Skip to content

gesehen: Ballon

Gestern waren wir “à la carte” im Kino und haben uns Ballon angesehen, den neuen Film von Michael Bully Herbig – defintiv keine Komödie und auch das kann er verdammt gut:

Es ist die Geschichte der vielleicht spektakulärsten Flucht aus der DDR: 2 Familien nähen sich einen Heissluftballon und fliehen aus Thüringen nach Bayern (man muss schon verzweifelt sein, wenn man nach Bayern fliehtangel).

Keine Angst, das ist kein Spoiler, ebenso wie bei Titanic klar ist, dass das Schiff unter geht. Die Flucht ist wirklich geschehen, Geschehnisse, Orte und auch Namen sind echt.

Der Film konzentriert sich auf die Flucht, die natürlich nicht annähernd so einfach war, wie es im nachhinein so klingt. Über die konkreten Motive erfahren wir wenig, nur in einigen Szenen aus Gesprächen. Das klingt nach einer Lücke, aber dadurch vermeidet der Film die moralische Keule. Der Fall der Mauer ist nun 29 Jahre her, die Flucht 39 Jahre. Blickt man nach so langer Zeit zurück, sind die Verhältnisse in der ehemaligen DDR entweder unvorstellbar oder in der Erinnerung verklärt.
Aber der Film zeigt natürlich keine Handlung vor neutralem Hintergrund. Gleich zu Anfang sehen wir einen scheiternden konventionelle Fluchtversuch. Der ermittelnde Offizier lässt die Befehle der Grenzsoldaten zitieren, inklusive Schiessbefehl. Aber der Film gibt in solchen Szenen die Wertung nicht vor, als Zuschauer kann man sich selbst eine Meinung bilden. Und je nach Hintergrund und Erfahrung muss das nicht unbedingt immer gegen die DDR oder sein(e) Repräsentanten sein.

Der Film ist, was die Moral angeht, grau. Auch der ermittelnde Offizier ist zwar in seiner Aufgabe unerbittlich, aber kein Abziehbild eines Parteisoldaten. Man kann Verständnis oder zumindest Nachdenklichkeit erkennen – oder es für Taktik halten. Hier gibt der Film keine Interpretation vor, ebensowenig wie beim Stasi-Nachbarn. Denn auch wenn die meisten eine eindeutige Meinung haben dürften: weder die DDR, noch die Personen waren nur schlecht. Ebensowenig, wie die DDR das Arbeiterparadies war. Die Wahrheit ist grau, sie liegt irgendwo dazwischen. Es ist ein Dokuthriller, kein Geschichtsfilm.

Und so beobachten wir die beiden Familien, wie sie ihre Fluchtpläne umsetzen. Wie sie scheitern, immer wieder Gefahr laufen, erwischt zu werden. Und auch, wenn man weiß, wie die Flucht endet fiebert man mit. Nach einer schwächeren ersten Viertelstunde wird der Film sehr intensiv, man fühlt sich in die DDR versetzt und drückt der Familien die Daumen, leidet mit ihr bei Fehlschlägen.

Der Film endet mit Originalbildern der Flucht vor fast 40 Jahren und das ist nach den Emotionen am Ende der Flucht noch einmal ein Kick. Denn auch, wenn man die ganze Zeit weiß, dass die Flucht wirklich so passiert ist, wird es durch die Originalbilder wirklich real, lässt die Kinodistanz verschwinden.

Bullys erster Thriller ist in meinen Augen eine eindeutige Empfehlung und für mich auch noch umso beeindruckender, weil potenziell jeder Zuschauer zumindest das Ende kennen könnte. Dennoch fesselt der Film spätestens nach der ersten Viertelstunde die ganze Zeityes

DU hast uns gerade noch gefehlt!

Ein sehr tolles Video der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Meldorf:

Das gilt natürlich für jede Freiwillige Feuerwehr, jeder kann mitmachen, auch Du!

Zwei interessante Termine gibt es in den nächsten beiden Wochen in Meldorf:

  • 23.08. 19:30-21:00 Uhr: Vorstellung der Feuerwehr und Erklärung einiger Geräte. Fragen sind willkommen
  • 29.08. 19:00 Uhr: Schnupperdienst inklusive Einkleidung und praktischer Arbeit mit verschiedenen Geräten

 

Dieses Wochenende zum Barcamp Kiel

Barcamp Kiel 2018Am Wochenende ist es wieder so weit:
Das Barcamp Kiel steht an.

Dieses Jahr können wir leider nur am Samstag teilnehmen sad. Mitten in den Sommerferien ist es nicht immer möglich Urlaub zu bekommen, wenn Kollegen mit schulpflichtigen Kindern ihn in der Zeit nehmen müssen (oder weil die KiTa wochenlang geschlossen ist).
Aber das macht den Freitag etwas entspannter, abends steht da nämlich der Jacob Cement Cup an, traditionell die Saisoneröffnung der SG Flensburg-Handewitt. Und auf die neuen Spieler bin ich sehr gespannt.

Eine Session habe ich momentan nicht in Planung für das Barcamp, vielleicht fällt mir noch spontan etwas ein oder hast Du eine Anregung?

Plasmaspende

Diako BlutspendeSeit Sommer 2010 gehe ich regelmässig hier in der Diako zur Blutspende. Das geht spontan Montag bis Freitags außer Mittwoch. Mein Blutspendetermin ist seit Jahren auch einer meiner Prüfpunkte für Kalenderapps im Smartphone. Der Termin ist bei mir im Business Calendar eine Aufgabe, die sich alle 10 Wochen wiederholt. Das passt genau zu den 5 Blutspenden (mit 56 Tagen Pause), die ein Mann jährlich machen darf. Der Folgetermin wird aber erst festgelegt, wenn ich ihn als erledigt markiere und dann auf den Dienstag in 10 Wochen. Ich halte meinen Abstand also auch ein, wenn ich mal für ein paar Wochen verhindert bin oder auch spontan früher gehe.

Nun gibt es seit letztem Jahr auch die Möglichkeit zur Spende von Blutplasma in der Diako. Das Plasma ist grob gesagt die flüssige Basis ohne die eigentlichen Blutzellen, es enthält aber noch die Faktoren, die es gerinnen lassen.
Auch eine normale Vollblutspende wird aufgeteilt in das Plasma und die Blutzellen. In der Praxis wird wohl deutlich mehr Plasma benötigt als Blutzellen. Also liegt es nahe, dass man auch direkt das Plasma spenden kann, denn es hat auch für den Spende einen wichtigen Vorteil: da “nur” die Basis und nicht die eigentlichen Blutzellen entnommen werden ist es schonender für den Körper. Rein rechtlich dürfte man jeden dritten Tag Plasma spenden, in der Diako aber nur alle ein (oder zwei?) Wochen.
Da ich die normalen Blutspenden seit Jahren völlig problemlos vertrage und meine Adern auch “schön” sind, wurde ich konkret auf die Plasmaspende angesprochen. Die Plasmaspende hat für den Spender aber auch einen Nachteil: sie dauert deutlich länger. Deswegen kann man nicht wie bei der normalen Blutspende spontan kommen, sondern nur mit Termin. Die Termine sind während der normalen Blutspendezeit, nach der Arbeit kann ich das also nur Dienstags und Donnerstag wenn bis 18:00 geöffnet ist. Und es ist wohl nur wenig überraschend: das geht sehr vielen Spendern so.

Meinen ersten Plasmaspendetermin hatte ich nun am vorigen Donnerstag. Es gibt einen extra Informationsbogen (hatte ich schon vorher mal mitgenommen), den gleichen Fragebogen wie bei der Vollblutspende und zusätzlich zum auch hier obligatorischen Arztbesuch noch eine Blutprobe vorweg.

Haben Arzt und Blutprobe keine Einwände wird man an die Maschine angeschlossen.Plasmaspende: angeschlossen

Der Apparat zapft jetzt immer etwa einen Viertlliter Blut ab und füllt damit einen “Glocke” genannten Behälter. Das ist im Prinzip eine Zentrifuge, in der die Blutzellen vom Plasma getrennt werden. Damit das kostbare Plasma nicht gewinnt wird die Gerinnung mit Kalziumzitrat im Gerät gehemmt. Das Plasma landet in einem Beutel vor dem Gerät und die Blutzellen bekommt man anschließend wieder zurück. Dabei können wohl Reste vom Zitrat enthalten sein, aber davon habe ich nichts gespürt. Entweder ist das eher eine theoretische Möglichkeit, eh nicht zu spüren (harmlos sowieso) oder ich bin einfach ignorant blush.
Das macht die Maschine immer wieder, bis der Plasmabeutel voll ist. Von der Anzahl der Zyklen hängt natürlich ab, wie lange es dauert. Und die Anzahl der Zyklen sind, wenn ich es richtig verstanden habe, dadurch beeinflusst, wieviel man vorher getrunken hat. Ich hatte zwar recht viel getrunken, aber anderthalb Stunden vor dem Termin aufgehört. Denn auf Klo gehen kann man zwischendurch nicht surprise. Bei mir waren es dann ziemlich genau die von der Schwester zu Anfang geschätzten 4½ Zyklen und das Ganze hat 44 Minuten gedauert. In Zukunft werde ich das Trinken davor noch optimieren damit ich weniger Zyklen brauche. 30 Minuten sind wohl drin, das müssten also 3 Zyklen sein. Mal sehen was ich schaffe ohne dass mich meine Blase nervt.

Plasmaspende Verfahren beendet

Was ich vermutlich überlesen habe: die Ernährung vor der Spende ist wichtig. Einerseits sollte man wie vor jeder Blutspende etwas gegessen haben, aber auch am Vortag nicht zu fettig. Bernsteinfarben wie auf dem Foto ist das Plasma ideal, hat man am Abend vorher aber etwas fettes wie Currywurst mit Pommes und Mayo oder auch eine Salamipizza gegessen ist wohl sehr viel von dem Fett im Plasma und das Plasma milchig. Dann brechen sie die Spende wohl direkt ab, weil man das niemandem geben kann.Plasmaspende: Entnahmebeutel teilgefüllt
Aber das muss man sich mal reinziehen: das Fett einer Pommes-Mayo ist auch einen Tag später noch direkt im Blut!

Damit einem nicht langweilig wird gibt es einen WLAN Zugang, das ist heutzutage wohl auch sinnvoller, als die üblichen Zeitschriften vom Hausarzt auszulegen. Ich hatte außerdem meinen E-Reader dabei, damit bin ich auch stundenlang beschäftigt wink. Währenddessen wird man ständig umsorgt, immer wieder wird gefragt ob alles in Ordnung ist und einem neue Getränke gebracht.

Mein Fazit: es dauert länger aber ist genauso unkompliziert wie eine normale Blutspende. Von der Zeit abgesehen ist es für den Körper auch weniger belastend (wobei ich auch bei der Vollblutspende nichts bemerke).
Meine nächste reguläre Blutspende habe ich für den 13. Februar eingetragen, dann werde ich auch einen neuen Termin machen für die Plasmaspende. Und dann auch mal ansprechen wie ich das möglichst regelmässig in meine normalen Blutspendetermine integriere. Zwei Plasmaspenden zwischen einer Vollblutspende sollten ja machbar sein.

Für mich ist es nur ‘ne dreiviertelstunde ich der ich in Ruhe lesen kann und das Krankenhaus bzw. vor allem ein Patient hat etwas davon, vielleicht rettet es ja auch ein Leben. Und wenn ich mit ner dreiviertelstunde lesen ein Leben retten kann, dann mach’ ich das laugh

Übrigens: eine normale Blutspende dauert bei mir nur 6 Minuten und so viel Zeit kann wirklich jeder erübrigen (sofern keine körperlichen Einschränkungen bestehen natürlich).

Freier Eintritt ins Miniatur Wunderland für alle, die es sich nicht leisten können

Auch dieses Jahr gibt es im Januar wieder die soziale Aktion Ich kann es mir nicht leisten des Miniatur Wunderland:

An 22 Tagen im Januar gibt es freien Eintritt ins Miniatur Wunderland für alle, die es sich nicht leisten können!

Wenn du es dir nicht leisten kannst oder Bekannte hast, die nicht genug Geld haben: geh(t) hin! Das Miniatur Wunderland ist großartig und die Chance sollte sich niemand entgehen lassen. Man muss nichts nachweisen, nur an der Kasse sagen oder deutlich machen, dass man es sich nicht leisten kann.

Die genauen Termine stehen unter dem Youtube-Video und unter www.miniatur-wunderland.de/leisten/. Da natürlich auch die Anfahrt Geld kostet rufen Gerrit und Frederik dazu auf, sich zu Fahrgemeinschaften zusammenzuschliessen und dies ggf. auch in den Kommentaren unter dem Video abzustimmen.

Für alles weitere die Ankündigung der Beiden:

Barcamp Kiel 2017: jetzt anmelden!

Barcamp Kiel 2017Am 11. und 12. August 2017 findet wieder das Barcamp Kiel statt.

Seit Montag ist die Anmeldung freigeschaltet und noch schneint es für beide Tage Karten zu geben. Zumindest kann man sich anmelden, ob man schon auf der Warteliste landet kann ich nicht sehen cheeky

Ich kann dir aber nur raten: Melde Dich an!
Es ist eine tolle Veranstaltung und Erfahrungsgemäss klappt es gut, dass Teilnehmer, die keine Zeit haben sich auch wieder abmelden und man auch auf der Warteliste gute Chance hat. Oder die Orgas finden noch irgendwo ein bischen Platz und können die Teilnehmerzahl erhöhen wink.

Letztes Jahr musste ich aussetzen, aber dieses Jahr bin ich wieder dabei. Und keine Angst: auch wenn naturgemäss viele Onlinethemen dabei sind, es gibt auch immer ganz andere Themen. Ich erinnere mich an Ausdruckstanz, Kindererziehung oder nachhaltig Leben. Und wenn Du magst, rege doch eine Session über Straßenmalkreide oder so an laugh. Apropos Kindererziehung: eine Kinderbetreuung gibt es bei Bedarf auch yes

RSH gegen die Feuerwehr

Ich bin gerade ziemlich entsetzt von RSH. Normalerweise kooperiert und fördert der Radiosender die Feuerwehr.

Nun bezahlt sie aber einen Anwalt gegen den Feuerwehrdienst:

RSH zahlt Anwalt gegen Pflichtfeuerwehr

Gemeinden sind verpflichtet, eine einsatzfähige Feuerwehr sicher zu stellen. Normalerweise bedeutet das, daß die Freiwillige Feuerwehr entsprechende Mittel/Ausrüstung zur Verfügung hat, daß es überall in der Gemeinde genug Löschwasser gibt usw..

In Friedrichstadt gibt es aber nicht genug freiwillige Mitglieder. Die Gemeinde ist dennoch dazu verpflichtet, für den Feuerschutz zu sorgen. In Friedrichstadt gibt es daher eine Pflichtfeuerwehr. Das ist zum Glück die ganz große Ausnahme in Deutschland, aber so ist es dort nun mal.

Noch einmal: die Gemeinde hat die Pflicht, für den Feuerschutz zu sorgen und da es nicht genug Freiwillige gibt, muss sie die Mitglieder verpflichten. 

Die Katja aus Friedrichstadt ist der Meinung, daß sie keine Zeit dafür hat, da sie arbeitet und ihre Kinder versorgen muss. Daher hat sie sich einen Anwalt genommen, um dagegen vorzugehen. Ob ein Anwalt nötig ist, um Widerspruch einzulegen kann und will ich nicht beurteilen, dagegen vorzugehen ist ihr gutes Recht. Aber es ist wie gesagt nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht der Gemeinde, Mitglieder zu verpflichten.

Es stösst mir natürlich übel auf, daß RSH nun die Anwaltskosten dafür zahlt. Aber die Frau hat diese Werbeaktion gewonnen und wenn RSH sich die Rechnungen nicht vorher ansieht, dann ist das halt so.

Was mich richtig ankotzt ist aber, daß RSH damit Werbung macht!

Und dann noch scheinheilig “Wie sieht es in Euren Feuerwehren aus?” darunter schreibt. RSH weiß (könnte/sollte wissen) ganz genau, daß es in Schleswig-Holstein ganze drei Pflichtfeuerwehren gibt.
Man hätte das Problem erklären, den Wikipediaeintrag verlinken oder dieses scheinheilige Nachfragen lassen können.

Übrigens hat Kiel, wo RSH sitzt, zwar eine Berufsfeuerwehr, aber auch 10 freiwillige Feuerwehren. Weil die Berufsfeuerwehr das allein nicht schafft bzw. ziemlich unbezahlbar wäre, wenn sie alles nötige allein abdecken sollte. Ohne die Mitglieder der 10 freiwilligen Feuerwehren müsste auch Kiel eine Pflichtfeuerwehr einführen!

Ich wünsche den Vollhonks bei RSH alles mögliche, aber bitte brennt nie ab oder werdet im Auto eingeklemmt. Denn die Feuerwehr hilft jedem, auch solchen asozialen Vollidioten. Aber man muss es sich ja nicht wünschen indecision