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Privacy Badger gegen spionierende Werbung und unsichtbare Tracker

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat mit dem Privacy Badger eine Erweiterung für Chrome und Firefox entwicklet die in Webseiten eingebundene unsichtbare Tracker die das persönliche Surfverhalten überwachen sowie spionierende Werbung die ähnliches tut blockiert.
Das geht zwar auch mit Erweiterungen wie Adblock, Ghostery oder Disconnect aber diese muss man jeweils konfigurieren damit sie das Gewünschte erreichen. Der Privacy Badger soll dies ohne weitere Konfiguration schaffen, einfach installieren und er legt sofort los.
Das funktioniert wirklich gut und über das Symbol bekommt man alle extern eingebundenen Inhalte angezeigt und kann auch noch von Hand nachregeln. Muss man aber nicht, alle bekannten Tracker werden standardmässig blockiert. Dabei wird Werbung nicht ausgeblendet aber deren Cookies blockiert.
Gegen Dinge wie canvas fingerprinting hilft das zwar noch nicht, aber dennoch gehört Privacy Badger für mich auf jeden Browser.

Facebook aufgehübscht

Wer Facebook ein etwas moderneres und vor allem aufgeräumteres Aussehen geben will sollte einen Blick auf NewGenBook werfen.NewGenBook

Die Erweiterung gibt es für Chrome, Firefox, Safari und Opera und verpasst Facebook ein moderneres Aussehen. Das ist sicher Geschmackssache, aber vor allem wird die Seite auch etwas übersichtlicher Gruppiert und das ist eigentlich der wichtigste Punkt.

Lesen im Browser mit Amazon und Kobo

Daß man keinen Kindle braucht um E-Books von Amazon zu lesen wissen vielleicht einige, es gibt Leseanwendungen für den PC und diverse Mobilgeräte. Für das von fast allen anderen Anbietern verwendete ePub Format gibt es onehin zahllose Leseprogramme für alle Plattformen, auch wenn man nur die berücksichtigt die mit Adobes DRM kompatibel sind.

Amazon Cloud Reader
Amazon Cloud Reader

Was vielleicht (noch) weniger wissen ist, daß man nicht einmal ein Programm benötigt, ein Webbrowser reicht.
Sowohl Amazon als auch (seit heute) Kobo haben einen Webbasierten Reader für die bei ihnen gekauften E-Books. Bei Kobo reicht einfaches anmelden mit den normalen Benutzerdaten, Amazon installiert eine Erweiterung im Webbrowser und funktioniert daher nur mit Firefox ab Version 6 und Google Chrome ab Version 11. Er funktioniert auch mit den Browsern von iPhone und iPad und da er auch Zugang zum Amazon E-Book Shop bietet kommen so auch Apple-Nutzer zu einem integrierten Shop, der fehlt nämlich in den nativen Leseanwendungen für Apple.

Kobo Reader
Kobo Reader

Die Seiten kann man sich leicht merken: Einfach statt www ein read vor die Domain setzen:

Beide Webseiten speichern die Bücher auf dem Rechner zwischen damit man zum lesen keine Onlineverbindung benötigt. Man kann also auch auf dem Laptop in der Bahn weiter lesen, die Leseposition wird synchronisiert (bei Onlineverbindung).

Handybrowser BOLT als public Beta

BOLT Start
Vor knapp 2 Monaten hatte ich über den Handybrowser Bolt berichtet.
Damals war es noch eine geschlossene Betaphase, mittlerweile ist daraus eine öffentliche Betaphase geworden. Die Versionsnummer ist von 0.73 auf 0.86 gestiegen, ein Changelog habe ich aber nicht gefunden.
Die Änderungen liegen wohl auch mehr unter der Oberfläche, mir sind zumindest keine ‘Oberflächlichen’ Veränderungen aufgefallen.

Der Java-Browser kommt weiterhin in (einfach oder doppelt) signierten Installationsdateien so dass man nicht bei jedem Start die Frage beantworten muss ob der Webbrowser ins Internet darf.
Eine weitere Wiederholung meiner Beschreibung aus meinem vorigen Beitrag spare ich mir, wer vor dem download noch mehr erfahren will werfe einfach einen Blick in meinen vorigen Beitrag zu Bitstream Bolt.

via jkOnTheRun

Neuer Java-Handybrowser: Bitstream Bolt

Bolt im Fullscreen
Das mobile Internet kommt immer mehr in Schwung. Noch sind wir weit davon entfernt dass wirklich jeder mit dem Handy online geht, und sei es um schnell was in der Wikipedia nachzuschlagen. Über kurz oder lang wird man auch im Supermarkt vor den Sonderangeboten stehen und online nachsehen was die andern Läden nehmen und ob das Angebot wirklich ein Angebot ist.
Zukunftsmusik. Erstmal geht es in kleinen Schritten weiter und dass es weitergeht sieht man daran, dass es von immer mehr Seiten mobilversionen gibt und die Anzahl der verfügbaren Webbrowser steigt.

Bolt im Splitscreen
Ein neuer Mitspieler auf dem mobilen Browsermarkt ist Bitstream Bolt. Derzeit befindet er sich in einer geschlossenen Betaphase aber wenn man auf der Downloadseite den Code aus diesem Mobilecrunch-Artikel angibt bekommt man den (personalisierten) Downloadlink sofort. Wie Opera mini ist er in Java (J2ME / MIDP 2.0) geschrieben was bedeutet dass er auf jedem javafähigen Telefon läuft, was fast alle Geräte der letzten 5-6 Jahre einschliesst. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass die Daten zentral über einem Proxyserver aufgerufen werden. Der Proxy rendert die Seiten vor und rechnet Grafiken usw. klein damit das Telefon weniger Arbeit hat und weniger Daten übertragen werden müssen. Der Proxy für Bolt konvertiert dazu noch Flash-Filme in das Handyfreundliche 3GP Format um so dass man auch auf Videoseiten1 zugreifen kann.

Während Opera auf die Hauseigene Presto-Engine setzt verwendet Bolt Webkit als Engine, genauso wie Apples (mobile) Safari und der Konquerer von KDE. Das bedeutet, dass er praktisch auch jede normale Webseite rendern kann, auch Javascript/AJAX sind in der Regel kein Problem. Mobile Webseiten natürlich auch nicht, diese sind normalerweise auch zu bevorzugen da sie meist für kleinere Displays ausgelegt sind. Durch Webkit als Renderengine hat er auch auch keine Probleme mit Seiten die für das iphone ausgelegt sind, so man sie denn erreicht. Denn der Useragent mit dem er sich gegenüber dem Server identifiziert ist etwas suboptimal:

Mozilla/5.0 (X11; 78; CentOS; US-en) AppleWebKit/527+ (KHTML, like Gecko) Bolt/0.780 Version/3.0 Safari/523.15
Mozilla 5, X11 (Unix), eine Linuxdistrubution (CentOS), Webkit, Gecko und Safari auf einmal, da ist man bei den immer öfter eingesetzten Browserweichen auf sein Glück angewiesen, bei dieser Kennung kann jede Weiche nur raten. normal Das ist aber wohl der Betaphase geschuldet, dafür ist die schliesslich da.

Bolt Splitscreen mit Menü
Der Browser kommt wie Opera signiert, d.h. man muss die bei Javaprogrammen übliche Nachfrage ob sie sich ins Internet verbinden darf nur beim ersten mal beantworten und kann dabei “Ja, jedesmal verdammtnochmal” auswählen. Wer unter UIQ Ozone kennt wird eine gewisse Ähnlichkeit feststellen, auch wenn das Menü anders, klassisch ausgeführt ist. Das Menü verschwindet bei Nichtgebrauch am unteren Bildschirmrand.
Eine Besonderheit ist der Splitscreen-Modus. Dabei wird die Darstellung geteilt, in den oberen beiden Dritteln erscheint eine verkleinerte Version der Webseite, im unteren Drittel eine Nahversion. Ein Rahmen im oberen Bereich markiert den Bereich den man unten gross sieht. Das ist sehr praktisch! Hat man “seinen” Bereich gefunden schaltet man einfach in den Vollbildmodus und hat etwas mehr Platz für den Inhalt. Dabei kann man auch noch zwischen mehreren Zommstufen wählen.
Auf meinem P1i unterstützt der Browser auch den Touchscreen wobei das scrollen etwas träger ist als bei Ozone und Opera. Das liegt vermutlich aber auch an der Beta.
Insgesamt auch als Betaversion ein sehr guter Browser den man sich einfach mal installieren sollte. Und natürlich den Entwicklern Feedback geben damit auch die letzten Unebenheiten ausgebügelt werden.

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1 Wer jetzt nur an Youtube denkt sei daran erinnert, dass Youtube bereits selbst alle Filme im 3GP Format anbietet.

Opera mobile Fein- und Grobtuning

opera:config in Opera mobile 9.5 Beta
In meinem ersten Beitrag zur Opera mobile 9.5 Beta hatte ich erwähnt dass ich keine Screenshots machen konnte weil Opera nun alles in OpenGL rendert und mein Tool davon leider keine Screenshots machen kann.
Beim UIQ Evangelist bin ich nun über einen Hinweis gestolpert, dass Opera mobile wie die Desktopversion den URL opera:config kennt.
Gibt man diesen URL ein bekommt man eine Seite mit einer Fülle von Konfigurationsmöglichkeiten präsentiert. Im Gegensatz zu Firefox’ about:config glücklicherweise in Gruppen sortiert so dass man nicht gleich von alle Möglichkeiten erschlagen wird.
Option “Render To Pixmap”
Dort gibt es reichlich Möglichkeiten an feinen sowie groben Schrauben den Browser zu beeinflussen. Beim ersten durchsehen habe ich dort den (mich) störenden “Pseudo-Mauscursor” deaktiviert sowie die Screenshots wieder möglich gemacht: Mit der Option “Render to Pixmap” rendert der Browser alle Inhalte wieder zu Bitmaps statt in OpenGL und damit gehen auch wieder Screenshots smile
Nachteile habe ich bisher nicht feststellen können, die Darstellung hat sich nicht geändert und der Performance ist auch gleich.
Mein Standardbrowser wird vorerst aber trotzdem ozone bleiben, Opera mobile nutze ich für die eher schweren Fälle oder Seiten wie die Wikipedia bei der ozone den Inhalt merkwürdigerweise an den linken Rand quetscht.
Tendenziell werde ich Releaseversionen beider Browser aber auch kaufen.

Dieses Blog in Übersicht
Zum Abschluss nun noch zwei Screenshots wie Opera mobile 9.5 beta diese Seite rendert.
Dieses Blog eingezoomt
Einmal die Übersicht und reingezoomt

ein UIQ für ein iphone vormachen

Ozone Startseite
UIQ mag tot sein (oder auch nicht) aber die Anwendungen sind lebendiger denn je: Mit Ozone gibt es einen neuen Browser, wie Digias "@web" mit Webkit als Renderengine. Webkit ist Apples Variante von KHTML und kommt auch in Safari und dem iphone zum Einsatz. Und genauso wie praktisch jeder Browser seit Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrtausends behauptet er sei ein Mozilla gibt sich Ozone als iphone aus:
Mozilla/5.0 (iPhone; U; CPU iPhone OS 2_1 like Mac OS X; en-us; ozone 0.9) AppleWebKit/525.18.1 (KHTML, like Gecko) Version/3.1.1 Mobile/5F136 Safari/525.20 SonyEricssonP1i/R100 Profile/MIDP-2.0 Configuration/CLDC-1.1
Ozone Menü Teil 1
Und die Behauptung ist gar nicht mal falsch. Natürlich wird ein UIQ Telefon dadurch nicht zum hypephone, es bleibt ein Smartphone mit vollem Leistungsumfang, aber es rendert genauso wie ein iphone und darauf kommt es dabei an.
Ozone Menü Teil 2
Da zu viele merkbefreite Webdesigner da draussen mobiles Internet mit dem hypephone gleichsetzen bekommt man so sogar mehr mobile Inhalte zu sehen da die Browserweichen an ein mobiles Endgerät glauben und einen auf die Mobilseiten umleiten. Im Vergleich ist Ozone deutlich angenehmer als '@Web' der durch seine eigenwillige Bedienung ständig die Nerven strapaziert. So löst man das Laden eine Webseite bei '@Web' nicht durch klick auf ein "Go!" oder druck auf die Enter-Taste aus sondern indem man irgendwo ausserhalb des Eingabefelds aufs Display tippt. Der Browser ist voll mit solchen Schrulligkeiten in der Bedienung. Auch Ozone hält sich nicht ganz an die Bedienkonventionen von UIQ aber auf sehr angenehme Art und Weise: Ein Klick auf "Options" unten links öffnet kein Kontextmenu sondern 2 x 8 Schaltflächen. Bei den Webkit-basierten Browsern hat Ozone ungefähr ein Lichtjahr Vorsprung. Im Vergleich zum in UIQ3 integrierten Opera mobile 8.65 ist er auch deutlich im Vorteil, was kein Wunder ist wenn man bedenkt dass Opera mobile 8.65 doch schon so einige Alterserscheinungen zeigt.
Ozone auf Seitenbreite mit Menü
Ozone auf 100%
Der Vergleich mit dem neuen Opera mobile 9.5 (Beta) ist da schon deutlich knapper. Ozone rendert die Seiten erstmal direkt für das kleine Handydisplay während Opera erstmal eine verkleinerte Übersicht anzeigt. Aber genauso wie Opera auf 1:1 einzoomen kann kann Ozone rauszoomen. Der Grundansatz ist ähnlich wie der alte Opera mobile 8 aber einfach besser (zeitgemäss) gemacht. Er ist dabei aber nie so flexibel bzw. "Desktop-like" wie der neue Opera, gerade bei Seiten die schlecht auf das kleine Display herunterzurechnen sind ist Opera im Vorteil. Bei allen anderen Seiten — und das schliesst einen Grossteil der normalen Webseiten ein, vor allem wenn sie CSS benutzen — fühlt sich Ozone irgendwie besser an ohne bei den problematischen Seiten wirklich schlecht zu sein, nur einen Hauch schlechter als der neue Opera. Ozone ist wirklich ein riesen Schritt nach vorn — und kostenlos cool via The UIQ Evangelist
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