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Rohes Fell ist feiner (RAW Bilder am Smartphone)

Foto

Seit 6 Wochen habe ich das Huawei Mate 10 Pro und mache damit fleissig Fotos. Bisher knapp 13GB – davon 8GB im RAW/DNG Format.

Die mit Leica gemeinsam entwickelte Kamera des Mate 10 Pro ist wirklich super, manchmal geschehen aber Fehler in der unumgänglichen Aufbereitung. Jede Digitalkamera, egal ob im Smartphone oder Spiegelreflex, interpretiert und verarbeitet die Bilder noch bevor man sie sieht. Dem Mate 10 Pro gelingen (bei Farbeinstellung “Normal”) sehr neutrale und realistische Bilder. Andere Smartphones neigen oft zu sehr knalligen Ergebnissen, die auf den ersten Blick toller aussehen. Aber halt eigentlich falsch sind.

Manchmal ist die Bildaufbereitung der Kamera völlig durch den Wind und produziert Ergebnisse wie hier mit unserem Kater Tuffi:

Tuffi mit verklebtem Fell

Sieh Dir das Bild ruhig mal groß an (draufklicken) oder/und vergleiche unten mit dem, was eigentlich aufgezeichnet wurde. Dieses Bild hier ist jedenfalls der Auflösung und Optik der Kamera nicht würdig.
Eigentlich hat die Kamera ihn aber gut eingefangen, der Fehler liegt in der Verarbeitung. Das zusätzlich gespeicherte Rohbild rettet die Aufnahme:

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Smartphone Schnappschüsse

Android

So im nachhinein betrachtet dreht sich mein Beitrag von gestern zu meinem neuen Smartphone hauptsächlich um die Kamera. Das war für mich ja auch das Hauptkriterium und zur Verdeutlichung hier mal ein paar Fotos, die ich seit Samstag mit dem Telefon gemacht habe.

Es sind alles Schnappschüsse ohne Blitz im Automatikmodus, ab der zweiten Woche versuche ich mich am manuellen Pro-Modus und den Bildern im RAW-Format wink.
Alle Vorschauen sind komprimiert, ein Klick auf das Bild lädt die volle Auflösung:


Der vereiste Brunnen vor der Berufsfeuerwehr Flensburg

Der vereiste Brunnen vor der Berufsfeuerwehr Flensburg
Die Gastkatze mit dem SW-Sensor aufgenommen

Die Gastkatze mit dem SW-Sensor aufgenommen

Weitere Beispielbilder:

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Grundsätze sind zum ändern da: mein neues Smartphone

BQ Aquaris X5 Plus auf Mate 10 ProErst vor einem guten dreiviertel Jahr hatte ich mir ein neues Smartphone gekauft. Ebenso ein dreiviertel Jahr nach der Vorstellung war das BQ Aquaris X5 Plus günstig zu bekommen. Die Mittelklasse ist heutzutage leicht schnell genug, das X5 Plus hat ein “sauberes” Android ohne Änderungen und eine für die Preisklasse echt gute Kamera.
Ein neues Gerät stand nicht an und wenn, dann wieder eine Mittelklasse aus dem Android One Programm: unverändertes Android, 2 Jahre lang neue Versionen und drei Jahre Sicherheitsupdatesyes. Aktuell wären das Nokia 7 Plus und das BQ Aquaris X2 Pro meine Favoriten.

Und dann kam alles anders.

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(Smartphone) Fotos und der Weißabgleich


Disclaimer: Ich bin kein Profi und was folgt ist mit Sicherheit nicht fehlerfrei. Ich wollte aber schon immer mal über das “Orange-Abendbilder-Syndrom” schreiben angel


Gerade Abends sieht man bei Bildern, die mit Automatik gemacht wurden, also meist Kompaktkameras und heutzutage Smartphones, dass sie sehr ins rötliche gehen.

Wie auf diesem Bild von mir, das ich im November 2008 gebloggt hatte:

Jeder kennt das, so sehen Bilder am Abend halt aus. Aber so schön ich dieses Bild auch heute noch finde, die Farben waren nicht so. Spätestens die Gräser, aber auch alles andere ist deutlich zu Orange. Schuld ist das Licht der Laterne (egal, ob man sie sieht) und der automatische Weißabgleich.

Denn für Kamerasensoren sieht ein Bild (fast) gleich aus, egal von welchem Licht es beleuchtet wird, sofern das Licht vergleichbar hell ist. Die Software und auch die Hardware rund um den Sensor – beim Smartphone spätestens die App – berechnet aus dem gesamten Bild die wahrscheinliche Farbtemperatur (kennst Du von LED-Lampen für zu Hause: kaltweiß wirkt bläulicher und halt kälter als warmweiß: das ist die Farbtemperatur) des gesamten Bildes und passt die Farben entsprechend an.

Die Automatik kommt gerade Abends aber an ihre Grenze. Am Fotoapparat und einigen Apps kann man daher einstellen, ob man im Sonnenlicht, Kunstlicht und dergleichen fotografiert. Oder man kann einen manuellen Weißabgleich machen. Entweder vorher, indem man der Kamera zeigt, was im Bild weiß aussieht oder auch hinterher mit entsprechender Software.
Bei obigem Bild hatte ich offensichtlich keinen Weißabgleich gemacht und es ist auch schlicht nichts weißes im Bild. Nach knapp 10 Jahren ist meine Erinnerung, was die Farben an dem Abend angeht, auch eher mäßig, da bleibt nur das Bauchgefühl — oder man lässt es wie es ist.Weißabgelich in Snapseed mit Pinzette

Am Smartphone ist fast das erste was ich nach einem Bild mache, es einmal mit Snapseed zu öffnen und unter Tools den Weißabgelich aufzurufen. Snapseed hat da eine praktische Pipette, mit der ich einfach auf einen Punkt zeige, der mein Maßstab für weiß sein soll. Der Rest geschieht automagisch.

Beispielbild im Original

Originalfoto
Beispielbild mit korrigiertem Weißabgleichmit korrigiertem Weißabgleich

Zwar sieht das Original links nicht völlig falsch aus, aber es ist falsch. Wir rauchen nicht und die Tapeten sehen nicht wie auf dem Originalbild aus, als wenn wir hier Zigarren kettenrauchen.
Nach dem nachträglichen Weißabgleich mit Snapseed ist die Wand weiß und insgesamt wirkt das Bild einfach “richtiger”. Gerade Abends ist das fast Standard sobald eine Automatik am Werk ist und gerade auf dem Smartphone ist das praktisch immer der Fall.

Probier es mal aus: Die Bilder sehen praktisch immer viel besser, natürlicher, richtiger aus!
Beim bearbeiten bzw. vergleichen daran denken, wenn Abends der Blaulichtfilter von Android oder ios aktiv ist, den musst du dafür kurzausschalten. Der interessiert Snapseed zwar nicht, aber mit aktivem Filter siehst du ja eh alles in leicht verschobenen Farben.

Die Bilder sehen praktisch immer viel besser, natürlicher, richtiger aus — und dann gibt es Motive wie dieses hier, bei dem ich das, was die Automatik des Smartphones generiert hat, besser, natürlicher und richtiger findecheeky:

Katzen auf Catawalk, automatischer Weißabgleich

automatischer Weißabgleich durch die bq-Kamerasoftware
Katzen auf Catwalk - korrigierter Weißabgelich
korrigierter Weißabgleich

Auf dem Smartphone-Display war ich mir noch nicht ganz sicher, tagsüber am PC aber schon: das automatische Bild gefällt mir besser. Evtl. musst Du dir die Bilder mal groß ansehen (drauf klicken).

Vermutlich liegt es am Motiv. Rein technisch, weil hier eh wenig Farben zu sehen sind und “emotional”, weil zu den ruhenden Katzen das wärmere Bild besser passt, als die kältere Korrektur.

Mein Fazit:

Ein (nachträglicher) Weißabgleich ist vor allem Abends, aber allgemein bei allem was nicht im strahlenden Sonnenschein ist, sehr zu empfehlen.
Es gibt aber Motive, bei denen wirkt die “fehlerhafte” Abstimmung einfach besser. laugh

Depthly macht 3D Bilder aus Handybildern

AndroidFoto

…wenn sie mit der aktuellen Google Kamera für Android 4.4 und deren “Fokuseffekt” aufgenommen wurden.

Der Fokuseffekt der Kamera sorgt eigentlich für einen Tiefenunschärfeeffekt die man ohne Blende eigentlich nicht hinbekommt. Realisiert wird das dadurch, dass man nach dem eigentlichen Foto die Kamera langsam nach oben zieht und das eigentliche Motiv dabei zentriert hält. Die Software erreichnet dadurch Tiefeninformationen und macht den Hintergrund unscharf. Das sieht schon ziemlich nett aus:

M600 mit Fokuseffekt

Was ich aber nicht wusste: in der eigentlichen Bilddatei sind zwei Bilder vorhanden:M600 Fokuseffekt extrahierte Bilder das gemachte Foto mit voller Schärfe und eine zweites Bild mit den Tiefeninformationen das offenbar als eine Art Maske darüber gelegt wird. Wer es genau weiss, darf es gern kommentieren smile.

Auf der Webseite DEPTHLY kann man aus diesen Informationen eine faszinierende 3D Version des Bildes machen. Entweder mit manueller Bewegung oder auch “hypnotisch” sich selbst bewegend. Ein animiertes .gif kann man auch erzeugen lassen, das siehst Du in der Vorschau links. Ein Klick drauf lädt die volle Grösse mit knapp 1,3MB.M600 mit Fokuseffekt aufgenommen und mit DEPTHLY bearbeitet
Interessant ist, dass alles lokal im Browser (Chrome) per Javascript geschieht, das Bild wird nicht auf dem Server verarbeitet. Prinzipiell funktioniert das auch im Chrome unter Android direkt auf dem Gerät, auf meinem etwas älteren Galaxy Note der ersten Generation beschwert er sich dabei aber über Speichermangel.

Wirklich faszinierend was man mit so einer einfachen Handykamera alles anstellen kann.
Wer es selbst ausprobieren möchte: Hier das Beispielbild mit Tiefeninformationen. Einfach per drag’n‘drop in Chrome auf die Webseite ziehen oder “hochladen”.

Fotostation bei ProMarkt

Vorhin war ich kurz im Förde-Park, und da fiel mir die Fotostation bei ProMarkt auf. Steht praktisch vor dem Laden, kann man mal schnell ran. Also kurz die SD-Karte aus der Kamera geholt und in die Maschine gesteckt.

Warnung! Macht das bloss nicht nach!

Zum einen ist die Maschine eher von der Nutzlosen sorte, sie liess mich keine Bilder auswählen, alles oder nichts ist das Motto. Im Zeitalter von Speicherkarten in GB-Größen eine Wahnwitzige Idee, mal eben 500 Bilder anfordern – geht’s noch?!
Den Vorgang hab ich also abgebrochen, die Maschine sagte “Bitte entnehmen sie ihr Speichermedium” was ich dann auch tat.
Und was muss ich feststellen? Die Karte wurde bis auf die ersten 30 Bilder gelöscht!
Gestern abend waren sie noch drauf, seitdem wurde die Kamera nicht mehr angefasst. Die einzige Erklärung die ich mir vorstellen kann ist dass die Maschine nicht nur meint man wolle alle seine Digitalbilder entwickelt haben, sondern auch davon ausgeht dass der Mensch zu blöde ist seine Kamera zu bedienen und die Bilder selbst zu löschen.

Unglaublich.

Ich werd das in den nächsten Tagen noch einmal probieren um das zu verifizieren, aber dann mache ich vorher eine Sicherung aller Bilder sad
Glücklicherweise konnte PhotoRec die gelöschten Bilder alle wieder herstellen. Trotzdem nicht zur Nachahmung empfohlen.

Die neue Kamera: Panasonic Lumix DMC-TZ1

Lumix TZ1
Nachdem die alte Kamera mir ja aus der Jacke gestohlen wurde wurde es nun Zeit für eine Neue. Nach einigem überlegen was mir wichtig ist an der Kamera, was an der alten störte oder zu verbessern war hab ich mich nun entschieden. Es ist eine Panasonic Lumix TZ1 geworden (Test und weitere Informationen u.a. hier). Wieder eine kleine Kamera die ich immer mitschleppen kann mit großem Zoom, beides war mit sehr wichtig.
Der erste Eindruck ist sehr gut, die Kamera wirkt schon vom ansehen und anfassen her deutlich wertiger als die Nikon S4 die ich vorher hatte. Die ersten Bilder sind gut geworden, gerade bei dem starken Zoom zahlt sich hier aus dass die Lumix einen Anti-Verwackel-Mechanismus hat den ich bei der S4 schon sehr vermisst habe (der Fairnis halber sei erwähnt dass der Nachfolger der S4, die S10 den auch bekommen hat).
Gegenüber der S4 fehlt ein Panorama-Programm und die Intervallauslösung, dafür hat die Lumix andere Funktionen wie eine Hilfe für Stop-Motion-Animationen und – wichtiger – Konfigurationsmöglichkeiten für den Autofokus, die S4 zeigte nicht einmal an was sie scharf gestellt hat, von Einflussmöglichkeiten ganz zu schweigen. Ein vollständig manueller Fokus fehlt allerdings auch der TZ1.

So viel als ersten Eindruck, mehr wenn ich mehr Bilder bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gemacht habe und Erfahrungen damit gesammelt habe wie lange der (Li-ion-) Akku hält.
Das Bild rechts ist quasi ein Selbstportrait im Makromodus vor’m ungewaschenen Spiegel da ich auf die Schnelle auf der Panasonic-Webseite nicht finden konnte ob ich deren Produktbilder hier verwenden darf.