Skip to content

Kindle: auswählbare Schriftgrößen ändern

Einer der großen Vorteile eines E-Readers ist es, die Schriftgröße anpassen zu können. Noch bevor ich selbst einen E-Reader hatte, hatte ich hier geschrieben, daß E-Reader daher in Altenheimen ausliegen sollten um sich zu verbreiten. Dort sind viele Menschen, die einen konkreten Nutzen davon haben.

Kindle Paperwhite 3 - SchriftartauswahlBeim Kindle Paperwhite 3 (wohl alle Aktuellen) sind es 8 Stufen, in denen man die Schriftgröße anpassen kann. Mir passen die ganz gut, ich würde sie für mich vielleicht noch etwas kleiner machen und dafür die Großen streichen. Und genau das geht mit einem kleinen Trick, ganz ohne root, Jailbreak oder sonstigem “bösen” Eingriff:

Man muss nur eine Datei mit dem Namen FONT_RAMP im Hauptverzeichnis des Kindle (das man sieht wenn man ihn per USB anschliesst) anlegen, in der für die 8 Stufen die Werte zur Skalierung stehen. Kleine Einschränkung: das funktioniert nur mit Büchern im AZW3-Format. Das sind aber fast alle, die man von Amazon bekommt und wenn man mit Calibre ö.ä. selbst wandelt nimmt man halt AZW3 statt mobi wink. Die Datei legt man wie gesagt einfach im Hauptverzeichnis ab und startet dann den Kindle einmal neu. Anschließend verwendet er die neuen Abstufungen.

Die Werte, die man in die Datei schreibt sind wie gesagt Skalierungswerte in hundertstel Zoll.  Die im System hinterlegten Standardwerte lauten (bei 300ppi Geräten):

 7.49 8.43 9.37 10.31 11.25 12.19 13.13 14.07

Wie man Wunschwerte berechnet ist in diesem russischen Forum beschrieben, bei Mobilereads gibt es aber auch einen langen Thread auf englisch mit vielen Wertekombinationen. Die meisten vergrößern die Schrift oder spreizen einen Bereich. Grundsätzlich scheinen Schritte von 0,36 and 0,42 zu funktionieren. Falsche Werte machen nichts kaputt, entweder sie funktionieren gar nicht oder es sieht halt nicht aus wie gewollt. Dann einfach die Datei korrigieren oder notfalls einfach die Datei löschen, dann gelten wieder die Standardwerte.

Ich selbst habe es am Wochenende selbst ausprobiert und erstmal die kleinsten Werte genommen, die ich im Thread bei Mobilereads gefunden habe:

6.67 7.33 8.00 8.67 9.33 10.00 10.67 11.33

Mit der Schriftart Ember, in der ich seit zwei Wochen lese, gewinne ich bei kleinster Größe so nur eine Zeile, bei den anderen Schriften und -größen ist es deutlicher. Da werde ich wenn ich Zeit habe noch mal etwas experimentieren, mein Ziel ist es, die kleinste Einstellung wirklich minimal für die Auflösung des Paperwhite 3 zu haben und vielleicht die zweitkleinste in etwa so wie jetzt die kleinste Größe. Ich werde berichten cool.
Wenn Du es auch ausprobieren willst kann Du als Ausgangspunkt meine FONT_RAMP Datei ausprobieren, unter Windows ist es ja nicht so einfach eine Datei ohne Erweiterung anzulegen. Wenn Dein Browser da etwas wie .txt oder so dranhängt musst Du das wieder entfernen, die Datei hat keine Erweiterung.
 

Ember: neue optimierte serifenlose Schrift für den Kindle

Mitte September hatte ich im Beitrag Elektrobuchschriften erwähnt, daß es für den Kindle eine neue serifenlose Schriftart gibt, Ember.

Ember ist optimiert für E-Reader und wurde mit dem Kindle Oasis eingeführt. Gestern wurde nun auch ein Update auf Version 5.8.7 für viele ältere Kindle freigegeben, das Ember in zwei Varianten mitbringt: Ember und Ember Bold.
Die “Original” Ember ist sehr fein und nutzt die hohe Auflösung von 300ppi der aktuellen Generation aus. Dadurch passt etwas mehr Text auf den Bildschirm und obwohl alles dadurch objektiv dichter steht wirkt es dennoch luftiger.
Ember Bold ist vermutlich für die Vorgängergeneration mit etwas niedrigerer Auflösung angepasst worden. Hier auf dem Monitor bekommt man zwar kein Bild, das wie auf dem Reader “gedruckt” aussieht, aber für einen groben Überblick reicht es. Die Ember Bold mag ich auf dem Reader nicht wirklich, aber die feine Ember hingegen habe ich sofort ins Herz geschlossen, die finde ich sehr angenehm zum lesen.

Hier mal beide Varianten nebeneinander:
 

Ember Ember Bold
Ember Ember Bold

Wie man sieht, ist Ember so fein, daß sie nicht hübsch skaliert wenn ich sie wie hier einfach auf die halbe Größe verkleinere. Ein Klick auf den Screenshot lädt aber die volle Größe.

Die Firmware 5.8.7 gibt es für den  Paperwhite 3 (7. Generation) / Paperwhite 2 (6. Generation) / Kindle Voyage (7. Generation) / Kindle (8. Generation) / Kindle Oasis (8. Generation)

Tipp: 30€ Rabatt auf den Kindle Paperwhite

Tipp: Noch bis Montag (7. November) 9:00 Uhr gibt es für Neukunden 30€ Rabatt auf den Kindle Paperwhite E-Reader, den ich ja auch besitze.Kindle Paperwhite 3 in Benuo Hülle

Neukunde bedeutet, daß bei der Bestellung noch kein Kindle E-Reader mit dem Konto verknüpft ist. Man legt die gewünschte Version in den Warenkorb und gibt an der “Kasse” den Aktionscode KINDLENEU16 ein, dann werden 30€ abgezogen. Funktioniert pro Kunde natürlich nur ein mal (Aktionsbedingungen).
Ein gutes Angebot, das drückt den Preis für die WLAN-Version mit Spezialangeboten (Werbung auf dem Standby-Bildschirm, nicht im Buch!) auf 89,99€. Ich würde auch immer erstmal die Version mit Spezialangeboten nehmen, falls sie doch stören kann man sie auch hinterher entfernen lassen.

via lesen.net Forum

Elektrobuchschriften

Ich hatte es neulich nebenbei erwähnt, in den letzten Wochen habe ich etwas mit der Schriftart in der ich meine Bücher lese etwas experimentiert.
Erst hatte ich einige Wochen serifenlos in Futura gelesen, ehe ich mit Caecilia Condesed wieder auf eine mit Serifen gewechselt habe. Futura war angenehm, wenn es schwieriger wird zu lesen (Dämmerung, Müdigkeit, anstrengendes Buch oder Umgebung) empfinde ich eine Schrift mit Serifen aber deutlich angenehmer.
Caecilia war die ursprüngliche Standardschrift der Kindle, sie ist eher grob und plump, aber in der Condensed Variante fällt das nicht so stark auf und vor allem passt damit am meisten Text auf eine Seite.
Nach einigen Wochen bin ich nun aber auf die aktuelle, eigens für die Kindle entworfene, Schrift Bookerly zurück gewechselt. Sie sieht einfach besser aus und macht das Lesen dadurch angenehmer.

Hier mal alle drei Schriften zum Vergleich:

Kindle Paperwhite 3: Futura
Futura
Kindle Paperwhite 3: Caecilia Condensed
Caecilia Condensed
Kindle Paperwhite 3: Bookerly
Bookerly

Ich denke ich habe nun für eine Weile genug experimentiert, ich warte nun auf das Firmware-Update, das die neue serifenlose Schrift Ember mitbringt, der Kindle Oasis hat sie schon, die anderen Geräte sollen sie aber auch bekommen. Zumindest auf Screenshots sieht sie sehr gut aus, mit ihr werde ich dann wieder ausprobieren mich dauerhaft an eine serifenlose Schrift zu gewöhnen.

elektrische Bücher: Futter für den eReader - Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Webseiten

So ein Elektrobuch ist praktisch, aber für sich eher langweilig, es braucht Inhalte.
Je nach Gerät hat es schon ein paar Bücher bzw. Leseproben vorinstalliert, zumindest aber die Bedienungsanleitung. Teilweise gibt es auch noch einen integrierten Buchladen (Sony will in diesem jahr in Deutschland mit einem Buchladen starten). Dann sollte es eigentlich klar sein, darüber bekommt man auch die Bücher.

Das ist richtig und dabei kann man es bewenden lassen. Man muss aber nicht, denn wie in der analogen Welt kann man auch bei verschiedenen Buchläden kaufen und man ist auch nicht auf Bücher beschränkt. Zeitungen und Zeitschriften gibt es ebenso für den eReader und auch Webseiten lassen sich manuell oder automatisch als elektrische Buchausgabe erstellen. Und wenn man die Bücher nicht kaufen möchte kann man sie auch wie gewohnt aus der Bücherei ausleihen…

Ich habe hier einmal zusammengestellt welche Inhalte man woher bekommt. Die Auflistung ist keine komplette Marktübersicht, die könnte eh nur eine Momentaufnahme sein, es sind Beispiele.

"elektrische Bücher: Futter für den eReader - Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Webseiten" vollständig lesen

elektrische Bücher: Entscheidungskriterien für eBook-Reader

Elektrische Bücher, eBooks, sind auf dem Sprung. Oder nicht, je nach Sichtweise. Beides hat etwas von selbsterfüllender Prophezeiung.

Ich habe den Eindruck, daß die eine Seite (Onlinehändler, Hersteller) den Durchbruch herbeiredet während die andere Seite (Verlage, Buchhändler) das ihrige tun das elektrische Lesen unattraktiv zu halten. Zahlen die die jeweilige Position belegen haben beide. Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte.

Meine Meinung: Sie sind sehr praktisch und — auf den richtigen Geräten — so angenehm lesbar wie ein Papierbuch. (Noch) nichts für ein Hochglanzmagazin oder Fotobuch, aber für normale Bücher überwiegen ganz pragmatisch gesehen die Vorteile.

Es gibt ja mittlerweile einige Reader zur Auswahl, für die Entscheidung welcher der Richtige ist sind zwei Punkte entscheidend die ich hier mal zusammenschreibe:

"elektrische Bücher: Entscheidungskriterien für eBook-Reader" vollständig lesen