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Die Entstehung des Grundgesetztes in Echtzeit am Smartphone miterleben

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wird 70 Jahre alt und aus dem Anlass gibt es ein interessantes Projekt des Bundesamt für politische Bildung (BPB):

Via Messenger kann man in den nächsten Tagen die Entstehung des Grundgesetztes “live” miterleben – in Echtzeit

Der Erzähler Karl, ein fiktiver Stenograf des Parlamentarischen Rates, berichtet aus dem Jahr 1949 von der Entstehung der Grundrechte, die er als Augenzeuge miterlebt. In Form von Texten, historischen Videos und Sprachnachrichten erzählt er in Echtzeit, was vor 70 Jahren geschah und nimmt seine Leserinnen und Leser mit zu den Anfängen der bundesdeutschen Demokratie.

Dazu kommen noch Schilderungen aus seinem persönlichen Umfeld um das Leben und die Bedingungen nach dem Krieg einzuordnen. Denn vieles erklärt sich aus den Erlebnissen des Krieges und den politischen Geschehnissen, die dazu führten.

Ein spannendes Projekt, anmelden kann man sich via Smartphone unter www.siebzig-jahre-gg.de mit den Messengern WhatsApp, Telegram, Threema und Facebook Messenger.
Wer etwas verpasst hat, kann es hier nachlesen.

Betrunken gutes tun am 15.12.

Flensburg

Achtung! In Flensburg schon am 12.12.!


Saufen für den guten Zweck – das ist mal ne Ansage.


Darum geht es bei der Aktion Betrunken gutes tun: In 10 Städten zwischen Flensburg und Zürich trifft man sich am 15.12. und trinkt Heißgetränke. In jeder Stadt spendet ein Goldenen Trunkenbold für jedes Getränk 1€ für eine gemeinnützige Organisation. Letztes Jahr kamen so in allen Städten insgesamt 37.062€ zusammen.
In Flensburg findet die Aktion im Technologiezentrum in der Lise-Meitner Straße statt (auch wenn es nicht so klingt ein guter Ort für ein beisammen sein), Goldene Trunkenbolde sind die Web Wikinger und Timm Tappe Online Marketing Consulting. Das Geld geht an den Bereich Obdachlosenhilfe des Martinsstift Flensburg.
Beginn ist 19:00 und praktischerweise wohne ich nur gut 2km entfernt. Da werde ich mich wohl einige Heißgetränke für den guten Zweck zu mir nehmen. Mit Heißgetränk ist bestimmt Kaffee gemeint… angel

Kommt jemand, wenn es brennt?

Es ist ein Jahr her, da hatte ich in Wer kommt wenn’s brennt? geschrieben:

Wenn es bei Dir brennt kommt also dein Nachbar den du letzte Woche noch ausgelacht hast, dass er mal wieder bei der Feuerwehr war und “eh nur gegrillt” hat.

“Die Feuerwehr” gibt es nicht, die Feuerwehr sind deine Nachbarn und Mitbürger. Damit das so bleibt hat die Feuerwehr Arlewatt ein kurzes Video gedreht mit dem Titel ”Was meinst du es brennt, und keiner kommt….?“:

Für mich war die Feuerwehr auch immer etwas Abstraktes, das halt da ist. Seit ich selbst in einer Feuerwehr bin und mich näher mit dem Thema beschäftige denke ich , daß genau das der Knackpunkt ist: man geht zu oft von der Feuerwehr als eine Institution aus, die halt da ist.
Dabei sind Berufsfeuerwehren die Ausnahme, es gibt gerade einmal um die 100 in Deutschland. Dagegen stehen ca. 24.000 Freiwillige Feuerwehren. “Die Feuerwehr” ist eine Freiwillige Feuerwehr, bestehend aus Deinen Nachbarn und Mitbürgern. Pflichtfeuerwehren gibt es zum Glück selten.
Und auch dort, wo es Berufsfeuerwehren gibt, gibt es auch zusätzlich Freiwillige Feuerwehren. In Flensburg z.B. wird die Berufsfeuerwehr mit 85 Feuerwehrleuten unterstützt von 7 Freiwilligen Feuerwehren mit insgesamt 200 freiwilligen Feuerwehrleuten. In Hamburg ist die Anzahl der Feuerwehrleute fast ausgeglichen mit jeweils ~2500, aber auch hier wird die Berufsfeuerwehr von 87(!) Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt (Zahlen aus der Wikipedia).

Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht nur das Rückgrat, sondern auch der Körper des Brandschutzes in Deutschland. Es brennt zum Glück relativ selten, daher ist es wichtig, daß regelmässig geübt wird. Und ja, danach wird meist gegrillt oder zusammen gesessen. Das Üben sieht man nicht unbedingt, das beisammen sein ist aber idR. am Gerätehaus. Daher wirkt es vielleicht so, als wenn es nur ums grillen geht, aber denk daran: vor dem grillen kam eine Übung, bei der es darum ging Dein Haus zu löschen oder Dich aus dem Auto zu schneiden und zu retten!

Damit das so bleibt, braucht die Feuerwehr Mitglieder, zu viel Hilfe kann man im Ernstfall fast nicht haben. Also geh doch einfach mal hin zu deiner Feuerwehr und mach dir vor Ort ein Bild. 

Interview mit Edward Snowden - Deutsch und Englisch

Edward Snowden hat letztes Jahr die Affähre um die Überwachung durch die NSA, GCHQ und Co. ins Rollen gebracht.
Die Geheimdienste verstossen gegen Gesetze und gegen so ziemlich alle Werte unserer Gesellschaft.

Letzte Woche hat der NDR das erste Fernsehinterview mit ihm geführt seit er nach Russland fliehen musste. Die ARD hatte es Sonntag Nacht gezeigt, spät Abends und selbst online nur synchronisiert. Angeblich weil sie Rechte von ihrer eigenen Tochterfirma nicht gekauft hatte.

Aber immerhin gibt es das Interview online in der Mediathek und im Youtube-Kanal der ARD — jetzt auch im Originalton.

Deutsch:

"Interview mit Edward Snowden - Deutsch und Englisch" vollständig lesen

Die Novemberprogrome getwittert

Samstag jährt sich die Reichskristallnacht zum 75. Mal. Und auch wenn ich es meinen Geschichtslehrern immer noch negativ ankreide dass der Geschichtsunterricht sich fast ausschliesslich auf die NS-Zeit beschränkte finde das hier eine gute Sache:

Unter dem Twitteraccount @9Nov38 zwitschern 5 Historiker die Ereignisse der Novemberprogrome von 1938 nach:

Eine gute Sache, aber bitte liebe Geschichtslehrer:
Die NS-Zeit war schlimm und darf nicht vergessen werden. Aber verdammt nochmal, Geschichte besteht nicht nur aus 15 Jahren!

via Heise

Vordruck: Datenübermittlung durch das Einwohnermeldeamt widersprechen

Kurz notiert: Zwar ist die Regierung nicht damit durchgekommen dass die Meldeämter die Daten der Bürger verkaufen dürfen wenn sie nicht explizit widersprochen haben, man muss jetzt der Datenübermittlung zustimmen.

Es schadet aber wohl nicht seinen Wunsch dennoch explizit zu äussern, sehr einfach geht das mit dem Vordruch von datensparsam.de.
Nach Eingabe von Name und Adresse bekommt man ein fertig ausgefülltest PDF das man nur noch unterschreiben muss. Misstraut man nicht nur den Behörden sondern auch datensparsam.de reicht es ja den korrekten Ort einzugeben damit die Adresse des Meldeamtes stimmt, den Rest kann man ja einfach übernehmen.