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gesehen: Small Town Killers

In der Sneak lief gestern ein fast lokaler Film: die dänische Komödie Small Town Killers:


In der Kleinstadt Nibe im Norden Dänemarks haben die beiden Schulfreunde Edward und Ib einen Handwerksbetrieb, der dank Schwarzarbeit gut läuft. Ihre Frauen verbringen ihre Freizeit mit Salsa-Kursen.
Die Ehen sind aus Sicht der beiden Männer etwas lieblos und deshalb wollen sie sich scheiden lassen. Das wird teuer und mit etwas Whisky stellen sie fest, dass ein russischer Killer billiger ist. Die Frauen engagieren ihrerseits eine englische Giftmörderin.
Alle vier bereuen es sehr schnell, aber die Mörder sind nun mal da und tun das, was Mörder halt so tun…

Sehr schwarz, sehr dänisch und ein riesen Spaß! Die dänische Art muss man kennen oder sich drauf einlassen (fällt nicht schwer), dann hat das Zwerchfell ordentlich zu tun yeslaugh

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gesehen: Monsieur Pierre geht online

Die Handballsaison ist zu Ende, das bedeutet mehr Zeit für die Sneak. Da der Spieltag in der Woche in der kommenden Saison von Mittwoch auf den Donnerstag wandert dürfte ich ab sofort öfter Gelegenheit haben, in die Sneak zu gehen.

Heute lief Monsieur Pierre geht online mit dem Altstar Pierre Richard:


Seit dem Tod seiner Frau hat der 79-jährige Monseieur Pierre (Pierre Richard) die Lust am Leben verloren. Seine Tochter heuert den mittellosen Freund Alex ihrer Tochter an, um ihm das Internet beizubringen. Von der Beziehung zu seiner Enkelin weiss er nichts. Eher widerwillig macht sich Pierre mit der neuen Technik vertraut und landet irgendwann auf einem Datingportal. Unter der Identität seines Internetlehrers (Yaniss Lespert) lernt er eine Frau kennen und verabredet sich in Gestalt von Alex mit ihr. Der Gegenbesuch wird heikel…

Eine französische Komödie, ich möchte sagen: typisch seicht, aber lustig. Die Verwicklungen der diversen (nicht-) Beziehungen drohen immer wieder zu platzen. Ständig fragt man sich “warum tut er das?” oder auch “was will sie wirklich?”, wobei die Personen für “er” und “sie” wechseln. Nur “er” ist meist Pierre.
Irgendwann habe ich mich gefragt, wie aus dem ständigen Tanz am Abgrund noch das zu erwartende Happy End werden soll.
Aber: es funktioniert. Und das herzerfrischend und zum schmunzeln.

Letztlich wirklich eine typisch seichte französische Komödie fürs Herz. Wer die Art mag, macht hier definitiv nichts falsch und wenn du mit deiner Freundin rein sollst: trotz allem WTF und OMG tut er nicht weh angel

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gesehen: Alien: Covenant

Schon vor über einer Woche war ich in Alien: Covenatn, dem Nachfolger der Alien-Vorgeschichte Prometheus:



Auch dieser Film spielt vor dem ersten Alien Film von 1979. Die Covenant ist ein Raumschiff voller Siedler im Tiefschlaf auf dem Weg zu einem Planeten, der besiedelt werden soll. Eine Neutrinoexplosion in der Näher erzwingt eine Reparatur und die “Betriebsbesatzung” wird aufgeweckt. Sie bemerken ein Funksignal, das sich als John Denver Song herausstellt – Lichtjahre von der Erde entfernt!
Die Quelle ist ein Planet, der noch bessere Lebensbedingungen aufweist, als das eigentliche Ziel und das in 2 Wochen Entfernung, statt weiter 60 Jahre Tiefschlaf.

Die Crew ändert den Kurs und trifft dort auf den Androiden David aus Prometheus. Er war mit Elizabeth Shaw auf der Suche nach den Schöpfern dort gelandet. Die Schöpfer haben nicht nur das Leben auf der Erde beeinflusst, von Ihnen stammt auch das Mutagen, aus dem die Aliens entstehen. Abseits des Androiden David scheint der Planet tot zu sein, zumindest was die Fauna betrifft. Aber der Schein trügt…

Covenant ist keine direkte Fortsetzung von Prometheus, sie ergibt sich erst im laufe des Films. Prometheus endete damit, dass Elizabeth Shaw mit einem Raumschiff der Schöpfer zu eben Jenen aufbrach. Covenant beginnt nach einem Vorspiel (über das ich nichts verrate) mit dem Siedlungsraumschiff Covenant. Erst im Verlauf des Films stossen sie auf David und damit gibt es den Anschluss an Prometheus.
Die Handlung auf dem Planeten ist dann einerseits wieder ein “10 kleine Negerlein” Spiel, bei dem die Besatzung nach und nach dezimiert wird. Allerdings vielfältiger und eingebunden in die Geschichte von Elizabeth und David und auch die Wirkung des Mutagens der Schöpfer und wie sich daraus das bekannte Alien entwickelt.
JA, wir erfahren, woher die Aliens stammen. Aber das Mutagen kannten wir auch schon aus Prometheus und wir erfahren nur einen Teil der Evolution. Ich habe viele professionelle Kritiken gelesen, die sich daran stören, dass das Alien entmystifiziert wird. Und das ist Unsinn. Das Mutagen war schon bekannt, wie erfahren nur, wie sich ein Teilaspekt von der Infektion bis zur Mutation zum Alien entwickelt hat. Das schliesst den Kreis zum ersten Alien, aber es ist nur ein Aspekt des Alien und die eigentliche Herkunft haben wir eh schon in Prometheus erfahren.
In diesem Punkt schliesst sich wie gesagt der Kreis zum ersten Alien Film, aber wer den Film kennt wird feststellen, dass das Ende von Covenant zwar die Grundlage legt, aber keinesfalls erklärt, warum die Nostromo auf LV-426 auf das Alien stossen konnte bzw. können wird. In diesem Punkt wird eher eine neue Frage aufgeworfen. Es fehlt nun ein grösseres Puzzlestück, als angeblich hier verraten wird. Und um diese Lücke zu sehen muss man nur den ersten Alien gut genug im Hinterkopf haben, ein paar Tage vorher ansehen, so wie ich es getan habe, ist gar nicht notwendig.

Mir hat der Film gefallenEr ist für mich der drittbeste Film der Reihe. Das Original Alien ist unzuweifelhaft ein quasi unerreichbares Meisterwerk. Die Fortsetzung Aliens von der Art her ganz anders, ein gewaltiges Feuerwerk. Covenant kommt für mich gleich danach. Für eine runde Gesamtgeschichte müsste man wohl AlienPrometheus und dann Covenant sehen. Aliens wahlweise als zweites nach Alien oder nach Prometheus. Die anderen beiden Filme müsste man nicht sehen und mal sehen, wie sich das vermutlich kommende dritte Prequel einfügen wird.

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gesehen: Ghost in the Shell 3D

Nachdem ich den Kinostart ziemlich verpasst hab war ich vorhin zu Ghost in the Shell im Kino:

Der Film ist kein Remake des gleichnamigen Anime von 1995 bzw. er basiert auf wie der Anime auf dem gleichen Manga von Shirow Masamune.

Dieser Film ist anders als der Anime. Nicht nur, dass es eine Realverfilmung ist, auch die Geschichte ist anders. Das wichtigste bei dieser Verfilmung ist fast, nicht ständig den Anime vor Augen zu haben.
In der (nahe) Zukunft ist es normal, dass Menschen einzelne Körperteile durch Künstliche ersetzen. Major Motoko Kusanagi ist eine extreme Version, bis auf das Gehirn sind alle Körperteile künstlich. Sie ist ein Cyborg und arbeitet für die geheime “Sektion 9” der Regierung.
Im Anime jagd Major Motoko Kusanagi einen Hacker, der es schafft, über die implantierten Schnittstellen wichtige Politiker zu beeinflussen und zu kontrollieren.

In dieser Realverfilmung gibt es auch einen Hacker, der Personen übernimmt. Viele Szenen gleichen sich, die die Übernahme der Müllmänner. Doch hier geht es nicht um die Kontrolle von Politikern, primär ist Rache ein Motiv und im laufe des Films geht es mehr um die Identität des Majors. Auch im Anime wird ihre Herkunft und ihr Gefühl, kein Mensch zu sein, angesprochen. Hier wird es zum Hauptmotiv des Films.

Für sich selbst betrachtet ist diese Verfilmung gelungen, dazu trägt auch das Bild der Stadt bei, die mich sehr an die mich sehr an das Los Angeles aus Blade Runner erinnert. Nur extrem bunt. Es ist nicht die Dunkelheit, sondern die Enge, die dennoch ähnliche Stimmung.
Die Geschichte ist anders als im Anime und auch im Manga, wobei ich nicht weiss, ob die Herkunft des Majors in einem anderen der Mangas evtl. ähnlich thematisiert wird. Dies ist eher eine Vorgeschichte zu der des Anime und IMHO funktioniert sie. Dass der ikonische Soundtrack von Kenji Kawai erst im Abspann auftaucht ist einerseits schade, andererseits trägt es aber auch dazu bei, dass man sich von dem Anime lösen kann. Die teils ähnliche Szenen – die aber einen anderen Kontext haben – zusammen mit dem Soundtrack hätte so nicht funktioniert. Der neue Score ist wesentlich zurückhaltender und das passt gut zu den grellbunten Bildern.
Zurückhaltend ist auch hier das 3D, selten nimmt man es bewusst war. Ich mag diese Entwicklung, die ich hier schon mehrmals angesprochen habe. Das 3D ist einfach da, wie auch im realen Leben nehmen wir es nicht bewusst war. Dadurch scheint es natürlich erstmal überflüssig, aber auch hier gehe ich jede Wette ein, dass der Film ohne das “überflüssige” 3D im Vergleich komisch flach aussehen würde. Als wenn man nur mit einem Auge durch die Welt geht. Und ich vermute, dass sich die Diskussion sehr bald dadurch auch erledigen wird, 3D wird bei den meisten Filmen normal sein und keine besondere Erwähnung mehr finden.

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gesehen: CHIPS

Nach langer Zeit haben wir es mal wieder in die Sneak geschafft, kein Handball oder sonstige Termine standen auf dem Programm. Eigentlich wollten wir auch schon letzte Woche in die Sneak. Da ist sie im UCI Flensburg allerdings ausgefallen, weil die Festplatte mit dem Film nicht rechtzeitig geliefert wurde.

Gestern lief CHIPS, basierend auf der Polizeiserie von 1977:

Der FBI Agent Frank Poncharello wird von Miami nach Kalifornien versetzt, um innerhalb der California Highway Patrol (CHP) gegen Polizisten zu ermitteln. Dort wird er mit Jon Baker in ein Team gesteckt. Jon ist ein ehemaliger Motorrad Stunt-Fahrer, der durch den Job als Polizist versucht, seine Ehe zu retten.

Klingt schon halbgar und von hier an geht es bergab. Frank ist notgeil und hinter jedem Rock her, Jon der übermotivierte Anfänger. Beide müssen eine Raubserie mit Motorrädern aufklären. Die Handlung ist ein reines Vehikel für Witze unter der Gürtellinie Ziemlich vorhersehbar und kein weiteres Wort wert. Zotige Witze können echt unterhaltsam sein, hier ist es eine Schlacht mit Peniswitzen.

Das ist nur bedingt lustig, auch wenn Alkohol vermutlich hilft. So kurz vor der Bewusstlosigkeit dürfte der passende Zustand sein no

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gesehen: Wir sind die Flut

Neben dem Kommentar zur Sneak muss ich hier auch noch einen weiteren Filmtipp:

Und zwar Wir sind die Flut, ein Science-Fiction/Mystery Film, der auf der Berlinale uraufgeführt wurde und seit dem 10. November in den (Programm-) Kinos ist. Seit vorigen Freitag ist er auch auf DVD erhältlich und die habe ich mir gekauft.

Es geht um die Nordsee vor dem Dorf Windholm. Seit 15 Jahren gibt es dort keine Flut mehr, es ist dauerhaft Niedrigwasser. Grund ist eine Anomalie, deren Ursache nicht geklärt ist. In einem etwa Kreisförmigen Bereich um Windholm wirkt die Schwerkraft des Mondes nicht und es gibt keinen Tidenhub. Mit dem Wasser sind auch die Kinder des Dorfes verschwunden.
Da ein offizieller Forschungsauftrag von der Universität abgelehnt wird machen sich die beiden Studenten Micha und  Jana auf nach Windholm, um der Ursache auf den Grund zu gehen. In Windholm leben nur noch wenige Bewohner, der ganze Bereich ist militärisches Sperrgebiet.
Beiden gelingt es, dem Rätsel näher zu kommen…

Ich mag diesen Film, sehr sogar. Nicht nur, weil ich an der Nordsee aufgewachsen bin, sondern weil Geschichte und Bilder hier einfach perfekt zusammen passen. Die Nordsee ist ebenso grau wie das Leben der Dorfbewohner. Ihre Kinder sind weg, die ewige Konstante der Gezeiten auch und niemand kann etwas erklären. Sie sind durch Militär abgeschottet und wollen es auch bleiben. Die beiden Studen stören da nur.

Ein Mysteryfilm mit toller Atmosphäre, nicht irgendwo in einer Hollywoodrealität, sondern direkt vor der Tür. Steht man nach dem Film auf dem Deich wirkt die Nordsee noch geheimnisvoller cool

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gesehen: Alles unter Kontrolle

Nach einiger Zeit haben wir es mal wieder in die Sneak geschafft, die nächsten Wochen ist Mittwochs aber wieder Handball.

Heute lief Alles unter Kontrolle:

José Fernandez ist Polizist bei der französischen Grenzpolizei und soll auf seine Wunschstelle bei der Kriminalpolizei versetzt werden. Sein letzter Auftrag ist die Abschiebebegleitung von Karzaoui nach Afghanistan. Nur ist Karzaoui kein Afghane, sondern Algerier, der den Ausweis gestohlen hat.
Dementsprechend ist er nicht sehr angetan bei dem Gedanken an Kabul und als das Flugzeug wegen eines technischen Defekt auf Malta zwischenlanden muss setzt er alle Hebel in Bewegung, um seine Abschiebung nach Afghanistan zu verhindern und zurück nach Algerien zu kommen.

Eine leichte französische Komödie und wer wie ich französische Filme eher nicht mag dem sei gesagt: Er ist verdammt lustig!
Die Komödie wird mit einer Leichtigkeit erzählt, die wirklich Spaß macht. Bei dem ernsten Thema würde ein deutscher Film von Moral und politischer Korrektheit erdrückt werden. Alles unter Kontrolle ist primär eine Komödie, lässt die problematischen Punkte aber nicht unter den Tisch fallen. Die Immigratnen wollen auch hier nicht freiwillig ausreisen, bei Karzaoui kommt ein echter Fehler dazu (auch wenn der Diebstahl des Portemonnaies natürlich auch eine Straftat ist) und man sieht auch die Zustände in einem italienischen Flüchtlingslager.
Aber es stört nicht den Film als Komödie, die Eindrucke hat man aber trotzdem, auch ohne Moralkeule.

Gute Komödie, tolle Unterhaltung! yes

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