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Rundshow - das Fernsehen der Zukunft gestalten

Richard Gutjahr möchte das Fernsehformat der Zukunft gestalten.

Aber nicht allein. Sondern mit Dir. Deiner Freundin. Deinem Freund. Deinen Freunden. Allen.
“Warum den Zuschauer nur mit Rundfunkgebühren am Programm beteiligen – und nicht auch mit seinen Ideen?”

Zu diesem Zweck hat er das Blog Rundshow eingerichtet:

Wie muss es aussehen, das Fernsehformat der Zukunft? Das wollen wir in diesem Blog mit Euch herausfinden. Wir, das sind eine Reihe TV- aber auch Web-Spezialisten, die mit mir das Konzept für ein neues Programmangebot erarbeitet haben. Ein Konzept, das wir nicht verstecken, sondern ganz offen mit Euch diskutieren wollen. Ziel ist die Produktion eines Piloten.
Eine tolle Idee, ich bin gespannt was draus wird. Also auf zur Rundshow!

PutPat: Musikfernsehen wie es sein soll

FrüherTM hab ich mal Musikvideos im Fernsehen gesehen. Früher, das war die Zeit als Ray Cokes und Kristiane Baker als VJ aktiv waren und MTV noch Musik gespielt hat. Ich meine Musik im normalen Programm und nicht während der Jamba-Werbung.
Viva hat auch mal so angefangen. Aber spätestens seit sie zu MTV gehören besteht das Programm zu 99% aus Klingelton-Werbung und amerikanischen C-Promis auf dem Bauernhof.
Immerhin läuft auf Viva Futurama. Ein Lichtblick im Programm, aber keine Musik.

Es ist ein Trauerspiel mit den Musiksendern. Sie senden viel aber keine Musik.

Da ist PutPat.tv mehr als ein Lichtblick. PutPat ist eine Art Supernova unter den Musiksendern. Musikfernsehen wie es sein sollte.

Video mit eingeblendeten Optionen
Die Macher von PutPat waren wohl bei VIVA bis es geschluckt wurde und man merkt, dass die Jungs wissen was sie tun. Es gibt Sender in verschiedenen Musikrichtungen und einen persönlichen Kanal. Alle Lieder lassen sich auf einer Skala von 1-100 die in die Kategorien “Mittelstrahl”, “Dröge”, “Geht So”, “Okay”, “Mittelfeld”, “Oberliga Nord”, “Steil”, “Hammer”, “Weltklasse” “Treppe zum Himmel” bis zum “Lieblingslied” eingeteilt sind bewerten. Was man nicht mag kann man “verbannen” wobei gefragt wird ob man nur das Lied oder gleich den ganzen Künstler bannen möchte.

Die Bewertungen gehen in die Auswahl der Lieder für den persönlichen Kanal, genauso wie die 5 Regler die man im sogenannten “Veequalizer” eingestellt hat. An den Regler kann man frei wählbar konkrete Künstler, Musikrichtungen oder Stimmungen einstellen und jeweils von 1-100 gewichten.

Künstlerinfo
Gezielt einzelne Lieder lassen sich nicht einstellen, das ist wohl im Einkauf wesentlich teurer und läuft der Idee eines Fernsehsenders auch zuwider. Ich habe die Möglichkeit jedenfalls nicht vermisst nachdem ich den Veequalizer eingestellt und Justin Timberlake verbannt habe cool

Wie es sich für einen Internetsender gehört bekommt man auf einen Mausklick nähere Informationen zum Künstler, neben der Biographie (aus der Wikipedia) auch aktuelle Nachrichten und Tourdaten.
Die Bildqualität ist (einstellbar) sehr gut, auch an der Tonqualität habe ich nichts auszusetzen.
Die sichtbaren Stufen in den Screenshots liegen am Screenshot, im Bewegtbild ist nicht derartiges zu sehen. Wenn es doch ruckelt kommt automatisch ein Hinweis wie man die Bildqualität an die Rechenleistung und Bandbreite anpasst.

Der Dienst ist in einer geschlossenen Betaphase, für einen Zugang kann man sich auf der Webseite bewerben, mein Zugang war nach einem halben Tag freigeschaltet. Finanziert werden soll das Ganze später durch Werbung (nicht für Klingeltöne!) und Premiumaccounts ohne Werbung. Schon nach meinen paar Stunden testen bin ich geneigt, mir einen Bezahlaccount zu gönnen. Mal sehen wann es so weit ist und was es dann kosten soll.

Gerade für mich als Linuxnutzer der viel mit virtuellen Bildschirmen arbeitet ist es am schönsten wenn PutPat auf jedem Schirm präsent ist, damit ich da nicht mit einem vollen Browserfenster Platz verschwende habe ich mir einen Link in die Bookmarkleiste gelegt der die Seite in einem neuen Fenster ohne störende Menuelemente öffnet. Wenn du das auch möchtest zieh einfach den Link “PutPat.TV“ mit der Maus in die Leiste (die Fenstergröße kann man einfach im Link anpassen) smile

Prädikat: Sehr empfehlenswert!

via Upload und pl0g.de

Flens Werbeoffensive?

Flensburg

Schon seit einiger Zeit fällt mir immmer wieder Flens-Werbung im TV auf. Und das nicht wie früher bei Formel1-Übertragungen, gerade eben auf Pro7 bei Alexander, also durchaus auf guten Werbeplätzen. Ist das einfach nur neuer Elan oder steckt da mehr dahinter? Generell finde ich es natürlich erfreulich wenn mein Lieblingsbier etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt.
Die nächste Brauereiführung anlässlich meiner so-gut-wie-Genesung ist jedenfalls schon geplant, mit Gästen die extra aus Hamburg kommen smile

Ijon Tichy

Gödi fragte mich letzte Woche nach meiner Meinung zu Ijon Tichy: Raumpilot und ich musste passen. Nie gehört. Nachdem er sich von dem Schock smile erholt hatte hab ich mir die Serie mal angesehen. Naja, Serie angesehen ist übertrieben, heute Nacht kommt erst die zweite Folge.
Trotzdem mal ein paar Gedanken.

Einsteigen und anschnallen für die kurzweiligste deutsche Science-Fiction Serie seit “Raumpatrouille Orion”: 6 × 15 Minuten mit den erstaunlichen Abenteuern des ebenso tollkühnen wie einfallsreichen Raumpiloten Ijon Tichy.

So steht es auf der Webseite der ZDF-Serie. Raumpatrouille ist Kult und eine hohe Messlatte was das angeht. Die Berufung auf Stanislaw Lem als Inspiration setzt sie nicht niedriger. Und das ZDF hat zumindest was Trashberge angeht auch nichts ausgelassen.
Man hat sich offenbar kurzerhand in der Lindenstrasse-Deko der Nachbarn der ARD für einen Nachmittag eingemietet um zwischen Bügeleisen und Campingstuhl so zu tun als sei man in einer Rakete.

Und so beginnt es:


Bin ich I-Jon Tiche! Raumpilot, galaktisches Diplomaht, Entdecker, äh, Held von Kosmos. Und als ich an die Dienstag, die 22. September mit mein Rakete flog volles Geschwindigkeit[…]

Das ganze in Feinripp-Unterhemd im Campinstuhl vor einem Wohnzimmerfenster.

Lem? DER Lem? Sorry, aber ein Feinripp-Held (Oliver Jahn) der die ganze Sendung hindurch mit allem und jedem Ostblockdeutsch spricht (der Rest der Welt allerdings auch) und dessen Steursitz ein roter Campingstuhl ist passt da nicht so ganz. Ok, der Trashfaktor ist Absicht, die Inneneinrichtung sieht aus wie eine Wohnung in der Kölner Innenstadt in den 60’ern und der Akzent mag eine Hommage an Lem sein oder sonstwas.
Aber es überzeugt mich nicht. Das Bügeleisen auf der Orion war aus der Not geboren, es war unfreiwillig komisch. Bei Tichy wirkt alles gekünstelt, vom Akzent bis zur Deko ist alles einfach “zu viel”, zu gewollt, der große Hammer. Wenn auch zum Glück nicht wirklich lieblos.
Denn kommen wir mal zum positiven: die Story oder halt das was man da so sieht hat durchaus nette Ideen. Die Kulluppen (sp?) aus der ersten Folge sind einfach Klasse und selbst der R2-D2 Staubsaugerverschnitt hat mehr Witz als die Star Wars Anspielung nerven kann. Über die Halluzinelle (Nora Tschirner) müssen wir nicht reden, so ein naives lächeln muss man lieben.

Was die ganze Sache aber rausreist sind die Geschichten. Die haben den Charme von Kaptain Blaubär und wenn man sich darauf einlässt ist das Bühnenbild plötzlich doch nicht mehr so übertrieben oder es stört zumindest nicht. Und man schmunzelt bei den Geschichten der der Captain Blau Tichy da so schildert.

Mein Fazit nach den ersten beiden Folgen (immerhin ja 1/3 der Serie): 15 Minuten nette Unterhaltung, wenn auch sicherlich nicht für jeden.

Die zweite Folge läuft heute Abend um 0:10 Uhr im ZDF und ist seit heute Mittag wie auch die erste Folge in der ZDF-Mediathek online abrufbar.

Einschalten!