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Alle Spiele der Handball Champions-League bei Eurosport im Internet

Digital fernsehen meldet dass Eurosport diese Saison wieder die Handball Champions-League überträgt. Alle Spiele der deutschen Mannschaften (Hamburg, Kiel, Rhein-Neckar Löwen) live im Fernsehen und ausserdem alle Spiele live im Internet!

Genutzt wird dafür der Eurosport Player der für 4,90€ im Monat bzw. 39,90€ im Jahr Zugriff auf alle Live-Videostreams, On Demand Videos sowie die Inhalte von Eurosport, Eurosport 2 und Eurosportnews bietet. Also kein reiner Handballstream bzw. darauf beschränktes Angebot. Klasse wenn man auch mehr sieht, aber wenn es nur um Handball geht fragt man sich ob ein darauf beschränktes Angebot nicht vielleicht günstiger wäre…

Technisch erfordert der Player einen Windowsrechner und eine 2MBit Internetverbindung. Der Mac braucht ein Plugin für Quicktime (Flip4Mac) damit es dann in Firefox funktioniert. Angeblich ist der Stream im wmv Format, auch der Bezug auf die Protokolle mms und RTSP sprechen dafür; allerdings empfiehlt die FAQ an anderer Stelle bei Problemen den Flashplayer zu aktualisieren. Auch sind zumindest die kostenlosen Videos auf der Seite normale Flashvideos.
Was die Abspielbarkeit unter Linux angeht bin ich daher etwas ratlos aber optimistisch. Zumindest sind Windows-Streams mit z.B. dem mplayerplug-in kein Problem und es gibt auch Firefox-Plugins von VLC und Totem (Gstreamer bzw. Xine) die jeweils eigene Codecvarianten bereithalten. Flashvideos laufen sowieso mit dem nativen Flash Plug-In von Adobe.

Ich denke ich werde notfalls einen Monat riskieren — und hier berichten smile

Westerwelles neue Sandkiste ist zu groß

Ich bin Fassungslos.

Unser Möchtegern-Aussenminister gestern auf eine einfache Frage von einem Korrespondenten der BBC:

Wie ein kleiner Junge in seinem Sandkasten. Völlig überfordert mit einer einfachen Frage, dreisterweise auf englisch gestellt. Inhaltlich beantwortet er auch die übersetzte Frage nicht.

Und so einer hat Genscher als Vorbild?! Hängt vielleicht in seinem Arbeits Kinderzimmer als Bravo-Poster an der Wand.

Seine erste Priorität bei den Koalitionsverhandlungen ist es angeblich auch Steuersenkungen festzuschreiben. Steuersenkungen zu versprechen war schon von Merkel dreist aber wenigstens hat sie den Zeitpunkt offen gelassen. Westerwelle will es sofort.

Herr Westerwelle, ich habe ein neues Wort für Sie: “Rekordneuverschuldung” Überlegen sie mal was das für den finanziellen Spielraum bedeutet.

Ich fasse es nicht. Armes Deutschland :’(

Datenübertragung mit dem Handy

Das Handy ist für die meisten in der Sprachkommunikation nicht mehr wegzudenken, in einigen Haushalten hat es das Festnetz ganz abgelöst.
Anders sieht es bei der Datenübertragung aus: Da fristet das Mobiltelefon ein Nischendasein. Zu lahm und zu teuer.
Die Tarife sind in Bewegung: Früher ausschliesslich und heute oft noch Standardmässig ist eine Nutzungsabhängige Abrechnung nach Volumen oder Zeit. Dieses Tarifmodell hat zwei Eigenschaften: kostenlos bei Nichtnutzung aber extrem teuer bei der geringsten Nutzung. Hände weg! Besser greift man zu einem, gern auch kleinen, Volumenpaket oder Flatrate. Bei einem Volumenpaket kauft man fest ein Kontingent von z.B. 30MB pro Monat für einen festen Betrag, darüber hinausgehendes Volumen kostet extra. Das reicht für Gelegenheitsnutzer normalerweise völlig aus — Anfangs sollte man den Datenzähler des Telefons aber im Auge haben bis man ein ein Gefühl dafür entwickelt hat. Volumenpakete lohnen sich auch für sehr seltene Nutzung: Ein paar Monate Nichtnutzung ist in der Regel immernoch wesentlich günstiger als nur einmal Datendiesnste ohne Volumenpaket zu nutzen. Flatrates gibt es ab 10€ im Monat, man kann aber auch 35-50€ pro Monat dafür zahlen.
Worin unterscheidet sich eine Flatrate für 10€ von der für 50€?
Der Unterschied liegt in zwei Faktoren: Tethering und Volumen.
Tethering ist schnell erklärt: Tethering mein die Nutzung des Handys als Modem für den Rechner. Die günstigen Flatrates darf man nicht mit dem Computer nutzen sondern nur mit dem Handy. Das ist einfach. Aber Volumen? Es sind doch Flatrates! Das stimmt auch was den Preis angeht. Der Preis ist gleich, egal ob die Flatrate nun 10 oder 50&euro kostet und ob man 10MB oder 10GB Daten überträgt. Trotzdem haben alle in Deutschland erhältlichen Flatrates ein Volumenlimit. Alle — blickt nur tief genug ins Kleingedruckte. Danach wird die Verbindung nicht gekappt und es wird auch nicht teuer. Es wird nur langsam. Man wird auf GPRS Geschindigkeit gedrosselt, das bedeutet praktisch 56kBit/s. Gegenüber von 220kBit/s bei EDGE, 384kBit/s bei UMTS und bis zu 7,2MBit/s bei HSDPA. Das spürt man. Aber immerhin wird es nicht teuer und man kann weiterhin das nötigste machen — viel mehr aber auch nicht.
Die Grenze ab der gedrosselt wird liegt bei ca. 250MB bei den günstigsten bis zu 5GB (üblicherweise, mehr oder weniger sind möglich) bei den teureren Flatrates. Das Volumen bezieht sich normalerweise auf den Kalendermonat, bei Tagesflatrates wie der von Fonic auf den Nutzungstag, hier liegt die Obergrenze bei 1GB. Zur Veranschaulichung (und weil ich gestern ein entsprechendes Tool gefunden habe wink ) die Geschwindigkeiten als Graph:

GPRSEDGEUMTSWLAN

Beachten sollte man dabei, dass für die Übertragung Kanäle gebündelt werden und es zu Schwankungen bei der Anzahl der verfügbaren Kanäle kommen kann. Auch handelt es sich hierbei um Nettowerte, also dass was wirklich an Nutzdaten übertragen wird (Layer 3 ab Endgerät). Die Angaben im Prospekt vom Telefon und was die Netze können sind Bruttowerte, also inklusive Protokolloverhead den man “mittransportieren” muss und bezogen auf die maximale Anzahl verfügbarer Kanäle.
Wie allen Speedtests darf man ihnen auch nicht blind glauben, die Werte können unbeeinfluss- und feststellbar schwanken oder beeinflusst werden. An jeder beliebigen Stelle im Internet auf dem Weg zum Testserver. Und IP bedingt kann das auch für jedes Datenpaket individuell verschieden sein. Die obigen Werte stimmen aber zumindest von der Größenordnung her.
Die WLAN Messung erfolgte an meinem 6MBit DSL Zugang zu Haus, da hat also der Anschluss das Telefon gebremst.

Nicht bieten kann ich eine Darstellung mit HSPA (HSDPA/HSUPA), also das UMTS-Equivalent zu EDGE, mangels Netzausbau. Das ist aber insofern verschmerzbar weil im Gegensatz zu den anderen Übertragungsmethoden die tatsächlich vom Netz gebotenen Übertragungsgeschwindigkeit stark schwankt. EDGE ist praktisch überall gleich schnell, HSDPA schwankt zwischen 1,2 und 7,2MBit/s1 je nach Netzausbau und Auslastung — Brutto wohlgemerkt. Das Samsung Galaxy könnte dann bisz u 7,2MBit/s im Downstream und 5,76MBit/s im Upstream übertragen — theoretisch, brutto und wenn das Netz mitspielt.

Mobile Datennutzung ist praktisch — vom mobilen Twitter bis zum schnellen googeln im Geschäft nach einem Rezept oder Zutat oder gar Preisvergleich — fängt man erstmal an springen einem an jeder Ecke neue Nutzungsmöglcihkeiten ins Auge. Nutzen sollte man sie aber wirklich nur mit einem Volumentarif oder Flatrate. Die Preise ohne entsprechende Datenoption sind extrem teuer. Die Mobilfunkanbieter haben selbst Schuld dass die Datennutzung so ein Nischendasein führt.

Ich plädiere an die Mobilfunkanbieter allen Verträgen, egal ob Post- oder Prepaid, kostenlos eine Flatrate auf GPRS-Geschwindigkeit zu aktivieren. Auch Bestandskunden in Altverträgen! Damit könnte jeder es gefahrlos nutzen und ausprobieren und sich an die Nutzung gewöhnen. Fullspeed Optionen können ja weiterhin normal berechnet werden. Die Preise ohne Datenoption und die Mindestlaufzeit von meist 3 Monaten für diese schrecken so sehr ab dass die meisten Leute die Schnellwahltaste für den Webbrowser zu Recht gedanklich tiefrot markiert haben.

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1 spezifiziert sind sogar Raten bis 42,2MBit/s, das höchste was bisher praktisch geboten wird bzw. werden soll sind aber 7,2MBit/s; zumindest habe ich nicht einmal eine konkrete Ankündigung für mehr gelesen

So wurde gewählt

Die Ergebnisse will ich hier nicht wiederholen, sie sind überall nachzulesen und wenn man sich nicht taub stellt bekommt man sie auch in jedem Fernseh- und Radiosender vorgebetet.
Kurz: In Bund und wohl auch Schleswig-Holstein wird es eine Tigerenten Biene Maja Gelbbunte Koalition aus CDU und FDP geben, in Brandenburg bleibt die SPD stärkste Partei.

Nun aber der eigentliche Inhalt dieses Beitrags:
Die Detailergebnisse der Bundestagswahl und der Landtagswahl von Schleswig-Holstein:

Viel Spaß beim Zahlen wühlen, evtl. schaffe ich es morgen ein paar interessante Zahlen rauszusuchen und in Farbe und Bunt zu visualisieren

Heute ist Wahl. Nutze Deine Freiheit!

Heute ist Bundestagswahl. In Schleswig-Holstein und Brandenburg auch Landtagswahl.

Seine Regierung frei wählen zu können ist eine Freiheit die viele Menschen nicht haben. Geh wählen damit das so bleibt!
Deine Stimme entscheidet nicht allein über die neue Regierung aber viele Tropfen ergeben ein Meer. Bleiben die Tropfen aus vertrocknet das Meer.

Wenn Du von den Politikern die Nase voll hast lies Dir den Artikel durch den ich gestern vorgestellt habe: Nicht wählen ist kein Protest! Zumindest keiner der Einfluss auf das Wahlergebnis und damit die Politik hat. Wähl statt dessen lieber eine kleine Partei/Kandidaten, selbst wenn sie nicht gewählt werden und direkt Einfluss ausüben können: eine gültige Stimme kostet alle die Du nicht gewählt hast Prozentanteile.

Geh wählen!

Vom Nutzen der Wahl kleiner Parteien und Kandidaten

Sehr lesenswerter Artikel in der Telepolis: Die Mär von den “verlorenen Stimmen”

Der Artikel räumt auf mit dem oft gäusserten Vorurteil, dass Stimmen an kleine Parteien oder unabhängige Kandidaten die geringe oder keine Chance auf einen Einzug ins Parlament haben verloren seien.
Klar wird erklärt warum die Wahl kleiner Kanidaten dem Kandidaten, der Sache und ggf. auch dem Protest mehr dient als die Wahl des geringsten Übels oder der Nichtwahl.

Telepolis: Die Mär von den “verlorenen Stimmen”