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gelesen: Mercury Falls

Mercury Falls von Robert Kroese
Mercury Falls

Ordentlich was auf die Lachmuskeln gibt es bei diesem Roman über Engel, Bürokratie und die Apokalypse:

While on assignment in Utah, Christine Temetri isn’t surprised when yet another prophesied Apocalypse fails to occur. After three years of reporting on End Times cults for a religious news magazine, Christine is seriously questioning her career choice. But then she meets Mercury, a cult leader whose knowledge of the impending Apocalypse is decidedly more solid than most: he is an angel, sent from heaven to prepare for the Second Coming but distracted by beer, ping pong, and other earthly delights. After Christine and Mercury inadvertently save Karl Grissom—a film-school dropout and the newly appointed Antichrist—from assassination, she realizes the three of them are all that stand in the way of mankind’s utter annihilation. They are a motley crew compared to the heavenly host bent on earth’s destruction, but Christine figures they’ll just have to do. Full of memorable characters, Mercury Falls is an absurdly funny tale about unlikely heroes on a quest to save the world.

Mercury Falls ist ein absurd-witziges Buch über den Engel Mercury der sich lieber mit Tischtennis und Bier beschäftigt als den wichtigen Meetings zur bevorstehenden Apokalypse beizuwohnen.
Die Reporterin für Endzeitpropheten Christine trifft auf ihn und irgendwie landen sie zusammen mit dem recht ahnungslosen Antichristen Karl in einem Abenteuer zwischen der ungeheuer komplizierten Bürokratie des Himmels, dem gefallenen Engel Luzifer, der selbiger ein Schnippchen schlagen will und einer dritten Partei der es um ganz andere Verträge geht. Und alles dreht sich um die Apokalypse, einer unglaublich komplizierten Struktur im Himmel und Linoleum.

Ein herrlicher Spass, hat mich vom Stil her sehr an Dirk Gentlys Holistische Detektei erinnert.
Die beiden Nachfolger liegen auch schon auf dem Reader laugh

Zoë Beck über Amazon

Die Autorin Zoë Beck ist nach einer Diskussionsrunde auf der Buchmesse Leipzig mit den Worten „Find ich gut“ in Bezug auf Amazon zitiert worden und stellt diese Worte klar.
Die Worte sind (“wie üblich” möchte man sagen) aus dem Kontext gerissen. Sie findet Amazon keineswegs einfach gut. Ihre Meinung ist viel differenzierter, Amazon ist auch nicht einfach das Böse als das es oft hingestellt wird.

So manche Stelle in ihrem Text würde ich hier gern als Beispiel zitieren, aber das wäre auch wieder nur genau ein Punkt ohne Zusammenhang. Lies besser den gesamten Text, es lohnt sich.

gelesen: Planetenroman 1: Agent für Terra

Perry Rhodan Planetenroman 1 - Agent fuer Terra

Neben den wöchentlichen Heften gibt es noch diverse andere Publikationen im Perry Rhodan Universum, darunter auch die abgeschlossenen Planetenromane.
Ich glaube, ich wollte die alle mal nachlesen, zumindest hatte ich mir den ersten mal auf den Reader geladen:

Zwischen Aras, Springern und intriganten Terranern – ein Agent der Galaktischen Abwehr kämpft um sein Leben. Anfang des 24. Jahrhunderts nach Christus: Das Solare Imperium der Menschheit unter der Leitung des Großadministrators Perry Rhodan gehört zu den wichtigsten Sternenreichen der Milchstraße. Doch zwischen den Sternen ringen mächtige Interessengruppen um Einfluss. Die Galaktische Abwehr schickt ihre besten Männer in den Einsatz, um die Menschheit zu schützen. Zu diesen Agenten gehört Arthur Konstantin. Er wird auf den unbedeutenden Planeten Charisma geschickt, um dort gegen interstellare Drogenhändler vorzugehen. Recht schnell merkt der junge Agent, dass er in ein gefährliches Wespennest gestochen hat …

Was genau mich dazu veranlasst hatte mir den ersten Planetenroman zu kaufen weiss ich nicht mehr, vermutlich war es wirklich die Motivation sie alle nachzulesen. Es sind bisher auch nur 29.
Agent für Terra erschien 1992 und wenn man wie ich erst später in die Serie eingestiegen ist fällt der Zeitunterschied deutlich auf. Nicht negativ, der Stil ist etwas anders, es wird noch in unserer Zeitrechnung gemessen und nicht wie aktuell bei Perry Rhodan üblich in NGZ (Neue Galaktische Zeitrechnung). Perry Rhodan selbst ist noch Großadministrators (er wird hier aber nur erwähnt, spielt nicht mit).
Die Geschichte selbst ist im Vergleich zu den wöchentlichen Heften der Erstauflage einfach gehalten, sie muss ja in ca. 120 Seiten erzählt sein während sich ein Zyklus der wöchentlichen Hefte über 2 Jahre aufbaut und deutlich ausführlicher und komplexer ist. Die Planetenromane sind gut nebenbei zu lesen aber keine Ersatzdroge für die Erstauflage wink

gelesen: Das Erbe der ersten Menschheit

Das Erbe der ersten Menschheit

Anfang des Jahres ist der Nachfolger von Krieg um den Mond herausgekommen, die Geschichte um die Schraube auf dem Mond die dort nicht sein dürfte ist für mich noch immer ein Highlight und kann ich praktisch jedem sehr empfehlen.
Nun also die Fortsetzung:

Vor 65 Millionen Jahren stürzte ein großer Meteorit nahe der mexikanischen Halbinsel Yucatán auf die Erde. Das war das Ende der Dinosaurier und von etwa 90 Prozent allen Lebens. Es war auch das Ende einer Zivilisation, von der wir heute nichts mehr wissen. Aber diese Vor-Menschen haben ihren Nachfolgern ein Erbe hinterlassen. In „Krieg um den Mond“ wird beschrieben, wie erste Hinweise auf dieses Erbe entdeckt werden. Jetzt ist es soweit: „Das Erbe der ersten Menschheit“ wird geborgen und die Entdeckungen beginnen. Sind Sie dabei?

Auf dem Mond wurden unweit der Schraube diverse Container entdeckt die offenbar für die Menschen — oder wer auch immer sie finden würde — dort deoponiert wurden. Sie enthalten das Erbe der Lantis, jene hochstehende Zivilisation die auf der Erde lebte ehe sie vor 65 Millionen Jahren durch den Meteoriteneinschlag ausgelöscht wurden. Wissend was auf sie zukommt haben sie einen unermesslichen Schatz an Informationen auf dem Mond hinterlassen. 10 Jahre nach den Ereignissen aus Kampf um den Mond hat die Menschheit in einem gemeinsamen Projekt die Container geborgen und geht daran sie zu erforschen…

Wie den ersten Band und Zentausend Augen habe ich auch dieses Buch von Klaus Seibel verschlungen. Er schreibt realistisch und menschlich ohne übermässig auf die ein- oder andere Seite “umzukippen”. Waren die anderen beiden Bücher zwar Fiktion aber könnten im Prinzip genauso jederzeit passieren spielt dieses Buch nun explizit 10 Jahre nach dem ersten Teil. Dennoch ist die Zukunft wie er sie schildert absolut glaubwürdig. Die Menschheit arbeitet zwar zusammen aber das heisst nicht, dass sich alles radikal geändert hat. Die Probleme sind die Gleichen wie heute oder vor 50 Jahren.
Die Geschichte der Lantis wird geschickt aufgebaut; Kampf um den Mond gelesen zu haben bringt auf den ersten Seiten etwas mehr Hintergrundwissen, ist aber nicht notwendig. Unabhängig davon rate ich jedem das Buch zu lesen, es ist einfach zu gut. Das Erbe der Menschheit wird Ende des Jahres eine Fortsetzung bekommen, ich vermute da wird es mehr helfen dieses Buch gelesen zu haben.
Guhupft wie gesprungen, beides sind sehr empfehlenswerte Bücher und demnächst steht bei mir auch noch der Nachfolger von Zehntausend Augen auf dem Plan Zehntausend Fallen.

gelesen: Keeping Up With the Germans

Keeping Up With the Germans

Die Tage habe ich auch mein aktuelles “Sportbuch” fertig gelesen:

In 1996, in the middle of watching an ill-tempered football match between England and Germany, Philip Oltermann’s parents tell him that they are going to leave their home city Hamburg behind and move to London.

A number of worrying questions arise. How would English schoolboys take to a lanky 16-year-old German? How did they think and do things differently? What was the secret of the famed British humour? And were there values that English and German people shared?

In search of answers, Oltermann interweaves memoir and history, taking ten key Anglo-German encounters from the last 200 years as his starting point. These include: an encounter between Joe Strummer and the Baader Meinhof gang, Helmut Kohl trying to explain the virtues of German cuisine to a sceptical Margaret Thatcher and philosophers Theodor Adorno and A. J. Ayer clashing over jazz.

What emerges is nothing less than an alternative national story for the two countries: not one marked by military conflict and diplomatic hostility, but one shaped by dialogue, interaction and genuine fondness.

Thematisch mag das Buch nicht wirklich zum Sport passen, aber wenn ich eine halbe Stunde oder länger auf dem AMT laufe kann ich weit genug abschalten um etwas über Deutsch-Britische Geschichte zu lesen. Wichtig ist nur, dass ich jederzeit aufhören und irgendwann weiter lesen kann, bei Belletristik funktioniert das nicht so gut.

Philip Oltermann schildert in diesem Buch etwa 200 Jahre Deutsch-Britische Geschichte, teils angereichert mit Geschichten aus seiner Schulzeit in Deutschland und England. Teils unterhaltsam und immer informativ. Die Details zu Personen aus der deutschen Geschichte waren mir grösstenteils auch neu, ich durfte in meinem Geschichtsunterricht 90% 2. Weltkrieg durchmachen.
Grob gesagt bekommt man das, was auf dem Etikett steht: eine Sammlung von Deutsch-Britischen Begegnungen, erfreulicherweise fast komplett ohne die Nazizeit und allgemein nicht auf Kriege bezogen. Kulturelle Begegnungen, unterschiedliche Wahrnehmungen aus der Schulzeit, Schriftsteller und Philosophen im jeweiligen Ausland usw..
Ich denke nicht, dass das Buch normalerweise in mein Beuteschema gepasst hätte, so zum abschalten gelesen hat es aber gut funktioniert. Ich habe die Vorgänge nicht gelernt oder tiefer verinnerlicht sondern nebenbei aufgenommen.

gelesen: Daemon

Daemon von Daniel Suarez
Daemon

Einen wirklich fantastischen SciFi Techno-Thriller habe ich gerade fertig gelesen:

Matthew Sobol is dead, but his final creation survives.

It begins with a bizarre murder, where the only possible perpetrator happens to be dead. As more killings follow, the police are completely out of their depth. It falls to the unlikely partnership of Sebeck, a computer-illiterate cop, and Ross, an enigmatic hacker, to realise the scale of the imminent danger. The Daemon is seemingly unstoppable, and murder is the least of its capabilities. As it leaves a trail of death and destruction in its wake, Sebeck and Ross must face up to a terrifying possibility. Can they convince a disbelieving world to take drastic action, and shut down the Daemon before it is too late?

Der Programmierer und millionenschwere Firmengründer Matthew Sobol stibt an einem Tumor. Kaum ist die Nachricht in der Presse wird ein Programm aktiv Sobols Vermächtnis auszuführen: Zwei Menschen sterben auf mysteriöse Weise und Sobol übernimmt per Videobotschaft die Verantwortung — nur ist er ja schon tot.
Sein Daemon führt einen lange vorbereiteten Plan aus, es geht mehr als um persönliche Rache, der Daemon zielt auf die Grundmauern unserer Gesellschaft…

Daemon ist ein verdammt spannender Thriller, die technischen Mechanismen die geschildert werden klingen fantastisch und nach Science-Fiction, sie sind aber praktisch alle bereits Realität. Von Soundsystemen die Töne ohne Lautsprecher mitten im Raum entstehen lassen bis hin zu selbstfahrenden Autos und Laserwaffen — die Technik exisitert. Auf einer eigenen Seite hat der Autor die Techniken verlinkt. Für nichttechnische Leser ist es nur Technobabbel aber wer sich in der Materie etwas auskennt erkennt alles wieder, der Autor weiss worüber er schreibt. Das macht das Buch gleichzeitig auch beängstigend, von der halbintelligenten Handlungsweise des Daemons abgesehen ist das Szenario im Prinzip heute denkbar. Und das ist in vielerlei Hinsicht beängstigend.

Ein Wahnsinnsbuch, eine unbedingte Empfehlung für jeden! Wer sich mit Technik nicht auskennt muss nur im Hinterkopf behalten, dass die Technik existiert.

gelesen: Dune Messiah

Dune Messiah von Frank Herbert
Dune Messiah

Schon for ein paar Jahren hatte ich Dune (“Der Wüstenplanet”) gelesen, ein grossartiges Buch das ganz anders ist als der darauf basierende und auch auf seine Art grossartigen Kostümfilm von David Lynch.
Dune schildert vor allem eine komplexe Gesellschaft von der man im Film leider nichts mitbekommt. Als Gateway im Dezember über 2000 Bücher deutlich reduziert hatte hab ich die Gelegenheit genutzt und mir den zweiten Teil zugelegt.

Dune Messiah continues the story of Paul Atreides, better known – and feared – as the man christened Muad’Dib. As Emperor of the Known Universe, he possesses more power than a single man was ever meant to wield. Worshipped as a religious icon by the fanatical Fremen, Paul faces the enmity of the political houses he displaced when he assumed the throne – and a conspiracy conducted within his own sphere of influence. And even as House Atreides begins to crumble around him from the machinations of his enemies, the true threat to Paul is directed against his lover, Chani, and the unborn heir to his family’s dynasty…

Teil 2 schildert die Zeit nachdem Paul als Muad’Dib zum Herrscher über Arrakis und damit der Spice Produktion geworden ist.
Drehpunkt ist ein Komplett der Bene Gessert um Pauls Macht zu zerstören und vor allem Zugriff auf die Blutlinie des Kwisatz Haderach zu bekommen. Und auch wenn das nach Action klingt sind es auch hier vor allem die Personen die geschildert werden, ihr Handlungen und ihre Motivation.
Ich hatte auch hier wieder oft die imposanten Bilder aus der Verfilmung des ersten Teils vor Augen, Paul sah in meinem Kopf aus wie Kyle MacLachlan, er handelte aber ganz anders. Er handelt wie er handeln muss, wie es durch die ausführliche Schilderung seinen Charakters stimmig und richtig ist.

Ich bin gespannt auf den dritten Teil, Children of Dune, in dem seine Kinder im Zentrum stehen.

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