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Vordruck: Datenübermittlung durch das Einwohnermeldeamt widersprechen

Kurz notiert: Zwar ist die Regierung nicht damit durchgekommen dass die Meldeämter die Daten der Bürger verkaufen dürfen wenn sie nicht explizit widersprochen haben, man muss jetzt der Datenübermittlung zustimmen.

Es schadet aber wohl nicht seinen Wunsch dennoch explizit zu äussern, sehr einfach geht das mit dem Vordruch von datensparsam.de.
Nach Eingabe von Name und Adresse bekommt man ein fertig ausgefülltest PDF das man nur noch unterschreiben muss. Misstraut man nicht nur den Behörden sondern auch datensparsam.de reicht es ja den korrekten Ort einzugeben damit die Adresse des Meldeamtes stimmt, den Rest kann man ja einfach übernehmen.

Der Bundestag veröffentlicht Wörterbuch "Parlamentsdeutsch" und schlicht "Fakten" als eBooks

Der Bundestag hat heute1 zwei “Büchlein” als eBook veröffentlicht:

  • Fakten “fasst knapp und präzise, informativ und lebendig geschrieben alles Wesentliche über den Deutschen Bundestag zusammen.”
  • Parlamentsdeutsch: “Das parlamentarische Leben und seine Sprache wird in dieser lesenswerten Zusammnefassung auf nur 79 Seiten erläutert.”

Beide Bücher sind als PDF und ePub (ohne DRM, also wandelbar) auf der Seite des Bundestags herunterladbar.

1 Laut Datum der Seite morgen

LobbyPlag: Welche Firmen machen unsere Gesetze?

Dringende Leseempfehlung: LobbyPlag: Die Copy & Paste-Gesetzgeber aus Brüssel von Richard Gutjahr wo er beschreibt wie Firmenlobbyisten in Europa Gesetze schreiben, sie als “Vorlage” an Politiker verteilen die diese wiederum 1:1 übernehmen und in Gesetz einfliessen lassen.

Aufgefallen war dem Wiener Studenten Max Schrems dass Eu-Gesetzesvorlagen zu grossen Teilen direkt aus Papieren von Lobbygruppen stammen. Richard Gutjahr hat ein paar Fäden gezogen und nun gibt es das LobbyPlag in dem wie bei den Plagiats-Wikis die diverse Doktorarbeiten von deutschen Politikern seziert hatten die EU-Gesetzgebung auf Lobbyvorlagen untersucht werden soll.
Lobbyismus hat seinen Platz in der Politik, aber sie darf keine Gesetzestexte schreiben. Natürlich kann man bestimmte Dinge — Ideen oder Standpunkte — übernehmen, aber es muss klar sein auf wessen Einfluss die Gesetzestexte zurückgehen.
Transparenz ist das Gebot unserer Zeit, das Internet macht es möglich. Und da die Presse hier nicht aufklärt sondern im Gegenteil selbst die Lobbykeule schwingt lasst uns die Möglichkeiten der Vernetzung nutzen.

Petition zur Mehrwertsteuer bei eBooks

Jetzt möchte ich Dich kurz auf die Bundestags-Petition 37573 aufmerksam machen:

Text der Petition
Der Bundestag möge beschließen, dass eBooks mit dem gleichen Mehrwertsteuersatz besteuert werden wie gedruckte Bücher, d.h. mit 7%.

Begründung
Für gedruckte Bücher gilt der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7%, da Bücher als Kulturgut gelten, das allen Bevölkerungsschichten zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen sollte. Da dies in gleichem Maße auch auf eBooks zutrifft, sollte für elektronische Bücher der gleiche Steuersatz gelten. Des weiteren sollten Menschen mit einer Sehschwäche, die auf eBooks wegen der Möglichkeit der Schriftvergrößerung angewiesen sind, nicht steuerlich benachteiligt werden.

Es ist wirklich etwas widersinnig: Bücher sind der Kultur wegen nur mit dem ermässigten Steuersatz von 7% belegt, wie z.B. Brot (und Rennpferde). Für das gleiche Buch als eBook werden aber die normalen 19% Umsatzsteuer fällig.
Ermässigt wird also das Papier, das Medium, und nicht das Buch selbst. Dabei eröffnen eBooks die Bücher einer breiteren Nutzergruppe, wer nur (noch) schlecht sehen kann kann sich die Schrift größer stellen und es entfällt die Lagerhaltung, auch ältere Bücher können daher veröffentlicht bleiben und verschwinden nicht im Antiquariat.

Ich habe die Petition mitgezeichnet (#633), Du kannst es noch bis zum 10.12.2012 ebenso tun.

Die Zeitschrift 'Aus Politik und Zeitgeschichte' über die "Zukunft des Publizierens"

Die Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte der Bundeszentrale für politische Bildung kannte ich bisher gar nicht, im E-Reader Forum gab es aber heute den Hinweis auf die aktuelle Ausgabe mit dem Titel “Zukunft des Publizierens“.

APuZ 41-42/2012Auf 48 Seiten geht es um diese Themen:

  • In der dunklen Höhle. Zur Zukunft des Buches (Petra van Cronenburg)
  • Digitales Publizieren: Stand und Perspektiven (Michael Roesler-Graichen)
  • Geschichten erzählen im digitalen Zeitalter (Jeff Gomez)
  • Social Reading – Lesen im digitalen Zeitalter (Dominique Pleimling)
  • Das Urheberrecht und die Zukunft des Verlegens (Thomas Carl Schwoerer)
  • Raubkopierer und Content-Mafia: Die Debatte um das Urheberrecht (Anne Lauber-Rönsberg)
  • Kulturgütermärkte im Schatten des Urheberrechts (Jeanette Hoffmann/Christian Ktzenbach/Merlin Münch)
Ich habe sie noch nicht durch, die Artikel scheinen mir aber alle sachlich fundiert und neutral zu sein.
Die Zeitschrift liegt der Wochenzeitung “Das Parlament” bei, kann online gelesen sowie in den Formaten PDF und ePub (ab Jahrgang 2012) heruntergeladen werden (kostenlos).
Die Zeitschrift scheint mir allgemein sehr interessant zu sein, ich hab mir mal alle Ausgaben aus diesem Jahr auf den Kindle geladen.

Tweets des Moments 1348400410

Drei Tweets von unserem Bundesumweltminister Peter Altmaier zu seinem einjährigen Twitter-Jubiläum. Nach meinem Eindruck twittert er wirklich selbst:




Das sollten sich andere Politiker zu Herzen nehmen und in ihrem Elfenbeinturm eine Tür öffnen.

"Tweets des Moments 1348400410" vollständig lesen

Die deutschen Verlage verabschieden sich aus dem Internet

Die deutschen Verlage haben es geschafft: Die Bundesregierung beschließt Urheberrecht für Verlage im Internet. Genannt “Leistungsschutzrecht”.

Der Zweck ist eindeutig: Google soll dafür bezahlen dass es die Artikel der Verlage in der Suche und auf Google News verlinkt.
Dafür wollen die Verlage Geld. Es stört sie nicht, daß Google sie verlinkt. Schliesslich bekommen sie damit Besucher und Besucher bringen Werbegeld. Aber sie wollen auch von Google Geld, schliesslich gibt Google bei den Suchergebnissen auch einen Anrisstext des Artikels aus. Anrisstext = Artikel = Copyright. Böses Google!
Das Schizophrene daran: Die Verlage wollen dass Google, bzw. jede Suchmaschine, sie aufnimmt. Denn jeder Webseitenbetreiber kann selbst bestimmen welche Seiten in den Index aufgenommen werden und welche nicht.
Zwei Zeilen in einer Datei Namens robots.txt im Hauptverzeichnis würden genügen:

User-agent: *
Disallow: *
und keine Suchmaschine indiziert die Seiten mehr.
Es wäre ganz einfach, die Verlage tun es nicht. Sie wollen indexiert werden. Und sie wollen dafür jetzt Geld haben. Und unsere Politiker haben sich offenbar genug von den Lobbyisten beschwatzen lassen dass sie es jetzt in ein Gesetz gegossen haben sad

Ich hoffe die Verlage ersticken an ihrem Gesetz. Google wird hoffentlich selbst die Verlage aus dem Index nehmen. Sollen sie doch betteln und untergehen. 90% der “Inhalte” auf den Webseiten sind eh nur Agenturmeldungen. Das mit einem Leistungsschutzrecht vergolden zu wollen ist reichlich armselig.
Geht sterben. ich werde euch nicht vermissen.

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