Skip to content

gesehen: Black Sea

In der Sneak lief gestern der U-Boot Thriller Back Sea

Captain Robinson ist praktisch sein Leben lang U-Boote gefahren, zuletzt für eine Bergungsfirma. Als diese ihn und seine Crew entlässt schmiedet er mit seinen alten Kameraden einen Plan. Denn einer von ihnen hat auf einer seiner letzten Bergungsfahrten in umstrittenen Georgischen Gewässern ein altes Nazi U-Boot entdeckt das mit Gold beladen sein soll.
Gestützt durch einen Finanzier organisieren sie sich ein altes, rostiges russisches U-Boot und eine gemischte Besatzung aus Briten und Russen macht sich auf den Weg zu dem gesunkenen U-Boot. Nicht nur das U-Boot ist alt, auch die Besatzung hat den kalten Krieg miterlebt und das als Feinde. So bleiben Konflikte nicht aus und es passiert was passieren muss…

Black Sea ist ein britischer Film und das merkt man auch. Die Umgebung wirkt “schmutziger” als in amerikanischen Popcorn-Filmen und das passt sehr gut zur Geschichte. Nach dem Vorspiel in Grossbritannien geht es sehr schnell aufs U-Boot und der Grossteil der Handlung spielt sich in dieser engen Umgebung ab.
Viel Gold, eine Mannschaft mit viel Konfliktpotenzial und eine klaustrophobische Umgebung. Konflikte sind programmiert und auch was passieren kann ist in der Umgebung begrenzt. So kann man sich einiges denken was passieren wird aber der Film ist durchgängig spannend und fesselnd. Hat von mir 7/10 Punkte in der IMDb bekommen.

gesehen: John Wick

In der gestrigen Sneak lief der Action-Thriller John Wick mit Keanu Reeves.
Hart und sehr schnell inszeniert aber immer mit eine Spur Humor. Trotz hohem Bodycount wirkt er sympatisch und lässt kaum Zeit zum durchatmen.

John Wick ist ein ehemaliger Killer der russischen Mafia der sich vor einigen Jahren für eine Frau zur Ruhe gesetzt hat. Sie stirbt nach schwerer Krankheit und hinterlässt ihm einen Welpen damit er nicht einsam ist. John ist auch ein Autofan und an einer Tankstelle trifft er einen schnöseligen Russen der seinen 69’er Mustang am liebsten kaufen würde. John will aber nicht verkaufen. Der Russe kommt des Nachts, schlägt John zusammen, holt sich das Auto und tötet den Hund.
Das sorgt dafür, dass John einen blutigen Rachefeldzug beginnt. Nicht wegen des Autos sondern wegen dem Hund von seiner Frau. John ist kein Unbekannter, wenn sein Name fällt bekommt selbst der russische Mafiaboss kalte Füsse. Es ist eine Parallelwelt die geschildert wird, ein Hotel in dem so ziemlich alles absteigt was tötet aber in dem niemand seiner Profession nachgehen darf. Tatortreiniger bestellt man wie einen Tisch im Restaurant und bezahlt wird mit Goldmünzen.

John Wick ist anders. Einersetis ein Rache-Actionfilm ohne grosse Story. Aber seine Inszenierung passt perfekt, die Stunts sind schnell und ohne Übertreibung. Ein Schuss hier, ein Schuss da, der nächste Bitte. Die Optik ist auch ungewohnt, irgendwo zwischen Comic und Computerspiel, kalt aber bunt. Und überhaupt nicht so wie Du es dir gerade vorstellst. Schwer zu beschreiben.
Ein Actionfilm der kaum Zeit zum atmen lässt, surreal-brutal auf Comicart aber immer auch zum schmunzeln. Aber nie lächerlich oder zum laut auflachen. Wirkltich schwer zu beschreiben. Lies noch mehr oder mach Dir selbst einen Eindruck. Wenn Du ihn hast schreib unten Deine Meinung zum Film.
Hier auf jeden Fall noch der Trailer:

gesehen: Baymax - Riesiges Robowabohu

Nach einiger Zeit habe ich es gestern mal wieder in die Sneak geschafft, durch die nächste Woche beginnende Handball-WM ist gerade Bundesligapause und kein Spiel am Mittwoch wink
Die Sneak war in 3D, das kommt alle paar Monate mal vor. Man kann dann immer gut abschätzen was wohl kommen mag und gestern gab es wie erwartet Baymax – Riesiges Robowabohu.
Und er hat mir sehr gefallen:

Hiro Hamada ist ein technikbegeisteter Teenager und lebt zusammen mit seinem Bruder bei ihrer Tante in San Fransokyo.
Sein Bruder studiert an der örtlichen Universität und entwickelt dort coolen Nerdkram. Leider kommt er bei einem Brand ums Leben kurz nachdem Hiro sich dort beworben hat. Hiro ist danach natürlich ziemlich niedergeschlagen bis die Erfindung seines Bruders ihn aufmuntert: Baymax, ein Medizinroboter den sein Bruder erfunden hat und der sich selbstständig aktiviert wenn er hört dass jemand leidet. Hiro ist erst nicht so begeistert aber nachdem Baymax sich treudoof und sehr blind auf den Weg durch die Stadt macht um etwas herauszufinden das Hiro aufmuntert wird dieser aus seiner Lethargie gerissen und er folgt ihm zu dem Versteck eines mysteriösen Bösewichts der sich offenbar der Erfindung bemächtigt hat die Hiro bei seiner Bewerbung an der Uni vorgeführt hat.
Das ist eine Gefahr für die Stadt und zusammen mit den Kommilitonen seines Bruders macht er sich auf den Bösewicht aufzuhalten.

Baymax ist ein Disney Film und stammt nicht von Pixar das ja auch zu Disney gehört. Disney selbst habe ich ehrlich gesagt in den letzten Jahr(zehnten) als ziemlich übel wahrgenommen was Animationssachen angeht, die guten Streifen kamen alle von Pixar. Baymax ist anders, ein riesiger Spass! Wohl nicht zufällig war aber mit John Lasseter ein bekannter Name von Pixar als ausführender Prodzuten im Abspann aufgeführt. Es lohnt sich bei diesem Film übrigens mal wieder den Abspann komplett anzusehen.
Die Geschichte ist sachlich gesehen natürlich grosser Unsinn, aber wen interessiert das schon bei Animationsfilmen. Dazu sind sie da tongue. In bester Tradition von Die Unglaublichen rettet ein Team aus Nerds zusammen mit einem naiv-gutmütigen aufblasbarem Roboter die Welt (bzw. ihr Stadt). Toll gemacht, ein grossartiger Spass und eine bedenkenlose Empfehlung für jeden der Animationsfilme wie die von Pixar mag.
Ein grosses Lob hier auch an die 3D Fassung, sie ist absolut gelungen. Absolut unauffällig, nie als Selbstzweck eingesetzt sondern als Erweiterung der Darstellung. So wie es sein sollte. Auch in der Mitte bzw. unterem Bereich des Saals keine störenden Auswirkungen (hat man da gern mal), es wirkt immer einfach nur als wenn man wirklich eine Szene mit tiefe sieht. Man braucht das 3D aber natürlich nicht für die Geschichte.

Der Trailer darf natürlich nicht fehlen:

gesehen: Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere

Gerade komme ich aus dem Kino, aus Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere.
Wenn man die ersten beiden Teile gesehen hat muss man diesen natürlich sehen um das Ende der Geschichte zu sehen, man muss sie aber auch wirklich gesehen haben. Der Film beginnt ohne Vorgeplänkel dort wo der zweite aufhört: Smaugs Angriff auf die Seestadt. Etwa 20 Minuten lang werden wir direkt in das Gemetzel geworfen, ohne Vorwissen hat man keine Chance in den Film rein zu kommen.

Und so geht es im Prinzip auch weiter, der Film besteht im Wesentlichen ausschliesslich aus Kampf, 2 Stunden lang. Für mich wirkte die endlose Aneinanderreihung von Kämpfen mehr wie Selbstzweck, als wenn der Untertitel des Film als erstes feststand und das Drehbuch danach ausgerichtet wurde.
Bei den Schlachten ist alles dabei, (ein) Hobbit, Zwerge, Elben, Orks, Mega-Orks, Sand Steinwürmer. Einzig Ausserirdische mit Raumschiffen hat Peter Jackson vergessen. Dementsprechend auch mein erstes Fazit während des Abspanns:

Drei Teile waren für den Hobbit definitiv zu viel. Als Zweiteiler hätte er wunderbar funktioniert, das wäre rund gewesen. Und dazu hätte er in den ersten beiden Teilen nur jeweils etwa 20 Minuten kürzen müssen, dann wäre genug Platz gewesen für den Hauch Handlung der sich unter dem Gemetzel des dritten Teils verbirgt. Und die Kürzung hätte den ersten beiden Filmen IMHO auch gut getan.

Wer vom Hobbit noch nichts gesehen hat muss es auch nicht unbedingt, die Verfilmung des Herrn der Ringe ist ein Meisterwerk, hier würde ich auch die Extended Edition empfehlen. Der Hobbit ist leider ein für den Kommerz hochgepushtes totes Pferd. Wer die ersten beiden Teile schon gesehen hat wird diesen Film wohl sehen wollen, das muss aber nicht im Kino sein und schon gar nicht in 3D.
Hier der Vollständigkeit halber noch der Trailer zum dritten Teil, im nachhinnein wirkt es fast schon so, dass die entsprechenden Szenen und Sätze nur für den Trailer überhaupt aufgenommen wurden eek

gesehen: Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1

Vorhin war ich im Kino, zum ersten Teil des dritten Teils von Die Tribute von Panem.
Das Buch besteht aus drei Bänden, der dritte Band wurde und wird in zwei Teilen verfilmt. Aus drei Büchern wurden also 4 Filme. Das riecht nach Geldschneiderei, mag bestimmt auch ein Grund gewesen sein, aber beim dritten Buch Mockingjay kann man das in der Tat gut machen. Und ich finde es auch gelungen umgesetzt:

Inhaltlich hatte ich zum Buch Mockingjay vor drei Monaten geschrieben, wohl auch durch die Aufteilung in zwei Filme ist der Film sehr dicht am Buch. Inhaltlich nur so viel zur Erklärung warum man dieses Buch gut teilen kann: in den ersten beiden Büchern werden jeweils Hunger Spiele geschildert. Bunte, tödliche Gladiatorenspiele mit Jugendlichen aus 12 Destrikten. Im dritten Teil ist aber Bürgerkrieg, auch das Buch hat zwei inhaltliche Abschnitte. Einmal der Anfang mit Katniss im unabhängigen Distrikt 13 und dort die Vorbereitungen für eine Revolution und die Bemühungen Katniss einzubinden. Im zweiten Abschnitt geht es dann gegen das Capitol, hier ist auch im Buch ein gedanklicher Schnitt, auch wenn natürlich alles dorthin arbeitet. Der Cut im Film ist jedenfalls sehr gut gewählt, auch vorher ist die Handlung sehr dicht am Buch. Kleinere Freiheiten bzw. Änderungen gibt es natürlich aber nichts gravierendes. Ich wünschte viel mehr Verfilmungen wären so dicht am Buch.
Wie das Buch ist auch dieser Film deutlich düsterer, von der Stimmung wie von den Bildern her. Auch muss man hier definitiv die ersten beiden Filme gesehen haben. Der Unterschied ist schon optisch gewaltig, spielten die ersten beiden Filme viel im bunten Capitol und in den Wäldern der Arena handelt Mockingjay Part 1 praktisch kompletti in unterirdischen Bunkern und Trümmerwüsten. Das hat Sinn, auch die Geschichte der ersten beiden Bücher strebt zu einem Aufstand als Höhepunkt und hier haben wir ihn. Und so düster dieser Film auch ist, der zweite Teil wird Krieg werden.

gesehen: Blue Ruin

Gerade komme ich nach einigen Wochen Pause mal wieder aus der Sneak. Es lief Blue Ruin. Ein Film der mich nicht gerade beeindruckt hat:

Dwight ist ein abgerissener Typ der in seinem Auto haust und sich in Häusern durchschnorrt der Bewohner gerade nicht zu Hause sind. Man weiss nicht so recht etwas mit ihm anzufangen bis ihn eine Polizistin findet (wie auch immer) und ihm mitteilt, dass “er” entlassen wird.
“Er” ist der Mörder seiner Eltern der nach 10 Jahren frei kommt. Dwight rasiert sich, wird optisch wieder zu einem normalen Menschen und nimmt Rache an dem Mörder seiner Eltern. Dessen Familie wiederum macht Jags auf Dwight…

Der Trailer (ich kannte ihn vorher nicht) sieht eigentlich vielversprechend aus:

Leider hält der Film für mich mit dem Trailer überhaupt nicht mit. Er ist langatmig und bis auf wenige Momente einfach nur ein langgezogenes “geht so”. Während die Motivation von Dwight zumindest aus seiner Sicht irgendwann klar wird dauert es bis zum Schluss, bis man etwas mehr von den Geschehnissen von vor 10+ Jahren erfährt. Es ist zwar halbwegs klar, dass Dwights Sicht nicht die ganze Wahrheit ist, der Zwiespalt in den er kommt hätte man aber besser ausführen können und sollen.
Er hat an sich gute Ansätze aber für mich ist er im negativen Sinne langatmig (und nicht ausführlich) und dabei nur Mittelmässig was das Erzählen der Geschichte angeht.
In der IMDb hat er immerhin 7,1 Punkte, von mir hat er 4 bekommen.

gesehen: Interstellar

Gestern abend war ich im Kino, zu knapp 3 Stunden in Interstellar (glücklicherweise ohne Zangspause).

Die Erde wird unwirtlich für die Menschheit, Militär und Technologie immer unwichtiger, wer überleben will wird Farmer. Auch der Ex NASA Pilot Cooper baut jetzt nur noch Mais an und schlachtet höchstens noch mal eine indische Drohne aus um mit ihr Mähdrescher zu steuern.
Merkwürdige Phänomene im Zimmer seiner Tocher Murph bringen beide zu einem Stützpunkt der NASA die eigentlich nicht mehr existiert aber im verborgenen nach einer Alternative für die Menschheit sucht. Cooper schliesst sich an und unternimmt eine Expedition durch ein Wurmloch das mysteriöse Fremde als Passage erschaffen haben. Seine Kinder muss er zurück lassen, wohl wissend dass er sie wegen der relativistischen Effekte wenn überhaupt erst im Alter wiedersehen wird. Mit dem Raumschiff Endurance macht sich eine Crew auf und folgt 12 ersten Expeditionen um einen geeigneten Planeten für die Zukunft der Menschheit zu finden.

Wie vermutet sind die Herzschmerz Szenen auf der Erde die in den ersten Trailern zu sehen waren nur der Anfang des Films. Der Hauptteil spielt in den Weiten des Alls bzw. auf einigen fremden Planeten wobei auch immer wieder die schlechter werdende Situation auf der Erde eine Rolle spielt.
Beeindruckende Aufnahmen, im Weltall (tonlos, nur mit Musikuntermalung) wie auch auf der Erde (Sandstürme) oder auf fremden Planeten (Monsterwellen, gefrorene Wolken). Der Film beinhaltet viel Physik und ist fast durchgängig sehr emotional, aber nicht übertrieben. Überhaupt wenig Pathos. Der Erzählstil ist sehr gleichmässig, es gibt keine Effektballungen oder grosse Schwankungen in der Erzählgeschwindigkeit. Überhaupt keine übertriebenen Effekte. Die riesigen Wellen sind beeindruckend aber nicht Hollywoodmässig dramatisch, sie wirken mehr wie aus einer beängstigenden Dokumentation.
Und auch wenn dies ein Science-Fiction Film ist der grösstenteils im Weltall spielt stehen hier die menschlichen Emotionen und Verhalten an erster Stelle egal ob lokal auf einer Farm im mittleren Westen oder anderswo mit grundsätzlicher Bedeutung für die Zukunft der Menschheit. Die Geschichte ist in sich geschlossen, natürlich an sich Unsinn (Reisen durch Wurmlöcher usw.) aber in sich passt es wenn man sich auf die Grundidee einlässt. Mir fehlte nur der Einstieg in die Rekursion aber den kann ich auch verpasst haben.

Aufgrund seiner Erzählweise (und der beeindruckenden Bilder) sollte man den Film aber wohl im Kino sehen, ich glaube zu Hause hätte ich zu viel Ablenkung die mich stimmungsmässig “raus” bringen würde. Den Film muss man am Stück und im dunkeln sehen.

Der letzte Trailer passt jetzt auch wirklich gut zum Film:

tweetbackcheck