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gesehen: Searching

Nach Monaten vor dem Grill war das Wetter gestern zwar warm, aber Sneak-tauglich. Also stand nach gefühlten wie realen Ewigkeiten mal wieder die Sneak Preview auf dem Programm. Von Crunchips gesponsert gab es für jeden eine 20g Tüte Chips und als Film Searching:

Stilistisch kombiniert der Film das normale Realbild mit den Computerbildschirmen, die heutzutage immer präsent sind. Wir sehen den Desktop von Windows XP, auf dem sich Familie Kim vor anderthalb Jahrzehnten anfängt, Bilder und Videos zu verwalten. An E-Mails erfahren wir von der Krankheit der Mutter, an Kalendereinträgen verschobene Entlassungstermine usw..
Es ist der Auftakt zur Gegenwart, in der Vater David Kim (John Cho) seine 16-jährige Tochter Margot (Michelle La) allein aufziehen muss. Auch hier ist die Kommunikation via Messenger und Smartphone immer präsent. Eines Tages verschwindet Margot und David macht sich in ihren Social Media Accounts auf die Suche nach Freunden, Hinweisen und dem Wesen seiner Tochter.
Gemeinsam mit der engagierten leitende Polizistin versucht er herauszufinden, ob sie ausgerissen ist oder ein Unfall oder Verbrechen geschehen ist. Mit jeder Spur stellt er fest, dass er seine Tochter nicht so gut kennt, wie er glaubt.

Das auffälligste Merkmal ist definitiv die Kombination des Realbildes mit den Bildschirmen, das habe ich so stark noch nicht gesehen. Letztlich ist es heutzutage wohl auch eher normale Ermittlungsarbeit, aber hier kann man direkt zusehen, wie über mehrere Accounts das Passwort zurückgesetzt wird. Nichts neues, wenn man sich mal damit beschäftigt, aber hier werden selbst die Buchstaben im Textfeld zu Darstellern. Alle Bildschirme sind dabei gut übersetzt und soweit ich das beurteilen kann auch Originalgetreu.

Der eigentliche Fall ist solide, mit den üblichen filmischen Freiheiten. Er hat ein, zwei Plottwists, die ich nicht erwartet habe und wäre an sich schon ein guter Film. Kein Kinohighlight zwar, aber erheblich besser als die Xte Variaton des immer gleichen Liam Neeson Films ala The Commuter.
Die Darstellung der Computerbildschirme gibt dem Film das gewisse Extra. Allerdings auch nur, weil es das so bisher nicht gab. Ein zweites Mal wird dieses Stilmittel so definitiv nicht funktionieren. Aber hier war es gut und passend. Man hat etwas das Gefühl, dass irgendwer gemerkt hat, dass das Wählscheibentelefon an der Wand ausgedient hat.

Ich fühlte mich gut unterhalten und auch wenn storytechnisch einiges auf den Bildschirminhalten basiert bzw. durch sie funktioniert: Man sieht sie halt und was z.B. die Polizeiarbeit angeht werden echte Polizisten hier nicht öfter die Hand vor die Stirn schlagen, als bei anderen Thrillern wink.

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