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gesehen: Minions

Statt in die Sneak ging es gestern regulär ins Kino, es gab die Minions in 3D.

Die Minions, die kleinen gelben TicTac-Förmigen Dienerwesen aus Ich – Einfach unverbesserlich (Despicable Me) 1 und 2 existierien seit Jahrmillionen und haben immer das Ziel dem größten Bösewicht zu dienen. Dusseligerweise haben sie nicht nur ein Talent dafür zu dienen sondern auch ihren Meister ins Jenseits zu befördern.
Deprimiert ziehen sie sich am Nordpol zurück bis ein Minion namens Kevin sich zusammen mit seinen Kollegen Stuart und Bob 1968 aufmacht einen neuen Schurken als Meister zu finden. Der Zufall führt sie zur Villain-Con, einem Kongress für Superschurken. Und da finden sie auch jemandem dem sie dienen können…

Die Minions waren die heimlichen Helden in Ich – Einfach unverbesserlich, nicht ohne Grund zierten sie allein das Plakat des zweiten Teils. Fleissig, tolpatschig, kaum zu verstehen und mit einer unbändigen Lust auf Bananen ständig für einen Gag und jede Menge Sympatie gut. Das schrie nach einem eigenen Film.
Und der ist etwa genauso geworden wie man ihn sich vorstellen kann. Sie erzählt die Vorgeschichte wie sie überhaupt zu Gru, dem “Bösewicht” aus Ich – Einfach unverbesserlich kamen. Jede Menge unverständliches Gebrabbel das Anleihen aus fast jeder Sprache hat, viel Slapstick und reichlich Anspielungen auf die Zeit die man in allen Details vermutlich nicht beim ersten mal sehen alle sieht. Unterlegt von einem wirklich tollen Soundtrack mit Musik aus den 60’ern und 70’ern.
Reingehen und Spass haben, die Story ist im Prinzip egal und trotzdem lacht man bei jedem freudigen "Bello!" das einem entgegen schallt laugh

gesehen: The Vatican Tapes

Nach Insidious 3 den ich vor ein paar Wochen in der Sneak verpasst habe gab es gestern mit The Vatican Tapes gleich den nächsten Horrorfilm. Zumindest will er soetwas sein…

Angela Holmes ist eine ganz normales Mädchen, an ihrem 27. Geburtstag schneidet sie sich mit dem Kuchenmesser und danach gerät alles durcheinander. Vögel stürzen sich auf sie, Menschen um sie herum werden verletzt und sterben. Ein Pastor betreut sie und ihren Vater und sieht sich irgendwann gezwungen den Vatikan einzuschalten für einen Exorzismus.

Ein sehr verworrener Film der auf mich wirkte als wenn ich alle Szenen aus Horrorfilmen die ich als Jugendlicher gesehen habe jetzt 25 Jahre später versuche wieder zusammen zu bekommen und zu einem Film zusammen klatsche. Eine kopflose Zusammenstellung bekannter Szenen ohne sie mit einer richtigen Geschichte zu verbinden. Was ist der Auslöser, warum Angela, es wird nicht einmal versucht aus der Aneinanderreihung von bekannten Szenen eine Geschichte zu machen. Ein Myterium bleibt auch der Pastor den sie zufällig im Krankenhaus treffen und der später offenbar eine 24/7 Betreuung von Angela im Krankenhaus und der Psychatrie leistet. An den Vatikan wendet er sich erst später, er ist einfach immer da.
Zwischendurch garniert mit Dialogen die nicht einmal ansatzweise das Niveau von “Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?” erreicht, wirklich übel. Es gibt ungefähr 2 gute Schockmomente die praktischerweise auch beide im Trailer auftauchen.
Nach anderthalb Stunden ist der Krampf vorbei und das kinountypische Bildformat von 16:9 spricht wohl auch dafür, dass schon bei der Produktion niemand wirklich an ein Kinorelease geglaubt und ihn daher auch direkt im Format für Fernseher produziert hat. Geld für eine DVD/BD würde ich aber nicht ausgeben und im Free-TV dürften die wenigsten Zuschauer nach der ersten Werbepause weitersehen.

gesehen: Desaster

Eigentlich hatte ich für gestern Abend anderes geplant als die Sneak aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt und so hatte ich das Vergnügen ein Desaster zu sehen:

Wie fasse ich die Handlung am besten zusammen? Schwer zu sagen.
Ed und Mace sind zwei mehr oder weniger professionelle Killer die von einem schweizer Staatsanwalt angeheuert werden ein Haus in St. Tropez zu überwachen. Dorthin ist er eingeladen worden von dem Gangsterboss Mischa der erfahren will wo sich Kronzeugen für einen Prozess gegen ihn aufhalten. Mischa selbst ist noch nicht im Haus im St. Tropez, dafür aber seine Frau und seine Mutter sowie ein Tresor voller Geld.
Und irgendwie haben es früher oder später alle auf den Inhalt des Tresors abgesehen und haben entweder das Ableben der ein oder anderen Person mit eingeplant oder nehmen es in Kauf. Die Geschichte wird dabei rund um den etwas debilen Ed (Justus von Dohnányi, führte auch Regie) und den leicht irren Mace (Jan Josef Liefers) erzählt. Diese beiden wollen erstmal einfach nur ihren Job erledigen, wobei das miteinander auskommen schon die erste Hürde darstellt.
Diverse Charaktere von denen ich noch nicht einmal alle aufgezählt habe, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen bilden schon eine tendenziell instabile Mischung, entgültig kippt alles ins Chaos als Ed aus Versehen Mischas Mutter umbringt eek

Als ich den Trailer unten das erste mal im Kino gesehen habe war mir schon klar, dass ich diesen Film sehen muss und es hat sich definitiv gelohnt.
Desaster ist urkomisch, voller absurder Szenen und Sprüche (die Oneliner sind wirklich genial) und voller schwarzem Humor. Wer mit wem wie zusammen hängt ist dabei erstmal nicht klar, zumindest habe ich einen Moment gebraucht alle Zusammenhänge zu verstehen obwohl sie Anfangs erklärt werden. Ist aber auch nicht wichtig, je weiter der Film fortschreitet desto klarer wird das Bild der Zusammenhänge: auch hier erstens anders, zweitens als man denkt tongue.
Wirklich eine herrlich schwarze absurde Gaunerkomödie laugh

gesehen: Escobar - Paradise Lost

Vorigen Mittwoch habe ich nicht nur mein Auto zum Verkauf eingestellt sondern war Abends auch im kühlen Kino. Es gab mit Escobar – Paradiese Lost ein Drama in heisser Umgebung:

Der Kanadier Nick (Josh Hutcherson, Peeta aus Die Tribute von Panem) kommt mit seinem Bruder in den 80’ern nach Kolumbien um sich und ihm einen Traum zu erfüllen und zu surfen und sich mit einer Surfschule und Strandbar ein neues Leben aufzubauen.
Er lernt Maria kennen die sich sozial engagiert und verliebt sich in sie. Es stellt sich heraus, dass sie die Nichte von Pablo Escobar ist der mit seinem Reichtum viel für die arme Bevölkerung des Landes macht. Der Reichtum basiert auf dem Anbau und Veredelung des Cocastrauch (“Ein Naturprodukt!”). Nick und Maria haben praktisch nur Berührung mit der sozialen Seite des Onkels und Nick wird Teil der Familie Escobar. Als die Regierung ernst macht mit der Jags auf den mächtigen Drogenboss lernen sie die blutige Seite des Onkels kennen…

Soweit ich es sehe ist die Geschichte um Nick erfunden, der Film zeigt aber sehr gut die beiden Gesichter des Pablo Escobar der obwohl als Drogenkönig zum Staatsfeind Nummer Eins der USA erklärt wurde von der armen Bevölkerung Kolumbiens geliebt wurde weil er so viel für sie getan hat.
Auf der anderen Seite war er brutal und skrupellos. Aus heutiger Sicht möchte man sagen, dass Nick es hätte besser wissen müssen, aber aus seiner Perspektive sieht er fast nur die soziale Ader. Nach und nach wird er tiefer in die Familie hineingezogen. Wirklich ein sehr guter Film aber nichts für einen fröhlichen Abend.

gesehen: Men & Chicken

Nicht nur mein letztes Buch, auch die Sneak von letzter Woche muss ich noch verbloggen. Es lief der dänische Film Men & Chicken. Es ist ein dänischer Film und das merkt man cool

Gabriel und Elias sind Brüder und etwas anders. Vor allem Elias scheint ein Musterbeispiel aus einem psychatrischen Lehrbuch zu sein, Gabriel ist zwar auch kein unauffälliger Charakter aber hat es immerhin zu einer Hochschulkarriere gebracht.
Der Vater von Gabriel und Elias stirbt und hinterlässt ihnen eine Botschaft auf Videokassette. Auf dem Band eröffnet er ihnen, dass er nicht ihr biologischer Vater ist und ihre Mutter auch nicht ihre biologische Mutter. Ehe das Band abbricht erfahren sie noch den Namen ihres biologischen Vaters, ein Professor der obwohl an die 100 jahre alt noch auf der Insel Ork leben soll. Also machen die Beiden sich auf den Weg auf die einsame kleine Insel.
Dort werden sie von Gestalten empfangen die wohl ihre Brüder sind und gegen die Elias ein Musterbeispiel an Normalität ist. Und so langsam kommen sie hinter das Geheimnis ihrer schrägen Familie…

Dieser Film ist merkwürdig. Schräg. Voller WTF Momente und solcher in denen man einfach wegsehen will. Die Zusammenfassung der Bibelgeschichten ist ein Highlight und gehört in jeden Religionsunterricht und -Studium, die Chimären die man so zu sehen bekommt möchte man am liebsten ungesehen machen eek.
Direkt nach dem Kino war ich sehr unentschlossen was den Film angeht, je mehr Tage vergehen desto positiv-schräger finde ich ihn. Mad Mikkelsen (James Bond – Casino Royale) spielt herrlich und ich sage nicht wen, überhaupt sind die Charaktere der Brüder und restlichen Bewohner der Insel sehr gut gespielt.
Je länger ich über ihn nachdenke, desto besser gefällt er mir im nachhinein aber es ist kein Mainstream und man sollte sich darauf gefasst machen, dass man sich an so mancher Stelle fragt was das jetzt soll und warum man überhaupt sitzt wo man sitzt. Ein wirklich merkwürdiger Film cool

gesehen: Terminator

Ab und zu bringt die UCI Kinowelt alte Filmklassiker neu ins Kino, so hatte ich z.B. Zurück in die Zukunft und Ghostbusters im Kino gesehen.
Heute ging es zu einem weiteren Klassiker, der erste Terminator von 1984.

Die Handlung dürfte bekannt sein und die Uncut DVD steht bei mir auch im Regal, es ging wieder darum den Klassiker im Kino zu sehen. Und das hat gelohnt.
Terminator war 1984 ein B-Movie der erst im zweiten Teil richtig gross verfilmt wurde. Natürlich merkt man dem Film sein Alter an, bei den Spezialeffekten und Anfangs muss man sich an den “nur” Surround Sound gewöhnen (Ursprünglich war der Film sogar nur Mono). Aber sobald das Hämmern der Titelmusik einsetzt rückt das alles in den Hintergrund und ist vergessen. Mit den bescheidenen Mitteln hat James Cameron eine unheimlich dichte Geschichte ohne Längen geschaffen die keinen Moment nachlässt. Man ist froh über jede Sekunde die man verschnaufen kann. Sein mit bescheidenen 6,4Mio Dollar realisierter B-Movie ist ein Klassiker des Genres und der Filmgeschichte geworden, für die Fortsetzung hatte er 7 Jahre später dann auch damals unglaubliche 100Mio Dollar zur Verfügung. Nicht ohne Grund, dieser Film war das Fundament dafür.
Die grosse Leinwand hat sich jedenfalls gelohnt und ich werde mir mit ziemlicher Sicherheit auch den nächsten Klassiker ansehen den das UCI bringt smile

Dem Trailer von damals™ merkt man die 31 Jahre und das B-Movie Budget natürlich deutlich an:

gesehen: Mad Max Fury Road

Ehe der Film aus den Kinos verschwindet war ich gestern zur Spätvorstellung noch auf der Fury Road mit Mad Max.
Seit einem Jahr freue ich mich auf diesen Film und ich hatte auch noch von niemandem der drin war schlechtes gehört, auch wenn es Anmerkungen gab, dass die Erwartungen durch den Hype zu hoch waren.
Nun, auch ich hatte hohe Erwartungen und mich nicht nur zum Start an diversen Featurettes auf Youtube ergötzt.

Nun war ich gestern Abend drin und ich muss ganz klar sagen: WOW!
Aber ich kann auch die Stimmen verstehen die meinen ihre Erwartung war höher. Aus meiner Sicht liegt das vor allem daran, dass in der Presse und sonstwo immer wieder zu lesen war und ist, dass der Film die Schlusssequenz des zweiten Teils aufgreifend praktisch 2 Stunden Verfolgungs-Action rund um den Konvoi um den Tankzug ist. Und das ist falsch.
Ja, es sind 2 Stunden Action (“echte” Stuntaction, keine Computertricks!) und es geht auch grösstenteils um den Tanker aber nicht pausenlos. Es sind Etappen und keine ununterbrochene Verfolgung der Guten durch die Bösen.

Die Handlung in Kurzform:
Max Rockatansky wird von den Leuten von Immortan Joe gefangen, dieser hat in seiner Festung viel Wasser und herrscht gnadenlos über sein “Volk” mitsamt Personenkult und Pseudoreligion in der Warboys sich im Glauben an Wiedergeburt gedankenlos selbst opfern. Max soll als Universalspender als Blutreservoir für die Warboys dienen.
Das gefällt ihm nicht und er schafft es zu fliehen und schliesst sich der Tankwagenfahrerin Imperator Furiosa (Charlize Theron) an die sich gerade mitsamt 5 Frauen absetzt die Immortan Joe gesunde Nachkommen gebähren sollen. Dieser setzt alles daran seine Frauen zurück zu bekommen, das ist ihm wichtiger als der Tanker selbst. Ein wahre Armada aus unglaublichen umgeschweissten Kampffahrzeugen macht Jagd auf die Flüchtlinge die das grüne Land erreichen wollen aus dem Furiosa als Kind entführt wurde — und Max ist mittendrin

Zwischendurch kommt es auch noch zu Kontakt mit anderen Parteien der postapokalyptischen Welt und alles ist wirklich absolut imposant anzusehen. Das 3D ist absolut unauffällig, was sehr gut ist. Dadurch erscheint es vielleicht auch überflüssig aber es passt zu der ganzen Inszenierung bei der sämtliche Fahrzeuge und überhaupt alles was man sieht wirklich gebaut (und zerstört) wurde, so wahnwitzig die Konstruktionen teils auch aussehen. Das 3D rundet diese “echte” Action da nur ab, es wirkt einfach noch echter. So echt, dass man darüber nachdenken muss wie irre das ist was man gerade gesehen hat, eben weil es nicht einfach im Computer gerendert wurde.
Max selbst ist zwar Namensgeber des Films aber eigentlich eher Nebendarsteller, Charlize Theron als Imperator Furiosa ist die wahre Heldin, sie ist der Mad Max der zweiten Trilogie. Denn drei Filme werden es wohl wieder werden, der zweite Teil soll angeblich auch “Mad Max: Furiosa” heissen. Ich bin gespannt, Furiosa hat definitiv das Zeug dazu und so wie beide am Ende des Films auseinander gehen würde ich wetten, dass der nächste Film in ein paar Jahren mit ihr beginnt und Max später mal dazu kommt zur Unterstützung.
Aber das ist Zukunftsmusik und meine Spekulation, Mad Max: Fury Road ist ein grandioser Actionfilm der halt nur nicht die 2-stündige Verfolgungsjagd durch die Wüste ist sondern zwischendurch soetwas ähnliches wie Handlung hat. Nicht wirklich mehr als die ersten drei Filme hatten aber auch nicht weniger.