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Arthur C Clarke sagt die Gegenwart vorraus — 1974

Vor über drei Jahren wollte ich hier anfangen Bücher vorzustellen, den Anfang machte damals So werden wir leben! von Arthur C Clarke. Das Buch von 1986 ist mehr Sachbuch als Science Fiction Roman und schildert einen fiktiven Tag im Jahr 2019.

Und es war nicht seine erste Zukunftsvision, geostationäre Kommunikationssatelliten hat er fast 20 Jahre bevor sie Realität wurden vorhergesagt und wenn man sich dieses Interview von 1974 ansieht ist schon fast beängstigent wie genau er unsere Gegenwart beschreibt:

Wohlgemerkt: das war vor knapp 40 Jahren (er war damals 56), als die meisten Menschen noch nicht einmal wussten, was ein Computer ist und die Geräte auch noch einen ganzen Raum füllten. Gestorben ist er 2008 normal.

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So würde ich eBooks zum Durchbruch verhelfen

eBooks gibt es schon eine Weile, sie sind aber eine Randerscheinung. Die Zukunft, sicher. Oder nur vielleicht?

eBooks könnten praktisch sein: immer dabei, kene verschlagenen Seiten, man braucht nicht mal klassiche Seiten, je nach persönlichem Geschmack ändert man die Schriftgröße und damit auch die Kapazität einer Seite. Ein gleichmässig scrollender Text bräuchte nicht mal Seiten die man umblättern muss. Zum pausieren auf das Display tippen und ansonsten scrollt er endlos bis das Buch zu Ende ist oder es aus dramaturgischen Gründen so sein sollte.

Eine durchaus nette Vision, setzt nur ein praktisches Lesegerät vorraus. Leicht, etwa Buchgröße, ein scharfes, kontrastreiches Display das nicht zu sehr leuchtet damit es Abends nicht stört, mehr braucht es nicht. Tasten bräuchte es nicht mal, hat ein Buch auch nicht.

Und zu teuer dürfte es nicht sein. Weder das Gerät, noch die Bücher. Da Amazon vorgestern eine Kindle App für Android veröffentlicht hat und man die eBooks für das Amazon-eigene Lesegerät Kindle nun auch auf Android Geräten lesen kann habe ich mal reingeschaut und bin auf den Rücken gefallen: in meiner Stichprobe kosteten die eBooks so viel wie die Hardcover-Version des Buches. Ein Taschenbuch ist deutlich billiger. Zuzüglich der initialen Kosten für das Lesegerät!
Nein, eBooks müssen billiger sein als die Papierform. Alternativ könnte man sie so teuer machen wie die Taschenbücher, idealerweise an der darunter liegenden 9’er Psychologieschwelle, und damit die Reader gegenfinanzieren. Wie es bei Tintenstrahldruckern heute Gang und Gäbe ist.

Denn die Verbreitung der Lesegerät ist essentiell für den Durchbruch von eBooks. Und genau diese Verbreitung würde ich ganz anders angehen: Nicht die technisch Interessierten als Zielgruppe. Und im ersten Schritt würde ich sie auch nicht verkaufen, zumindest nicht an die Endkunden.
Der wichtigste Punkt meiner Idee: Die Lesegeräte müssen in Altenheimen u.ä. kostenlos zur Verfügung stehen! Die ältere Generation ist das Gegenteil der bisherigen Zielgruppe, aber oft ideal: Die Sehkraft lässt im Alter nach und mit einfacher Bedienung und stufenlosem Zoom liesse sich jedes Buch an die eigenen Fähigkeiten anpassen. Nur würden sie sich wahrscheinlich kein Lesegerät nur aufgrund einer Beschreibung kaufen. Praktisch nutzen und sich dran gewöhnen.

Ältere und aus anderen Gründen sehgeschwächte Personen sind der Einstieg; der Weg geht weiter über deren Besucher. Gerade der Sohn oder Enkel wird es sich vielleicht erstmalig ernsthaft überlegen wenn die 70 jährige Mutter davon erzählt oder sich zur Verabschiedung schonmal das eBook an den Sessel legt. Vor allem Brillenträger die lieber ohne Brille lesen wollen.


Es ist vielleicht nur ein Traum, aber ich glaube fest dass dieser Weg Erfolgversprechender ist als der momentane Weg über technikaffine Menschen.

Ich habe die Vision, wer das Kapital? wink

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Die Welt ist Online

Unsere Welt wird ist mehr und mehr eine Online-Welt. Nicht nur Kommunikation via E-Mail, vor allem auch die Informationsbeschaffung geschieht immer mehr online. Längst haben nicht nur Freaks Instant Messenger via ICQ und Jabber, bei GMX und Co. bekommt man per WebDAV eine virtuelle Festplatte quasi “drauf zu”. Heute alles nichts besonderes sondern Normalität. Heute ist 2008. IBM hat dies schon 1975 präsentiert. Eine Vision, sicher. Marketing, stimmt. Aber das war vor 33(!) Jahren, der PC noch nicht erfunden und Werbemüllproduzenten wie AOL nicht mal am Horizont des nächsten Planeten. Und die beste Marketingabteilung kann zwar Scheisse zu Gold machen aber nichts herbeireden was noch nicht einmal für durchschnittliche Visionäre absehbar ist. Da hatte IBM wirklich Weitsicht. So weit, dass sie ihrer Zeit nicht nur ein klein wenig vorraus waren. Zu weit, oder kennt jemand das beworbene Produkt ‘Bolder’?

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