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Betrunken gutes tun am 15.12.

Flensburg

Saufen für den guten Zweck – das ist mal ne Ansage.


Darum geht es bei der Aktion Betrunken gutes tun: In 10 Städten zwischen Flensburg und Zürich trifft man sich am 15.12. und trinkt Heißgetränke. In jeder Stadt spendet ein Goldenen Trunkenbold für jedes Getränk 1€ für eine gemeinnützige Organisation. Letztes Jahr kamen so in allen Städten insgesamt 37.062€ zusammen.
In Flensburg findet die Aktion im Technologiezentrum in der Lise-Meitner Straße statt (auch wenn es nicht so klingt ein guter Ort für ein beisammen sein), Goldene Trunkenbolde sind die Web Wikinger und Timm Tappe Online Marketing Consulting. Das Geld geht an den Bereich Obdachlosenhilfe des Martinsstift Flensburg.
Beginn ist 19:00 und praktischerweise wohne ich nur gut 2km entfernt. Da werde ich mich wohl einige Heißgetränke für den guten Zweck zu mir nehmen. Mit Heißgetränk ist bestimmt Kaffee gemeint… angel

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Kommt jemand, wenn es brennt?

Es ist ein Jahr her, da hatte ich in Wer kommt wenn’s brennt? geschrieben:

Wenn es bei Dir brennt kommt also dein Nachbar den du letzte Woche noch ausgelacht hast, dass er mal wieder bei der Feuerwehr war und “eh nur gegrillt” hat.

“Die Feuerwehr” gibt es nicht, die Feuerwehr sind deine Nachbarn und Mitbürger. Damit das so bleibt hat die Feuerwehr Arlewatt ein kurzes Video gedreht mit dem Titel ”Was meinst du es brennt, und keiner kommt….?“:

Für mich war die Feuerwehr auch immer etwas Abstraktes, das halt da ist. Seit ich selbst in einer Feuerwehr bin und mich näher mit dem Thema beschäftige denke ich , daß genau das der Knackpunkt ist: man geht zu oft von der Feuerwehr als eine Institution aus, die halt da ist.
Dabei sind Berufsfeuerwehren die Ausnahme, es gibt gerade einmal um die 100 in Deutschland. Dagegen stehen ca. 24.000 Freiwillige Feuerwehren. “Die Feuerwehr” ist eine Freiwillige Feuerwehr, bestehend aus Deinen Nachbarn und Mitbürgern. Pflichtfeuerwehren gibt es zum Glück selten.
Und auch dort, wo es Berufsfeuerwehren gibt, gibt es auch zusätzlich Freiwillige Feuerwehren. In Flensburg z.B. wird die Berufsfeuerwehr mit 85 Feuerwehrleuten unterstützt von 7 Freiwilligen Feuerwehren mit insgesamt 200 freiwilligen Feuerwehrleuten. In Hamburg ist die Anzahl der Feuerwehrleute fast ausgeglichen mit jeweils ~2500, aber auch hier wird die Berufsfeuerwehr von 87(!) Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt (Zahlen aus der Wikipedia).

Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht nur das Rückgrat, sondern auch der Körper des Brandschutzes in Deutschland. Es brennt zum Glück relativ selten, daher ist es wichtig, daß regelmässig geübt wird. Und ja, danach wird meist gegrillt oder zusammen gesessen. Das Üben sieht man nicht unbedingt, das beisammen sein ist aber idR. am Gerätehaus. Daher wirkt es vielleicht so, als wenn es nur ums grillen geht, aber denk daran: vor dem grillen kam eine Übung, bei der es darum ging Dein Haus zu löschen oder Dich aus dem Auto zu schneiden und zu retten!

Damit das so bleibt, braucht die Feuerwehr Mitglieder, zu viel Hilfe kann man im Ernstfall fast nicht haben. Also geh doch einfach mal hin zu deiner Feuerwehr und mach dir vor Ort ein Bild. 

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Interview mit Edward Snowden - Deutsch und Englisch

Edward Snowden hat letztes Jahr die Affähre um die Überwachung durch die NSA, GCHQ und Co. ins Rollen gebracht.
Die Geheimdienste verstossen gegen Gesetze und gegen so ziemlich alle Werte unserer Gesellschaft.

Letzte Woche hat der NDR das erste Fernsehinterview mit ihm geführt seit er nach Russland fliehen musste. Die ARD hatte es Sonntag Nacht gezeigt, spät Abends und selbst online nur synchronisiert. Angeblich weil sie Rechte von ihrer eigenen Tochterfirma nicht gekauft hatte.

Aber immerhin gibt es das Interview online in der Mediathek und im Youtube-Kanal der ARD — jetzt auch im Originalton.

Deutsch:

"Interview mit Edward Snowden - Deutsch und Englisch" vollständig lesen
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Die Novemberprogrome getwittert

Samstag jährt sich die Reichskristallnacht zum 75. Mal. Und auch wenn ich es meinen Geschichtslehrern immer noch negativ ankreide dass der Geschichtsunterricht sich fast ausschliesslich auf die NS-Zeit beschränkte finde das hier eine gute Sache:

Unter dem Twitteraccount @9Nov38 zwitschern 5 Historiker die Ereignisse der Novemberprogrome von 1938 nach:

Eine gute Sache, aber bitte liebe Geschichtslehrer:
Die NS-Zeit war schlimm und darf nicht vergessen werden. Aber verdammt nochmal, Geschichte besteht nicht nur aus 15 Jahren!

via Heise

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Vordruck: Datenübermittlung durch das Einwohnermeldeamt widersprechen

Kurz notiert: Zwar ist die Regierung nicht damit durchgekommen dass die Meldeämter die Daten der Bürger verkaufen dürfen wenn sie nicht explizit widersprochen haben, man muss jetzt der Datenübermittlung zustimmen.

Es schadet aber wohl nicht seinen Wunsch dennoch explizit zu äussern, sehr einfach geht das mit dem Vordruch von datensparsam.de.
Nach Eingabe von Name und Adresse bekommt man ein fertig ausgefülltest PDF das man nur noch unterschreiben muss. Misstraut man nicht nur den Behörden sondern auch datensparsam.de reicht es ja den korrekten Ort einzugeben damit die Adresse des Meldeamtes stimmt, den Rest kann man ja einfach übernehmen.

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Bundesverdienstkreuz für Raul Krauthausen

Normalerweise interessiert mich das Bundesverdienstkreuz nicht sehr, aber das freut mich wirklich:

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Amazon startet eBook-Verleih in Deutschland und die Verlage schiessen sich mit ihrer Alternative in den Kopf

Eine lange Überschrift, die Alternative war “Deutsche Verlage sind dumm”.

eBooks sind praktisch und auf E-Ink auch angenehm zu lesen. Aber sie sind halt kein “analoger Informationsträger auf teilorganischer Basis” den man weitergeben kann. Verkauf und Verleih geht bei eBooks in Deutschland noch nicht.
Gestern hat Amazon bekannt gegeben, daß ende des Monats die Kindle Lending Library auch in Deutschland für Amazon Prime Nutzer startet.
Das heisst, daß man als Prime Nutzer monatlich ein eBook ausleihen kann, für eine beliebig lange Zeit. Nicht alle Bücher sind verfügbar, die Verlage müssen es dafür freigeben. Es sollen aber wohl zumindest alle 200.000 Bücher des schon länger erfolgreich laufenden amerikanischen Verleihprogramms verfügbar sein, für genug englischen Stoff ist also gesorgt, auf deutsch sollen zum Start 8.500 Bücher sein, darunter auch Harry Potter.
Amazon Prime kostet 29€ pro Jahr und hat eigentlich einen anderen Fokus, nämlich keine Versandkosten ohne Mindestbestellwert und Lieferung am nächsten Tag bei Amazon. Die Leihbibliothek ist da nur ein Bonus.

Heute habe ich dann bei Buchreport gelesen wie der Ansatz der deutschen Verlage aussieht:
Bei Libreka, einer Tochter des Börsenvereins der in Deutschland über die Buchpreisbindung wacht, gibt es auch ein Verleihprogramm.
Die wesentlichen Unterschiede:

  • 4 Wochen Leihfrist
  • Der Leihpreis wird vom Verlag festgelegt
Auch wenn 4 Wochen Leihfrist schlechter sind als unbeschränkt wie bei Amazon könnte man damit sicher meist leben. Der zweite Punkt hat aber schlimme Konsequenzen: Die Verlage sind dumm und verlangen meist für 4 Wochen Leihfrist fast den gleichen Preis wie beim Kauf des Buches. Die Buchliste ist voll z.B. mit Büchern des Engelsdorfer Verlags der pauschal 1,50€ abschlägt; aus 5,99€ Kaufpreis werden so 4,49€ Leihpreis für 4 Wochen. Der Ulmer Verlag schlägt deutlich mehr ab, seine Sachbücher sind aber auch deutlich teurer und 1,99€ muss man mindestens zahlen (Kaufpreis 7,99€), für teurere Bücher aber auch 6,99€. Der Carl Hanser Verlag ist wieder auf der teuren Seite und will für ein Buch das 9,99€ im Kauf kostet 7,49€ als Leihbuch. Für 4 Wochen und nur ein Buch.

Für wen soll das attraktiv sein? Das Amazon-Modell ist wesentlich Kundenfreundlicher und nur dann kann es funktionieren. Übrigens vergütet auch Amazon die Autoren deren Werke ausgeliehen werden. Ohne ein attraktives legales Angebot drängen die Verlage die Menschen entweder in die Illegalität oder in die Arme von Amazon und verspielen auch jegliches Verständnis für ihre Situation. Statt die etablierten Büchereien und das auf diese zugeschnittene Onleihe System aktiv zu unterstützen wird so eine Grütze als “Alternative” geschaffen.
Die Verlage sind dumm und wiederholen den Fehler den Musik- und Filmindustrie vor ihr gemacht haben und fahren sehenden Auges in den Abgrund. Vielleicht auch mit geschlossenen Augen, aber dadurch geht der Abgrund nicht weg.
Die Brücke über den Abgrund wäre ein attraktives Angebot das von den Nutzern gern angenommen wird. Dazu muss ein einfch sein und von den Kosten her als fair wahrgenommen werden — von den Verbrauchern, nicht den Verlagen. Dann werden die Nutzer auch zu Pfeilern der Brücke. So aber werfen die Verlage noch mit Steinen nach ihren Kunden. Geht sterben, euer Grab schaufelt ihr ja schon selbst. normal

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