Der Standardleitweg bei
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iphone-Internet ist mir nicht genug

Vor diversen Monden schrieb ich in ein UIQ für ein iphone vormachen über den Browser Ozone der seit dem auch mein Standardbrowser auf dem Handtelefon war.

Bis er vor ein paar Wochen anfing Abzustürzen beim ersten Netzzugriff. Gut, der Browser ist noch eine Alpha und vielleicht mag es auch damit zusammenhängen dass ich mir Zugriff auf die interna des Symbian-Betriebssystems verschafft habe und evtl. etwas unachtsam war 8-) Liess sich aber durch neuaufspielen der Firmware und Rücksicherung des Backups beheben.

Jedenfalls hab ich eine Zeitlang wieder Opera mobile benutzt und damit ein anderes Internet gesehen. Das echte Internet (Webanteil).

Xing für’s iphone:
schick aber funktionsarm
Denn Ozone basiert wie Apples Webbrowser (mobile) Safari auf Webkit, meldet sich gegenüber dem Server als iphone, und rendert die Webseiten auch so wie das iphone1.
Damals schrieb ich: “[...]bekommt man so sogar mehr mobile Inhalte zu sehen da die Browserweichen an ein mobiles Endgerät glauben und einen auf die Mobilseiten umleiten”.

Xing ‘normalmobil’:
sachlich mit allen Funktionen

(übersicht – eingezoomt)

Und genau das ist das Problem: Es stimmt, man bekommt mehr mobile Webseiten zu sehen. Mehr allerdings nur bei Seiten die vorher keine Mobilversion des Angebotes hatten und mit erscheinen des iphones ausschliesslich eine darauf ausgelegt Mobilversion geschaffen haben. Hier ist es ein Vorteil dass sich Ozone als iphone ausgibt, zumindest wenn man die iphone-Seiten nicht direkt aufrufen oder sonst nicht über die Browserweiche kommt.
Auf Seiten die schon vorher eine Mobilversion hatten ist es aber ein Nachteil. Denn man bekommt statt der normalen Mobilversion die Iphone-Version zu sehen. Iphone-Seiten zeichnen sich durch ein Design aus dass ähnlich bis einheitlich ist und sich vor allem durch eines auszeichnet: Funktionsarmut.
Beispiel Xing: Die iphone-Seiten wirken auf den ersten Blick sogar übersichtlicher. Bei der praktischen Nutzung muss man aber für alles was man in der Standardversion auf der Startseite hat extra klicken und seine Kontakte sieht man gar nicht: der einzig passende Punkt ‘suche’ sucht in allen Mitgliedern, nicht nur in den eigenen Kontakten.
Die Seiten sind schick und übrsichtlich, das beduetet aber auch, dass man für vieles deutlich mehr klicken muss um auf tiefere Inhalte als die Willkommensseite zuzugreifen oder es gibt schlichtweg nicht alle Inhalte.

Ozone ist schön, vor allem das Scrollen mit dem Scrollrad gefällt mir sehr (Opera veschiebt nur den Mauszeiger). Bei zu vielen Seiten sieht er aber nur die iphone-Version und das ist im Vergleich meist so als wenn man sich ein Bein absägt. Das mache ich nicht (mehr) freiwillig. Das iphone ist ein nettes Gerät aber diese religiöse Applewelt ist nichts für mich und es bräuchte dringend eine Browseralternative. Ich kann mir auch denken warum Apple den Opera nicht zugelassen hat. Die Leute würde das Internet sehen wie es wirklich ist.
Jeder so wie er mag — aber ich mag mein Internet vollständig. Daher ist Opera jetzt (wieder) mein Standardbrowser auf dem Telefon.

So, ich leg mich jetzt an den Strand Garten und lasse die Applejüngern auf Kreuzzug sich in den Kommentaren austoben 8-)

__

1 Disclaimer: Mir ist klar, dass die Darstellung auf dem iphone im Detail anders aussieht als auf dem Screenshot. Das liegt an der unterschiedlichen Displaygrösse. Es ändert aber nichts an den dargestellten Inhalten. :-O

ignorierter Fakt zum iphone

Eine wichtige Nachricht für alle die mit dem Gedanken spielen sich ein iphone zuzulegen hat Techno Tuesday







SCNR :-P

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Die Zukunft des Mobilfunks

Zugegeben, etwas übertrieben, es geht nur um die nahe Zukunft.

Anlässlich des herrlich irrelevanten Vergleichs auf SPON von iphone und dem “Google-Handy” G1 reihe ich mich ein in die von Heike auf mobile-zeitgeist beschriebenen selbsternannten Experten und verkünde hier die Wahrheit meine Meinung:

Die Zitate von Marc Samwer die mobile-zeitgeist (”Das iPhone wird die Nutzung des Handys verändern.” — Das internetfähige Handy sei “das Gerät der Zukunft”) zitiert sind an sich und für sich allein betrachtet gar nicht mal falsch. Sie zeichnen aber ein ähnlich inkomplettes Bild der Welt wie die Aussage “Gras ist grün”.
Das iphone hat die Nutzung des Handys verändert, keine Frage. Ausschlaggebend dafür war und sind vor allem drei Punkte:

  • der Hype um Apple-Produkte — dadurch wird das Produkt überhaupt erst interessant und ausprobiert
  • die einfache Bedienung — sie ist zwar teils durch reduzierte Funktionen1 erkauft aber innovativ und reduziert die Kontaktängste
  • die starke Online-Ausrichtung kombiniert mit einem obligaten Onlinetarif mit dem die Onlinenutzung bezahlbar ist

Dinge wie ‘Youtube auf dem Handy’ habe ich schon besprochen und verbuche ich mit unter ‘Hype’. Die Innovation des iphones reduziert sich auf die Bedienung und die Onlineausrichtung. Die Bedienung ist zum einen Geschmackssache und wird sich schnell verbreiten, dieses Alleinstellungsmerkmal wird verloren gehen. Und die Onlineausrichtung funktioniert nur mit dem passenden Datentarif. Beim iphone ist er Zwangsweise dabei, selbst wenn man wirklich nur Telefonieren will mit dem Schmuckstück. Und der Tarif würde auch so manchem (Smart)phone gut zu Gesicht stehen. Dass die Preise der Datenoptionen derzeit im freien Fall sind ist wohl auch dem iphone zu verdanken, vermutlich mittelbar dadurch, dass es die Onlinemöglichkeiten überhaupt erst einer breiten Masse nahe gebracht hat. Online wird normal werden.

Insofern ist der eingangs erwähnte Vergleich von SPON von den konkreten Modellen iphone 3G und G1 völlig irrelevant. Viele Leute haben noch nie eine MMS verschickt und kommen auch gut ohne Copy’n‘paste aus. Und ob man das G1 nun toll findet oder noch zu gross, nicht pink genug ist egal, von beiden Linien wird es weitere Modelle geben. Von der Android-Linie des G1 sehr schnell sehr viele weitere Modelle. Was interessiert mich ein Haken am G1? Dann nehm ich halt das nächste oder das 7. Android-Modell das vorgestellt wird. Entscheidender ist die offene Plattform. Im Android AppStore soll es keine Beschränkungen wie für das iphone geben, Entwickler können wesentlich freier überhaupt anfangen zu programmieren und die Anwendungen dann auch problemloser verbreiten. Die Zahl der Anwendungen wird grösser werden als für das iphone und die Bandbreite ebenso.
Das wird für viele aber keine Rolle spielen, sie benutzen das Telefon einfach wie es ist. Hinzukommen wird aber auch hier die Online-Komponente. Im Supermarkt noch schnell im Kochrezept nachsehen ob man alle Zutaten beisammen hat dürfte in einigen Jahren auch für wenig technikaffine Hauswesen selbstverständlich sein. Mal schnell nach dem Rezept für den noch nie gemachten Kuchen googeln ist trivial, man muss es nur tun. Und dieses Bewusstsein ist durch das iphone einer breiten Masse eröffnet worden.
Der E-Plus-Chef hat vor einiger Zeit vorrausgesagt, dass die Mobilfunker in Zukunft nur Datentransporteure sein werden. Dass es in mittlerer Zukunft so weit kommt bezweifle ich, aber Datenübertragung wird einen wesentlich grösseren Stellenwert einnehmen. Noch ist ‘online’ beim Mobilfunk für die meisten gleichbedeutend mit ‘teuer’. Das ändert sich und dann gibt man auch auch mal der Versuchung nach spontan etwas nachzusehen. Die Online-Taste ist schon lange auf den Geräten, jetzt fällt langsam die Angst vor ihr.

Das iphone hat den Markt geöffnet und die Saat ausgebracht. Es wird keinen einzelnen Gerätehersteller als Gewinner geben, wir werden weiterhin das Telefon nehmen das wir mögen oder gerade ‘in’ ist, wir haben nur eine weitere Facette der Nutzung gewonnen.

_

1 Dinge wie copy’n‘paste, Suche in Kontakten, abschaltbare Worterkennung, MMS usw. sind für sich Kleinigkeiten, erfordern aber jeweils ein (Kontext-) Menü und werden in Summe auch das iphone komplexer in der Bedienung machen

Friendfeed auf dem Handy

FriendFeed in der iphone Version im Opera mobile 8.65
FriendFeed ist praktisch, aber leider nicht so praktisch wie es sein könnte – es gibt kein Mobilinterface und auch eine Java-Anwendung (midlet) für’s Handy und FriendFeed hab ich nicht gefunden.
FriendFeed in der iphone Version im Opera mini 4.1
In dieser Situation hilft das iphone. Nicht weil man es benutzen könnte um auf Friendfeed von unterwegs zuzugreifen. Man kann, aber man muss nicht. Denn das iphone ist vor allem auch ein hypephone und alle Welt fährt eine Sonderlocke dafür. So auch Friendfeed. Es gibt zwar kein platzsparendes Mobilinterface, aber ein spezielles für das iphone. Und das funktioniert wie erwartet wunderbar mit “normalen” Handybrowsern. Das iphone kocht übrigens auch nur mit Wasser liebe Webdesigner.
Die Browserweiche bei FF leitet zwar nur das hypephone automatisch auf die angepassten Seiten, aber man kann die Seiten auch direkt anwählen: http://friendfeed.com/iphone/ (der abschliessende Schrägstrich ist wichtig) und siehe da: Friendfeed in Handydisplayfreundlich.
Denn um mehr geht es eigentlich gar nicht. Zumindest Opera mobile und mini rendern auch die normalen Seiten, sie sind nur auf dem Handydisplay unpraktisch gross. Im Gegensatz zu der dem hypephone zugedachten Version.

das iPhone ist gut für die Flensburger Brauerei

Flensburg

warum steht im Boschblog 8-)

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mobiler Browserkrieg?

Die Zeiten des Browserkriegs auf dem Desktop sind vorbei, Microsoft hatte haushoch gegen Netscape gewonnen und auch die Konkurrenz durch Firefox ist nicht wirklich ein neuer Krieg, Microsoft wird offener mit seinem MSIE, es ist mehr ein gesunder Wettbewerb, kein Krieg.
Auf mobilen Geräten wie Handys war eigentlich auch alles klar: es gab kaum Nutzung, damit auch keinen Markt und kein Krieg. Jeder Hersteller hat einen kleinen Browser integriert, Sony Ericsson benutzt Netfront, Siemens hatte Openwave, beide in etwa gleich limitiert, die Vorteile die Netfront in meiner Wahrnehmung hat können auch dem Zeitvorteil geschuldet sein.

netzeitung.de in Opera Mini: Übersicht
Ein kleines Schwergewicht hat sich mit Opera Mini etabliert. Der Browser ist in Java geschrieben und nutzt einen Proxy bei Opera und erreicht damit eine Qualität in Darstellung und Geschwindigkeit die durchaus mit einem Desktop vergleichbar ist. Auf meinem M600 unterstützt er sogar den Touchscreen.
Opera war schon immer aktiv in Sachen “klein”: Man warb auf dem Desktop anfangs damit, dass der Browser auf eine Diskette passt(e) und war einer der ersten Anbieter eines Browsers für Smartphones, Windows Mobile und Symbian (S60 und UIQ). UIQ Geräte haben ihn als Standardbrowser sogar vorinstalliert.
Die ‘Mini’ Version erfreut sich einer unglaublichen Beliebtheit und Verbreitung, praktisch jedes Telefon aus den letzten Jahren wird damit zur Surfstation.
netzeitung.de in Opera Mini: Nahansicht
Der grössere (und ältere) Opera Mobile ist mittlerweile im Vergleich veraltet und ins Hintertreffen geraten. Aber er wird noch weiter entwickelt. Behauptet zumindest Opera. Der Blog-Eintrag ‘Hang in there‘ datiert auf den 28. März und verspricht: “you will have to wait another couple of weeks (not months)”. Mittlerweile sind es doch ‘month’ ohne dass es ein weiteres Lebenszeichen gab. Und auf unterstützten Telefonen ist eine native Version wesentlich angenehmer als die Java-Version ‘mini’. Smartphones sind idR. leistungsfähiger und dieses Potenzial liegt mit der Mini-Version teils ungenutzt brach.
In diese Situation platzt nun Digia mit einem auf Webkit basierenden Browser für UIQ-Geräte. Webkit steckt auch unter der Haube des Browsers des iphones.
Und auch wenn mobiles Web kein iWeb ist, so ist das eine durchaus gute Nachricht. Denn immer mehr Websurfer Webdesigner optimieren ihre mobile Inhalte für das iphone und damit Webkit. Ganz wie zu den Zeiten des Browserkriegs auf dem Desktop wo es wohl mit dem unsäglichen <marquee> Tag seinen Anfang in Sachen Spezialisierung auf den MSIE nahm und ob der mangelhaften CSS-Unterstützung bis MSIE6 bis heute Nachwirkungen hat.
Die Zukunft wird zeigen ob wir einen neuen Krieg bekommen in dem Webkit die Rolle des MSIE übernimmt oder ob Digia eine Luftnummer wird oder eine UIQ-Insel bleibt oder ob Opera Mini einfach alle überrollt.

Wünschenswert wäre eine friedliche Koexistenz und konzentration auf das Wesentliche: Die Verbreitung der mobilen Nutzung. Sowohl beim Angebot als auch bei den Tarifen.

mobiles Internet heisst nicht iWeb

Google Reader in Opera Mini
So langsam nervt mich dieses iphone. Ich habe es nicht, ich vermisse es auch nicht, mich stört der Hype. Das iphone ist ein schönes Gerät und kann auch wirklich gut mit dem Internet umgehen. Nur: so ziemlich alles was in dem Bereich als Alleinstellungsmerkmal des iphone dargestellt wird ist Unsinn. Das Beispiel Youtube hab ich schon mal erwähnt. Bei vowe bin ich heute über den Hinweis auf den “Brand new Google Reader for iPhone“ gestolpert. Und es gibt im Google-Reader-Blog einen Beitrag gleichen Titels.
Allein: mit dem iphone hat es nichts zu tun. Es ist schlicht eine für mobile Geräte angepasste Version des Readers. Nicht speziell für’s iphone, einfach eine Mobilversion wie es sie von jedem zweiten Dienst gibt. Mehr nicht. Googles Wasser ist auch “nur” nass.
Zur Illustration hab ich mal zwei Screenshots beigefügt, da ich den Reader nicht nutze allerdings recht leer.
Noch einmal: Das iphone ist ein schickes Gerät mit einer tollen Bedienung, aber die Funktionen bekommt man den meissten Smartphones, mit Opera mini sogar einen Grossteil mit jedem Java-fähigen Handy. Das Beste am iphone sind nicht die Funktionen, sondern (neben der Bedienung) schlichtweg der Tarif der ans Gerät gekoppelt ist. Um das iphone wirklich zu nutzen braucht man zwingend einen brauchbaren Datentarif und den bekommt man (zwangsweise). Der Tarif würde so ziemlich jedem (Smart)phone gut stehen, ist aber leider nur mit dem Hypephone zu bekommen.
Google Reader in Opera Mobile

Einige Dinge die ich auf meinem Telefon habe bekomm ich auf dem iphone nicht einmal optional, z.B. einen Instant-Messenger, den soll es wohl auch nicht geben, zieht potenziell zu viel Strom oder so. Einen SSH-Client hab ich auch noch nicht gesehen bisher, mangels Bedarf hab ich allerdings auch nicht danach gesucht. Beides hatte ich übrigens auch schon auf meinem vorigen Gerät, und das K610i ist beileibe kein Smartphone…

Dass Apple so tut als gebe es das mobile Internet nur für das iphone kann ich ja noch verstehen, dass Apple-Jünger Scheuklappen mit Überbreite haben ist auch nichts neues, aber warum muss der Rest der Welt so tun, als gebe es nur das iphone?

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