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Per Google Street View ins Kino

Flensburg

Zufällig gefunden: man kann das Flensburger (vermutlich alle) UCI Kino per Google Street View erkunden.

Offenbar kann man auch selbst die Rundum-Bilder machen und in Google Maps einbinden und UCI hat das getan.
So kann man das Kino mit allen Säälen ansehen. Ein Film läuft nicht cool , bei der Treppe zu den großen Säälen oben kann man leicht daneben rutschen und einen Eingang in die Technik hab ich auch nicht gefunden wink. Trotzdem eine interessante Sache, auch wenn ich das Kino schon seit bestehen und zwei anderen Namen kenne tongue.

Um sich andere UCI Kinowleten anzusehen geht man auf der Homepage auf Kinoinfos, kann unter dem Teaserbild die Filiale auswählen und unten auf der Seite ist dann die 360° Ansicht.

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gesehen: Wie Männer über Frauen reden

Die gestrige Sneak war wieder ohne Trailer, also fing der Film früh an und war auch schnell vorbei. Das war ganz gut, denn Wie Männer über Frauen reden erzählt seine Geschichte in den ersten drei Minuten, der Rest ist Füllmaterial.

Es ist die Geschichte von drei Männern, so von mitte Dreissig bis anfang Vierzig. Im Mittelpunkt steht Frankie (Barnaby Metschurat), er ist Single und steigt jedem Rock hinterher dessen Trägerin volljährig ist. Sein Kumpel DJ (Oliver Korittke) ist Anfang 40, geschieden und ähnlich unterwegs. Dazu gehört noch Sportskanone (Daniel Faust), der als einziger verheiratet ist, und DJs Sohn Martini (Frederick Lau).
Alle haben sie so ihre Beziehungsprobleme, im Mittelpunkt steht aber wie erwähnt Frankie. Schon in den ersten Szenen erledigt sich der Film quasi selbstständig als er eines seiner Betthäschen nach Hause schickt weil eine Freundin zum übernachten kommt. Das geht seit über 10 Jahren so, dass Tine (Ellenie Salvo González) nach der Arbeit in der Kneipe den kürzeren Weg nimmt und bei ihm übernachten. Gelaufen ist nie etwas zwischen den Beiden und sie können es sich auch nicht vorstellen, sie sind mit ihrem Arrangement zufrieden. Und als Zuschauer ist nach vielleicht einer Minute klar wohin die Reise geht normal.

Es kommt, wie es kommen muss, die folgenden anderthalb Stunden sind eine Aneinanderreihung von so ziemlich jedem Klischee und tausendfach gesehenen Mann-Frau Missverständnissen. Zu jeder Sekunde ist klar, daß die beiden sich kriegen, der Film dazwischen kommt einem einfach überflüssig vor.

Zwei gute Dinge sind mir nach dem Film gestern aber positiv aufgefallen:

  1. Die Musik ist echt gut
  2. Der Film dauert nur knapp anderthalb Stunden
Natürlich ist das Thema schon unendlich oft verfilmt worden, aber hier kommt einem wirklich jede Sekunde verschwendet vor. Das liegt nicht an den Schauspielern, die spielen ihre Rolle gut, das Drehbuch ist einfach schlecht. Es hätte leicht neben Friedrich Merz’ Steuererklärung auf den Bierdeckel gepasst. Wenigstens waren die Schreiber konsequent und haben ihren Rollen nichtmal vollständige Namen gegönnt, neben den erwähnten Darstellern gibt es z.B. noch Mädchen, Chefin und Braut.

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gesehen: Bauernopfer - Spiel der Könige

Nach dem Reinfall mit Triple 9 letzte Woche konnte es fast nur besser werden.
Die Sneak gestern brachte nicht nur Filmtrailer, die letzte Woche auch ausgefallen waren, sondern auch eine ganz andere Art Film der mir sehr gefallen hat: Das Schachdrama nach wahrer Begebenheit Bauernopfer – Spiel der Könige:

Erzählt wird die Geschichte von Bobby Fischer, der in den 1950er Jahren schon als kleiner Junge ein überragendes Verständnis für das Schachspiel hat. Mit 15 wird er 1958 zum Großmeister ernannt und schlägt 1959 das erste Mal einen sowjetischen Großmeister.
Mitten im kalten Krieg hat er als einer von wenigen, wenn nicht als einziger Amerikaner die Chance die domierende Sowjetunion zu schlagen. Er wird auch in der allgemeinen Bevölkerung ein Star, Sportsender übertragen die Schachspiele vergleichbar wie Boxkämpfe. Fischer will die Sowjets schlagen, entwickelt aber sehr merkwürdige Allüren. So äussert er sich antisemitisch obwohl er selbst Jude ist und fühlt sich verfolgt.
Er bestreitet zahllose Turniere und schliesslich kommt es 1972 in Reykjavík zum “Kampf des Jahrhunderts” gegen den sowjetischen Schachweltmeister Boris Spasski.

Nicht nur in der Öffentlichkeit damals, auch der Film schildert Schach als Schlacht, als Psychokrieg. Was es ja auch ist. Wobei der Psychokrieg nicht nur zwischen Fischer und seinen Gegnern statt findet, sondern auch in seinem Kopf gegen sich selbst (der Wikipedia-Artikel gibt da auch viel Hintergrund).
Der Film ist spannend auch wenn man kein Schachspieler ist und setzt komplett auf die Person Fischer und seine Psychospielchen und -psychosen. Spannung ohne Action, aber man muss sich halt auf das recht abstrakte Thema einlassen.

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gesehen: Triple 9

Nach einiger Zeit war heute mal kein Handballspiel am Mittwoch, so daß ich es mal wieder in die Sneak geschafft habe. Es gab ausser dem Werbespot für amerikanisches Eis der seit drei Jahren die gleichen neuen Sorten anpreist fast keine Werbung, keine Trailer sondern gleich den Film: Es lief Triple 9:

Da ich in 140 Zeichen sogar die vermutete Zweitverwertung abhandeln konnte dürfte offensichtlich sein, was von der Handlung zu erwarten ist: Nichts interessantes, nicht einmal den manchmal brutalen Szenen gelingt es, einen wach zu halten. Bei beinahe jeder Szene sieht man in den ersten Sekunden wie sie ausgehen wird, es ist eine Aneinanderreihung von Klischees im Quadrat. Die schwarze Gang kennt nur die Worte Bitch! und Motherfucker!, der gute Cop im Hintergrund ist ein Trinker und hat den ruhigen Durchblick, der neue weiße Aussenseiterpolizist spielt brav seine rebellische Rolle.
Alles schon tausendmal gesehen, sehr oft wesentlich besser und wenn man es geschafft hat bis zum Ende wach zu bleiben bleibt ein Gefühl von “im Prinzip hätte man ja was draus machen können”. Hat man aber nicht.

Der Trailer:

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gesehen: The Hateful 8

Samstag waren wir in der Spätvorstellung um uns den neuesten Strefen von Kultregisseur Quentin Tarantino anzusehen: The Hateful 8:

Der Großteil des Films spielt komplett in “Minnies Miederwarenladen”, eine Kutschstation auf halber Strecke zum eigentlichen Ziel, dem Ort Red Rock, in dem sich acht unterschiedliche Charaktere treffen und Zuflucht vor einem Blizzard suchen.
So treffen Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell) der die Verbrecherin Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) nach Red Rock bringen will zusammen mit dem unterwegs aufgelesenen Kopfgeldjäger Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson) und dem zukünftigen Sherriff von Red Rock Chris Mannix (Walton Goggins) in Minnies Miederwarenladen ein und treffen dort auf den britischen Henker Oswaldo Mobray (Tim Roth), Joe Gage (Michael Madsen), de Ex-Südstaatengeneral Sandy Smithers (Bruce Dern) und den Mexikaner Bob (Demián Bichir) der vertretungsweise den Laden führt. Ausserdem dabei ist der Kutscher O.B. Jackson (James Parks). Alle müssen ein paar Tage miteinander auskommen und jeder misstraut jedem. Nur Daisy scheint es locker zu nehmen, viel zu verlieren hat sie nicht, in Red rock soll sie gehängt werden.
Es ist ein Kammerspiel das sich entwickelt, in der ersten Hälfte besteht der Film fast nur aus Dialogen und den Reibereien zwischen den Charakteren. Die drehen sich hauptsächlich um die Herkunft, Nord- oder Südstaaten. Major Marquis Warren ist als einziger Schwarzer in der Runde immer wieder ein Reibungspunkt, aber auch ohne ihn prallen die Ansichten aufeinander. Inhaltlich dreht es sich hauptsächlich um die Sklaverei und den vergangenen Bürgerkrieg, der Blizzard und Minnies Miederwarenladen sind nur Kulisse. Erst in der zweiten Hälfte geht es Tarantino-typisch blutig zur Sache, aber auch hier erstmal sachte und das Nord- und Südstaatenthema bleibt immer vorn.
Der Film kam mir vor allem im ersten Teil sehr lang vor, es passiert einfach nicht viel bzw. hauptsächlich im Dialog. Ein Highlight ist immer die ganze Zeit Jennifer Jason Leigh als Daisy, dafür hat sie wirklich einen Preis verdient. Oder mehrere. Samuel L. Jackson ist auch sehr gut, bei ihm ist es die Rolle die sich im Verlauf des Films immer weiter steigert. Enttäuscht war ich dagegen sehr stark von Tim Roth. Es ist vielleicht auch die Schuld des Requisiteurs oder Tarantinos, aber er sieht optisch aus wie eine Kopie von
Dr. King Schultz AKA Christoph Walz im brillianten Django Unchained und versucht auch ähnlich distinguiert zu reden. Beides geht so dermassen daneben, dass es traurig ist. Sein Charakter ist ein Engländer im Wyoming, wahrscheinlich hat hier die Synchronisation versagt. Insgesamt wirkt er so aber völlig deplaziert.
In der zweiten Hälfte wird es wie gesagt Tarantino-typisch blutig und wie gewohnt eher Ciomichaft übertrieben. Das Sklaventhema bleibt immer präsent aber der Film steigert hier sein Tempo, verliert seine Längen und wird zu einem typischen Tarantino.

Insgesamt hab ich so meine Probleme mit dem Film, er ist gut und auch die Inszenierung als Kammerspiel ist an sich gelungen. Es ist vielleicht die Südstaaten/Sklavenproblematik die so sehr im Vordergrund steht die dafür sorgt, dass ich vor allem in der ersten Hälfte des immerhin gut 3 Stunden langen Films nicht so recht mit ihm warm geworden bin.
So recht weiss ich es nicht, vielleicht war es die Kombination aus hierzulande nicht so präsentem Thema und dem langen Kammerspiel. An den einzelnen Faktoren eher nicht, ich halte z.B. Die zwölf Geschworenen für ein absolutes Meisterwerk und das ist auch ein Kammerspiel um das amerikanische Rechtssystem.
Von daher komme ich zu dem Schluss, dass es eindeutig ein Tarantino ist, auch sein guter Film aber nicht so recht mein. Der Trailer setzt wie so oft einen etwas anderen Schwerpunkt, aber er gehört dennoch zum Film:

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gesehen: Dirty Grandpa

Selten, aber es kommt vor: wir sahen in der gestrigen Sneak vor dem Film auch seinen Trailer. Es lief Dirty Grandpa mit Robert De Niro:

Um meinen Tweet zu verstehen solltest Du dir erst einmal den Trailer (den die Autokrrektur zum Trainer gemacht hat) ansehen:

Die Frau von Dick Kelly (Robert De Niro) ist gestorben und direkt nach der Beerdigung verpflichtet er seinen Enkel Jason (Zac Efron) dazu, mit ihm am nächsten Tag nach Florida zu fahren, wie Dick und seine verstorbene Frau es immer getan hatten “Grandma hätte es auch gewollt”. Da nutzt keine Intervention von Jasons Vater und Dicks Sohn David und auch die in einer Woche bevorstehende Hochzeit von Jason nichts. Grandpa braucht ihn als Fahrer.
Jason hat eh nicht viel zu sagen, er wollte Fotograf werden und ist statt dessen Anwalt in der Kanzlei seines Vaters geworden und soll in einer Woche Meredith, die Tochter des Partners seines Vaters heiraten. Beide geben ihm seine Meinung vor und auch Grandpa hat ihn gut im Griff.
Und so machen sich beide auf den Weg nach Florida, Jason mit Stock im Arsch und Grandpa hat immer einen Drink in der Hand und ist nur hinter Frauen her. Die Handlung ist in etwa genau so wie man sie sich nach dem Trailer vorstellt, wobei man hier im Trailer keinesfalls schon die besten Szenen sieht sondern eher nur die harmlose Spitze des Eisbergs.
Wer einfachen, flachen Humor hat kommt hier schon voll auf seine Kosten, der Film driftet aber irgendwie trotzdem nicht ab und das lieft an Robert De Niro. Zac Efron spielt den Anwalt mit Stock im Arsch schon gut, aber De Niro spielt ihn an die Wand. Man nimmt ihm als Rolle und auch als Schauspielerpersönlichkeit ab, dass dieser Grandpa überhaupt nicht so ist wie ein Opa eigentlich “sein sollte”.
Und er ist auch nicht so wie ein normaler Opa, er ist aber auch nicht so ein notgeiler Sack wie er scheint. Opa hat mehr im Sinn als sein Enkel ahnt und auch als Zuschauer fällt man erstmal darauf rein, eingelullt davon, dass die Handlung an sich schon mit dem Trailer klar ist. Alles was man sich nach dem Trailer als Handlung vorstellt ist auch drin, inklusive schnulziger Hochzeitsszenen zum Ende hin, aber da ist halt auch noch mehr.
Dieser Zusatzaspekt von Grandpas Persönlichkeit (dieses mehr als die ansonsten vorhersehbare Handlung) und vor allem Robert De Niro als Schauspieler machen für mich hier den Unterschied. Es ist ein großartiger Spaß und mit kaum einem anderen Schauspieler hätte es für mich funktioniert.
Ob man ihn im Kino sehen muss oder auf ein Videorelease wartet muss jeder selbst wissen aber auf jeden Fall ist der Film super Unterhaltung und wir haben uns im Kino prächtig amüsiert laugh

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gesehen: Victor Frankenstein - Genie und Wahnsinn

Die Sneak gestern brachte eine bekannte Geschichte wieder einmal auf die Leinwand. Aber anders als gewohnt, Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn erzählt die bekannte Geschichte im Fantasy-Gewand aus der Perspektive des Assistenten Igor:

Igo (Daniel Radcliffe wird von Victor Frankenstein (James McAvoy) im Zirkus entdeckt, befreit und zu seinem Assistenten gemacht. Igor führt erzählend durch den Film der die grob bekannte Geschichte ins viktorianische London verlegt. Zwar ist die Geschichte schon von Grunde auf eher Fantasy, hier aber noch etwas plakativer und vielleicht mit einem Hauch Steampunk.
Die Geschichte aus Igors Sicht zu erzählen ist eine gute Idee, der Film ist auch gut gemacht, vor allem James McAvoy hat mir gefallen. Zudem ist noch eine einfache Liebes- und Detektivgeschichte eingebaut worden, zusammen mit der Action der Handlung und der neuen Perspektive hat er alles zu einer gelungenen Neuinterpretation. Leider übertreibt er es und wird zu sehr buntes Hochglanzeffekt-Popcornkino. Ein wenig mehr Fokus auf Igos Charakter und dessen Rolle zwischen Partner und Assistent und Inspector Turpin Andrew Scott, Moriarty aus Sherlock), dessen Rolle auf mich irgendwie nur notdürftig angeflanscht wirkte, hätte dem Film IMHO sehr viel gebracht.

Letztlich bleibt von dem Film nur die neue Perspektive, der Rest wird zu einem weiteren überflüssigen Hollywood Hochglanzremake. Unterhaltsam aber letztlich halt auch nur ein weiterer Frankenstein-Film. Dabei wäre mehr drin gewesen.

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