Artikel mit Tag Unfall
Unfallbeiträge gesammelt
Ich hab mal die Beiträge die während meines Unfalls und die in der Folgezeit unmittelbar damit zusammen hängen mal auf einer Seite zusammen aufgeführt. Sie sind zwar alle mit dem Tag “Unfall” versehen aber erscheinen da in umgekehrter Reihenfolge, chronologisch finde ich es sinnvoller. Der Link lautet rowi.standardleitweg.de/pages/unfall2007.html, ist aber auch in der Naviagtion oben zu finden.
freiwillig und anonym
Vor etwa 2 Monaten hatte ich ja über den Fragebogen der Rentenversicherung geschrieben. Ich hatte ja damals festgestellt, dass der Fragebogen an meinem Krankheitsbild “Unfall” völlig vorbei geht. Zudem ist nicht mal erkennbar, welche der beiden Rehas überhaupt gemeint ist. Im Anschreiben heisst es “Die Teilnahme an unserer Befragung ist freiwillig und anonym.“ (Unterstreichung ist schon im Original).
Da er auf mich nicht passt; nicht ersichtlich ist, welche Reha überhaupt gemeint ist und sie ja freiwillig ist habe ich sie nicht ausgefüllt.
Und was liegt heute im Briefkasten? Eine erneute Bitte den Fragebogen auszufüllen. Wieder steht drin “die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig”, doch aufgemacht ist der Schrieb eher wie eine Mahnung, inkl. dick umrahmten, fett gedrucktem (siehe Foto rechts):
dieses Schreiben als gegenstandslos
Das erinnert doch sehr an, “Falls Sie bereits überwiesen haben, ...”.
Schädelöffnung in NDR Visite
Im NDR Magazin “Visite” war Dienstag ein Beitrag über die Trepanation (Hemikraniectomie) die ja nach meinem Unfall auch bei mir durchgeführt wurde. In dem Beitrag ist es zwar auf Schlaganfall bezogen und nicht auf Unfallfolgen aber das tut der zu behandelnden Hirnschwellung keinen Abbruch. Quintessenz: bei jüngeren Patienten sollte die Kraniectomie innerhalb von 48 Stunden erfolgen, denn “fast 80 Prozent der Patienten haben nach diesem Eingriff eine Hirnschwellung überlebt und auch die Gefahr bleibender Schäden sank deutlich.”
Nun, bei mir war es kein Schlaganfall sondern ein schwerer Fahrradunfall aber die Operation mit der Schädelöffnung erfolgte (wohl glücklicherweise) bereits nach etwas 18 Stunden (die Re-Implantation nach 2,5 Monaten) und das hat mir wohl das Leben gerettet und auch keine grossartigen Spätfolgen hinterlassen. Wer mich gut kennt bemerkt vielleicht noch kleine Unterschiede aber Fremde dürften nichts bemerken.
Die Sendung wird morgen früh um 6:00 wiederholt, der entsprechende Beitrag ist aber auch online abrufbar.
Durchgeführt hat den Eingriff bei mir die Diako in Flensburg, auf klinkbewertungen.de hab ich den Qualitätsbericht der Diako von 2004 gefunden, damals haben die 262 Schädelöffnungen gemacht, also vor 4 Jahren schon öfter als jeden zweiten Tag. Und wenn ich in den Spiegel sehe denke ich, dass die das verdammt gut können. Zumindest stimmt das Ergebnis; sonst könnte ich womöglich gar nicht mehr in den Spiegel sehen.
5 Euro
Hab eben den Taxifahrer der mich aus dem Grisou zu meinem Bett gefahren hat gefragt, was es etwa gekostet hätte vor einem halben Jahr nach Haus zu kommen, Antwort: 4,50 – 5 €
Mit anderen Worten: wegen 5€ wäre ich vor einem halben Jahr fast gestorben. Ich glaube zwar nicht, dass damals das Geld ausschlaggebend war für den Entschluss mit Fahrrad zu fahren, aber die andere Seite der Medaille war halt nur 5€ entfernt.
In Zukunft werde ich wohl mehr Taxi fahren…
Rentenversicherungsbefragung
Post von der Deutschen Rentenversicherung bund. Nein, dieses mal kein Formularspielchen, damit sind wir wohl durch. Das haben sie mit mir während der ReHa munter gespielt, Formular hier, Formular da, gleiches Formular nochmal, Blatt 4711 vom Formular letzte Woche nochmal, kein zuständiger unter der angegeben Telefonnummer erreichbar bzw. nur Kollegen die vermuten dass alles eigentlich in Ordnung ist weil die Unterlagen ja schon eine Abteilung weiter liegen und das würden sie ja nicht wenn noch etwas fehlen würde. Das Haus der Irren ist nichts dagegen. So hatte sich die Auszahlung des Krankengeld-equivalents wochenlang verzögert. Ständiges im-Kreis-drehen und keine Auskunft sind ganz schön frustrierend. Dafür kam die Bewilligung und Festlegung des Geldes gleich mehrfach, tagelang, immer gleich und sogar identisch mit der (nur einmal erfolgten) Überweisung. Die Krankenkasse war im Gegensatz dazu herrlich unkompliziert, persönlich und telefonisch erreichbar, hilfsbereit und zuverlässig. Ein Gedicht nach der Irrenanstalt namens Rentenversicherung.
Nun schickt mir die deutsche Rentenversicherung wieder Post, dieses mal einen Fragebogen wegen der ReHa, den bekommen “ausgewählte ehemalige Patienten”. Und dazu gehör ich auch. Und wieder liegen vor mir diverse Blatt Formular die sich schwer ausfüllen lassen. Die Krankenkasse hatte mir auch schon einen Fragebogen geschickt in dem es darum ging wie ich mit der TK und deren Unterstützung während des Unfalls zufrieden war. Der Fragebogen war innerhalb von Minuten ausgefüllt und das Fazit sehr positiv. Ginge der Fragebogen der Rentenversicherung auch über die Rentenversicherung müsste ich erstmal nachschlagen wie die ganzen Flüche und Schimpfworte die mir einfallen geschrieben werden. Der Fragebogen ist aber über die ReHa, also kein Rechtschreibproblem, dafür ein Verständnisproblem. Bzw. viele. Erstmal stellt sich grundsätzlich die Frage, welche ReHa die überhaupt meinen. Der Unfall war durchaus von der schwereren Art, da hatte ich zwei ReHas durchzustehen. Damp gefiehl mir besser als Malente, dabei darf man aber nicht vergessen, dass mein Zustand in Damp schon wesentlich besser war. Gut, da könnte ich also noch Stöckchen ziehen und einfach eine von beiden nehmen, aber schon bei den ersten Fragen kommen die nächsten Probleme. Es geht um meinen Zustand/beschwerden vor der ReHa. Unfälle werden da gar nicht berücksichtigt, dafür darf ich Fragen zu meinem Sexualleben beantworten. Anonymer Fragebogen hin und her, aber solche Fragen beantworte ich nicht, die haben nichts mit dem Unfall zu tun und betreffen schliesslich nicht mich allein, sowas beantworte ich nicht. Auch der Rest der Fragen geht schlichtweg am Krankheitsbild ‘Unfall’ vorbei, jede zweite Frage kann ich einfach nicht beantworten. Verdammt, ich hatte einen Unfall und wäre fast dran gestorben, die Fragen zielen aber auf jemanden ab, dessen Rückenschmerzen über die Zeit so stark wurden, dass eine ReHa notwendig wurde.
“Am Thema vorbei” wäre wohl das Fazit im Deutschunterricht. Mal sehen, vielleicht setz ich mich mal bei nem Glas Rotwein hin und kreuz irgendwas an, erscheint mir am sinnvollsten. Hoffnung bei dem Laden telefonisch jemanden der mehr dazu sagen kann als eine Putzfrau hab ich nicht.
Oder ich lass den bis Mittwoch liegen, falls da jemand zu Besuch kommt mach ich nen Quiz draus. So haben wir zuminest was zu lachen dabei.
Rasenmähermann
Noch nie habe ich mich so sehr gefreut zum Friseur zu gehen wie heute. Die letzten Wochen/Monate fiel dieser Termin eher aus wegen des Unfalls und seinen Folgen. Ohne Knochendeckel ist es schlecht mit Haare schneiden und seit ich aus der ReHa bin wurde ich ja zwei mal operiert und jedes mal die rechte Schädelseite rasiert. Ungut für die Frisur
Aber jetzt hab ich mich mal geplant beschneiden (am Kopf!) lassen. Hinten kürzen und auf dem Dach beide Seiten so angleich lassen dass es geplant kurz aussieht ohne dass die Narbe zu sehr zu sehen ist. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, jetzt hab ich wohl wieder einige Wochen Ruhe und mein nächster Friseur heisst dann nicht “Neurochirurgie Diako” ![]()
