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Zurück in die Vergangenheit mit Zurück in die Zukunft

Gerade komme ich aus dem Kino, es gab Zurück in die Zukunft.

Der Film ist von 1985 und das merkt man ihm auch an. Die Musik ist grossartig (Huey Lewis!) und verglichen mit aktuellen Filmen hatte er deutlich mehr Handlung.
Die Haupthandlung selbst ist genauso viel oder wenig wie heute auch, aber das ganze drumherum wird viel ausführlicher erzählt. Damals™ wurden auch noch Charaktere von Nebenfiguren entwickelt.

Es war jedenfalls herrlich den alten Film nochmal auf der grossen Leinwand zu sehen. Schöne Sache von UCI, Ghostbusters hatte ich auch schon im Kino gesehen.
Für alle, die sich nicht mehr an die Handlung von Zurück in die Zukunft erinnern, hier noch ein Speedrun:

gesehen: Gravity 3D

Gestern war ich spontan im Kino zu Gravity in 3D und in der OV.

Was für ein Film! Gravity kann man wohl jetzt schon als Meisterwerk bezeichnen, sowohl von der Erzählung als auch von der Umsetzung her. Ein Space Shuttle ist gerade dabei das Hubble Teleskop re reparieren als sie die Mitteilung bekommen, dass eine geplante Zerstörung eines russischen Satelliten auf der anderen Seite der Erde eine Trümmerwolke erzeugt hat die immer mehr Satelliten zerstört und sich auf sie zu bewegt. Abbruch, evakuieren!

Missionsspezialistin Dr. Ryan Stone wird ohne Halt und Absicherung ins All geschleudert, nur ihr Kollege Kowalski kann sie noch erreichen. Gemeinsam müssen sie mit ansehen wie das Shuttle getroffen wird…

Lass dich nicht irritieren, das ist nicht wirklich ein Actionfilm und auch keine Science-Fiction, uns fehlen real nur mittlerweile die Space Shuttle. Auch das Szenario Weltall ist mehr Mittel zum Zweck. Es ist kalt, leer und Lebensfeindlich. Die Lage scheint ausweglos, wie geht man damit um? Dr. Stone muss allein versuchen einen Ausweg zu finden, vielleicht irgendwie über die ebenfalls evakuierte ISS die ebenso in Sichtweite ist wie die heimische Erde, die auch nur gut 500km entfernt ist.
Die Erzählung ist wirklich beeindruckend und beklemmend, dazu trägt auch das 3D bei, das hier endlich mal kein Selbstzweck ist sondern unterstützt durch die Kamerführung ein Gefühl der Schwerelosigkeit vermittelt, ebenso wie hilfloses Chaos beim Einschlag der Trümmer. Überhaupt, die Kamera: am Anfang gibt es eine Virteilstunde lang keinen einzigen Schnitt, die Kamera folgt nur völlig Schwerelos den arbeiteten Astronauten. Auch später gibt es keine grossen Schnitte, man spart nur längere Kamerafahrten. Auch gibt es keine dramatischen Schnitte zur Bodenstation wo irgendwelche Techniker fieberhaft nach einer Lösung suchen. Von Houston hört man nur anfangs die Routinekonversation, später ist Funkstille. Man bleibt die gesamte Zeit allein mit Dr. Stone in der Leere des Weltalls.

Ein packendes, beklemmendes Meisterwerk. Keine Science-Fiction oder Weltraumoper, ein menschliches Drama.

gesehen: Star Trek Into Darkness

Gestern war ich also im Kino um den neuen Star Trek Film Into Darkness zu sehen.

Ticket Star Trek Double Feature

Es war das Double Feature mit dem grossartigen Neustart der Star Trek Reihe von 2009 und anschliessend der neue Teil Star Trek Into Darkness.
Star Trek von 2009 hatte die Serie neu gestartet und in die Gegenwart geholt. Die Charaktere kennt man, aber alles ist etwas anders, wir haben eine neue Realität ohne alte Zöpfe. Schon der erste Film war grandios und in Into Darkness legt J.J. Abrams richtig los. Nachdem ich den Film gesehen habe muss ich den Trailer den ich gestern verlinkt hatte loben, er zeigt viel, aber fast nichts ist im Film so wie es im Trailer scheint. Anfang – Ende – Zusammenhänge reimt man sich anhand des Trailers anders zusammen als es tatsächlich kommt.
Auch sieht man im Trailer nicht nur die besten Szenen oder Highlights des Films. Da wird es überhaupt schwer etwas herauszustellen, der gesamte Film startet mit einer finalwürdigen Action und lässt bis zum wirklichen Ende kaum nach, steigert sich immer weiter. Verschnaufen kann man in den 10 Sekunden in denen Kirk und Spock zu Admiral Pike gehen, ich glaube damit verrate ich nicht zu viel aus der Handlung wink
Es fällt schwer den Film zu beschreiben ohne zu viel zu verraten, J.J. Abrams hatte wie erwähnt die Zöpfe abgeschnitten und muss eigentlich auf nichts mehr Rücksicht nehmen, aber der Film ist aber trotzdem ein würdiger Star Trek. Die Charaktere sind gut und glaubwürdig als junge Varianten der bekannten Personen im neuen Universum. Beeindruckend ist hier vor allem Bösewicht Benedict Cumberbatch (Sherlock). Er übertrifft die Crew der Enterprise noch deutlich, hat aber auch die passende Rolle dafür. Auch hier ist nicht alles so wie es scheint, vor allem was das Attribut “Bösewicht” angeht.

Dieser Film ist toll, als Star Trek Fan ist er eine gelungene Hommage vor allem an den “ersten” zweiten Kinofilm Der Zorn des Khan und wenn man bisher mit Star Trek nichts am Hut hatte funktioniert er genauso, auch ohne den Vorgänger gesehen zu haben. Der diente vor allem dazu sich von den “Altlasten” zu trennen. Und wer einfach nur auf Action steht wird auch nicht enttäuscht.
Auch dieser Film ist natürlich in 3D und auch hier ist es eigentlich überflüssig. Es bringt keinen Mehrwert zu normalem 2D, stört zum Glück aber auch kaum.

Nachtrag: Diese Kritik von Filmstarts.de beschreibt auch einen Teil der Handlung ohne zu viele Spoiler, kann man gefahrlos lesen ohne sich Überraschungen zu verderben smile

In die Finsternis

…und mir Benedict Cumberbatch (Sherlock) als Khan ansehen:


Und vorher gibt es im Double Feature noch den Vorgänger und reboot der Serie Star Trek:

"In die Finsternis" vollständig lesen

Videothek Youtube

Seit Ende letzter Woche gibt es bei Youtube nun auch ganze Filme. Keine Raubkopien oder Filme unter CC sondern normale Kinofilme.

Unter www.youtube.com/movies findet man nun (geschätzt) 20 Filme in verschiedenen Kategorien. Weil die Filme teils in mehreren Kategorien sind ist es mir gerade zu mühsam zu zählen cool
Eingeteilt sind die Filme in die Kategorien “Dokumentationen”, “Horror”, “Science-Fiction”, “Familie”, “Action und Abenteuer” sowie “weiter Filme”. Vom Reiseführer über Fritz Langs M gibt es auch bekannte Klassiker, wie Dune — Der Wüstenplanet:


Weitere Filme sollen folgen, ich bin gespannt…

gesehen: Iron Sky

Schon letzten Donnerstag waren wir zum Start in Iron Sky. Ja, ich hätte schon früher (und nicht nur vorher) drüber schreiben sollen, aber gezwitschert hatte ich unmittelbar nach dem Abspann schon alles wichtige:

laugh

Über den Film grundsätzlich und überhaupt sowie seine Meinung hat Jörn Schaar ausführlich geschrieben, die “20minuten” aus der Schweiz halten ihn gar für “Der beste Film des Jahres“.

Ich meine: Eine herrlich groteske Komödie!

Erwarte keine tiefe Gesellschaftskritik (obwohl durchaus diverse Politiker ihr Fett wegkriegen) oder gar historische Aufarbeitung. Dieser Film soll einfach nur Spaß machen und das tut er.
Dieser Film ist ein riesen Spaß und je mehr Science-Fiction und Steampunk Du kennst desto mehr Spaß bzw. Zitate in Wort und Bild kannst Du entdecken. Die liebe zum Detail ist eine echte Freude und bei der Optik fragt man sich warum andere Filme die das 10-20 fache gekostet haben nicht so gelungen wirken.

Wenn Du lachen magst sieh’ Dir diesen Film an, wenn Du Geschichte willst sieh Dir ZDF History an, Guido Knopp zeigt eh nur Nazigeschichte bis sie zu den Ohren rauskommt.

Und weil es so schön ist hier noch einmal der deutsche Trailer:

"gesehen: Iron Sky" vollständig lesen

gesehen: Carmen 3D

Am Samstag waren wir im Kino und haben uns die Oper Carmen angesehen. In 3D. Meine erste Oper.

Oper im Kino

Das Kino ist nicht gerade das erste was einem in den Sinn kommt wenn man an Oper denkt, auch deshalb war ich gespannt auf eine Oper im Kino. Die UCI Kinowelt in Flensburg zeigt sogar relativ viele Opern.
Carmen 3D ist dabei eine Ausnahme, denn es ist eine Produktion die für das Kino gemacht ist. Sie soll wohl zeigen was möglich ist, bzw. dass es Möglich ist. Produziert worden ist sie von RealD, den Herstellern des 3D-Verfahrens das im UCI eingesetzt wird.

Das Erlebnis

Eine Oper ist — man verzeihe mir diese einfache Anfängerformulierung — eine gesungene Geschichte. Die Lieder aus Carmen kennt jeder. Wirklich jeder, auch Du. Die Geschichte die in Carmen 3D auf französisch erzählt bzw. ersungen wird muss man sich nicht vorher durchlesen um sie zu verstehen, Einsteigertauglich gibt es Untertitel. Da die Geschichte nicht sehr komplex ist muss man dabei nicht viel lesen, das wichtigste ist aber eh die Musik und die Stimmung.
Kino, 3D, Untertitel — das klingt nicht sehr nach einem Opernerlebnis. Aber es funktioniert. Nicht nur für Operneinsteiger wie mich, wir hatten jemanden dabei die schon einige Opern in Opernhäusern gesehen hat und auch hier funktioniert es. Es ist natürlich anders und man darf es nicht direkt vergleichen, da gewinnt die echte Oper immer. Aber auch im Kino hört man die Musik, man sieht das Schauspiel und kann voll eintauchen.
Die 3D Technik ist hier ein Vorteil weil das Stück direkt auf der Bühne aufgenommen wurde, man ist wirklich dabei. Aber sie hat eine technische Schwäche die hier mehr auffällt als bei einem Film: die Schärfentiefe ist begrenzt, die Kamera nimmt ein dreidimensionales Bild auf, muss sich dabei aber auf etwas scharf stellen. Als Zuschauer fällt das auf weil die Technik an sich so gut funktioniert. Das Bild ist echter, lebendiger als eine normale Projektion auf die Leinwand. Als Folge blickt man sich um und sieht sich auch Bereiche an die die Kamera nicht scharf aufgenommen hat. Und in dem Moment empfindet man die 3D-Technik als Nachteil, weil auffällt dass sie doch nicht perfekt ist.
Am besten fährt man wenn man sich auf die Bildregie einlässt und versucht nicht zu viel Abseits der Handlung genau zu betrachten.

Ein weiterer Punkt der mir aufgefallen ist, ist das der Ton nicht wirklich gut klingt. Er ist nicht schlecht, aber von einer Oper habe ich mehr erwartet. Es klingt teilweise wie normales Stereo, vielleicht sogar ein Tick zu lesen. Achtet man aber drauf hört man raus dass es durchaus mindestens 5.1 Sourround ist, wahrscheinlich sogar 7.1. Auch das mit der Lautstärke täuscht. Das merkt man spätestens dann wenn viele Leute singen, vor allem wenn es Frauen sind. Denn dann ist es beeindruckend laut. Die Dynamik stimmt also. Eine Oper spielt sich vorn auf der Leinwand ab, also gehört der Ton auch dort vorne hin. Die Dynamik passt auch wenn man die Stellen an dem nur einer Singt mit den “Massengesängen” vergleicht.
Trotzdem habe ich das Gefühl dass man es besser hätte machen können und sollen. Das kann an meinem ungeübten Gehör leigen, aber ich glaube wirklich, dass mehr hier wirklich mehr gewesen wäre.

Dem Gesamterlebnis tut Beides aber keinen Abbruch. Wenn man drüber nachdenkt hätte man das Erlebnis sicher noch steigern können, aber es war auf jeden Fall ein Besuch der sich gelohnt hat!

Kino statt Oper?

Wir hatten wie erwähnt jemanden dabei die schon diverse Opern richtig gesehen hat. Und auch ihr hat es gefallen. Es ist sicher kein Ersatz für ein Opernhaus, aber das muss man erstmal in Reichweite haben. Und auch wenn die Karten teurer waren als ein normaler Film sind sie immer noch viel billiger als in der richtigen Oper.
Leute die Carmen kennen werden bemängeln dass Carmen 3D gekürzt ist, Laufzeit sind 170 Minuten, also knapp 3 Stunden, mit 20 Minuten Pause. Als Einsteiger merkt man dass die Geschichte nach der Pause schneller erzählt wird, aber es stört nicht, es passt weiterhin.
Gerade für Einsteiger finde ich Carmen 3D aber gerade deswegen sehr gut geeignet: es ist mit knapp 3 Stunden nicht zu lang und durch die Untertitel versteht man auch ohne sich vorzubereiten worum es geht.
Und ich denke auch wer schon in richtigen Opern war kann die Vorstellung geniessen, vorrausgesetzt man kann sich davon frei machen es ständig zu vergleichen. Es ist kein Opernhaus. Akzeptiert man das funktioniert es.

Kino statt Oper!

Jetzt lehne ich mich etwas aus dem Fenster, aber auch das werden wir wohl in den nächsten Monaten prüfen:
Ich erwähnte am Anfang, dass Carmen 3D eine Ausnahme sei. Und die besteht darin dass es eine Produktion für das Kino ist. Es ist die einzige Oper dieser Art die im (Flensburger Multiplex-) Kino läuft. Alle anderen Opern sind Live-Übertragungen aus der MET.
Von Oktober bis April werden pro Monat ein oder zwei Opern live aus New York übertragen. Nicht in 3D von der Bühne, sondern ganz klassisch. Und das dürfte auch etwas für richtige Operngänger sein, denn auch wenn auch das natürlich nicht die Kino in einen echten Opernsaal verwandelt sieht man hier die komplette Oper und das wie mir gesagt wurde in Starbesetzung. Das dürfte es für alle interessant machen die nicht mal eben nach New York fliegen können und denen es um die Oper an sich geht. Man verliert einen Großteil der Atmosphäre, aber dafür zwahlt man auch weniger und hat überhaupt die Chance die Vorstellung zu sehen.

Kino ist kein Ersatz

Das Kino ersetzt nicht die Oper. Wer die Wahl hat wird und sollte immer die echte Oper bevorzugen. Aber es ist einge schöne Ergänzung, qualitativ unter dem Opernhaus.
Es erweitert das Spektrum und ermöglicht es mehr Leuten in die Oper zu gehen. Preislich und Geografisch. Letzteres kann es auch interessant machen für altgediente Operngänger machen.

So, nun darfst Du mich gern als ungebildeten Idioten verreissen, der Vollständigkeit halber hab ich in den erweiterten Bereich noch den Trailer zu Carmen 3D gepackt:

"gesehen: Carmen 3D" vollständig lesen
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