Der Standardleitweg bei
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Oberschicht trifft Unterschicht

Die Sprüche über das “Unterschichtenfernsehen” die allgemein alle Privatsender, vor allem Sender wie RTL2, 9Live und Co erfahren sind allgemein bekannt. Man mag gerade von den Nachrichten bei z.B. RTL2 halten was man will, man sollte bei aller Kritik aber eines bedenken: Die Sender zeigen das, was gesehen wird.
Alle die mehr Opern und Kultur allgemein im Fernsehen fordern sei gesagt: dann schaltet auch ein!
Irgendwer hat mal zur Tagesschau gesagt: “Die könnten die Nachrichten auch bei Kerzenschein auf Hebräisch vorlesen und die Leute würden trotzddem einschalten” und hatte damit verdammt Recht. Die Tagesschau ist eine Institution, ihr wird geglaubt, egal was sie meldet. Wer sich einmal die Mühe macht sich um Originalquellen zu bemühen (dazu reicht das Internet abseits Spiegel Online oder auch nur der Sender ‘Phoenix’) wird feststellen, dass auch und gerade die öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen ein sehr gefärbtes Nachrichtenbild zeigen, es ist nur nicht so offensichtlich wie bei etwas reisserischen Nachrichtensendungen.
Die Version der Wahrheit der ARD ist nicht besser als die Version von RTL, Pro7 und Co. Vorsicht ist natürlich bei bekannt und offensichtlich einseitigen Medien wie der Springer-Presse geboten, aber ansonsten sind es nur verschiedene Facetten der gleichen Nachricht und man sollte nie glauben ein Gesamtbild zu haben.
Und nun hat es die Tagesthemen auf peinliche Art und Weise erwischt. Die deutsche Flagge wurde bei einem Bericht über das kommende Halbfinalspiel Türkei – Deutschland falsch eingefärbt. Vermutlich nur eine kleine Unachtsamkeit mit Photoshop, schnell geklickt und um ein paar Pixel verrutscht o.ä.. Doch wäre es bei einem Privatsender passiert kämen garantiert wieder die Sprüche vom “Unterschichtenfernsehen” und dass der typische Zuschauer das ja nicht mal bemerken würde. Nun hat es das vermeintliche “Oberschichtenfernsehen” erwischt und ich möchte wette: Die meisten Zuschauer haben es auch nicht bemerkt. Einige werden es bemerkt haben, auf andere wird es irgendwie irritierend gewirkt haben ohne dass der Fehler direkt bemerkt wurde.

Der ARD ist das Ganze natürlich höchst peinlich, der Schnipsel ist aus der Mediathek entfernt worden, aber dafür gibt es ja das Internet, auf Youtube ist der Ausschnitt zu finden 8-)

Filter für Xing-Twitter

Xing hat ja mittlerweile sein eigenes Twitter. “Statusmeldungen” heisst es da. Ich mag Twitter nicht. Die Statusmeldungen sind aber zumindest bisher grösstenteils erträglich, mehrheitlich Dinge wie “blafasel ist auf dem Weg zur Messe XY”. Das ist OK und manchmal sogar unmittelbar für mich relevant.
Leider wird der Rauschabstand immer schlechter, es häufen sich Meldungen ala “Zwergnase füttert seine Katze” oder “Hotzenplotz freut sich auf Computerspiel XY” bzw. “auf das neue iphone”. Das interessiert mich nicht! Das interessiert vermutlich keinen der Geschäftskontakte.
Ganz schlaue Zeitgenossen wünschen einen frohen Feiertag. Ich habe derzeit 203 Kontakte. Wenn auch nur die Hälfte davon mir frohe Ostern wünscht platzt der Feed und ganz schlaue wünschen auch einen fröhlichen lokalen Feiertag, z.B. Fronleichnahm.
Der Rauschabstand liesse sich gewaltig erhöhen wenn man bestimmte Leute ausblenden könnte. Denn es sind nur eine Handvoll Idioten Leute die meinen sie müssen ihre Geschäftskontakte über den aktuellen Milchpreis bei Edeka Südwestbayern informieren.
Ich mag Twitter nicht, die Statusmeldungen waren bisher ganz OK, werden aber auch immer mehr zum Kloticker. Verdammt noch mal, Xing ist nicht StudiVZ! Aber wenn Xing Fotoalben einführt werden die vermutlich auch mit den Bildern der letzten Firmenparty gefüttert, inkl. Magenentleerungen durch den Haupteingang :-(
Vielleicht sollte man die Statusmeldungen in Kanäle aufteilen, z.B. ‘Alle’, ‘Kunden A’,‘Kunden B’,‘Lieferanten A’,Lieferanten B’,‘Privates’. Jemand den ich privat kenne braucht die Nachrichten die für Geschäftkontakte relevant sind nicht bekommen, umgekehrt genauso. Und meine Kunden interessieren andere Stati als der Lieferant meiner Bürorechner.
Mal sehen was Xing dazu sagt, hab das mal als Verbesserung vorgeschlagen.

Nachtrag: Xing hat geantwortet, allerdings nur mit einem Textbaustein. Mal abwarten ob das in endlicher Zeit implementiert wird.

Flens Biermix

Flensburg

Nennt mich Altmodisch, aber ich halte nichts von diesen Modegetränken. Überall gibt es mittlerweile diese Bier-Mischgetränke die doch nur bunte Versionen eines Alsters sind. Und nun also auch von der Flensburger Brauerei.
Modegetränke sind sie gleich doppelt: Sie ist zweifellos gerade ‘in’ und sind auch erst in Mode gekommen als die Alkopops der Verdammnis in Form einer Altersgrenze von 18 anheim fielen.
Ich halte nichts von diesen Bierpanschgetränken.
Eine gewisse Neugierde kann ich aber nicht verleugnen und es gibt auch Situationen in denen mir ein Alster gerade Recht kommt. Ein Sixpack wollte ich zum ausprobieren aber nicht gleich kaufen, wenn das Zeug so schmeckt wie es aussieht hab ich dann 10 Flaschen (2 Sorten, also 2  Sixpacks) die ich entsorgen muss.
Der Sky bei dem ich vorhin einkaufen war war zwar allgemein recht geplündert, hatte aber die Biermixdinger einzeln im Verkauf. Und nun stehen die Zwei bei mir.
Mal sehen wann ich mich da rantraue. Ist ja noch (viel zu) warm, vielleicht setz ich mich nachher noch raus.

NiN the slip

Es gibt ein neues Album von NiN! Und das Beste: “the slip” ist kostenlos als download erhältlich, ohne DRM, ohne Haken, einfach den download-token per mail anfordern und runterladen.
Auch die Qualität ist tadellos, von mp3 in VBR (lame v0 = bestmögliche Qualität, Track 2 exemplarisch mit 222kBit im Schnitt) als kleinstem Download mit 87MB über m4a und FLAC bis hin zu hd Wave 24/96 mit 1,2GB(!). Das bedeutet 24 Bit Sampling bei 96kHz – zum Vergleich: eine CD benutzt nur 16 Bit Sampling mit 44kHz…
Im Juli soll das Album auch als physischer Tonträger in den Handel kommen.
Wie frei das Ganze ist zeigt das folgende Zitat von der Webseite:

streaming audio available at iLike.

the slip is licensed under a creative commons attribution non-commercial share alike license.

we encourage you to
remix it
share it with your friends,
post it on your blog,
play it on your podcast,
give it to strangers,
etc.

Ich werf dann mal die aus den FLAC-Daten gebrannte CD in den Player…

folkBALTICA

Flensburg

Morgen startet wieder die folkBALTICA, das etwas andere Folk-Festival, dieses Jahr zum vierten mal. Vom 9.-13. April gibt es 30 Konzerte in Flensburg und der Region Sønderjylland-Schleswig, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Estland.
Sicher kein Wacken Open Ait oder Rock am Ring, dafür ein kleines und feines Folk-Festival. Keine bombastischen Bühnen, dafür ehrliche, handgemachte Musik, an der frischen Luft und überdacht von kleinen Läden ala Volksbad bis zur Alten Post.
Die Stimmung ist klasse und man entdeckt so manches Juwel. Auf der Homepage gibt es auf der Klangkarte so einiges vorab zu hören, so spontan gefallen mir da z.B. “Haugaard & Høirup” sehr gut. Gleich die Erste Klangprobe die ich angeklickt hab und mit 1:34 auch wirklich für einen guten Eindruck geeignet. Leider bin ich am 12. nicht in der Stadt.
Als Apetizer hab ich mal zwei Bilder vom letzten Jahr angeklebt.

Fleisch ist sein Gemüse

ER ist wieder da! Am 12.04. kommt Heinz Strunk wieder nach Flensburg ins Max.
Im Gegensatz zum letzten mal dieses mal nicht mit seinem allgemeinen Unterhaltungsprogramm sondern als Lesung, er liest – es ist klar – “Fleisch ist mein Gemüse“.
Das verspricht wieder ein spassiger Abend zu werden, also ran die Karten, es lohnt sich!

Stummfilmkonzert "Faust" im Deutschen Haus

Anlässlich des 10. Jubiläums des 51 Stufen wurde gestern im großen Saal des Deutschen Haus der Stummfilm “Faust” mit Livemusik aufgeführt.
Wie schon vor 3 Jahren bei Metropolis mit Hans-Günther Wauer an der Orgel und Steven Garling an den Schlagwerken. Und auch wie beim letzten Mal war der Saal mit Tischen bestückt worden um die man sitzen konnte. In etwa wie im Orpheus, wenn auch natürlich deutlich improvisierter. Aber dennoch sehr angenehem.
Nach einer kurzen Rede zum 10-jährigen Jubiläum ging die Vorführung los:

Szene aus “Faust” und Steven Garling


Und wie schon bei Metropolis schufen die beiden Musiker eine wirklich schöne und passende Klangkulisse. Wie man am Bild oben erkennen kann waren beide Musiker ständig beleuchtet so dass man ihnen bei der Arbeit zusehen konnte. Und auch wenn man Organisten nur die Haare sehen konnte so war es umso faszinerender Steven Garling zuzusehen, ich vergass teilweise fast auf den Film zu achten.
Eine wirklich gelungene Veranstaltung, ich hoffe es dauert nicht wieder über drei Jahre bis sie wiederholt wird.

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