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Hinweise für das Sturmtief von der Regionalleitstelle Nord

Flensburg

Morgen und Übermorgen (Donnerstag & Freitag) sollen wir hier oben ja wieder etwas Wind bekommen. Die Vorhersagen schwanken zwischen einem relativ normalem Herbststurm und “schlimmer als Christian”.
Wie auch immer es kommt, die Leitstelle Nord bittet darum, nur für lebensbedrohliche Unfälle die 110 oder 112 zu wählen.
Nicht lebenbedrohliche Schäden sollten per E-Mail an unwetter@leitstelle-nord.de oder Fax an 0461 / 99930549 gemeldet werden:

“Im Sturmtief Christian haben viele Bürger bereits den Weg über das Internet gewählt. Daraus ist die Idee entstanden diesen Weg strukturiert zu kanalisieren um die Notrufleitungen 112 und 110 zu entlasten.” Für diesen Zweck wurde die Emailadresse unwetter@leitstelle-nord.de eingerichtet. Das Emailpostfach wird im Sturmzeitraum ständig überwacht und eingehende Meldungen werden dann entsprechend in die Bearbeitung übernommen. “Der Hilfesuchende braucht keinen langen Texte verfassen. Zur Bearbeitung benötigen wir lediglich die Angabe von Ort, ggfls. Ortsteil, Adresse, Rückrufnummer und einer kurzen Beschreibung vom Schadenereignis. Dann können wir handeln.”
vollständige Pressemitteilung

Unabhängig davon stellt Wetteronkel Jörg Kachelmann unaufgeregt fest: “Diese Windgeschwindigkeiten an sich bringen niemanden um” und gibt in angenehm unaufgeregter, lockerer Form gute Verhaltenstipps wie man diesen wie jeden Sturm gut übersteht. Sehr lesenswert!

Orkanpanik verpufft

Flensburg

Nun haben wir ihn also überstanden, den Orkan Kyrill, Ziel und Ursache eines der größeren Medienhypes der letzten Tage – da kam selbst Stoiber mit seinem Rücktritt kaum gegen an.
Vom hiesigen Ende der Deutschlandkarte betrachtet war das Gewese um den Wind ein wenig befremdlich. Hier ist ‘nen Meer, hier wird gesegelt, Wind ist schlichtweg Antriebskraft. Und auch stärkere Winde kommen schon mal vor, als ich früher noch in Dithmarschen gewohnt habe war es dann das Schönste zum Deich zu fahren und die Naturgewalten Wind und Meer unmittelbar zu erleben. Das schafft Respekt, aber keine Angst.
Von daher war ich gestern auch etwas enttäuscht als den ganzen Tag eher so gar nichts los war in Sachen Weltuntergang, zwischendurch eher Sonne und blauer Himmel den Ton angaben. Erst nach Feierabend, so gegen 18:30 frischte es etwas auf und man konnte den Wind auch am Auto zerren spüren. Nach etwa 1-2 Stunden war das dann aber auch schon vorbei und ich hatte dabei nie den Eindruck, dass Kyrill dabei wesentlich störker war als die Stürme die wir in den letzten Wochen immer mal wieder hatten. Im Gegenteil, kaum stärker, dafür wesentlich weniger nachhaltig, die anderen Winde hatten deutlich länger durchgehalten.
Das mag andernorts schlimmer ausgesehen haben, immerhin sollen in Deutschland 10 Leute durch den Orkan gestorben sein und auch die Bahn stellt nicht jeden Tag den Betrieb ein.
Hier oben aber war es eher viel Wind um nicht viel mehr als sonst, dementsprechend nüchtern fällt auch der Kommentar im Polizeibericht aus:


Die Stadt Flensburg wurde von dem Sturm nahezu missachtet.
Lediglich ein umgestürzter Baum in der Terrassenstraße wurde von der Feuerwehr entsorgt.