Windows (2)

Evolution 2.8.2. für Windows
Anderthalb Jahre ist es her dass ich über Evolution für Windows geschrieben habe. Viel Zeit ist vergangen und die Software hat merkliche Fortschritte gemacht. Damals war es die Version 2.8.2, heute ist es 2.22.2. Da ich Windows kaum benutze ist die Entwicklung der Windows-Version an mir vorbei gegangen. Eine Anfrage im Kommentarbereich des Artikels hat mich nun dazu gebracht die Windows-Version neu anzusehen.
Evolution 2.22.1 für Windows
Das Programm ist nun umgezogen auf go.oo.org und dort liegt für Windows eine sehr aktuelle Version 2.22.1.
Zwar startet auch diese Version über ein Shellscript, das ist aber eher kosmetisch. Die Oberfläsche hat selbst auch kosmetische Änderungen erfahren, die Icons wirken jetzt z.B. sehr viel angenehmer. Ich weiss nun nicht mehr ob ich es damals absichtlich englisch installiert hatte, die aktuelle Version ist nun jedenfalls deutsch. Die Einstellungen inkl. die gecacheten (sp?) Mails wurden übernommen, die Einrichtung eines neuen Accounts hab ich daher nicht durchgeführt, der Wizard sieht aber aus wie unter Linux gewohnt. Die neue Version macht einen wirklich guten Eindruck, wenn nun auch noch das Shellscript zumindest optisch verschwindet dürften auch wirklich unbedarfte Windowsbenutzer einfach nur ein weiteres (gutes!) E-Mail-Programm sehen das zudem auch noch viele bis alle Funktionen von Outlook bietet.

Zu viele Mails

Ein deutliches Zeichen für ein zu volles Postfach ist es, wenn der pop3-daemon mit der Meldung

mailbox: no memory available

aussteigt. 24109 Mails sind wohl mehr als die Kiste mag. Das Postfach beinhaltet den gesammelten Spam der letzten 3 Jahre…

Wenn eine Alternative keine Alternative ist

Ich habe u.a. eine SIM von Easymobile. Die nutze ich kaum und daher bekomme ich regelmässig E-Mails von denen, dass sie mir ‘nen Euro vom Guthaben abziehen weil ich zu wenig vertelefoniere.
Bzw. sie versuchen mir das mitzuteilen.
In meinem Mailprogramm sehe ich nämlich nur folgendes:

This mail is in HTML. Your mail program does not support HTML, or you just need to activate it.

Hm, das ist ja so gar nicht richtig. Evolution unterstützt HTML. Ich will es nur normalerweise nicht sehen weil eine Schriftart die beim Absender ganz toll aussieht beim Empfänger ganz anders wirkt, Schrift nicht vorhanden Bildschirmauflösung anders und so weiter. Also zeigt Evolution bevorzugt die Text-Version an anstatt der Webseite. Gibt es keine Textversion sehe ich aber die HTML-Version.
Und hier baut Easymobile Mist. Denn damit ein Mailclient überhaupt weiss, welcher Teil was ist und ob es überhaupt eine alternative Textversion gibt, gibt es die Möglichkeit mittels des MIME-Standards die Teile der Mail entsprechend zu kennzeichnen. Easymobile tut dies auch, im Header der Mail findet sich die entsprechende Deklaration:
Content-Type: multipart/alternative; boundary=”——=_Part_257_12171472.1160193917713”

Was sich die Mailverbrecher bei Easymobile nur nicht durchgelesen haben ist der entsprechende RFC2046. Dort heisst es nämlich:

5.1.4. Alternative Subtype

The “multipart/alternative” type is syntactically identical to “multipart/mixed”, but the semantics are different. In particular, each of the body parts is an “alternative” version of the same information.
Und noch mal ganz deutlich: “alternative” version of the same information. Die Behauptung, dass mein Mailprogramm kein HTML darstellen könne ist nicht die selbe Information wie eine lange Belehrung, dass ich zu wenig Umsatz mache und mir daher 1€ vom Guthaben abgezogen wird.

Liebe Leute bei Easymobile: Wenn ihr keine alternative Version mitliefert, dann deklariert euer Armutszeugnis nicht als solches. Sendet es als multipart-mixed wie es z.B. Der Spiegel mit seinem Newsletter macht und so völlig korrekt das erreicht was ihr auch wolltet aber nicht konntet. Beschäftigt euch mit der Technik die ihr verwendet oder stellt jemanden ein der Lesen kann.

Evolution für Windows

Evolution unter WindowsXP
Nein, gemeint ist kein neues Windows-Update sondern der Mail- bzw. Groupwareclient Novell Evolution.
Auf dem Gnome-Desktop ist er eine Art Outlook-Ersatz mit Mailclient, Kalender usw. ohne die haarsträubenden Eigenarten des Originals von Microsoft. Eigentlich sogar eine recht gute Software, wenn auch vielleicht etwas umfangreich wenn man wirklich nur Mail möchte.
Wieauchimmer, seit geraumer Zeit wird in dem Evolution win32 Projekt daran gearbeitet das Programm auf Windows zu portieren, ursprünglich auch mit Hilfe aus dem Hause Novell.
Wozu braucht man noch ein Mailprogramm unter Windows? Evolution ist wie erwähnt etwas mehr als nur ein Mailprogramm, es hat ähnlich wie Outlook einen Kalender, ToDo-Liste, Notizen usw. und spricht mit Novell Groupwise und Exchange-Servern. Vor allem letzteres ist interessant, denn so kann man auf Exchange-Server zugreifen ohne Outlook benutzen zu müssen und verschont seine Mitmenschen im Internet von dem was Microsoft krankerweise als E-Mail bezeichnet.
Mittlerweile gibt es auch einen Installer mit dem einem Test nichts mehr im Wege steht. Auf dem ersten Blick scheinen alle Funktionen portiert und die Software läuft auf meinem Notebook einwandfrei.