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Neustart

Neustart, Reboot, erwachen – es geht weiter!

Im vorigen Beitrag …und dann kam die Flut… hatte ich im August beschrieben, dass unsere Wohnung durch eine Starkregenzelle innerhalb von Minuten überflutet wurde.

Dank sofort besorgter Nasssauger und Bautrockner der Instant-Wüste Klasse konnten wir die Wohnung zwar praktisch sofort wieder bewohnbar machen. Der Holzboden war dadurch tatsächlich heil geblieben, noch etwas trocknen und die Schäden reparieren – Glück im Unglück.

Und dann kam der Trockenexperte mit seinem Holzbohrer…

…und bohrte in den Holzboden löcher, um diesen von unten zu trocknen. Denn etwas Wasser war natürlich auch unter den Boden gelaufen.

Doch dann die Hiobsbotschaft:
Der Holzboden liegt mit seiner Unterkonstruktion in einer Estrichwanne. Und zur Wärmeisolierung lag auf dem Estrich ein Isolierflies. Und das war (natürlich) komplett vollgesogen. Und das war ein Problem: das Flies selbst könnte man durchaus trocknen. Frei nach Tim Taylor: Mehr Power! Aber das Wasser, das zwischen der Tragfolie und dem Estrich gelaufen ist, bekommt man nicht raus.

Also musste in Wohnzimmer und Schlafzimmer der Holzboden raus, das Isolierflies entsorgt und der Estrich anschließend getrocknet werden.

Konsequenz für uns: ausziehen!

Die Möbel und sonstige Einrichtung, sofern wir sie nicht in der Ersatzwohnung benötigten, wurden also in unser “Lesezimmer” mit den Bücherregalen neben dem Schlafzimmer und vor allem in das größere Arbeitszimmer neben dem Wohnzimmer verlagert.
Das Arbeitszimmer war trocken geblieben und dort waren eh schon viele Sachen hingewandert, weswegen ich ja auch praktisch nicht mehr an den Rechner kommen konnte und hier Funkstille war. Nun wurde das also komplett zugestellt.

Tipp: engagiert euch in eurer Gemeinde, man lernt Leute kennen und das öffnet Türen! Wir sind z.B. beide in der Feuerwehr, die freut sich auch bei Dir über Mitglieder

Für 3-4 Wochen sind wir dann also umgezogen. Durch viel Glück nur auf die andere Straßenseite über den Dorfkrug. Sogar noch knapp in WLAN-Reichweite, mit einem Repeater reichte es meist zum streamen. Und auch unser Kater Tuffi hatte seine Dosenöffner noch in Reichweite.
Den hatten wir am ersten Abend in seiner Transporttasche in die Ersatzwohnung getragen. Als er dann am zweiten Tag feststellte, dass wir nur auf der anderen Straßenseite waren, hat er uns die ganze Nacht wach gehalten. Gejammert und geklagt hat er. Er wollte nicht raus (das konnte er), sondern dass wir ihm folgen. Mitten in der Nacht hat er uns nach Hause geführt, weil wir ja offensichtlich die Häuser verwechselt hatten. Irgendwie süß, aber zum Glück nur eine Nacht…

3-4 Wochen, dann sollte der alte Holzboden wieder rein und wir zurück. Ein paar Tage später kamen die Tischler um den Boden erstmal raus zu holen. Und stellten fest, dass zwar kein Wasser ins Arbeitszimmer gelaufen war, die Estrich-Wannen aber bei der Verbindungstür verbunden sind. Etwas Wasser war also unter das Arbeitszimmer gelaufen und hatte dort den gleichen Schaden angerichtet.

Konsequenz: auch das vollgeräumte Arbeitszimmer irgendwohin leer räumen! Und dann alles dort genauso wie in Wohnzimmer und Schlafzimmer.

Nachdem der Estrich trocken war musste nur noch der Holzboden wieder rein und ein Maler die Wände wieder herrichten. Easy.

Warum ich diesen Beitrag erst im Januar schreibe und nicht im September/Oktober vorigen Jahres werde ich im nächsten Artikel beschreiben. Wenn nichts mehr dazwischen kommt vorraussichtlich Sonntag.

Der aktuelle Stand:

Vorigen Donnerstag sind die letzten Arbeiten an der Wohnung abgeschlossen worden, es fehlen nur noch Fußleisten. Am Freitag konnten – und mussten – wir also in unsere alte Wohnung zurückziehen.
Dort hatten wir erstmal nur unsere Minimalmöblierung aus der Ersatzwohnung: Bett, Gäste-Schlafsofa, Couchtich und Ferrnseher. Der Rest stand ja im Arbeitszimmer und musste auf die Schnelle ausgelagert werden.
Von dort holen wir gerade alles wieder zurück, zum Glück habe ich diese Woche Urlaub. Es ist also im Prinzip wie komplett neu einziehen.

Mit einem Unterschied: bei einem Umzug packt man seine Sachen mindestens halbwegs sinnvoll. Das Arbeitszimmer war am Tag der Überflutung auf die Schnelle vollgeräumt worden mit akut betroffenen Dingen, die in den geschädigten Räumen waren. Und danach kam darauf alles, was noch in den Räumen war, als der Boden raus sollte.
Und dieses Chaos ist dann auf die Schnelle zusammengeräumt und ausgelagert wordensurprise. Zwischendurch mussten wir das Chaos auch noch vergössern, weil irgndwo dadrin die Karten für Dittsche sein mussten.
Wir räumen jetzt also alles Stück für Stück zurück. Dabei können wir nicht sagen “Der Karton hierhin und der dorthin”, sondern müssen sie erstmal irgendwo stapeln und den Inhalt sortieren. Und die Kartons blockieren im Lager teilweise die Möbel, in die der Kartoninhalt dann wieder rein soll…

Alles machbar! Und wir sind wieder zu Hause!

Diese Zeilen habe ich auf meinem neu erworbenen Chromebook geschrieben, denn der Rechner ist ebenso wie der Computertisch noch irgendwo im Container.
Den nächsten Beitrag will ich dann wieder am Rechner schreiben. Dann kommt auch die Erklärung, warum sich alles so lange verzögert hat. Denial-of-Service gibt es nicht nur in der IT…

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