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Morgens halb sechs in Flensburg

Flensburg

Hab heute morgen meine Freundin zur Arbeit gebracht, zu nachtschlafender Zeit, um kurz nach 5 Uhr. War alles kein Problem, erfreulich frei die Strassen. Auf dem Rückweg hab ich dann auch festgestellt, warum. Ich bin ja ein vorsichtiger welcher und wenn ich abends nach Haus gehe nehm ich immer brav die Ampeln, es könnt ja ein Taxi um die Ecke kommen. Vor denen hab ich Respekt. Heute morgen fühlte ich den gleichen Respekt kombiniert mit Angst um mein Leben auch umgeben von 1,4t Schwedenstahl und diverser Airbags. Die Taxen (und ein Bäckereifahrzeug) fahren um die Uhrzeit ja als wenn sie allein auf der Welt sind. Mit aberwitziger Geschwindigkeit, ohne Blinker alle Fahrspuren benutzend und an einer Kreuzung um die Ecke fahrend als wenn es eine langgezogene Kurve wäre. Ich kam mir vor wie ein Akteur in Burnout Revenge mit lauter John McClanes um mich rum die alle keine Munition mehr haben und dringend irgendwas abschiessen müssen.
Um 4:50 aufstehen ist ‘ne Kleinigkeit, aber um diese Uhrzeit die Strassen mit Berufskraftfahrern teilen zu müssen ist die Hölle.

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Pseudokommentare

Aus aktuellem Anlass eine kurze Bemerkung zu Kommentaren, Trackbacks und darin enthaltenen Links bei Blogs allgemein, speziell aber hier:

Ich freue mich über Kommentare.

Ich mag keinen Spam.

Und ich mag es nicht, wenn man Spam bzw. Links auf seine Seite als Kommentar zu tarnen versucht. Heute Nachmittag bekam ich zum Eintrag “Weiteres Netvibes Tab: NDR-Info Podcasts“ einen Trackback. Zumindest sah es so aus, allerdings stand er bei den Kommentaren. Da hatte der Ingo von den computer-nachrichten.de (absichtlich kein Link) einen manuellen Trackback gesetzt (halt als Kommentar eingetragen) auf einen Eintrag im Redaktions-Blog der sich allgemein mit Netvibes befasst.
Kein wirklicher Bezug zu meinem Eintrag, Backlink sowieso nicht und eigentlich nicht mal Zielgruppengerecht, wer den Eintrag bei mir gelesen hat braucht vermutlich keine Kurzvorstellung von Netvibes mehr.

Gekommen ist der Mensch anscheinend via gezielter Suche nach dem Tag “netvibes” bei Technorati. Den Pseudokommentar hab ich dann prompt auch bei anderen Blogs aus dem Suchergebnis gefunden.

Da ich es ähnlich wie Robert halte nach dem Motto: Trackbacken ohne Backlink: Don’t hab ich den Pseudokommentar gelöscht.
Insbesondere, weil die Jungs in ihrem Blog Trackbacks ihrerseits folgendermassen einleiten:


<!— KEINE TRACKBACKS ANZEIGEN

Danke für nix.

Das war schlichtweg ein erbärmlicher Versuch sich bei Google durch Verlinkung besser zu stellen.

Leute: So geht das nicht. Es sei jedem selbst überlassen Trackbacks anzuzeigen oder nicht, ich hab selbst lang genug unter den Trackbackspammern gelitten. Aber nur einen Pseudokommentar mit Link auf das eigene Blog hinterlassen ohne direkten Bezug auf den Artikel ist das gleiche Niveau wie die Casino- und Viagra-Spammer.

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Telefon-Benehmen

Mobiltelefone sind was praktisches, keine Frage. Aber zwei Dinge haben viele Leute offenbar dabei nicht verstanden:

1. Man kann die Dinger ausschalten oder Leise stellen wenn sie stören, niemand muss immer erreichbar sein
2. Aus einer Handynummer entsteht kein Anspruch jemanden jederzeit erreichen zu können

Da ich mir des ersten Punktes bewusst bin stören mich Leute die den zweiten Punkt nicht kennen oder ignorieren umso mehr. Aktuell heute Nachmittag:

Lieber M., ich arbeite tagsüber. Und wenn es nicht passt weil ich z.B. wie heute Nachmittag eine Besprechung habe dann drücke ich schon mal einen Anruf weg, eigentlich sogar grundsätzlich. Es gibt keinen Grund, dann alle 10min anzurufen. Ich rufe schon zurück, das einzige was du damit erreichst ist dass ich sauer werde. Wenn es wirklich so dringend ist und du schon vom Handy anrufst wäre eine Kurznachricht zweckmässiger. Leute die wenn sie abgwiesen werden zum Telefonterror wechseln verspielen bei mir jegliche Sympathie, ohne Diskussion.

Und das gilt grundsätzlich, für jeden und zu jeder Zeit, da mache ich nur für meine Freundin eine Ausnahme.

Ich dachte eigentlich, das wäre selbstverständlich, aber scheinbar ist dem nicht so sad

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Unsportliche Abmahnkeule (Update)

Wie u.a. im Lawblog zu lesen ist wurde das Saftblog vom DOSB abgemahnt weil im Februar zwei Artikel zu einer bekannten Sportveranstaltung geschrieben wurden. U.a. Irreführung und Rufausbeutung wird vorgeworfen, als ob jemand auf die Idee käme bei den Artikeln handele es sich um etwas offizielles. Und damit auch ja keine Widerrede kommt wurde der Streitwert auf knackige 150.000€(!) festgelegt.
Und gerade wenn man sich die beanstandeten Beiträge durchliest kommt einem der §5 des Grundgesetzes vor wie blanker Hohn:

Artikel 5
[Meinungs-, Informations-, Pressefreiheit; Kunst und Wissenschaft]
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Klingt gut und wenn man naiv genug ist könnte man glauben dass man auch wirklich seine Meinung (u.a. in Blogs) verbreiten darf. Aber weit gefehlt, es gibt ja eine Einschränkung:

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Denn offenbar haben wir genug Gesetze – in diesem Falle hat die Sportveranstaltung ihr eigenes Gesetz(!) – die unser aller Recht der freien verbreitung der eigenen Meinung so weit einschränken, dass ein hohldrehender Verein (der vermutlich auch noch Gemeinnützig sein will) ganz selbstlos losgehen und Existenzen zerstören kann.
Warum kommt mir der Gedanke, dass der Streitwert vom Anwalt nicht ganz selbstlos so hoch angesetzt wurde und dass hinter der Grundidee nicht nur der e.V. steht sondern die angeschlossene und als Berater fungierende Vermarktungs-GmbH? Warum ärgert es mich, dass meine Krankenkasse den Verein auch noch fördert?

Update: Angeblich will man sich einigen, auf dem Marketing-Blog (hatte neben anderen als Vermittler fungiert) soll heute noch eine Stellungnahme veröffentlicht werden. Hoffentlich wird das nicht nur ein Zweizeiler der von einem Missverständnis spricht sondern etwas transparentes und eindeutiges.Sonst gibt es womöglich in der kommenden Woche das nächste Missverständnis dieser Art.

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Italiener sind schlechte Gewinner

Was ist schlimmer als schlechte Verlierer? Ganz klar: Schlechte Gewinner.
Nachdem Italien nicht unverdient gegen Deutschland gewonnen hat nerven Italiener im deutschsprachigen Usenet in diversen Newsgroups mit Beschimpfungen die sie notdürftig per Babelfish üebrsetzt haben, wie in diesem Beispiel:


From: “2 – 0”
Newsgroups: de.etc.fahrzeug.auto
Subject: Ihr seid nur Würstel und Sauerkraut
NNTP-Posting-Host: 151.42.182.247
X-Complaints-To: abuse@libero.it
X-Trace: twister1.libero.it 1152118484 151.42.182.247 (Wed, 05 Jul 2006 18:54:44 MET DST)
Organization: [Infostrada]

Nur Würstel und……….. Sauerkraut.

Ich werde gehen mir eine Drehung auf euer Autobahnen machen. Dienen sie euch
wozu…..?

(Header gekürzt)

Die Freude sei Italien gegönnt aber auf diese Art macht man sich keine Freunde, ganz im Gegenteil.

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