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Kochblog wiederbelebt

Ein kurzer Hinweis: nach einer viel zu langen Pause habe ich mein Kochblog unter freistil-kochen.de wiederbelebt!

Auch in der Zwischenzeit habe ich praktisch täglich selbst gekocht, aber es war anfangs gefühlt immer das Gleiche und dann war auch die Blogroutine weg.
Natürlich sind es immer wieder ähnliche Gerichte, aber ich habe gemerkt, dass mir bei einigen Gerichten eine Aufzeichnung fehlt. “Wie hatte ich das letzten Monat noch gemacht?” kam mir immer öfter in den Sinn. Also habe ich nun wieder angefangen, meine Küchenexperimente vom Wochenende zu bloggen:

Es wird auch jetzt nicht täglich etwas neues geben, in einem Beitrag “die gleiche On-Pot Pasta wie letzte Woche” sehe ich keinen Sinn, aber wenn ich etwas gelungen variiere, dann schon. Und auch, wenn ich “nur” ein gutes Rezept nachgekocht habe.

gesehen: Im Netz der Versuchung

Gestern ging es wieder in die Sneak. Es lief Im Netz der Versuchung und ich habe selten in einem Film so sehr die verbleibenden Sekunden gezählt:

Ein Fischer, der fanatisch versucht, einen bestimmten Thunfisch zu fangen. Eine Begegnung aus der Vergangenheit und ein merkwürdiger Handelsvertreter. Der Film ist wirr. Völlig sinnlos und voller Szenen und Effekte, die merkwürdig und falsch wirken. Wie versucht und nicht gekonnt.
Es stellt sich heraus, dass vieles durchaus Absicht ist, das liegt am eigentlichen Hintergrund der Geschichte. Wie in einem Roman von Philip K. Dick ist nichts unbedingt so, wie es scheint. Bzw. man weiss es nicht. Leider taugt die Geschichte nicht annähernd auch nur in die Nähe eines Dick Romans und der Hintergrund wird zudem viel zu früh aufgedeckt. Nach einer halben Stunde etwa sieht man die ersten Andeutungen, spätestens eine Viertelstunde später dürfte es jedem denkenden Wesen klar sein, um was es geht.
Ab dann fragt man sich, was denn nun noch kommen soll, was die weitere Stunde Handlung begründet. Und die Antwort ist: nichts. Der Film tut weiterhin so, als wenn niemand weiss oder wissen kann, was der eigentliche Rahmen der Handlung ist. Dabei zeigt er sie immer wieder und irgendwann möchte man schreien “ja, ich habs kapiert!”.
Trotz allem Ärger schwingt eine leise Hoffnung mit, dass das, was man ständig sieht und auch durch die Blume gesagt bekommt, nur eine weitere Schale in der mehrschichten Geschichte ist. Aber auch diese Hoffnung wird am Schluss zerstört, wenn einfach nur die Blume weggenommen wird und man die gleichen Aussagen der letzten Stunde noch einmal mit dem Vorschlaghammer diktiert bekommt.

Es bleibt ein Film mit einer durchaus guten Idee, aber vom Drehbuch bis zur Inszenierung einfach nur aus der Kategorie versucht aber nicht gekonnt. Ich hätte es schwer schlechter machen können.

eBook (Oster) Wochen- und Monatsangebote April

Supermärkte lügen nicht: bald ist Ostern!

Die in normalen Verlagen erschienenen deutschsprachigen Bücher sind bei jedem Händler reduziert, nicht nur bei Amazon.

Aus diesem Grund gibt es im Kindle-Deal der Woche (vermutlich) bis Ostern satte 60 Bücher im Angebot. Praktisch aufgelistet werden 52 Bücher, aber wird da schon nachzählenwink.
Matt Haig: Ich und die MenschenFür meinen Lesegeschmack finde ich allerdings wenig, evtl. Der Zauberberg von Thomas Mann für 4,99€ und auch da bin ich noch am überlegen. Bis morgen habe ich noch Zeit, Freitag(s) kommen neue Angebote…
Gekauft hat meine Freundin Ich und die Menschen von Matt Haig für 3,99€. Und von der Beschreibung her dürfte der auch zu meinem Geschmack passen, dank Amazons Familienbibliothek kann ich es ja auch lesen.

Im deutschen Kindle-Deal des Monats April gibt es im April 61 Bücher reduziert. Hier finde ich sofort 3 Bücher, die ich mir sofort kaufen würde. Habe ich nämlich schon vorher getan cheeky.Das Einstein Enigma
Als da wären: Das Einstein Enigma von José Rodrigues dos Santos für 8,99€, Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen von Lars Simon für 5,49€ sowie Band 3 der vierten Staffel von Warrior Cats Zeichen der Sterne, Stimmen der Nacht von Erin Hunter für 3,99€.

Zu guter Letzt der englische Kindle-Deal des Monats April. Ohne Buchpreisbindung sind diese Bücher nur bei Amazon reduziert, bei anderen Händlern können sie teurer sein. 149 Bücher gibt es diesen Monat reduziert:
Children of TimeAls Science-Fiction Fan ein Pflichtkauf ist (war) der Gewinner des Arthur C. Clarke Awards von 2016: Children of Time von Adrian Tchaikovsky für 1,39€. Auch ohne die Auszeichnung genau mein Geschmack.
Ebenso im Angebot ist Dark Matter von Blake Crouch für 1,39€. Das Buch habe ich schon gelesen und kann es empfehlen.
Für Freunde von Krimi-Klassikern gibt es The Complete Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle für 0,99€. Enthalten sind alle 4 Romane und 56 Kurzgeschichten über den berühmten Detektiv. Eine entsprechende Sammlung habe ich auch auf Deutsch gefunden im Null Papier Verlag: Sherlock Holmes – Sammlung: Alle Geschichten und Romane – Illustriert und kommentiert kostet ebenfalls nur 0,99€.

gesehen: Iron Sky 2 - The Coming Race

Ehe er im lokalen Massenlichtspielhaus aus dem Programm fällt, war ich gestern noch in Iron Sky – The Coming Race. Schade über mich, dass ich nicht direkt nach dem Start da warsurprise

Viel mehr, als schon getwittert, muss man auch gar nicht dazu sagen. Der Film ist wie der erste Teil ein riesiger Spaß. Abziehen muss man beim zweiten Teil die “Überraschung”, trotz hohler Erde weiss man ja, worauf man sich einlässt.
Dafür ist er noch durchsetzter mit Geek/Nerd Gags, praktisch keine Szene kommt ohne Anspielung oder direktem Zitat aus. Man muss die ganzen Anspielungen nicht kennen, aber jede erkannte Anspielung gibt einen zweiten Grund zu lachen.

Die Handlung an sich ist wie bei fast jedem Film kompletter Unsinn, aber das kann man letztlich von jedem Film von Fast’n‘Furious bis Charlie und die Schokoladenfabrik sagen. Wer den ersten Film mochte wird auch den Zweiten mögen und vermutlich auch mit auf den Mars reisenlaugh.

gesehen: Monsieur Claude 2

In der gestrigen Sneak gab es mit Monsieur Claude 2 etwas aufs Zwerchfell:

Es ist die Fortsetzung von Monsieur Claude und seine Töchter von 2014. Gefühlt war die Geschichte erzählt, was soll da denn nun noch kommen?
Die Fortsetzung beginnt mit den Eltern Claude und Marie, die eine Rundreise zu den Eltern ihrer Schwiegersöhne machen. Aha, daher weht der Wind also. Nein, falsch, der Reisebericht wird nur der Auftakt zu Claudes Fettnäppchensuche. Und darin ist er unerreicht.
Durch die auch in Frankreich gestiegene Femdenfeindlichkeit fühlen sich die Schwiegersöhne in Frankreich nicht mehr zu Hause und so werden Claude und Marie damit konfrontiert, dass ihre Kinder alle auswandern wollen. Nachdem der Schock sich gesetzt hat wird beschlossen: das muss verhindert werden! Und das versuchen sie…
Garniert wird das folgende Chaos durch den senegalesischen Schwiegervater André, dessen Tochter in Frankreich heiraten will. Nun kommt André aber in die Situation von Claude im ersten Film, denn der Schwiegersohn ist nicht das, was er erwartet. Vor allem kein Sohnwink

Ich habe es wirklich nicht erwartet, aber ich habe auch in dieser Fortsetzung genauso viel und herzhaft gelacht, wie im ersten Film. Die Autoren haben es wirklich geschafft, die Geschichte schön und passend weiterzuerzählen. Kern ist und bleibt Claude, der mit seiner politisch unkorrekten Art die Ursache von so manchem Zwist ist. Heutzutage wohl undenkbar in einem deutschen Film.

Ein herrlicher Spass und nachdem die Fortsetzung dem ersten Film nicht nachsteht bin ich wirklich gespannt auf einen dritten Teil. Keine Ahnung, ob der geplant ist, aber ich traue den Autoren durchaus zu, auch den hinzubekommen.

Barcamp Flensburg IV: Sessiongedanken

Flensburg

Am 26. und 27. April findet das 4. Barcamp Flensburg statt. Und wie vor jedem Barcamp überlege ich, ob und was für eine Session(s) ich anbiete.

Angedacht hatte ich bisher eine Session über E-Mail Adressen. Ich habe über 200 Adressen eingerichtet, immer wenn ich mich irgendwo anmelden muss bekommt der Dienst eine eigene Adresse (Weiterleitung). Vor ein paar Wochen wurde ich per E-Mail gefragt, wie ich das genau mache. Es scheint also mindestens eine Person zu geben, die es interessiert (hat). Daraus könnte ich eine Session machen, das geht sehr ähnlich nämlich auch mit Google Mail.

Weiter gesponnen gehört zu einem Login auch ein Kennwort und auch da habe ich für jeden Dienst ein Eigenes. Da benutze ich mehrere Kennwort-Strategien parallel, je nach Wichtigkeit. Dazu könnte ich auch eine Session machen. Da ich diesbezüglich aber nur ein interessierter Laie bin könnte ich da nur meine Strategie vorstellen und es wäre mehr eine Diskussionsrunde. Immerhin taugt es aber insoweit, dass von mir keine gültige E-Mail/Kennwort Kombination im Umlauf ist, wenn man dem HPI Identity Leak Checker oder have i been pwned traut.

Über Katzen kann man zwar immer sprechen, aber da habe ich gerade nichts klar Sessiontaugliches. Vielleicht etwas zu Catwalks? Da könnte ich beschreiben, was ich mit einfachen Mitteln gebaut habe und man könnte gemeinsam weitere Ideen finden die ohne teure Fertigbauteile auskommen.

Ganz eventuell vielleicht könnte ich etwas über Heizungssteuerung mit openHAB und einem Raspberry Pi machen. Ich habe die Wohnung mit MAX Thermostaten von ELV ausgerüstet und kann sie auch schon in openHAB sehen und ansteuern. Aber schön ist das noch nicht. Momentan scheint mir HABmin am vielversprechensten zu sein, falls ich bis dahin die Zeit finde es fertigzustellen könnte das auch eine Session werden. Das wäre aber nur eine kleine Lösung und nicht mit einer großen Hausautomatisierung vergleichbar.

Grundsätzlich hätte ich auch Lust, mal etwas über die (Freiwillige) Feuerwehr zu machen. Aber das wäre wohl nur sinnvoll zusammen mit einem Kameraden einer Freiwilligen Feuerwehr Flensburgs und vermutlich gäbe es da auch im Hintergrund abzuklären, ob das in Ordnung ist. Ich/Wir könnten ja nur persönlich sprechen, würden vermutlich aber anders wahrgenommen werden. Oder einfach mal ein Fahrzeug zeigen?

Eine Session zu eBook-Readern wäre vermutlich eher nichts. Das habe ich vor einigen Jahren mal gemacht, damals war das noch nicht so präsent in den Medien. TFT-Reader gibt es praktisch nicht mehr und dann läuft es vor allem auf die DRM-Welten Adobe (ePub) und Amazon (mobi/AZW) hinaus. Da sehe ich momentan kein Interesse.

Was meinst DU?

Künstliche Nicht-Intelligenz

Das musste ich vorhin einfach mal sagen twittern:

Anlass war die Meldung, dass die Ride-Sharing App von Sixt bei Bestellung via iphone u.U. teurer ist, als wenn man ein Android Telefon benutzt. Oder wenn man aus einem Chanel-Laden gegenüber einem Outlet. Nicht nett, aber die Logik ist offensichtlich.

Der Vorstand von Sixt hat dies wohl stolz als “Preissetzung per künstliche Intelligenz” genannt. Und da konnte ich nicht mehr vor lachen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Schon gar keine künstliche. Das ist allenfalls Bauernschläue und zwar von den Menschen dahinter.

Denn mit Sicherheit hat ein Mensch entschieden, dass iPhone-User mehr zahlen [können] als Android-User. iPhone gibt es nur in teuer, Android auch für <100€. Und ein Mensch hat der App-Logik in die Datenbank geschrieben, dass Chanel eher teuer ist und Outlets eher günstig bzw. das entsprechende Klientel anziehen.
Weder hat die App Zugriff auf das konkrete Preisniveau des Ladens vor dem der Kunde steht, noch auf dessen Einkäufe dort oder den Kaufpreis seines Mobiltelefons. Sein iPhone stammt vielleicht von eBay, zahlen muss er trotzdem mehr.

Das einzige, was die Maschine hier macht ist, Karte und Gerät mit den Kriterien eines Menschen abzugleichen. Wäre das wirklich künstliche Intelligenz, dann wäre sie von ganz allein darauf gekommen. Dazu müsste sie aber Zugriff auf die Produktpalette und Preisstruktur der Händler haben und die soziale Bedeutung der Smartphonewelten auf einem Niveau verstehen, das deutlich über den reinen Kaufpreis hinaus geht.

Abseits der moralischen Fragen ist das keine Intelligenz, höchstens platte Gewinnmaximierung. BWL erstes Semester, vermutlich sogar erste Woche. Der Begriff “Künstliche Intelligenz” ist reines Marekting und das wird immer dümmer und offensichtlicher, je inflationärer er benutzt wird.

Ich wüsste jetzt keine Anwendung, für die mit “künstlicher Intelligenz” geworben wird, die ich nicht auf stumpfe, automatisierte Statistik zurückführen würde. Mit Grundbedingungen, die ein Mensch definiert hat. Details verschieben sich vielleicht durch die Ergebnisse der Statistik, aber etwas wirklich Neues entsteht dabei nicht.

Da steckt manchmal vielleicht wirklich viel Hirnschmalz hinter und die Auswertung ist so kompliziert oder aufwändig, dass eine Maschine das wirklich genauer und fehlerfreier hinbekommt als ein Mensch. Aber das macht die Maschine kein Bit weit zur Intelligenz. Und die moralisch zweifelhafte Abzocke von vermeintlich besser verdienenden Menschen gehört nicht in die Kategorie “viel Hirnschmalz”.

Nicht falsch verstehen: es gibt ernsthafte Forschung im Bereich künstlicher Intelligenz. Aber das, was wir gemeinhin mit dem Etikett “Künstliche Intelligenz” sehen, ist eine gut vermarktete statistische Auswertung.