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Getty Images will Lizenzgebühren und Verschweigenheit

Wer Bilder verwendet muss deren Rechte beachten, das ist klar. Seit einigen Jahren gibt es das bekannte Meme Awkward Penguin und deren Bildrechte liegen bei Getty Images. Das wiederum ist nicht jedem klar und Getty will offenbar, dass das so bleibt, denn auch mit unwissentlichenen Lizenzverstössen lässt sich mehr Geld verdienen.

So haben sie im April GetDigital angeschrieben wegen einer unlizenzierten Verwendung des Awkward Penguin. Klare Sache, muss bezahlt werden.
Nebenbedingung: über die ganze Sache muss Stillschweigen bewahrt werden, sonst gibt es keine Einigung. Die Intention ist offenbar, dass dann weiterhin nicht bekannt ist, dass für das Meme die Bildrechte bei Getty liegen und die Geldquelle mit erhöhten nachträglichen Lizenzgebühren nicht versiegt.
New Socially Awesome Penguin (via memegenerator)Die Jungs von GetDigital.de spielen da aber nicht mit, sie haben die Sache komplett veröffentlicht und sogar alternative Grafiken zeichnen lassen und diese als Public Domain freigegeben. Auch diese Bilder sind als png und psd in ihrem Blogbeitrag verlinkt.

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De-Mail und die Rechtsverbindlichkeit

Wer mit dem Gedanken spielt sich eine De-Mail Adresse zu holen sollte unbedingt vorher diesen Artikel bei netzpolitik.org lesen.

De-Mails sind grundsätzlich rechtskräftig unterschrieben. Wer tatsächlich glaubt sein Kennwort sei nicht zu knacken der werfe den ersten Stein…

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Vordruck: Datenübermittlung durch das Einwohnermeldeamt widersprechen

Kurz notiert: Zwar ist die Regierung nicht damit durchgekommen dass die Meldeämter die Daten der Bürger verkaufen dürfen wenn sie nicht explizit widersprochen haben, man muss jetzt der Datenübermittlung zustimmen.

Es schadet aber wohl nicht seinen Wunsch dennoch explizit zu äussern, sehr einfach geht das mit dem Vordruch von datensparsam.de.
Nach Eingabe von Name und Adresse bekommt man ein fertig ausgefülltest PDF das man nur noch unterschreiben muss. Misstraut man nicht nur den Behörden sondern auch datensparsam.de reicht es ja den korrekten Ort einzugeben damit die Adresse des Meldeamtes stimmt, den Rest kann man ja einfach übernehmen.

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Deutsche Gesetze als E-Book

Unsere Bundesjustizministerin hat gestern getwittert:


Die Gesetze bekommt man schon lange online unter gesetze-im-internet.de, hier gibt es nun auch ePub als Format zum Download. In der Übersicht steht nur “PDF” dahinter, klickt man drauf gibt es aber Links in den Formaten HTML, XML, PDF und ePub.
BGB im KindleMit dem ePub Format kann der Kindle nichts anfangen, da die Gesetze aber natürlich ohne DRM sind kann man sie mit Calibre einfach in ein mobi wandeln und an den Kindle schicken.

Ich hab mir mal das BGB auf den Kindle geladen, meinen erster Gedanke “dann lad’ ich mir einfach mal alle drauf” hab ich aber sofort wieder verworfen. Selbst wenn die alle auf den Reader passen sollten verschleisst allein das zusammenklicken mindestens 3 Mäuse. eek

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57 Sekunden demokratisches Disaster

Du hast es vielleicht mittlerweile gehört, der Bundestag hat 28.06.2012 — während des Fussballspiels Deutschland gegen Italien — beschlossen dass die Meldeämter auch DEINE Adressdaten verkaufen dürfen.

Statt dass Du wie geplant ausdrücklich dazu zustimmen musst wurde der Gesetzentwurf so geändert, dass Du jetzt ausdrücklich widersprechen musst. Ok, könnte man noch pauschal machen. Nutzt nur nichts. Denn der Widerspruch nutzt nichts wenn Der Adresshändler der anfragt schon irgendetwas über dich weisst. sobald er nämlich die Daten nur bestätigen — oder korrigieren! will gilt Dein Widerspruch nicht. Man muss also nur irgendetwas von Dir wissen und bekommt von den Behörden alles. Woher die bekannten Daten stammen ist dabei egal, die können auch geklaut oder geraten sein.

Das alles wurde vom Bundestag im TOP 21: Fortentwicklung des Meldewesens nach zweiter und dritter Beratung verabschiedet. Vermutlich wegen des Fussballspiels, weil es recht spät war und der Punkt auch kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt wurde waren von über 600 gewählten Vertretern nur eine Handvoll überhaupt da. Und haben die Meldeämter zu behördlichen Adresshändler gemacht und die Bürger des Landes an die privaten Adresshändler verkauft.
Und diese 187. Sitzung kannst Du Dir in der Mediathek des Bundestages ansehen. Keine Angst, für den Beschluss des Ausverkauf Deine Daten benötigen unsere Volksvertreter inklusive der Beratungen nicht einmal eine Minute:

Eine schöne Zusammenfassung gibt es bei Welt Online: Bundestag verkauft Bürgerrechte in nur 57 Sekunden.

Nachtrag: Das Landesblog setzt die leeren Ränge in einen eigenen Kontext: Zur Kritik am leeren Bundestag: Den Esel meinen, aber den Sack schlagen.

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Haben wir nicht schon eine Kulturflatrate?

Diese Meldung hat mich nachdenklich gemacht: “Verwerter fordern höhere Urheberrechtsabgaben auf externe Festplatten“.

Die Rechteverwerter wollen mehr Geld für externe Festplatten. Bis zu 34€. Für Smartphones sogar bis zu 36€, selbst für normale Handys werden 12€ fällig.
Die Bitkom ist dagegen, u.a. weil auf Handys in der Regel nur Inhalte sind die man schon anderweitig lizensiert hat. Z.B. mit dem Kauf.
Und das ist verdammt richtig. Wenn man sich mal so ansieht worauf alles Urheberrechtsabgaben sind — praktisch alles was sich beschreiben lääst, angefangen bei Papier — ist es de fakto so dass ich so gut wie alles was ich lese, höre und sehe mehrfach Lizenzabgaben abführe.

Warum muss ich für bereits gekaufte Inhalte mehrfach Uhrheberrechtsabgaben zahlen? Einmal reicht. Und es gibt eine gemeinsame Abgabe die ich mir eigentlich sparen könnte: den Kauf.

Warum sollte ich z.B. Musik kaufen wenn ich schon mit dem Speichermedium die Uhrheberrechtsabgaben zahle?

Ich würde sagen dass wir durch diese doppelt und dreifachen Uhrheberrechtsabgaben de fakto eine Kulturflatrate haben. Jeder zahlt sie, pauschal und unabhängig ob auf einer Festplatte Musik oder Textdokumente gespeichert werden.

Ich denke die momentane Situation müsste entweder als Kulturflatrate anerkannt werden oder die Mehrfachabgaben gehören abgeschafft.

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GEMA-freie Notenblätter von gemeinfreien Weihnachtsliedern

Lieder wie Stille Nacht kennt wohl jeder. Uraltes Kulturgut. Gemeinfrei aber nicht wirklich Frei.

Es klingt pervers: aber wenn ein Kindergarten Stille Nacht singen will hält die GEMA die Hand auf. Und zwar für die Notenblätter. Und die braucht man wenn man die Lieder singen oder/und spielen will. Klingt wie ein schlechter Scherz, wie ein Worts-Case Szenario. In der Realität ist die Hand der GEMA aber größer als man es sich vorstellen kann wenn man nicht in der Thematik steckt.

Die Musikpiraten hatten vor zwei Wochen dazu aufgerufen Notenblätter einzureichen die entweder selbst auch gemeinfrei oder unter Creative Commons-Lizenz (CC-BY bzw. CC-BY-SA) stehen damit man die zum singen nötigen Notenblätter auch kopieren und verteilen kann ohne für die GEMA angreifbar zu sein.

Gestern wurde nun die Sammlung veröffentlicht:
Statt dem angepeilten guten Dutzend Lieder sind es 26 geworden deren Notenblätter in den Formaten PDF, OpenOffice, LilyPond und PNG heruntergeladen werden können:

  • Adeste fidelis – Herbei o ihr Gläubigen
  • Alle Jahre wieder
  • Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen
  • Der Heiland ist geboren
  • Es ist ein Ros entsprungen
  • Es ist ein Ros entsprungen (einstimmig)
  • Es kommt ein Schiff geladen
  • Es wird schon glei dumpa
  • Fröhliche Weihnacht überall
  • Ihr Kinderlein kommet
  • Jingle Bells
  • Joseph, lieber Joseph mein
  • Kling, Glöckchen, klingelingeling
  • Lasst uns froh und munter sein
  • Leise rieselt der Schnee
  • Macht hoch die Tür
  • Morgen kommt der Weihnachtsmann
  • Oh du fröhliche
  • Oh Tannenbaum
  • Schneeflöckchen
  • Stille Nacht, heilige Nacht
  • Still, still, still
  • Süßer die Glocken nie klingen
  • Tochter Zion, freue dich
  • Vom Himmel hoch, da komm ich her
  • We Wish You A Merry Christmas

Ich werd’ sie zwar sicherlich nicht selbst singen (wofür Du dankbar sein solltest!), aber die Nachricht gehört verbreitet, denn der Problematik ist sich sicher nicht jeder bewusst. Frag mal im nächsten Kindergarten…

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