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Ein Joker erweitert die E-Book Cards

Ich hatte schon zur Vorstellung und zum Start der eBookCard geschrieben, das sind Buchkarten mit denen man E-Books ganz normale im Buchladen kaufen kann. Die Karte enthält einen Code über den man das Elektrobuch dann auf ebookcards.de herunterladen kann.

Schon in meinem ersten Artikel hatte ich angemerkt:

Eine schicke Faltkarte ist gut zum verschenken, aber ansonsten schlichtweg unnötig. Konsequent gemacht würde man die Codes wie Aufladekarten für’s Handy an der Kasse einfach ausdrucken — […] Es geht schliesslich um den Inhalt und nicht das Medium.
Denn ansonsten käme es zu der absurden Situation dass der Händler das Buch nicht digital mehr verkaufen kann weil er keine Karten mehr hat.
Und wie der Buchreport berichtet gibt es das jetzt bzw. in zwei Wochen:
Kommende Woche soll auf der Frankfurter Buchmesse die Joker-eBookCard vorgestellt werden, und ab 15. Oktober auch erhältlich sein:
[…]präsentieren wir euch die sogenannte “Joker”eBookCard, mit der das Kaufen eines bestimmten eBook-Titels, der beim Buchhändler nicht vorrätig ist, kein Problem mehr ist.
Hab ich doch gleich gesagt ;)

Wenn die Verlage jetzt noch auf das unsägliche DRM verzichten würden, könnte der Kunde das E-Book auch gleich im Laden auf seinen Reader bekommen. Die Verlage verhindern das durch DRM, denn so lässt sich das nicht legal umsetzen. Muss ich wirklich noch jemandem erkären, dass Amazon so erfolgreich ist weil es einfach ist? DRM ist technisch nutzlos, macht es aber den legalen Käufern nur kompliziert und umständlich. Ob die Verlage das kapieren werden ehe es zu spät für sie ist?

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eBookCards starten

eBookCardsIm März hatte ich hier über eBookCards geschrieben, E-Books die man als Karte im Buchhandel kaufen und dann am Rechner über einen Code herunterladen kann.

Dieses Projekt ist nun gestartet und man soll die Aufsteller nun auch in den Buchhandlungen finden können.
Als Formate gibt es je nach Buch entweder PDF oder ePub, die Verlage können sich mehrheitlich immer noch nicht dazu überwinden auf DRM zu verzichten und so ein (legales) konvertieren in andere Formate zu ermöglichen.
Daher muss man beim verschenken doch wissen was für einen Reader de Beschenkte hat, Amazons Kindle kann so nicht bedient werden, er will ein anderes Format. Das ist zwar komplett die “Schuld” von Amazon, aber liebe Verlage: ohne DRM könntet ihr auch die Lesegeräte des viel gehassten Onlinekonzerns bedienen. Und der will ja gerade mit den Inhalten verdienen, der Kindle ist quasi der billige Drucker, die Bücher die teuere Tinte.
Da der Kindle auch eine E-Mail Adresse hat könnte man das E-Book direkt im Buchhandel wandeln und an den Kindle schicken, zusammen mit einem Hotspot könnte der Elektroleser wie früher spontan ein Buch kaufen und hätte es auch schon im Laden “in der Hand”. Aber ihr wollt ja nicht, liebe Verlage. Dann wundert euch auch nicht wenn die Konkurenz euch digital abhängt. Das Internet und Computer sind eh nur eine Modeerscheinung, da spricht in ein paar Wochen niemand mehr von… eek
Immerhin macht auch der Lübbe-Verlag mit bei den eBookCards und der hat verstanden dass DRM nur die legalen Käufer stört, aber niemanden vom kopieren abhält der es auch will. Bücher von Bastei-Lübbe kannst Du also ruhigen Gewissens kaufen, man kann es mit Calibre einfach in ein mobi für den Kindle wandeln.

Sei’s drum, Lese und Beschenkte mit Kobo, Sony und Co. können nun also auch [wieder] im klassischen Buchhandel einkaufen und sich von ihrem Buchhändler beraten lassen. In einem der zahlreichen Artikel die ich in den letzten Tagen darüber gelesen habe war von etwa 100 Titeln die Rede, das ist nicht viel aber das kann ja noch werden.
Ich bin aber immer noch der Meinung dass man die eBookCards auch in einer generischen Version anbieten sollte in der halt nicht das Originalcover abgebildet ist sondern ein allgemeines oder eine bedruckbare Oberfläche und man wie bei Aufladekarten den eigentlichen Code an der Kasse ausgedruckt bekommt. Dadurch könnte man alle als E-Book erhältlichen Titel anbieten. Aber auf mich hört ja wieder mal keiner. cool

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eBookCards: eBooks im Buchhandel

Das ist doch mal ein Schritt in die richtige Richtung: Über eBookCards kann man eBooks ganz normal im Buchhandel kaufen.

Bisher (und eigentlich auch jetzt noch) bekommt man eBooks nur Online. Zwar haben viele Buchhändler auch einen Onlineshop, in der Regel realisiert von Libri, aber im Buchladen wurde man nichts. Man kann zwar zu seinem Buchhändler gehen und sich beraten lassen, zum kaufen muss man dann aber doch zu Hause online gehen. Und mit einem Kindle könnte man nicht einmal Online bei seinem Buchhändler kaufen da Libri alle Bücher via DRM vor der Konvertierung in das .mobi Format des Kindle “schützt”. Was man alles wo für den eReader bekommt hatte ich letzte Woche gebloggt.

Screenshot eBookCards.deDas mach eBookCards zumindest laut Selbstbeschreibung alles besser: Es sind gefaltete Karten die man wie ein Buch im Buchhandel kauft. In der Karte ist ein Code den man bei http://www.ebookcards.de eingibt und bekommt das Buch im gewünschten Format (ePub, PDF, mobi) per E-Mail zugeschickt.

Und tatsächlich macht eBookCards einiges richtig: Man kann es beim Händler kaufen. Das mag antiquiert erscheinen, aber ein Händler kann beraten und zwar besser als eine Automatik auf einer Webseite. Mittelfristig wird das auch der Punkt sein mit dem sich die Händler halten können. Auch kann man dadurch einfach bar bezahlen, ohne sich einen Account bei einem Onlineshop anlegen zu müssen der evtl. auch nur Kreditkarte akzeptiert.
Und man kann nun eBooks auch verschenken. Und zwar ohne zu wissen wie der Beschenkte es lesen will. Denn die eBookCards sind Formatunabhängig. Zumindest interpretiere ich die Webseite so dass sie neben PDF als ePub und mobi1 Datei erhältlich sind und somit sowohl auf dem Kindle als auch “freien” Readern lesbar sind.

Laut Börsenblatt starten die eBookCards im April in lächerlichen 5 Buchhandlungen.
Das ist etwas armselig, auch geht das Konzept noch nicht weit genug. Man merkt ihm an dass es gedanklich noch am Papier hängt. Eine schicke Faltkarte ist gut zum verschenken, aber ansonsten schlichtweg unnötig. Konsequent gemacht würde man die Codes wie Aufladekarten für’s Handy an der Kasse einfach ausdrucken — gerne auch generell damit ich ein gekauftes Papierbuch im Urlaub oder beim Umstieg elektrisch weiter lesen kann. Es geht schliesslich um den Inhalt und nicht das Medium.
Denn ansonsten käme es zu der absurden Situation dass der Händler das Buch nicht digital mehr verkaufen kann weil er keine Karten mehr hat. Bunte Karten zum verschenken, aber der Code muss dynamisch generiert werden, er könnte dann im Gegensatz zu den normalen Büchern auch sofort abgerechnet werden.

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1 Zumindest laut den Symbolen bei den Informationen für Leser, in der FAQ ist nur von PDF und EPub das man wandeln soll die Rede.

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