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Tweet des Moments 1308657600

Schon älter, kam mir aber gerade durch einen Retweet in die Timeline:

(Die Bahn hat darauf nicht geantwortet)

Nachtrag: auf die zahlreichen Retweets heute hat die Bahn doch auf den Tweet reagiert smile :


Gelesen: "Die Lokomotive" von Thorsten Nesch

Heute will ich mal ein Buch vorstellen dass ich vor ein paar Wochen gelesen habe.

Was gibt es passenderes als auf einer Zugfahrt einen Horror-Thriller der “Die Lokomotive” heisst?
Nun ja, je nach der Neigung zum Kopfkino beim lesen vieles. Zumindest was dieses Buch angeht. Die Beschreibung:


Cover Der Aktienbroker Thomas Ochs wacht unter den Trümmern eines Zuges auf. Entgleist ist der Zug auf dem Hindenburgdamm zwischen Sylt und dem Festland. Er liegt auf dem Boden, und die Flut kommt…


Thomas Ochs ist nicht unbedingt die Art Mensch die einem sympatisch ist. Ein Broker mit zweifelhafter Moral. Wir lernen ihn kennen als er zu Bewusstsein kommt. Er ist eingeklemmt und über ihm schwebt der Puffer einer Lokomotive. Keine angenehme Situation oder auch nur Vorstellung. Aber so ist es und so sind wir dabei wie er sich Gedanken macht, die Umgebung erkundet soweit er halt reichen kann. Eine Hoffnung in der Nähe, aber ausser Reichweite. Später die Stimme eines anderen Überlebenden. Und die Flut.
Das Buch bietet sehr beklemmendes Kopfkino, sowohl bei der Hauptperson als auch beim Leser. Thomas Ochs ist kein Sympat, man gönnt ihm einerseits sein Schicksal, andererseits hofft man aber auch dass er es schafft sich zu befreien oder er gerettet wird.

Man ahnt warum auch die Verlage Angst vor dem Buch hatten, aber umso ärgerlicher ist es wenn man es gelesen hat. Glücklicherweise hat der Autor das Buch im Selbstverlag bei epubli veröffentlicht. Dort kostet es als eBook günstige 1,49€ oder als pBook für 14€. Die Kritiken bei Amazon sprechen auch Bände…
Das ist wirklich ein Vorteil des eReaders: Man kann einfach (günstig) mal etwas neues ausprobieren Perlen wie Die Lokomotive entdecken.

Die Bahn mit falscher Zielgruppe

Mobilität

Die Bahn erhöht alle Jahre Monate die Preise und das nächste mal zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember. Dabei stellt sich heraus: im Norden werden Fahrten besonders teuer wie der SH:Z meldet.
Das ist ärgerlich aber nicht wirklich überraschend. Interessanter ist dieses Zitat des Vorstandsmitglieds Karl-Friedrich Rausch:

Außerdem seien knapp 90 Prozent der Kunden mit rabattierten Tickets wie Monatskarten unterwegs oder besäßen eine Bahncard. Deshalb falle die Preiserhöhung “für den größten Teil unserer Kunden” gering aus, so Rausch.
Das zeigt, dass die Zielgruppe der Bahn die Kunden sind, die sie bereits hat. Nichts mit Umstieg auf die Schiene, man hat offenbar erkannt (oder bezweckt?) dass man keine Kunden von anderen Verkehrmitteln gewinnen kann.
Die Strecke Flensburg nach Hamburg kostet ab dem 14. Dezember 38€. Fahre ich mit dem Auto zahle ich derzeit knapp 40€ für den Sprit hin und zurück — Anschaffungskosten, Steuern und Versicherung rechne ich dabei nicht ein, weil ich das Auto nicht für diese Strecke anschaffe. Die anteiligen Kosten müssten über die Gesamtlaufzeit des Autos berechnet werden und die sind nach 4 1/2 Jahren und 65.000 gefahrenen Kilometern für eine Strecke von 3 Stunden und 360km verschwindend gering.
Stehen also 2€ Mehrkosten des Autos einer erheblich geringeren Fahrtzeit und deutlich höherer Flexibilität was Zeit und Ort angeht gegenüber. Denn meist will ich gar nicht passend zum nur alle Stunde (bzw. 2h für die schnelle Verbindung) fahrenden Zug los bzw. ankommen und habe selten bis nie den Hauptbahnhof in HH als Ziel — weitere Zeit im ÖPNv in HH kommt noch hinzu.
Glücklicherweise bin ich nicht auf die Bahn und die 2€ angewiesen so dass ich gern die 2€ “Aufpreis” zahle für den ich aber einen deutlichen Komfortgewinn habe.
Nein, liebe Bahn, so wird das nichts. Das ist schon wie bei der Bezeichnung “Beförderungsfall” statt “Kunde” die falsche Grundeinstellung. Gerade die 10% die nicht regelmässig mit der Bahn fahren (müssen) und daher keine Rabattkarte haben sollten eure Zielgruppe sein. Gerade die Gelegenheitsfahrer, denn die sind die Gruppe die ihr gewinnen wollt müsst.

Flensburg wird ICE Bahnhof

Flensburg

Schon seit August 2003 gibt es einen ICE1 (401 002-1) der nach unserer Stadt benannt ist, doch ausser zu Testfahrten hat sich bisher kaum mal einer der Züge nach Flensburg verirrt.
Das soll sich Ende des Jahres zum Fahrplanwechsel (9. Dezember) ändern, wie die Bahn mitteilt. Zusammen mit der Dänischen Staatsbahn wird es neue ICE-Strecken geben, u.a. Århus-Hamburg und Berlin-Kopenhagen die auch in Flensburg halten sollen.
Na das ist doch mal was, hoffentlich ist der Bahnhof bis dahin auch wieder in einem Zustand in dem man hier auch aussteigen möchte.

Sonntag: Evakuierungstest

Am Sonntag geht es ja im Sonderzug nach Halle zum Auswärtsspiel der SG gegen den TBV Lemgo im Gerry Weber Stadion.

600 Fans
1 Zug
12 Waggons
9 Minuten zum Aussteigen an
1 Bahnsteig an dem nur
3 Waggons Platz haben

Ein Flugzeug darf nur die Hälfte der vorhandenen Türen benutzen bei einem Evakuierungstest, in diesem Fall passen nur 1/4 der Waggons an den Bahnsteig und man kann nur zu einer Seite aussteigen – 600 Leute durch 1/8 der möglichen Türen.

Ich sach: dat ward kuschlig wink

Sonderticket zum Tag der deutschen Einheit

Lust am 2. oder 3. Oktober nach Kiel zu fahren? Zum Tag der deutschen Einheit gibt es ein Sonderticket mit dem man für 5€ (Einzelperson) bzw. 15€ (Gruppen bis 5 Personen) mit Bus oder Bahn nach Kiel und zurück fahren kann. Details gibt es unter nah-sh.de.

Zürich

Nachdem der Umzugswagen ausgeräumt und in Konstanz zurückgegeben ist hab ich noch immer nicht geschlafen. Akut Müde bin ich auch nicht mehr, es gab nur ein paar blanke Nerven aufgrund des Schlafmangels und der Temperaturen. Ein wenig dösen im IC von Konstanz nach Zürich hat aber geholfen. In der Schweiz erinnert der Intercity an die AKN, hält an jeder Milchkanne und man könnte gut nen Schild aufstellen “Blumen pflücken während der Fahrt verboten”. Klimaanlage gab es auch nicht in dem Ding (oder defekt, die Fenster waren nicht zu öffnen), so dass man die Fahrt eh nur bewusstlos ertragen konnte.
Prägenster Eindruck bisher von der Stadt: viel zu warm hier.

Nachher geht’s dann in die Stadt zum Fussball gucken, die Schweizer wollen Gruppensieger werden. Mal sehen wann ich vor Müdigkeit umkippe wink