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gesehen: Abschussfahrt

Gerade komme ich aus dem Kino, es lief Abschussfahrt, eine deutsche Teenie-Komödie.
Das versprach vom ersten Moment an kein Film zu sein der mir gefallen würde. Aber manchmal kommt es anders als man denkt:

Der Film handelt von einer Klassen Absch(l)ussfahrt nach Prag bei der ein paar weniger beliebte Jungs beschliessen mal richtig die Sau loszulassen. Wovon sie bisher immer höchstens mal geträumt haben.
Etwas dilletantisch gehen sie es an, zusammen mit dem autistischen Bruder einer Klassenkameradin im Schlepptau schleichen sie sich ins Prager Nachtleben. Das war immer wieder slaptstickartig lustig, ich hab viel spontan gelacht, vielleicht auch weil ich eigentlich davon ausgegangen war, dass das nichts für mich ist.
Ich war vielleicht nicht die Kernzielgruppe aber hab mich trotzdem herrlich amüsiert smile

gesehen: Kiss the Cook

Mit hungrigem Magen aus der Sneak gekommen, das lag nicht daran dass ich nichts gegessen hatte sondern am Film, es lief Kiss the Cook.

Mein Fazit-Tweet ist offenbar verschluckt worden, es war aber auch schwer genug überhaupt etwas passendes zu formulieren.
Zur Geschichte (kleine Spoiler):
Carl Casper ist Chefkoch in einem Restaurant das von einem bekannten Kritiker und Foodblogger besucht wird. Der Besitzer (Dustin Hoffman) will dass er nur die Standardgerichte serviert woraufhin der Kritiker ihn verreisst. Etwas verwirrt von der Onlinewelt die sein 10jähriger Sohn im zeigt legt er sich mit dem twitternden Kritiker an und alles eskaliert.
Ohne Job lässt er sich auf die Idee seiner Exfrau breitschlagen und fängt mit einem Imbisswagen als eigener Chef neu an.

Eigentlich war das jetzt mehr verraten als ich wollte aber sonst hat alles keinen Sinn und es ist letztlich auch nicht wichtig. Es geht eher um das menschliche der Geschichte. Carl ist Koch mit Leib und Seele und die Onlinewelt ist nicht sein zuhause. Daher eskalieren seine Tweets an den Kritiker und auch später ist er überrascht welche Wirkung ein paar Fotos seines Sohnes haben.
Er ist geschieden, hat aber noch Kontakt zu seiner Exfrau und Mutter seines Sohnes, sie versucht ihm auch zu helfen. Daraus wird dann der Imbisswagen und die Tour von Miami nach Los Angeles.
Die Geschichte ist nicht sehr tief und hat schrecklich viel Happy End aber der Film macht einfach Spass. Carl wird gespielt von Jon Favreau von dem auch das Drehbuch stammt und der auch Regie geführt hat.

Jon Favreau ist u.a. auch der Regisseur von Iron Man 1 &2 und Produzent bei Iron Man 3 und Avengers 2
Man merkt dem Film an, dass da viel Leidenschaft hinter steckt, daher sicher auch die ganzen Gastauftritte von Stars wie Dustin Hoffman, Scarlett Johansson oder Robert Downey Jr. die es überhaupt nicht gebraucht hätte. Es geht um den Koch, seine Leidenschaft und dass er sich mit der Selbstständigkeit befreit. Das Internet bzw. die sozialen Medien helfen ihm, er kommt seinem Sohn wieder näher, alles wird gut tongue
Aber das Hollywoodende stört nicht, der Film hat Leidenschaft und Charme und ich hab verdammt Hunger bekommen! Im Abspann sieht man auch wie Jon Favreau von einem Koch die Leidenschaft lernt. Er hat gut aufgepasst, ich brauch dringend das Rezeptbuch zum Film wink

gesehen: Hot Tub Time Machine 2

Gestern ging es wieder in die Sneak, es lief Hot Tub Time Machine 2. Den ersten Teil kannte ich nicht, vermutlich ist das aber auch kein Verlust. Ein Whirlpool als Zeitmaschine kombiniert mit derbem Fäkalhumor.

Ich schicke den Trailer gleich mal vorweg, er ist im Vergleich zum Film sehr harmlos:

Vom Trailer her sieht der Film ja sogar recht witzig aus, praktisch ist er vom Humor her sehr derbe um es wohlwollend auszudrücken. Es dauert keine Minute, dann ist der erste nackte Schwanz gross im Bild und auf dem Niveau geht es weiter. Einfacher Humor, das ist durchaus mal genau das Richtige, mir hier aber ein bis zwölf Stockwerke zu niedrig angesetzt. Mit einer grossen Menge Alkohol wäre das nicht passiert wink In den USA ist der Film R klassifiziert, in Deutschland ist er ab 12 freigegeben (PDF) was ich absolut nicht nachvollziehbar finde.
Als Film mit einfachem Humor ist er sicher nicht schlecht wenn man sich nicht an dem niedersten derb-sexuellem Niveau stört. Aber es hat vermutlich einen Grund warum das Bildformat Kinountypisch 16:9 ist, es würde mich nicht wundern wenn der Film das Kinorelease überspringt und direkt auf DVD/BD herauskommt.

gesehen: The Imitation Game

Heute ging es ins Kino aber nicht in die Sneak im UCI sondern ins 51 Stufen Kino zu The Imitation Game.
[Kleine Spoiler aber Alan Turing ist eine Figur der Geschichte und somit ist es eh bekannt] Der Film ist eine Filmbiografie über das Leben von Alan Turing, der brilliante Mathematiker der die theoretischen und praktischen Grundlagen für die moderne Informatik gelegt hat. Der Film handelt hauptsächlich von seiner Zeit in Bletchley Parc wo er im zweiten Weltkrieg daran mitarbeitete die deutsche Enigma Verschlüsselungsmaschine zu knacken. Und auch von seiner Homosexualität die illegal war und für die er verurteilt wurde. Erst 2013(!) wurde er posthum begnadigt…

Auch wenn Alan Turing eine bekannte Figur ist und ich die Geschichte seines Lebens kannte fesselt dieser Film. Das liegt zum einen am Drehbuch (für das es einen Oscar gab), zum viel größeren Teil aber an Benedict Cumberbatch der das introvertierte Genie beängstigend glaubwürdig spielt. Wer glaubt seine Darstellung des Sherlock sei genial wird hier eindrucksvoll eines besseren belehrt, gegen Cumberbatchs Turing ist Sherlock ein harmloses Kind. Turing ist ein mathematisches Genie mit autistischen Zügen und Cumberbatch spielt ihn so überzeugend, dass es einen bewegt, auch wenn man weiss wie es endet, enden muss. Ein beeindruckender Film.

gesehen: Big Eyes

In der heutigen Sneak lief Big Eyes, ein Drama nach einer wahren Geschichte von Tim Burton

Margaret verlässt 1958 ihren Mann und zieht mit ihrer Tochter nach San Francisco. Sie malt und lernt dabei den Wochenendmaler Walter Keane kennen. Sie heiraten und stellen zaghaft in einem Club ihre Bilder aus. Da sie beide nur mit dem Nachnamen signieren kommt es zur Verwechslung und Walter wird für den Schöpfer der Bilder der Kindern mit den grossen Augen gehalten. Walter, ganz Schwätzer Verkäufer nutzt die Gunst der Stunde und verkauft ein Bild als seines. Aus dieser Verwechslungslüge wird System und ein Kunstimperium das auf den Bildern von Margaret aufgebaut ist aber seinen Namen tragen. Sie werden reich doch irgendwann bröckelt die Fassade…

Ein schönes Drama nach einer wahren Geschichte. Walter Keane gab es wirklich (er starb 2000), Margaret lebt noch heute und mal noch immer (Keane Eyes Gallery). Die Geschichte ist schön erzählt, auch wenn man die historische Geschichte nicht kennt ist sie schön anzusehen auch wenn klar ist was passiert. Das Thema und die Zeit passt zu Tim Burton, das ist schon in der ersten Szene klar. Die knalligen Farben passen perfekt zu den 50’ern und Burton.
Die Rolle des Walter Keane wird herrlich gespielt von Christoph Waltz, das krampfartige Grinsen des Verkäufers hält er den ganzen Film durch, ich schaffe das nicht mal 3 Sekunden lang. Beeindruckend.
Eine wahre Geschichte wie aus einer harmlosen Verwechslung ein Imperium auf Lüge aufgebaut wird und Walter sich selbst wirklich für den Künstler hält. Ein Künstler war er offenbar, aber kein Maler

Lesenswert dazu auch der Artikel aus dem Guardian im Freitag zu Walter und Margaret Keane.

gesehen: Top Five

Gestern ging es wieder in die Sneak, es lief Top Five, ein Film von und mit Chris Rock (Hauptrolle, Drehbuch und Regie).

Chris Rock spielt Andre Allen, einen ehemaligen stand-up comedy Star der nach einigen sehr seichten Kinofilmen und alkoholbedingtem Absturz versucht endlich ins ernsthafte Fach zu wechseln.
Er steht unmittelbar vor der Hochzeit mit einem Reality-TV Sternchen, seine Zukünftige lässt sich rund um die Uhr filmen was auch ihm Aufmerksamkeit beschert. Um seinen ambintionierten Film über einen Sklavenaufstand in Haiti zu promoten ist er in New York und wird von einer Reporterin der New York Times begleitet.

Der Film dreht sich also um einen Comedystar der schon bessere Zeiten erlebt hat, eine Fernsehhochzeit und eine Reporterin die auch ihre Probleme und Geheimnisse hat.
Von der Handlung her ist fast alles vorhersagbar, keine Überraschung. Aber im Detail ist natürlich nicht jeder Szene vorhersehbar und so gibt es doch genug Unterhaltung obwohl man das Ende im Prinzip in der zweiten Minute vorhersagen kann. Aber auch bei Titanic weiss man vorher dass das Schiff untergeht wink
Von daher mein Fazit: Nichts was man gesehen haben muss aber doch Unterhaltsam und keine Lebenszeitverschwengung.

gesehen: Zu Ende ist alles erst am Schluss

Frisch zurück aus dem Kino muss ich erstmal den Film der Sneak verbloggen. Es lief Zu Ende ist alles erst am Schluss. Ich will meinen Tweet nach dem Film nur kurz etwas erläuten:

(Kleine Spoiler) Etwa zeitgleich stirbt Romains Opa sein Vater wird Rentner. Romains Vater und dessen Brüder bringen die Oma / ihre Mutter in ein Heim, Romain besucht sie dort regelmässig. Das Rentnerdasein ist für Romains Eltern nicht einfach und die Oma haut aus dem Heim ab. Romain bekommt raus wo sie hin ist und fährt ihr nach.

Klingt vielleicht etwas wirr, letztlich ist es aber die Oma die von den Söhnen ins Heim gesteckt wird nachdem ihr Mann stirbt, der Vater als frischer Rentner woran sich die Beziehung erst anpassen muss und der Enkel der sich um die Oma kümmert. Und wenn ich das hier so schreibe ist diese Beschreibung gefühlt schon mehr Handlung als man in den gut anderhalb Stunden Laufzeit sieht. Der Film hat kaum eine Handlung die man als solche wahrnimmt, ich habe es direkt nach dem Film damit verglichen sich auf eine Bank zu setzen und die Autos zu beobachten. Das wurde von M. gleich bestritten weil man dabei ein interessantes Auto sehen könnte. Am besten fand ihn aus unserer Gruppe wohl U. der sehr vehemend 4 von 10 Punkten verteidigt hat. Die seien dem Film gegönnt, mein Fall war er aber überhaupt und gar nicht. Wir konnten uns nicht einmal auf ein Genre einigen und haben es bei “französischer Film” belassen was aber auch falsch ist denn alle französischen Filme die wir letztes Jahr in der Sneak hatten waren Klasse.

Einen Preis hat aber derjenige verdient, der den Trailer geschnitten und mit Musik unterlegt hat, im Trailer wirkt der Film richtig gut, danach hätte ich ihn mir auf jeden Fall angesehen. Die Szenen sind alle aus dem Film aber wer aufgrund des Trailers in den Film geht kann nur enttäuscht werden: