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3 Tage Minikreuzfahrt nach Oslo

Dank einer Aktion des Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein und der Color Line Reederei sind meine Freundin und ich in den Genuss einer günstigen Mini-Kreuzfahrt nach Oslo gekommen.

Vorigen Sonntag bis Dienstag waren wir an Bord der Color Fantasy und sind von Kiel nach Oslo und zurück gefahren.
Die beiden Schiffe Color Fantasy und Color Magic fahren auf der Strecke und sind offiziell Fähren, die aber als Kreuzfahrtschiffe vermarktet werden. Und beides ist korrekt. Technisch sind es Fähren, praktisch aber wirklich eher Kreuzfahrtschiffe.
Color Fantasy PromenadeDas beginnt mit der Promenade bei der man an Bord kommt, geht über ein halbes Dutzend Restaurants über Fitness-Bereich mit Saunen, Disco, Showbühne und Wasserpark. Vorhanden sind natürlich auch die üblichen Einrichtungen die man auf Fähren findet wie Casino, Videospielhalle und diverse Duty Free Shops. Langweilig wird einem da auch über Tage nicht. Und das unabhängig vom Alter, auch für kleine Kinder gibt es genug Beschäftigungsmöglichkeiten (u.a. eine Lego-Lounge für Kinder bis 6) undColor Fantasy - Plakette Sozialverband Deutschland das Schilff hat eine Auszeichnung vom Sozialverband Deutschland bekommen, dass die Bedürfnisse Älterer und Behinderter schon beim Bau berücksichtigt wurden. Das merkt man auch besonders an den Plätzen für Rollstuhlfahrer, die sind überall vorhanden, gut erreichbar und auch so, dass man ordentlich sehen kann (z.B. bei der Showbühne). Und es wird immer darauf geachtet, dass sie frei bleiben für diejenigen die sie benötigen, wirklich vorbildlich.

Nach dem Check-In in Kiel sind wir wie gesagt bei der Promenade an Bord gekommen, sind die auf dem Weg in die Kabine kurz entlang gelaufen und haben schon einmal einen Blick auf die Pizzaria und den Pub geworfen. Unsere drei Sterne Aussenkabine mit Meerblick (es gibt auch “Aussenkabinen” die auf die Promenade blicken) lag mitschiffs hinten an Steuerbord im 11. Stock, das ist fast ganz oben. Offiziell 10,5m² gross hat sie genau genug Platz für das Doppelbett und einen kleinen Flur mit Garderobe. Ein Kühlschrank mit Platz für 3 Flaschen ist auch vorhanden. Nichts zum längeren aufhalten, aber das muss man auch nicht, das Schiff drumherum bietet reichlich Möglichkeiten. Das Bad mit Dusche war im Verhältnis da sogar recht gross, zwei Personen können sich darin aufhalten. Ich kenne nicht wenige Mietswohnungen mit kleinerem Bad eek. Wer mehr Platz benötigt kann aber auch grössere Kabinen bis hin zur Suite buchen. Zu zweit ist das IMHO aber überflüssig.
Color Fantasy - Oceanic und ala Carte RestaurantNachdem wir unsere Sachen abgelegt hatten haben wir uns das Schiff weiter angesehen, das beeindruckende Restaurant im Heck mit Aussicht und die Beobachtungslounge ganz oben am Bug in der Nachmittags ein Klavierspieler für Aussicht mit Ambiente sorgte.
Zum Abend sind wir dann zur ersten Vorstellung des Showprogramms. Es gibt jeden Abend zwei (kostenlose) Vorstellungen einer Musikshow.Color Fantasy - Showprogramm Sie dauert 45 Minuten und ist Musical-artig aufgebaut, die Geschichte wird anhand eines durchgängigen Medleys erzählt. Die Geschichte ist dabei Nebensache, praktisch ist es eine durchgängige Musikshow. Die Show am ersten Abend, “The Wizard” hat mir wegen der Musikauswahl etwas besser gefallen als “Monsters Live!” am zweiten Abend, obwohl dort die Kostüme deutlich aufwändiger und besser waren. Aber egal, beides waren gute Unterhaltung die sich gelohnt hat.
Color Fantasy - Pizza Anschliessend ging es erst in die Pizzaria (sehr lecker) und danach in die Observation Lounge in der Abends Livemusik ist, wie an diversen anderen Orten im Schiff auch. Die Begegnung mit der Color Magic gegen Mitternacht haben wir aber nur in der Kabine am Fernseher über die Kamera auf der Brücke gesehen.

AmDas Osloer Schloss zweiten Tag ging es nach dem Frühstück in Oslo an Land, wir haben uns gegen die Stadtrundfahrt entschieden und sind zu Fuß erst zum Schloss, danach über den Weihnachtsmarkt und zum Schluss zur Oper gegangen. Das Schlos liegt mitten in der Stadt und ist halt ein Schloss, mit Wachen wie man sie auch in London findet. In Norwegen können sie aber auch lächeln wink. Die Alkoholpreise in Skandinavien sind hoch, dementsprechend hat der Weihnachtsmarkt weniger Punschbuden und diese primär alkoholfreien Punsch. Punsch mit Alkohol kostete umgerechnet über 15€ tongue!
Oslo OperDie Oper ist von der Architektur her verdammt beeindruckend und man kann auf sie raufgehen. Von aussen weisser Marmor und innen eine Mischung aus Holz und modernen Materialien. Sehr gut gelungen, alt und modern verbunden.
Nach 4 Stunden Aufenthalt legt das Schiff wieder ab, man kann aber auch ein oder zwei Übernachtungen in Oslo dazu buchen, das lohnt sich für die Stadt auf jeden Fall.
Zurück auf dem Schiff sind wir durch die Duty Free Shops, da wir herausgefunden hatten, dass die Umsatzsteuer gleich abgezogen wird (bei Norwegern offenbar nicht, es gibt ausführliche Anleitungen wie man die Steuer zurück bekommt). Viel gefunden haben wir zwar nicht, das Preisniveau ist für deutsche nicht Atttraktiv, aber reichlich bummeln kann man schon.
Color Fantasy - Double Cheeseburger mit BaconVor der Show am zweiten Tag haben wir es geschafft in die Burger Bar zu gehen, die schliesst nämlich schon um 18:00 Uhr. Etwas naiv hab ich einen doppelten Cheeseburger mit Bacon bestellt. Tipp: auf der Karte nicht nur nach dem Preis sehen, schon der einfache Burger hat 150g Rindfleisch, addiere selbst wink. Color Fantasy - Oslo FjordNebenbei reichlich Fotos im Oslo Fjord gemacht während die Sonne unterging, wirklich beeindruckende Landschaft die man auf Fotos kaum eingefangen bekommt.
Anschliessend ging es wieder zur Showbühne und nach einem Abstecher in die Kabine wieder in die Observation Lounge. Am zweiten Tag war das Publikum das in Oslo zugestiegen war deutlich älter, Livemusik und Tanz gab es aber trotzdem und wurde sogar besser angenommen. Begegnung mit der Color MagicAm zweiten Abend haben wir länger durchgehalten und konnten gegen Mitternacht auf dem Sonnendeck das Schwesterschiff Color Magic an uns vorbei fahren sehen. Viel passiert dabei nicht, kein hupen oder überhaupt etwas, es ist nur ein weiteres Schiff das an einem vorbei fährt. Aber man kann mal sehen wie man selbst des Nachts von aussen aussieht wink

Am nächsten Morgen ging es dann wieder ans sehr reichhaltige Frühstücksbuffet und anschliessend kurz die Sachen zusammen packen. Pünktlich um 10:00 waren wir wieder in Kiel und nach dem auschecken ging es Dienstag Mittag erst zu IKEA (in der Vorweihnachtszeit wohl die entspannenteste Zeitpunkt wink) und nach Hause gen Flensburg.

Abschliessend muss ich bzw. wir sagen, dass sich die Tour richtig gelohnt hat, das Schiff ist toll und Oslo auf jeden Fall eine Reise wert. Über den Landesfeuerwehrverband war die Reise für uns natürlich sensationell günstig, aber auch zum Normalpreis würde ich sie wieder machen. Allerdings auch mit Abreise von Sonntag bis Mittwoch, über’s Wochenende kostet es doch noch einmal empfindlich mehr. Die Aussenkabine hat sich gelohnt, wobei ich natürlich keinen Vergleich habe zu den Innen- und Promenadenkabinen. Nur zum schlafen sollten die aber eigentlich auch gehen.
Das Preisniveau auf dem Schiff ist höher aber gar nicht mal so sehr. Die Shops beziehen ihr Preisnievau auf Norwegen und sind für Deutsche meist zu teuer, zieht man die Umsatzsteuer ab landet man für eine Tüte Chips aber doch wieder im Bereich eines deutschen Supermarkts. Ein grosses Weizenbier (König Ludwig) kostet 5€, Warsteiner etwas mehr, aber diese Plörre will man eh nicht trinken. Die Burger kosten ab ~7€, Pizza geht bei ~11€ los, vor allem der Burger schlägt im Preis-/Leistungsverhältnis den Matsch von McDonalds und Burger King um Längen. Der Burger liegt damit auf Niveau von Burgern abseits der Massenbräter hierzulande etwa wie bei Hans im Glück. Die Pizza liegt 2-3€ über einer Restaurantpizza in Deutschland (nicht mit Lieferdienst oder Mittagsangeboten vergleichen!) und ist IMHO auch OK. Im ala Carte Restaurant ging ein 4-Gänge Menü bei knapp 50€ los wenn ich mich recht erinnere. Dafür scheint mir das auch nicht arg überteuert. Insgesamt würde ich sagen, für einen Urlaub und vor allem nur zwei Tage ist das Preisniveau absolut kein Problem. Zwei der Speisekarten habe ich fotografiert, wer die Preise umrechnen will: auf dem Schiff wurde durch 8,84 geteilt.
Die Preise auf dem Schiff sind übrigens immer in Norwegischen Kronen (NOK) ausgezeichnet, im grossen Duty Free unten gibt es dazu noch elektronische Preisschilder die auch Euro zeigen (von denen für uns aber noch die 19% Umsatzssteuer abgehen). Bezahlen kann man auch in Euro bar und bekommt auch Euro als Wechselgeld zurück. An Karten wird praktisch alles genommen was aus Plastik ist, auch die normalen EC Bankkarten mit Maestro Symbol.

Ich habe hier Fotos eingestellt, noch etwas unsortiert und wenig beschriftet, da räume ich noch etwas auf smile

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