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gelesen: Perry Rhodan 2983: Kants letztes Kunstwerk


Perry Rhodan 2983: Kants letztes Kunstwerk

Sein Geschäft ist der Tod – er ist ein Meister seines Fachs

Auf der Freihandelswelt Lepso wird ein Auftragsmörder angeheuert, um eine bestimmte Person zu töten. Für ihn nicht nur ein weiterer Auftrag, er soll der krönende Abschluss seiner Tätigkeit werden. Ein Kunstwerk.
Sowohl Auftraggeber, als auch Zielperson sind allerdings nicht das, was sie zu sein scheinen…

Das war mal ein wirklich erfrischender Roman! Völlig eigenständig, aber natürlich doch eingebettet in die Rahmenhandlung des Zyklus. Details verrate ich nicht, wie Kant sollst Du so lange wie möglich unwissend bleiben cheeky

Leseempfehlung: Depression abzugeben: Erfahrungen aus der Klapse


Uwe Hauck: Depression abzugeben - Erfahrungen aus der Klapse

Dieses Buch möchte ich jedem ans Herz legen, egal ob man direkt oder indirekt betroffen ist. Keine Angst, es liest sich nicht so schwer, wie es klingt:

Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet.

Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor.

Uwe Hauck beschreibt seine eigene Krankheit, von den Zweifeln bis zum Absturz mit Selbstmordversuch und anschliessenden Therapien in verschiedenen Einrichtungen.
Ein schweres Thema, aber Uwe schafft es, immer wieder ein Augenzwinkern einzubauen. Das klingt falsch, aber es schwächt das Thema Depression nie ab. Es ist meist eine Beobachtung, Bemerkung zu etwas am Rande der Therapie oder Umgebung. “Aus der Klapse” betrachtet, sind wir Normalen auch reichlich verrückt. Vielleicht halt nur nicht diagnostiziert. Diese (Neben)sätze sorgen dafür, dass das Buch sich trotz des schweren Themas sehr gut und angenehm liest und auch Uwe selbst für den Leser nicht nur aus Depression besteht.

So, wie er abseits der Krankheit erscheint, habe ich ihn bei Twitter immer wahrgenommen. Er gehörte vor über 10 Jahren zu den ersten Menschen, denen ich bei Twitter gefolgt bin. Ich habe Anfangs erstmal bei meinen Bekannten geguckt, wem die so folgen und so landete Uwe in meiner Timeline. Er war von daher für mich bei Twitter einfach “da” und plötzlich twitterte er mit dem Hashtag #ausderklapse. Da konnte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht mit umgehen, wenn Uwe in seinem Buch schreibt, wie die Leute in den sozialen Medien ihm geholfen haben, bin ich nicht gemeint.

Das Buch hat mir nun sehr geholfen. Natürlich kann ich ohne betroffen zu sein, die Krankheit noch immer nicht wirklich verstehen. Das ist wohl auch gar nicht möglich. Aber ich glaube, ich selbst kann jetzt besser mit solchen Situationen umgehen, nicht nur mit Uwes Fall.
Und auch, wenn ich die Krankheit ohne selbst betroffen zu sein wohl nie nachvollziehen können werde, verstehe ich zumindest wohl etwas mehr, wie es in dem Betroffenen aussieht. Zumindest so weit, dass ich damit umgehen kann.

Und ich glaube, auch für Betroffene ist dieses Buch eine Hilfe. Jede Depression ist ein spezieller Fall, aber Uwe zeigt, dass es nicht so bleiben muss. Die Krankheit ist kein Knochenbruch, der irgendwann verheilt ist, sie bleibt immer in einem. Aber man kann Wege lernen, mit ihr umzugehen.
Ich denke, dieses Buch kann Betroffenen Mut machen. Es gibt einen Weg aus der Spirale und dieses Buch ist halt nicht von irgendeinem Akademiker geschrieben, sondern von einem ebenfalls Kranken, der sogar versucht hat, sich das Leben zu nehmen.

Auch deswegen ist der Stil von Uwe so gut, er macht sein Schicksal nachvollziehbar und das wie gesagt immer wieder mit einem Augenzwinkern. Etwa wenn ein Arzt ihm den Ernst gemeinten Rat gibt sich “aus diesem Internet” zu löschen wink.

gelesen: Feuer der Leere

Feuer der Leere von Robert Corvus

Robert Corvus: Feuer der Leere

Von Robert Covus hatte ich bisher diverse Perry Rhodan Roman und den ersten Teil seiner Schwertfeuer-Saga gelesen. Die haben mir sehr gefallen, umso gespannter war ich auf seinen “richtigen” Science-Fiction Roman:

Zwischen den Sternen tobt ein Krieg um tote Welten. Die letzten Menschen fliehen auf Großraumschiffen durch die Galaxis, gejagt von einem erbarmungslosen Feind. Um Nahrungsmittel aufzunehmen, muss die Flotte auf Cochada zwischenlanden, einem Planeten, der überraschende Ähnlichkeit zur Erde aufweist. Doch was bedeutet dieser Kontakt für die Bewohner des Planeten – ihren Untergang oder eine Blüte ihrer Zivilisation? Und während die Menschen um ihre Existenzsicherung kämpfen, ereignet sich auf der SQUID, dem einzigen außerirdischen Raumschiff der menschlichen Flotte, Unglaubliches. Denn die SQUID ist eine riesige Lebensform, und Ugrôn, ein Besatzungsmitglied und Priester des Void, lauscht auf den Gesang des Schiffes in seinem Fleisch. Er betritt einen Pfad, den niemals ein zuvor Mensch beschritten hat.

Ein Konflikt mit einer außerirdischen Rasse hat die Menschen zur Flucht gezwungen. Die Erde ist zerstört und nur noch eine über Generationen weitergetragene Erinnerung. Noch immer werden sie von ihrem Feind gejagd, noch immer bekämpfen sie ihn. Die einzelnen Schiffe haben ihre eigene Kultur, eines der Schiffe, SQUID, ist gar selbst eine außerirdische Lebensform. Entsprechend verschieden sind die jeweiligen Bewohner.
Schon die Ereignisse, die sich auf der SQUID und dem Rest des Tross entwickeln, wäre faszinierend genug zu lesen, der notwendige Zwischenstop auf dem Planeten Cochada wirkt dann aber wie ein Katalysator, auf alle Beteiligten.

Robert Corvus hat es auch mit Feuer der Leere geschafft, ein eigenes Universum zu schaffen. Die sozialen Strukturen und einzelnen Personen nehmen einen großen Raum ein, in die sozialen Strukturen verwoben ist aber auch die weitere, umfassende, Rahmenhandlung bzw. Grundlage. Wir werden Anfangs mitten in die Handlung rein geworfen und erlesen dann anhand des weiteren Umgangs innerhalb der Flotte die sozialen Verhältniss und geschichtliche Grundlage. Wobei wir den Ursprung des Konflikts mit den Außerirdischen nicht erfahren, er bleibt im Nebel der Geschichte. Im laufe des Romans, vor allem im letzten Teil, kann man sich daher so einige Gedanken machen, was die Vergangenheit der verbliebenen Menschheit angeht.

Der Roman ist abgeschlossen und funktioniert wunderbar mit dem halboffenen Ende. Aber wenn man weiter lesen will, gibt es wohl zumindest für einen der potenziellen Handlungsstränge eine Fortsetzung mit Das Imago-Projekt. Der steht nun auch auf meiner viel zu langen “zu lesen” Liste surprise.

gelesen: Perry Rhodan 2982: Die Vernichtungsvariable


Perry Rhodan 2982: Die Vernichtungsvariable

Alles in der Algorithmischen Republik ist berechenbar – und wenn nicht, wird es zerstört

Die nächste Silo-Welt: Dieses mal ist es kein künstlicher Himmelskörper, der die Rahmenbedingungen bestimmt, sondern die soziale Umgebung: Das Staatsgebilde der Toshruden wird rein von Algorithmen bestimmt. Die “Große Gleichung” bestimmt das gesamte Leben, jede Entscheidung. Einflüsse von aussen stören die Gleichung. In dieser Welt ist ein weiterer Silo mit Proto-Eiris versteckt und die Gruppe um Atlan versucht, zu ihm zu gelangen und den Wächter davon zu überzeugen, dass sie sie mitnehmen dürfen. Das Problem: als Außenweltler bringen Atlan und Co. sehr große, unbestimmbare Variablen in die Große Gleichung und es gibt noch weitere, noch viel größere, Störfaktoren von außen – für alle Beteiligten…

Mit diesem Band sind nun alle Silos angeflogen worden und wieder ist die Umgebung eigentlich eine eigene, auführlichrere Betrachtung wert. Die Algorithmische Republik ist ein Staatsgebilde, das man sich durchaus mal näher ansehen könnte yes. Auch einer der weiteren Parteien, die dazu stösst, verhält sich sehr interessant, was den weiteren Zyklusverlauf angeht. Näher will ich nicht darauf eingehencheeky

gelesen: Perry Rhodan 2981: Im Bann der Erkenntnis


Perry Rhodan 2981: Im Bann der Erkenntnis

Sie wollen ihre Welt verstehen – und ernten Begreifen oder Tod

Auf der Suche nach den Silos mit Proto-Eiris gelangen Atlan, Florence Hornigold und Fitzgerald Klem auf die Scheibenwelt Shudragad. Auch dies ist ein offensichtlich künstlich geschaffener Himmelskörper, ein Habitat voller Wissenschaftler, die ihre Welt aber (noch) nicht verstehen. In der Umgebung aus konkurrierenden Instituten sucht die Gruppe um Atlan nach dem Eiris-Silo, der seinerseits teils drastische Auswirkungen auf seine Umgebung hat. Wie alle Silos wird auch er von einem Hüter bewacht…

Eine neue Welt und auch diese Scheibenwelt ist faszinierend beschrieben. Letztlich nur Beiwerk, aber schön ausgeschmückt, sie hat ein eigenes Leben. Hat mir gefallen.