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gesehen: Dirty Grandpa

Selten, aber es kommt vor: wir sahen in der gestrigen Sneak vor dem Film auch seinen Trailer. Es lief Dirty Grandpa mit Robert De Niro:

Um meinen Tweet zu verstehen solltest Du dir erst einmal den Trailer (den die Autokrrektur zum Trainer gemacht hat) ansehen:

Die Frau von Dick Kelly (Robert De Niro) ist gestorben und direkt nach der Beerdigung verpflichtet er seinen Enkel Jason (Zac Efron) dazu, mit ihm am nächsten Tag nach Florida zu fahren, wie Dick und seine verstorbene Frau es immer getan hatten “Grandma hätte es auch gewollt”. Da nutzt keine Intervention von Jasons Vater und Dicks Sohn David und auch die in einer Woche bevorstehende Hochzeit von Jason nichts. Grandpa braucht ihn als Fahrer.
Jason hat eh nicht viel zu sagen, er wollte Fotograf werden und ist statt dessen Anwalt in der Kanzlei seines Vaters geworden und soll in einer Woche Meredith, die Tochter des Partners seines Vaters heiraten. Beide geben ihm seine Meinung vor und auch Grandpa hat ihn gut im Griff.
Und so machen sich beide auf den Weg nach Florida, Jason mit Stock im Arsch und Grandpa hat immer einen Drink in der Hand und ist nur hinter Frauen her. Die Handlung ist in etwa genau so wie man sie sich nach dem Trailer vorstellt, wobei man hier im Trailer keinesfalls schon die besten Szenen sieht sondern eher nur die harmlose Spitze des Eisbergs.
Wer einfachen, flachen Humor hat kommt hier schon voll auf seine Kosten, der Film driftet aber irgendwie trotzdem nicht ab und das lieft an Robert De Niro. Zac Efron spielt den Anwalt mit Stock im Arsch schon gut, aber De Niro spielt ihn an die Wand. Man nimmt ihm als Rolle und auch als Schauspielerpersönlichkeit ab, dass dieser Grandpa überhaupt nicht so ist wie ein Opa eigentlich “sein sollte”.
Und er ist auch nicht so wie ein normaler Opa, er ist aber auch nicht so ein notgeiler Sack wie er scheint. Opa hat mehr im Sinn als sein Enkel ahnt und auch als Zuschauer fällt man erstmal darauf rein, eingelullt davon, dass die Handlung an sich schon mit dem Trailer klar ist. Alles was man sich nach dem Trailer als Handlung vorstellt ist auch drin, inklusive schnulziger Hochzeitsszenen zum Ende hin, aber da ist halt auch noch mehr.
Dieser Zusatzaspekt von Grandpas Persönlichkeit (dieses mehr als die ansonsten vorhersehbare Handlung) und vor allem Robert De Niro als Schauspieler machen für mich hier den Unterschied. Es ist ein großartiger Spaß und mit kaum einem anderen Schauspieler hätte es für mich funktioniert.
Ob man ihn im Kino sehen muss oder auf ein Videorelease wartet muss jeder selbst wissen aber auf jeden Fall ist der Film super Unterhaltung und wir haben uns im Kino prächtig amüsiert laugh

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gesehen: Victor Frankenstein - Genie und Wahnsinn

Die Sneak gestern brachte eine bekannte Geschichte wieder einmal auf die Leinwand. Aber anders als gewohnt, Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn erzählt die bekannte Geschichte im Fantasy-Gewand aus der Perspektive des Assistenten Igor:

Igo (Daniel Radcliffe wird von Victor Frankenstein (James McAvoy) im Zirkus entdeckt, befreit und zu seinem Assistenten gemacht. Igor führt erzählend durch den Film der die grob bekannte Geschichte ins viktorianische London verlegt. Zwar ist die Geschichte schon von Grunde auf eher Fantasy, hier aber noch etwas plakativer und vielleicht mit einem Hauch Steampunk.
Die Geschichte aus Igors Sicht zu erzählen ist eine gute Idee, der Film ist auch gut gemacht, vor allem James McAvoy hat mir gefallen. Zudem ist noch eine einfache Liebes- und Detektivgeschichte eingebaut worden, zusammen mit der Action der Handlung und der neuen Perspektive hat er alles zu einer gelungenen Neuinterpretation. Leider übertreibt er es und wird zu sehr buntes Hochglanzeffekt-Popcornkino. Ein wenig mehr Fokus auf Igos Charakter und dessen Rolle zwischen Partner und Assistent und Inspector Turpin Andrew Scott, Moriarty aus Sherlock), dessen Rolle auf mich irgendwie nur notdürftig angeflanscht wirkte, hätte dem Film IMHO sehr viel gebracht.

Letztlich bleibt von dem Film nur die neue Perspektive, der Rest wird zu einem weiteren überflüssigen Hollywood Hochglanzremake. Unterhaltsam aber letztlich halt auch nur ein weiterer Frankenstein-Film. Dabei wäre mehr drin gewesen.

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gesehen: Daddy's Home

Nach dem grandiosen The Big Short letzte Woche konnte es nur schlechter werden. Aber gleich so schlecht wie Daddy’s Home?

Nach der Heirat mit Linda ist Brad (Will Ferell) der Stiefvater ihrer beiden Kinder. Er tut alles um ihnen ein guter Vater zu sein, aber die Beiden mögen ihn einfach nicht. Für Weichei Brad ist das hart.
Da kommt kurzfristig der leibliche Vater Dusty (Mark Wahlberg) ins Land und zu Besuch. Brad will alles richtig machen aber der coole Dusty ist ihm in allem überlegen, Brad sieht ganz schön alt aus. War bis hier hin schon alles Klischee und fast auf’s Wort vorhersehbar kommt nun natürlich der unvermeidliche Wettstreit um die Gunst der Kinder und Linda. Zäh wie Gummi. Der verwegene Dusty ist cool und in allem besser als der konservative und langweilige Brad. In je-der verdammten Szene.
Aber natürlich wendet sich irgendwann das Blatt und der langweilige Dad ist letztlich der bessere Dad, beide werden beste Freunde und alles ist endlich vorbei.

Was für ein Scheiß, und glaub mir, das sind keine Spoiler. Den Verlauf der Geschichte weiss Du nach 3 Minuten (die dir wie 30 vorkommen).
Wenn du willst kannst du dir noch den Trailer ansehen, aber falls du dir den Film wirklich noch ansehen willst lass das, denn viel mehr markante Szenen als im Trailer zu sehen gibt es nicht.

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gesehen: The Big Short

Die erste Sneak des Jahres 2016 bot gleich einen richtigen Knaller den man vom Thema her sicher kaum vermutet: The Big Short schildert Ereignisse vor der Immobilienkrise in den USA die ab 2007 weltweit Banken und ganze Staaten in den finanziellen Ruin trieb:

Es sind einzelne Banker (-gruppen) die die Hauptrolle spielen und denen ab dem Jahr 2005 auffällt, dass die als grundsolide Basis der Finanzgeschäfte geltenden Immobilenpakete grösstenteils aus Hyptheken bestehen deren Schuldner diese unmöglich bedienen können.
Schlussfolgerung: Irgendwann muss alles zusammen brechen. Also “wetten” sie gegen die Basis des Finanzmarktes um auf der Seite der Gewinner zu stehen wenn es so weit ist.
Das klingt trocken und im Film wird es auch mit den Fachbegriffen beschrieben. Mit dem direkten Hinweis, dass alles eigentlich ganz einfach ist, die Banken es aber möglichst abschreckend formulieren damit man glaubt, dass man selbst nichts davon versteht weil es so kompliziert ist. Und dann erklärt in einem Einschub ein Koch anhand von unverkäuflichem Heilbutt den er einfach zerlegt und in einen Entopf verwandelt, was CDO sind. So einfach ist es. Später erklärt Selena Gomez am Black Jack Tisch die fortgeschritteneren Dinge die die Banken daraus gebaut haben.
Der Film ist aber auch abseits dieser Einschübe extrem unterhaltsam bis lustig und wäre mit etwas weniger Fachbegriffen allein schon ein verdammt guter Heist-Thriller. Vielleicht etwas unglaubwürdig, denn dass die Basis des Finanzsystems derart faul ist, ist ja eher weit her geholt. Wie wir heute schmerzhaft wissen war und ist es aber nicht so. Dadurch, dass der Film recht genau ist wird der ganze Irrsinn offenbar. Das macht den Film wirklich lustig, wenn die Hauptpersonen nach und nach selbst dahinter kommen und jeder Irrsinn in der nächsten Szene noch in den Schatten gestellt wird. Der Film wäre wirklich zum schreien komisch und albern wenn man nicht im Hinterkopf hätte, dass das alles wirklich so gewesen ist.

Von daher verpackt The Big Short die reale Finanzkrise mit vielen Informationen in einen verdammt unterhaltsamen Film den sich wirklich jeder ansehen sollte.
Einfach sehr sehr gute Unterhaltung bei der nur das Wissen, dass es keine Fiktion ist sondern real neulich passiert ist davon abhält laut zu lachen.

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gesehen: Star Wars VII - Das erwachen der Macht

Wir haben es getan, trotz des Medienhypes von Disney der schon unerträgliche Ausmaße angenommen hat, waren wir vorhin in Star Wars VII – Das erwachen der Macht:

Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, alle Befürchtungen Disney würde die Serie ruinieren waren zum Glück unnötig, im Gegenteil. Nachdem man nach Episode I-II (vor allem I) zu dem Schluß kommen musste, dass George Lucas sein eigenes Werk bzw. dessen Geheimnis nicht verstanden hat, haben Disney und JJ Abrams mit Episode VII praktisch alles richtig gemacht.
Von der ersten Szene an atmet dieser Film den Geist der Originalfilme, es ist eine perfekte Fortsetzung der Stimmung und Art der Filme. Überhaupt nicht zu vergleichen mit dem Schrott den Lucas mit Episode I lieferte.
Der ganze Film erinnert von der Handlung her an Episode IV, vieles wird von dem Urfilm aufgenommen. Aber auch die anderen beiden “Originalfilme” werden oft zititert. Dabei ist Episode VII nie eine Kopie oder ein Remake, die Geschichte wird fortgesetzt, Stil und Stimmung passen perfekt und wer die Originalfilme von vor 20 Jahren kennt erkennt unzählige Bilder und ganze Szenen die an die ursprünglichen Filme erinnern. Aber er ist nicht nur etwas für Fans der Originalfilme, meine Freundin hat keinen der alten Filme gesehen, ist nicht einmal ein Fantasy oder Science-Fiction Fan und war begeistert.

Viel mehr will ich gar nicht schreiben, ich bin begeistert von Episode VII und verweise lieber an die Kritik ohne Spoiler von Sascha Pallenberg bei mobilegeeks.
Hier nur noch die drei Trailer zu Das erwachen der Macht, alle drei Hintereinander:

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gesehen: Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 2

Fast auf den Tag ein Jahr nach dem ersten Teil von Mockingjay, der wiederum der dritte und letzte Teil der Tribute von Panem Reihe ist, habe ich heute den zweiten Teil im Kino gesehen:

Zur Einstimmung hier erstmal ein rückblickender Trailer zu dem Film:

Vor einem Jahr hatte ich über den ersten Teil der Verfilmung des dritten Buchs der Panem-Reihe getwittert: “‘Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1’ ist wirklich gelungen. Dicht am Buch und ein stimmiger Cut. Zweiteiler past.”. Wie du anhand meines Tweets von eben nach dem zweiten Teil lesen kannst bleibe ich dabei und würde sogar sagen, dass eine Verfilmung in nur einem Teil nicht funktioniert hätte.
Das dritte Buch ist thematisch bzw. von der Stimmung her in zwei Teile gespalten, die Filme nehmen das auf. Im ersten Teil geht es um die Rebellion und Katniss’ einleben in Distrikt 13, während der zweite Teil des Buchs und eben der zweite Film fast komplett wirklich Krieg ist.
Über das Buch hatte ich damals u.a. geschrieben:

Die ersten beiden Bände waren tödliche Abenteuer mit stärker werdender Schilderung der Gesellschaft, der Abschluss ist fast nur Gesellschaftsschilderung bei den Rebellen und Krieg. Ich kann verstehen, dass dieser Band in zwei Filme aufgeteilt wird und bin vor allem gespannt wie der zweite Teil umgesetzt wird. Eine FSK Freigabe von 12 halte ich da eigentlich für nicht denkbar, andererseits gehe ich auch davon aus, dass vor allem das Ende mit den Schilderungen nach dem Bürgerkrieg gewaltig umgeschrieben oder weggelassen werden wird.

Ich muss jetzt sagen, dass in der Verflimung wirklich praktisch alles richtig gemacht wurde und das basiert auch sehr auf der Aufteilung in zwei Filme. Vor allem dieser zweite Film braucht und nutzt seine Länge für sich.
Von deutlich über 2 Stunden Laufzeit sind anerthalb Stunden wirklich Krieg im Capitol, die Handlung braucht hier seine ruhigen Momente in denen der Zuschauer mit Katniss kurz verschnaufen kann. Die Schilderung ist dennoch so intensiv und auch schonungslos wie im Buch, so manche Szenen kamen wir sogar nahezu wort-wörtlich aus dem Buch übernommen vor. Selten bei Buchverfilmungen und wirklich sehr gut gemacht.
Bezüglich meiner bei der Buchbeschreibung geäusserten Zweifel was das Ende betrifft kann ich sehr deutlich Entwarnung geben: Das Ende ist auch praktisch komplett aus dem Buch übernommen worden, jede Handlung von Katniss (ich will nicht spoillern, daher nur so wage beschrieben) und auch die Gedanken und Zweifel kommen gut rüber.

Insgesamt muss ich sagen, dass die Mockingjay Filme als Einheit betrachtet werden müssen (wie getwittert gibt es im zweiten Teil keinerlei Rückblick, es geht nahtlos weiter) und als solche wirklich eine verdammt gute Verfilmung des Buches sind. Man sollte sie hintereinander sehen, wenn auch nicht unbedingt unmittelbar (das wären gute viereinhalb Stunden) aber an zwei Abenden oder einigen Tagen dazwischen, ähnlich einem Fernseh-Mehrteiler.
Inhaltlich will ich nicht viel mehr schreiben, dazu siehe meinen Blogeinträgen zum ersten Teil und dem Buch und vermutlich fällt mir spätestens morgen noch viel mehr ein worauf ich hinweisen will, aber ich glaube das was ich aussagen wollte hast Du verstanden wink
Und hier natürlich auch noch der “richtige” Trailer zu Mockingjay Part 2:

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gesehen: James Bond 007 - Spectre

Gestern waren wir abseits der Sneak mal ganz regulär im Kino und haben uns den neuen Bond Spectre angesehen:

Es ist ein Bond, ganz eindeutig, der furiose Auftakt, einer der schönsten abstrakten Vorspänne (der Titelsong von Sam Smith ist auch toll, hätte IMHO aber von jemand mit vollerer Stimme gesungen werden sollen) und dann über zwei Stunden James Bond Action. Die ist sehr gut inszeniert und wirkt “echt”, nicht wie ein Effektfeuerwerk mit Selbstzweck sondern unterstützt die Handlung, die Bond-typisch keinen Preis für seine Tiefe bekommen wird aber insgesamt passt. Wer mehr Hintergrund zur Organisation Spectre vermisst sollte mal ältere Bonds sehen wink.
Die Geschichte von Skyfall lose fortführend geht es um ein Vermächtnis der verstorbenen M und der Erneuerung des MI6 in der aktuellen Zeit. Sein auf eigenen Faust durchgeführter Auftrag betrifft die Geheimorganisation SPECTRE die auch schon in einigen früheren Bonds eine Rolle spielte. Auch ihr Oberhaupt Blofeld spielt eine Rolle und was diese Person angeht schliesst sich sehr gut gemacht ein Kreis. Der Handlungsstrang um den neuen/parallelen Chef C, der im Zuge der Erneuerung eine weltweit vernetzte, digitale Geheimdienstgemeinschaft aufbauen will ist darin verwoben.
Spectre führt die drei vorherigen Bonds mit Daniel Craig zusammen und schlägt geschickt eine Brücke zu den alten Bonds mit und um die Organisation Spectre und Blofeld. Gleichzeitig bleibt das Thema der Erneuerung präsent und ebnet den Weg um Bond als Figur zu modernisieren ohne einen harte Reboot zu machen. Das ist auch besser so, ein Reboot wäre vermutlich austauschbar gegen andere Agenten-Filmserien.

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