Der Standardleitweg bei
Skip to content

Manufactum Hausnachrichten aus Absurdistan

Vorgestern lag der Manufactum Warenkatalog 21 im Briefkasten — wieder eine Herausforderung der Besonderen Art.

Dabei waren auch die “Hausnachrichten”. Der Titelartikel dreht sich um das Verbot von CT1+ Schnurlostelefonen und und dazu muss ich einfach was loswerden:

Die Bundesnetzagentur inkreminiert — in vorrauseilender Erfüllung einer Forderung der EU — die weitere Verwendung als bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeit [...]
Als wir Geräte dieses Standards vor zwei Jahren als gesündere (weil strahlungsärmere) Alernative zum DECT-Standard beworben haben, taten wir das in der Zuversicht, daß die Benutzung auch über den schon damals bekannten Stichtag hinaus nach Schweizer Vorbild stillschweigend gedulded würde [...]
In Deutschland hat man die Sendefrequenzen der Firma O2 überlassen[...]
Und dementsprechend sehen die Kommentare aus: “[...] Die Orts- und Zeitwahrscheinlichkeit einer gegenseitigen Störung mit einem neuen System geht gegen Null [...]” schreibt jemand bei Heise online
Die Schweizer Regelung können Sie unter http://www.bakom.ch/themen/geraete/00568/00571 nachlesen.
(Hervorhebungen von mir)

Zuersteinmal eine offenbar für euch neue Feststellung liebes Manufactum: Die Schweiz ist nicht in der EU! Schweizer Regelungen sind so egal wie ein Furunkel an eurem Hintern für EU-Regelungen.
“Stillschweigend Geduldet” bedeutet auch, dass es verboten ist, es wird nur nicht verfolgt. In der von euch angeführten Schweizer Regelung heisst es auch: “Sollte ein Telefon Störungen bei anderen Funksystemen verursachen, so darf der Besitzer dieses nicht mehr benutzen (sofortige Ausserbetriebnahme).” Schnurlostelefone senden zwar nicht sehr stark, aber die Frequenzen sind jetzt europa- (nicht nur EU-) weit für Mobilfunk vorgesehen und da reicht es schon wenn das Handy des Nachbarn im Empfang gestört wird. Die Schweizer Regelung datiert übrigens auf den 1.1.2006 und gilt bislang ähnlich auch hier in Deutschland: “[...] solange andere Frequenznutzungen durch diese Schnurlostelefone nicht gestört werden. Störungen durch andere Frequenznutzungen sind vom Gerätenutzer hinzunehmen”.
Und sich auf ein Zitat aus dem Trollforum bei Heise zu berufen ist zudem erbärmlich. Niedriger geht es nicht.

Seht der Wahrheit ins Auge: Ihr habt wissentlich Geräte beworben und verkauft die ab 2009 nicht mehr betrieben dürfen in der Hoffnung dass es schon gut gehen wird. Ist es aber nicht. Steht dazu!

Man mag von dem Verbot bzw. der neuen Verwendung der Frequenzbereiche halten was man will: Dass es so kommen würde ist seit 10 Jahren bekannt, ein grösseres Ärgernis sind IMHO aber die Händler die diesen Fakt ignoriert haben :-(

...der Nächste!

Google Chrome - Gedanken vorab (aktualisiert)

Nun ist er da bzw. steht vor der Tür: Googles Browser “Chrome”. Gestern gelangte ein Comic in dem der Browser vorgestellt wird früher als geplant an die Öffentlichkeit.

Eine ziemlich coole Form der Produkteinführung.
Ein Browser von Google ist eine spannende Sache und der Comic klingt auch wirklich gut. Wobei klar ist sein sollte, dass wie bei jeder Produktvorstellung die Vorteile gezeigt werden, nicht die Nachteile. Daher hier meine Gedanken dazu:

Der Browser scheint erstmal eine Art Container zu starten in dem dann einzelne Instanzen des eigentlichen Browsers gestartet werden. Jedes Fenster und Tab bekommt seinen eigenen Browser, daher kann auch jedes Tab einzeln “abgeschossen” werden und blockiert ggf. nur sich selbst und nicht den Rest. Eine gute Sache, das ist bei bisherigen Browser in der Tat ein Problem. Aber: Das Problem der Blockade liegt am schlechten Threading. Chrome begegnet dem nicht durch ‘besser machen’ sondern durch ‘anders machen’: Chrome forkt, d.h. für jedes Tab wird ein kompletter Browser gestartet. Das hat wie im Comic dargelegt den Vorteil, dass ein geschlossenes Tab auch wirklich seinen Speicher komplett freigibt, der Speicher mit der Zeit also nicht fragmentiert. Es hat aber auch den Nachteil, dass man für jedes Tab einen kompletten Browser im Speicher hat. Inkl. Renderengine und allem Drum und Dran. Man braucht daher erstmal mehr Speicher als wenn man Renderengine & Co nur einmal im Speicher hat die einfach alle Seiten darstellt. Ein konsequenteres Threading hätte dafür gereicht. In der Unix-Welt waren früher Threads unüblich, es wurde immeer gefokrt. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, Threads haben Vorteile. Gerade Serveranwendungen wie Apache nutzen eine Mischform, jeder Prozess startet z.B. 20 Threads und erst dann wird geforkt, also ein neuer Prozess gestartet.
Dass Chrome nun nur forkt kommt mir vor wie ein Rückschritt in eine Welt ohne Threads.

Was mir in diesem Zusammenhang übel aufstösst ist, dass die einzelnen Prozesse des Browsers in einem internen Taskmanager zusammengefasst werden. Denn es sind de Fakto eigentsändige Prozesse, diese sollten auch über die Mittel des Betriebssystem zugänglich sein. Sicher hat Oliver Gassner Recht wenn er schreibt dass es bisher ja auch keine Möglichkeit gab einzelne Tabs so zu kontrollieren. Wohl aber einzelne Fenster und ob der Taskmanager von Chrome mindestens so solide ist wie der des Betriebssystems muss sich erst zeigen. Hier wurde eine Möglichkeit verschenkt zugunsten eines Betriebsystem im Betriebsystem-Modell.

Dazu passt auch, dass Gears in den Browser integriert wird. Bisher eigenständig und nur mässig erfolgreich kommt es nun im Browser der sich anschickt ein Betriebssystem-Aufsatz zu werden. Mit Gears sollen komplexe Web-Anwendungen die sich wie Desktop-Anwendungen benehmen möglich werden. Es ist vor allem als Bereicherung für Webentwickler gedacht. Was ich von diesen Ambitionen halte hatte ich bereits geschrieben.

Ob die Abschottung der Prozesse (Plugins!) wirklich so gut funktioniert wie im Comic behauptet wird muss sich zeigen. Dass die Plugins problematisch sind und angepasst werden (sollten) zeigt, dass Google auch nur mit Wasser kocht und der Browser genug Absturzpotenzial hat. Nachtrag: Mittlerweile, nach etwa 12 Stunden, ist bekannt dass Chrome anfällig für die ‘Carpet Bomb’ anfällig ist, ein Fehler der bei Safari mittlerweile gefixt wurde. Und auch die Robustheit ist nicht annähernd so gut wie angepriesen. Mit einem einfachen fehlerhaften Link (<a href=”=“EVIL:%”>Link</a>stürzt nicht nur das Tab schon beim Mouseover ab, der ganze Browser stürzt ab. Das ist nicht gerade das was versprochen wurde. Da es schon beim Mousover passiert gibt es hier keinen POC, aber hier.
Ob Googles Javascript Engine V8 wirklich der grosse (kompatible!) Wurf wird muss sich zeigen, sympatisch ist mir schon mal dass sie ein Dänemark entwickelt wurde :-)

Der Browser basiert auf der Renderengine WebKit, Apples Variante von KHTML die auch in Safari zum Einsatz kommt. So gesehen ist es “nur” eine sehr aufwändige Oberfläche die sich anschickt das Betriebssystem zu übernehmen. Ob die ganzen Vorteile wirklich voll durchschlagen und alles so toll wird wie im Comic dargestellt wird sollen wir schon heute ausprobieren können. Der Browser wird sich nicht so negativ wie ich es hier dargestellt habe, aber sicher auch nicht so wie-von-einem-anderen-Planeten toll wie man nach dem Comic denken könnte.
Und vielleicht surfe ich schon bald hauptsächlich mit Chrome… 8-)


Dieses Blog in Chrome
Chrome Start
Nachtrag: Der Browser ist für Windows nun unter www.google.com/chrome/ verfügbar

E-Plus Treueverarschung

Die letzte Rechnungsbeilage verhiess gutes:

Langfristige Beziehungen sind für uns etwas ganz Besonderes! Deshalb belohnen wir Ihre Treue und schenken Ihnen den E-Plus Treuvorteil: Je länger Sie uns und Ihrem Tarif treu bleiben, desto mehr Rabatt erhalten Sie. Bis zu 40% – ganz automatisch. Hand drauf!
Alle Details zu Ihrem persönlichen E-Plus Treuevorteil finden sie schon bald in Ihrem Briefkasten.
Klingt gut. Zu gut.
Ich bin seit fast 10 Jahren Kunde, das könnte man als “treu” bezeichnen. Über die Formulierung “und Ihrem Tarif” bin ich vor Freude gar nicht gestolpert, wohl aber über einen dämpfenden Artikel bei Teltarif. Viel erwartet hab ich da schon nicht mehr.
Heute lag nun mein “persönlicher Treuevorteil” im Briefkasten: Ein Standard-Formbrief, das einzig persönliche ist die Anschrift und die Anrede zu Beginn. Ansonsten nur ein allgemeiner Flyer wie man ihn vermutlich auch in den Shop ausliegen hat. Noch nicht einmal ergänzt um die von Teltarif erwähnte Regelung.
Die Regelung sieht im Detail wie folgt aus:
1 “Automatisch günstiger” bedeutet: Je länger Sie in Ihrem Ursprungstarif verbleiben, desto mehr Rabatt auf Ihre monatlichen Fixkosten (Grundpreis, Paketpreis bzw. Mindestumsatz) können Sie erhalten. Ab Registrierungszeitpunkt erhalten Sie nach dem 1. Jahr 10%, nach dem 3. Jahr 20%, nach dem 5. Jahr 30% und nach dem 7. Jahr 40% Rabatt auf Ihre Fixkosten.
Der nächste Satz “Bei Tarifwechsel verfällt Ihr Anspruch auf den Trauevorteil.” soll laut dem Taltarif-Artikel zumindest solange man in keinen günstigeren Tarif wechselt nicht gelten. Selbst sparen darf man also nicht. Dass ich fast eine Dekade schon treuer Kunde bin zählt auch nicht. Wenn ich mich jetzt registriere erhalte ich auch erst in einem Jahr wahnsinnige 10% Rabatt. Auf 20% geht’s erst in drei Jahren. Und die beworbenen 40% bekomme ich erst in 7 Jahren, nach 17 Jahren Treue zum Anbieter.

Das ist Verarschung! Interessant wird es für die Meisten vermutlich frühestens ab 20%, also nach drei Jahren. In drei Jahren geschieht viel in der Tariflandschaft, dass man so lange im gleichen Tarif bleibt ist schon unwahrscheinlich, 7 Jahre dürfte kaum jemand erreichen. Ich war zugegeben selbst 6 Jahre im gleichen Tarif im ‘Professional S’ den ich abgeschlossen hatte als er noch ‘Business S’ hiess. Mit 1/1 Takt. Soetwas gibt es heute gar nicht mehr, auch E-Plus hat ihn schon vor Jahren abgeschafft. Seit dem ist das Tarifkarussell schneller geworden und derart lange Tariftreue dürfte seltener werden. Die 40% hätte ich aber auch damit nicht erreicht. Mit meinem Tarifwechsel im letzten Jahr habe ich deutlich mehr gespart, denn ich telefoniere nun günstiger, die Grundkosten haben sich kaum verändert.
Ich spare also nur dann 40% wenn ich auch im Jahre 2015 noch zu den Kosten von 2008 telefoniere. Da die Preise seit Jahren stetig fallen spart man mehr, wenn man einfach regelmässig in einen günstigeren Tarif wechselt der zum aktuellen Telefonierverhalten passt. Wer weiss wie mein Verhalten 2015 aussieht. Oder auch schon 2009.

Die Tarife von E-Plus finde ich nach wie vor sehr gut, auch die viel gescholtene Netzabdeckung ist m.E. (mittlerweile) besser als ihr Ruf. Ich bin zufrieden. Durch diesen Treuevorteil fühle ich mich aber Verarscht :-( So sehr, dass ich glatt zu O2 wechseln würde wenn die Netzabdeckung besser wäre. Aber O2 hat sich mit Sperrung des Roamings zu T-Mobile in Schleswig-Holstein noch unattraktiver gemacht.

Google braust mit Hintergedanken

Nun ist es wohl offiziell, das Google Watch Blog berichtet: Google entwickelt Browser. Vermutet wurde es schon lange.
Interessant finde ich folgendes Zitat:

Google verginge zu viel Zeit bis viele Nutzer neue Standards nutzen können.
Klingt gut und Google hat sicher auch genug Macht um da ein wenig Schwung reinzubringen. Aber kaum mehr Schwung als Opera und Firefox brachten. Denn es gibt da noch diese Kleinigkeit die man “Realität” nennt.
Um Standards nutzen zu können sind drei Dinge notwendig:
  1. ein Browser der sie interpretiert
  2. Nutzer die ihn auch installieren und verwenden
  3. Angebote die die Standards nutzen
Und diese drei Faktoren hängen voneinander ab. Ohne Browser keine Nutzer und keine Angebote. Ohne Angebote keine Nutzer und ohne Nutzer keine Angebote.
Es ist also nicht ganz so einfach. Zumindest den Browser kann Google aber direkt beeinflussen, von daher ist die Entscheidung nachvollziehbar. Dazu kommt aber, dass ein weiterer Browser eine denkbar schlechte Idee ist. Er hat keine Nutzerbasis und keine Entwicklerbasis, weder was Erweiterungen am Browser selbst angeht noch was spezifische Seitenfeatures angeht.
Da der Browser angeblich auf Firefox basiert wäre es eigentlich sinnvoller diesen zu unterstützen und angefangen mit Add-Ons, später direkten Patches dessen Funktionen zu erweitern. Aber damit würde Google nichts gewinnen, sie würden nur das erreichen bzw. was fördern was oben steht: neue Standards verbeiten.
Doch darum geht es Google ja eigentlich nicht. Google will Kontrolle und Macht. Und das geht besser, wenn man den Browser komplett unter Kontrolle hat. Denn Google ist keineswegs kostenlos. Keiner der Dienste. Wir bezahlen mit unseren Daten und je mehr Dienste wir nutzen, desto mehr und besser werden diese Daten. Das ist für sich bzw. für eine Einzelperson an sich vertretbar. Man muss es aber wissen. Man muss sich dessen Bewusst sein.
Ein anderer Aspekt ist die Verbreitung neuer Standards selbst. Ein schönes Ziel. Doch die Welt wird nicht geschlossen auf Googles Browser umsteigen. Sie wird weiterhin auch den Internet-Explorer, Firefox, Opera und Safari benutzen. Neue Standards zu benutzen heisst deswegen einen Schritt 10-15 Jahre in die Vergangenheit zu machen in die Zeit des Browserkriegs. Die neuen Standards bedeuten dann zwangsläufig eine ‘optimierung’ auf den Google Browser. Das kann niemand wollen.
Sicher werden die anderen Browser hinzulernen. Doch gerade diese Lerngeschwindigkeit ist Google ja angeblich zu langsam, sie werden einen schnelleren Umstieg auf die eneuen Techniken fördern. Spätestens wenn sie ‘moderne’ Seiten im Pagerank bevorzugen werden viele ihre Seiten auf Googles Browser optimieren. Auf Kosten der anderen Browser, auf Kosten der Wahlfreiheit.
Nächster Punkt sind die Nutzer selbst: Die Nutzer müssen umsteigen und letztlich auch oft genug aktualisieren um auf aktuellem Stand zu bleiben. Spätestens daran wird es in der Realität scheitern.

Fazit: Neue Standards zu fördern ist ein hohes Ziel das leider durch die Trägheit der Nutzer sehr hoch liegt. Das weiss auch Google, das eigentliche Ziel sind nicht die neuen Standards, sie sind nur Mittel zum Zweck. Und der lautet: Her mit den Daten der Nutzer!

unlesbare Blogsphäre

Demnächst ist es wieder so weit: Die Blogsphäre wird unlesbar.
Es fängt schon an: Wordpress 2.6 nähert sich der Veröffentlichung
Und sobald das geschieht werden all die Würgpress-betriebenen Blogs da draussen wieder verkünden, dass sie updaten werden, upgedated haben oder noch nicht updaten, sie werden über Probleme berichten oder die neue Farbe des Pixel rechts oben in der Ecke. W-i-d-e-r-l-i-c-h!
Liebe Mitblogger: Wenn ihr eine Software einsetzt, bei der jedes Update etwas besonderes ist und erst Recht, wenn es geglückt ist, dann ist sie vielleicht nicht so toll wie ihr glaubt. Denkt mal drüber nach. Fresst Scheisse! Millionen Fliegen können nicht irren.
Ich hasse Wordpress schon allein dafür.
Und letztlich habe ich hiermit auch dazu beigetragen. Shame on me.:-(

WiF auf gewohnten Wegen

Flensburg

Das Tageblatt berichtet über das Hochhaus am Schottweg. Das Grundstück gehört Lidl, die Filiale in der Merkurstrasse sollte dorthin verlagert werden. Sollte.
Wirklich einig war man sich zwar nicht, dennoch sah es so aus als wenn der Schandfleck damit entsorgt würde und einem Discounter weicht. Nun ist mit WiF ein neuer Koch in der Flensburger Küche und dieser Koch ist dagegen.
Und wieder bestätigt sich mein Eindruck von WiF: Dagegen!
WiF will Geld einsparen, doch ist gegen den günstigen Abriss durch den Discounter. Eine alternative Nutzung wird auch nicht aufgezeigt. “Ein Spielplatz [..] sei sicher keine gute Idee, ein Bürogebäude schon eher”.
Man ist erstmal dagegen, wählt den teuren Weg statt wie gefordert versprochen Geld einzusparen und hat auch keine Alternative parat. Nicht mal irgendeine, von einer realistischen gar nicht zu sprechen. Sie stellt sich eine “Zukunftswerkstatt” unter Bürgerbeteiligung vor in der eine akzeptierte Nachnutzung gefunden werden soll.
Noch mehr Köche. WiF wird lernen müssen, dass man auch unpopuläre Entscheidungen treffen muss. Einfach nur fordern und gegen etwas sein funktioniert nicht wenn man selbst an der Macht ist, sogar die stärkste Fraktion stellt.

Ich mag es nicht dies schreiben zu müssen, aber ich habe weiterhin den Eindruck, dass es sich bei WiF um Traumtänzer handelt die einfach (noch?) nicht Reif für diese Rolle sind und dass Flensburg darunter leiden wird. Spielt lieber Sim City Micropolis, da seid ihr auch an der Macht einer Stadt aber könnt nichts echtes kaputt machen.

mobiler Browserkrieg?

Die Zeiten des Browserkriegs auf dem Desktop sind vorbei, Microsoft hatte haushoch gegen Netscape gewonnen und auch die Konkurrenz durch Firefox ist nicht wirklich ein neuer Krieg, Microsoft wird offener mit seinem MSIE, es ist mehr ein gesunder Wettbewerb, kein Krieg.
Auf mobilen Geräten wie Handys war eigentlich auch alles klar: es gab kaum Nutzung, damit auch keinen Markt und kein Krieg. Jeder Hersteller hat einen kleinen Browser integriert, Sony Ericsson benutzt Netfront, Siemens hatte Openwave, beide in etwa gleich limitiert, die Vorteile die Netfront in meiner Wahrnehmung hat können auch dem Zeitvorteil geschuldet sein.

netzeitung.de in Opera Mini: Übersicht
Ein kleines Schwergewicht hat sich mit Opera Mini etabliert. Der Browser ist in Java geschrieben und nutzt einen Proxy bei Opera und erreicht damit eine Qualität in Darstellung und Geschwindigkeit die durchaus mit einem Desktop vergleichbar ist. Auf meinem M600 unterstützt er sogar den Touchscreen.
Opera war schon immer aktiv in Sachen “klein”: Man warb auf dem Desktop anfangs damit, dass der Browser auf eine Diskette passt(e) und war einer der ersten Anbieter eines Browsers für Smartphones, Windows Mobile und Symbian (S60 und UIQ). UIQ Geräte haben ihn als Standardbrowser sogar vorinstalliert.
Die ‘Mini’ Version erfreut sich einer unglaublichen Beliebtheit und Verbreitung, praktisch jedes Telefon aus den letzten Jahren wird damit zur Surfstation.
netzeitung.de in Opera Mini: Nahansicht
Der grössere (und ältere) Opera Mobile ist mittlerweile im Vergleich veraltet und ins Hintertreffen geraten. Aber er wird noch weiter entwickelt. Behauptet zumindest Opera. Der Blog-Eintrag ‘Hang in there‘ datiert auf den 28. März und verspricht: “you will have to wait another couple of weeks (not months)”. Mittlerweile sind es doch ‘month’ ohne dass es ein weiteres Lebenszeichen gab. Und auf unterstützten Telefonen ist eine native Version wesentlich angenehmer als die Java-Version ‘mini’. Smartphones sind idR. leistungsfähiger und dieses Potenzial liegt mit der Mini-Version teils ungenutzt brach.
In diese Situation platzt nun Digia mit einem auf Webkit basierenden Browser für UIQ-Geräte. Webkit steckt auch unter der Haube des Browsers des iphones.
Und auch wenn mobiles Web kein iWeb ist, so ist das eine durchaus gute Nachricht. Denn immer mehr Websurfer Webdesigner optimieren ihre mobile Inhalte für das iphone und damit Webkit. Ganz wie zu den Zeiten des Browserkriegs auf dem Desktop wo es wohl mit dem unsäglichen <marquee> Tag seinen Anfang in Sachen Spezialisierung auf den MSIE nahm und ob der mangelhaften CSS-Unterstützung bis MSIE6 bis heute Nachwirkungen hat.
Die Zukunft wird zeigen ob wir einen neuen Krieg bekommen in dem Webkit die Rolle des MSIE übernimmt oder ob Digia eine Luftnummer wird oder eine UIQ-Insel bleibt oder ob Opera Mini einfach alle überrollt.

Wünschenswert wäre eine friedliche Koexistenz und konzentration auf das Wesentliche: Die Verbreitung der mobilen Nutzung. Sowohl beim Angebot als auch bei den Tarifen.

tweetbackcheck