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Nur DSL ist auch nicht billiger

Nun gibt es endlich das von vielen Leuten geforderte Angebot eines DSL-Anschlusses ohne extra Telefon. Die SDSL-Angebote von QSC lasse ich mal aussen vor, deren Geschäfts- und Preismodell ist etwas anders als das der gängigen ADSL-Anbieter.
Hansenet bietet nun also einen DSL-Anschluss ohne Telefon-Zugang an. Hurra!
Wie zu erwarten und von allen Schreihälsen ignoriert ist das Angebot aber leider nicht der erhoffte Durchbruch, will sagen, es ist nicht wirklich billiger. Der reine DSL-Anschluss kostet knapp 20€, allerdings ohne Datentarif. Sprich will man den Anschluss gar auch noch nutzen kostet es extra. Standardmässig zahlt man Minutenweise, aber es gibt natürlich auch eine Flatrate. Die kostet dann noch mal 10€ extra. Womit wir wieder bei 30€ wären und der Abstand zu den Angeboten inkl. Telefonanschluss schon auf 5€ geschrumpft ist.
Was man wirklich spart steht auch direkt in der Preisliste: ganze 2€ kostet es extra, will man dann doch noch ‘nen Telefon anschliessen können (4€ für einen ISDN-Anschluss). Wirklich nicht so der Bringer. Und wenn man den Telefonanschluss nicht nur haben, sondern auch nutzen will schadet ein Blick zur Seite auch nicht, denn für 35€ gibt es sowohl bei Hansenet als auch bei Mitbewerbern schon DSL und Telefon jeweils mit Flatrate.
Das Angebot ist nun also da, allein mit der sinnvollen Anwendung hapert es dann doch ein wenig.

Doch woher sollte eine größere Einsparung auch kommen? Bei einem normalen Anschluss zahlt man heute Anteilig für Flatrate und die Technik eh schon weniger als für einen Laib Brot, kostendeckend ist soetwas nur noch mit ‘nem blauen Auge, langfristig und bei weiterer Nutzung. Das will der normale “Geiz ist geil!”-Kunde aber nicht hören, eigentlich ist auch das noch zu teuer.
Deutlicher wird es vielleicht bei einer ganz konreten Rechnung: von den 19,95€ die Hansenet vom Kunden brutto bekommt bleiben 17,20€ netto über. Davon kassiert die Deutsche Telekom für die Leitung pauschal 10,65€. Bleiben monatlich ganze 6,55€. Nun ist dieses Produkt aber kein Resale eines Telekom-Produkts, sondern basiert auf Angeboten von QSC. Die wollen also auch ein wenig von den 6,55€ haben, wie viel kann man nur raten. Bleiben also 6,55€-X€ über von denen Hansenet auch noch ein Modem für den Kunden bezahlen muss, von der ganzen Technik im Access- und Backbonebereich mal abgesehen (auf dem Niveau kosten Router ganz schnell 6-stellige Beträge…). Kleinkram wie Mieten, Heizung oder gar Gehälter für die Angestellten sind da noch nicht berücksichtigt. Und, ups, das hübsche italienische Modell das als “Alice” durch das Fernsehen hüpft muss davon noch genauso bezahlt werden wie die Fernsehsender, Werbeagentur usw.. Ziemlich viel für nicht mal 6,55€.

Von daher: Der Anbieter sieht von den Grundkosten nur einen sehr kleinen Teil und die meisten Posten auf der Ausgabenseite sind eh zu zahlen, das bischen Telefonie macht da nicht mehr viel aus.

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