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Amazon Filmfreitag

Es gibt wieder einen Filmfreitag bei Amazon Instant Video. Heute kann man 12 reduzierte Filme für jeweils 0,99€ ausleihen. Man hat dann 30 Tage Zeit sie anzusehen. Ist ein Film gestartet kann man in 48 Stunden lang ansehen. Also quasi 30 Tage Zeit ihn sich aus der virtuellen Videothek abzuholen und dann hat man ihn 2 Tage zum ansehen zu Hause.

Diesen Freitag:

Empfehlen kann ich aus der Liste Sully, der war im Juli schon einmal im Angebot und da hatte ich ihn mir ausgeliehen. Ansonsten bin ich für mich überlegen, mir Life auszuleihen. Von den Kritiken hab ich ihn zwar als eher mittelmässig in Erinnerung, aber es wird ja wieder dunkel, da dürfte der mal zur Stimmung passen.
Der Rest ist entweder vom Genre her nichts für mich oder wirkt wie Sleepless schon vom Plakat und Beschreibung her wie ein 08/15 Actionfilm, den ich gefühlt schon drei Dutzend mal gesehen habe und das sogar mit den gleichen Schauspielern. Auch Assassin’s Creed scheint nicht die eine Ausnahme zu sein, bei der eine Computerspiel-Verfilmung gelungen ist (Den ersten Resident Evil hatte ich damals™ in der Sneak gesehen und war positiv überrascht).
Wahrscheinlich ausleihen werde ich mir aber wohl tatsächlich Lion, der klingt wie ein Film, den ich sonst nur in der Sneak sehen würde und mich positiv überraschen könnte. Für 99 Cent werde ich das mal raskieren wink

Wie immer der Hinweis: Wer mehrere Streaminganbieter hat, sollte vor dem kostenpflichtigen ausleihen einmal bei Wer streamt es? nachsehen, ob der Wunschfilm dort nicht eh in der Flatrate enthalten ist.

Hast Du noch Tipps? Live by Night klingt zum Beispiel auch interessant, kannst du etwas dazu sagen oder zu einem der anderen Filme?

gesehen: Blade Runner 2049

Nicht in der Sneak war ich heute, sondern ganz regulär im Kino. Der nächste Eintrage meiner Kinoliste 2017 wartete auf mich, Blade Runner 2049.

Der Original Blade Runner von 1982 ist ein Meisterwerk. Die Buchvorlage von Philip K. Dick dreht sich darum, was einen Menschen ausmacht und was wirklich real ist. Der Film hat zwar große Unterschiede zum Buch und umfasst längst nicht alles, dennoch wird das Buch seit dem Film unter dem Titel Blade Runner verkauft und nicht mehr unter dem Ursprungstitel Träumen Androiden von elektrischen Schafen?. Trotz aller Differenzen hat der Film also einen riesigen Einfluss bis zurück auf die Buchvorlage. Die Optik dieses Science-Fiction-Film-Noir prägte unzählige andere Filme nach ihm.

Die Hürde lag also hoch für Blade Runner 2049, der kein Remake, sondern ein Nachfolger ist und 30 Jahre nach dem ersten Film spielt:


Um in die Stimmung zu kommen und einen realistischen Vergleich zu haben, haben wir uns unmittelbar vor dem Kino noch einem den Final Cut des Originals angesehen.
Sofort fällt auf, dass Los Angeles sich in den 30 Jahren wenig verändert hat. Noch immer ist es düster und im Dauerregen. Schuld ist eine ökologische Katastrophe, die sich zwischendurch ereignet hat und die gesamte Entwicklung bremst. Die Nexus Replikanten wurden zwar nach weiteren Vorfällen nach der Nexus 8 Generation verboten, die Tyrell Corporation ging danach Pleite. Doch nachdemder Industrielle Niander Wallace (Jared Leto) eine verbesserte Nexus 9 Generation vorgestellt hat, wurden sie wieder erlaubt. Auch der Blade Runner in 2049 “K” (Ryan Gosling) ist ein Replikant und jagt die verbotenen Generationen.
Nach einem Einsatz gegen Replikanten wird die Leiche eines weiblichen Replikanten gefunden — sie war schwanger. Dass die künstlichen Lebensformen sich fortpflanzen können ist eine Sensation, die das fragile soziale Gefüge zwischen Menschen und intelligenten Maschinen gefährdet.
“K” bekommt den Auftrag, das Kind zu finden und alle Beweise zu vernichten. Doch natürlich gibt es auch eine andere Seite…

Die Bildstimmung ist wie erwähnt dicht am Original, auch der Ton hat sich kaum verändert. Man hat für die Produktion extra die alten analogen Synthesizer ausgegraben, um den alten Klang reproduzieren zu können. Und Regisseur Denis Villeneuve hat es geschafft, den Stil des Originals weitgehend zu übernehmen. Es gibt sekundenlange Passagen mit z.B. nur einem Bildschwenk oder auch Totale, die nur mit der atmosphärischen Musik unterlegt ist. Im Vergleich zu aktuellen Produktionen nimmt er sich sehr viel Zeit, um Stimmung aufzubauen. Das ist heutzutage gewöhnungsbedürftig, aber man kann wirklich eintauchen in den Film. Und auch das Original war derart entschleunigt, auch um dafür ein Gefühl zu haben, haben wir ihn uns direkt vor dem Kino noch einmal angesehen.

Der Original Blade Runner, Deckard (Harrison Ford) spielt eine wichtige Rolle für die Geschichte, auch Gaff  (Edward James Olmos) aus dem Original taucht auf, aber nur als Cameo. Vor allem im zweiten Teil (bei 2:44 Laufzeit hatten wir auch eine Pause im Film) hat der Film auch noch einiges an Action, allerdings wirkt er nie hektisch.
Die Inszenierung erinnert vom Konzept her an die Serie Stranger Things. Sie ist wie eine Serie aus den 1980’ern, aber kopiert den Stil nicht einfach, sondern ist so ist, wie wir uns heute an den Stil erinnern. Auch Blade Runner 2049 ist “wie früher”, düster und ruhig. Aber nicht nur technisch doch sehr modern gemacht. Auch wenn viele Bildsequenzen an den Originalstil erinnern, sind die meisten Szenen eigentlich modern, durch die Ruhe und Musik wirken sie aber nicht so.

Die eigentliche Geschichte ist ein guter Sprung in die Zukunft, 35 Jahre nach dem Original ist ein Sprung um 30 Jahre in der Geschichte genau richtig. Der optischen relativen Stillstand kann man erklären und dadurch kann auch Harrison Ford als Deckard glaubwürdig eine tragende Rolle spielen und den Generationswechsel unterstützen. Auch die Generationsfolgen der Replikanten passen und dass es ein moderner Replikant ist, der die alten jagt. Replikanten sind bei aller Intelligenz noch immer vor allem ein Werkzeug für schmutzige Jobs. Im direkten Vergleich ist die neue Story vielschichtiger, trifft meines Erachtens aber genau die Motive, die allen Romanen von Philip K. Dick zugrunde liegen wie die Frage nach danach, was Menschlichkeit ausmacht und vor allem, was Realität ist. Auch “K” muss mehrfach sein Wesen hinterfragen, nicht einfach moralisch, sondern wirklich was für eine Art Wesen er ist.

Insgesamt für mich eine wirklich gelungene Fortsetzung, auf die man sich ob des altmodischen Erzählstils aber einlassen muss. Sicher hätte man ihn deutlich flotter inszenieren können, aber dann wäre alles verloren gegangen, was das Original ausmachte. Blade Runner bleibt ein atmosphärischer Actionfilm zum nachdenken.

Nachtrag: Ich war in der 3D Fassung. Das 3D ist sehr angenehm und unauffällig, es gibt dem Bild aber merklich mehr Tiefe. Effektheischerei gibt es praktisch nicht. Daher würde ich im Kino die 3D Fassung empfehlen, zu Hause muss jeder dann selbst entscheiden. Für die Handlung notwendig ist es natürlich nicht, vor allem im Vergleich dürfte die 2D Fassung aber unnatürlich flach aussehen.

gesehen: Darkland

Die Sneak ist immer FSK18 ausgeschrieben (am Schalter teilweise nicht), aber die gestrige Sneak war nichts für zartbesaitete Zuschauer. Darkland ist zu Recht FSK18:


Zaid (Dar Salim), ein erfolgreicher Chirurg, hat ein erfülltes Leben und wohnt zusammen mit seiner hochschwangeren Frau Stine (Stine Fischer Christensen) in einer schicken Wohnung. Eines Nachts klopft sein jüngerer Bruder Yasin an der Tür und bittet Zaid um Geld – doch er weigert sich ihm zu helfen. Ein paar Tage später wird Yasin tot aufgefunden. Da die Polizei sich nicht sehr kooperativ gibt, fühlt sich Zaid gezwungen, selbst herauszufinden, wer seinen Bruder auf so brutale Art umgebracht hat und begibt sich auf eine Mission in die Unterwelt Kopenhagens, um die kriminelle Bande zu beseitigen. Doch Zaids anhaltender Rachezug hat ernsthaften Konsequenzen für ihn und seine Familie und er muss sich bald entscheiden, wie weit er bereit ist zu gehen…

Darkland ist ein brutaler Selbstjustiz/Rachethriller. Darauf muss man sich einlassen, dann ist er auch gut. Erwartet man einen harmlosen Actionfilm oder gar die Hollywodsche Moralkeule, dann geht es schief. Darkland ist weniger abgedreht als andere dänische Filme, wie z.B. Men & Chicken. Aber er ist auch keine typische Hochglanz-Hollywoodproduktion, sondern fühlt sich “echter” an. Vielleicht, weil Kopenhagen als europäische Stadt vertrauter aussieht, aber gefühlt ist selbst der Schmutz in amerikanischen Filmen zu sauber geplant.
Das soll kein Hohelied auf Darkland sein, es ist ein brutaler Film, in dem Menschen getötet und Selbstjustiz betrieben wird. Zwar nur gegen Verbrecher, aber auch das macht Zaid selbst zu einem Verbrecher. Über die moralische Verarbeitung im Film will ich nichts schreiben, um nichts zu verraten, aber ein glücklicher Racheengel wird Zaid nicht, so viel sei dann doch verraten.

Heute: Heinz Strunks "Jürgen" in der ARD

Während der Lesung im Mai hatte Heinz Strunk es angekündigt: der gelesene Roman Jürgen wurde verfilmt und kommt ins Fernsehen.

Heute ist es soweit: Um 20:15 läuft Jürgen  Heute wird gelebt im Ersten.

Ich freue mich! Ich habe schon den ganzen Tag Stunks Stimme im Ohr, wie er die schrägen Charakteren schildert. Auch wenn ich wegen einer Feuerwehrübung den Film wohl nicht “live” sehen können werde. aber er landet dann hoffentlich in der Mediathek oder zur Not gibt es noch ganz altbacken Wiederholungen im linearen Fernsehen.

Eine kurze Vorschau gibt es auch:

(einbetten funktioniert bei der ARD nicht via https, ggf. im Browser unsichere Scripts zulassen. Die Vorschau ist sonst auch auf der Filmseite)
Warnung unsichere Skripte

Amazon Filmfreitag

Es gibt wieder einen Filmfreitag bei Amazon Instant Video. Heute kann man 12 reduzierte Filme für jeweils 0,99€ ausleihen. Man hat dann 30 Tage Zeit sie anzusehen. Ist ein Film gestartet kann man in 48 Stunden lang ansehen. Also quasi 30 Tage Zeit ihn sich aus der virtuellen Videothek abzuholen und dann hat man ihn 2 Tage zum ansehen zu Hause.

Diesen Freitag:

Auf jeden Fall werde ich mir den zweiten Teil von John Wick holen und den ersten fand ich echt gutDas Morgan Projekt fand ich von den Trailern her auch gut, ich denke, den werde ich mir auch holen. Definitiv gesetzt ist Voll Verkatert, ein bescheuerter Titel, aber bei einem Katzenfilm mit Kevin Spacey muss ich einfach zuschlagen.
Wer die Filme mag sollte auch bei Prometheus zuschlagen, nachdem das Franchise mit Film 3 und 4 eigentlich am Ende war, war Prometheus eine gelungene Fortsetzung (Prequel) der Grundidee. Ebenso empfehlenswert ist Sicaro, den hatte ich vor ein paar Monaten gesehen, als er bei Amazon Prime oder Netflix in der Flatrate enthalten war.
Am überlegen bin ich ansonsten bei Hacksaw Ridge, allgemein bin ich zwar etwas überfüttert mit 2. Weltkriegsthemen, aber die 8,2 Bewertung bei der IMDb lassen mich überlegen. Vielleicht auch noch Willkommen bei den Harmanns, in den nächsten 4 Wochen ist mir bestimmt nach einer seichten deutschen Komödie wink

gesehen: Norman

Die Sneak war gestern in der 2, der zweitkleinste Saal. Das war auch gut so, sonst hätte das schnarchen der Anwesenden während Norman lief in Summe vermutlich die anderen Sääle gestört:


Norman Oppenheimer ist ein älterer Herr, der als 1-Mann Unternehmen verschiedene Sachen auf die Beine stellt. Im Grunde tut er nichts anderes, als sich selbst ins Gespräch zu bringen und Ideen zu vermitteln.
Eines seiner “Kontaktopfer” ist ein stellvertrender israelischer Minister, dem er im Laufe der Begegnung Schuhe schenkt. Einige Jahre später wird er Ministerpäsident und erinnert sich auch noch an die Begegnung mit Norman. Dieser spannt sein Netzwerk daraufhin in weitaus höheren Kreisen. Doch er gerät dabei mit seinen ganzen Gefallen durcheinander und wird in eine Regierungskrise gezogen. Auf seine ganz eigene Art versucht er, alles aufzulösen.

Das klingt eigentlich nicht schlecht und Richard Gere spielt den Norman auch wirklich toll. Er ist voller Enthusiasmus dabei, dabei weiss man eigentlich nie, was Norman eigentlich im Grunde will. Er selbst vermutlich auch nicht wink. Es ist die zähe Inszenierung, die diesen Film völlig herunterzieht. Langatmig von der ersten bis zu letzten Szene.
Das ist umso schlimmer, weil es ein wirklich schöner Film hätte werden können. Die Inszenzierung von Joseph Cedar ist aber wirklich zäh wie ein alter Kaugummi sad

gesehen: Barry Seal: Only in America (American Made)

Gestern waren wir mal wieder in der Sneak, unsere übliche Sneakgruppe war so groß wie schon lange nicht mehr.
Eingestellt hatten wir uns auf eine Sneak in 3D, sie war zwar nicht als 3D Sneak aufgeführt, aber der Preis war ein deutlicher Hinweis. Beim Einlass bekamen wir allerdings direkt einen Entschuldigungsgutschein in die Hand gedrückt. Der Preis war schlicht falsch und statt die 2,30€ zu erstatten gibt es nun auf den nächsten Film 50% Ermäßigung.

Es lief dann Barry Seal: Only in America (Originaltitel “American Made”):

Ein Film im Fernsehformat 16:9, nach diversen Filmen und Serien mit dem Medellín-Kartell ein ausgelutschtes (Teil-) Thema, eine IMHO sehr bescheuerte Übersetzung des Titels und dazu noch Tom Cruise als Hauptdarsteller — au weia, was soll das nur werden?frown

Tom Cruise spielt Barry Seal, ein Pilot bei TWA in den 1970’ern. Weil er ein recht guter Pilot ist, wird er von der CIA angeheuert, um in Südamerika verdeckt mit einem Flugzeug Fotos von potenziell russisch-beeinflussten Gruppen aufzunehmen. Er bekommt dafür eine eigene Tarnfirma. Das fällt auch den südamerikanischen Drogenbaronen auf und er erweitert seine Tätigkeiten um Drogentransporte. Auch die CIA hat immer mehr Aufträge für ihn und aus seiner Tarnfirma wird ein sehr lukratives Unternehmen, das für die CIA, Drogenbarone, Rebellen und wer auch immer etwas zu transportieren hat, Flugdienstleistungen erbringt.

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Barry Seal und zeigt sehr unterhaltsam-zynisch, wie die CIA versucht, ihre Politik durchzusetzen. Dass Barry seine Fotoflüge nach Südamerika auch für andere Dinge nutzt wird hingenommen, weggesehen oder gar ausgenutzt. Er ist der Mann, der immer liefert und das ist wichtiger als alles andere.

Ein Film, so absurd-zynisch, man würde es nicht glauben, wenn nicht spätestens mit der Iran-Contra-Affäre genau die geschilderten Machenschaften der CIA bekannt geworden wären. Dieser Film ist eine Art Vorgeschichte dazu.
Der Film ist verdammt lustig, gute Unterhaltung! Wenn man nicht wüsste, dass das nicht ausgedacht ist… Tom Cruise spielt hier wirklich mal eine Rolle und nicht sich selbst in einer für ihn typischen Actionrolle. Ruhig und wirklich gut. Er kann wirklich schauspielern und nicht nur “Tom Cruise nennt sich Ethan Hunt”.

Für mich also eine positive Überraschung, der Film ist eine echte Empfehlung! Ob man ihn im Kino sehen muss sei dahin gestellt, aber ansehen sollte man ihn!

(die Zusammenstellung des Trailers finde ich nicht gelungen, aber einen anderen scheint es nicht zu geben)