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gesehen: Gravity 3D

Gestern war ich spontan im Kino zu Gravity in 3D und in der OV.

Was für ein Film! Gravity kann man wohl jetzt schon als Meisterwerk bezeichnen, sowohl von der Erzählung als auch von der Umsetzung her. Ein Space Shuttle ist gerade dabei das Hubble Teleskop re reparieren als sie die Mitteilung bekommen, dass eine geplante Zerstörung eines russischen Satelliten auf der anderen Seite der Erde eine Trümmerwolke erzeugt hat die immer mehr Satelliten zerstört und sich auf sie zu bewegt. Abbruch, evakuieren!

Missionsspezialistin Dr. Ryan Stone wird ohne Halt und Absicherung ins All geschleudert, nur ihr Kollege Kowalski kann sie noch erreichen. Gemeinsam müssen sie mit ansehen wie das Shuttle getroffen wird…

Lass dich nicht irritieren, das ist nicht wirklich ein Actionfilm und auch keine Science-Fiction, uns fehlen real nur mittlerweile die Space Shuttle. Auch das Szenario Weltall ist mehr Mittel zum Zweck. Es ist kalt, leer und Lebensfeindlich. Die Lage scheint ausweglos, wie geht man damit um? Dr. Stone muss allein versuchen einen Ausweg zu finden, vielleicht irgendwie über die ebenfalls evakuierte ISS die ebenso in Sichtweite ist wie die heimische Erde, die auch nur gut 500km entfernt ist.
Die Erzählung ist wirklich beeindruckend und beklemmend, dazu trägt auch das 3D bei, das hier endlich mal kein Selbstzweck ist sondern unterstützt durch die Kamerführung ein Gefühl der Schwerelosigkeit vermittelt, ebenso wie hilfloses Chaos beim Einschlag der Trümmer. Überhaupt, die Kamera: am Anfang gibt es eine Virteilstunde lang keinen einzigen Schnitt, die Kamera folgt nur völlig Schwerelos den arbeiteten Astronauten. Auch später gibt es keine grossen Schnitte, man spart nur längere Kamerafahrten. Auch gibt es keine dramatischen Schnitte zur Bodenstation wo irgendwelche Techniker fieberhaft nach einer Lösung suchen. Von Houston hört man nur anfangs die Routinekonversation, später ist Funkstille. Man bleibt die gesamte Zeit allein mit Dr. Stone in der Leere des Weltalls.

Ein packendes, beklemmendes Meisterwerk. Keine Science-Fiction oder Weltraumoper, ein menschliches Drama.

Empfehlung: Webcomic Wormworldsaga

Wormworldsaga

Ein Tipp für alle die Comics bzw. Graphic Novels mögen:

Die Wormworld Saga ist ein toller Webcomic von Daniel Lieske über die Abenteuer des kleinen Jonas.
Eine fantastische Reise in die Kindheit, fantastisch für’s Web gemacht.WormworldSaga Die einzelnen Kapitel (das Dritte ist vor 2 Wochen erscheinen) sind jeweils eine lange Webseite die man Stück für Stück nach nach unten hin wegliest. Die farbenfrohen Bilder sind genau dafür gemacht, sie gehen ineinander über so daß man wirklich Stück für Stück die Geschichte entdeckt und erlebt.

So muss ein Comic online sein, nicht Seitenweise Bild für Bild sondern beständig “fliessend”. Die Wormworld Saga gibt es in diversen Sprachen, das erste Kapitel ist mittlerweile in 11 Sprachen übersetzt.

Lesen!