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Wake on LAN unter Gentoo repariert

Linux

Wake on LAN, also das starten eines Rechners per Befehl aus dem Netzwerk, ist eine sehr praktische Sache, ich benutze es sehr oft um von weiter Weg was nachzusehen.
Ich bin zu Haus per DSL-Router immer im Internet und eben jener DSL-Router (Linksys WRT54GL mit DD-WRT als Firmware) kann bei Bedarf auch den Rechner starten. Ne Minute warten und ich kann auf den Rechner zugreifen. Sehr praktisch und auch Strom sparend, man muss den Rechner nicht auf Verdacht eingeschaltet lassen nur weil man evtl. etwas vom Rechner braucht.
So weit, so gut, doch so kaputt seit einiger Zeit bei meinem Rechner.
WOL funktionierte zuverlässig bei mir, aber nachdem ich ich nach dem Unfall wieder zu Haus war hat eines der anstehenden Updates etwas zerschossen. Was genau es war weiss ich nicht, ein Indiz war aber die Option “RC_DOWN_INTERFACE“ die es mittlerweile unter Gentoo in der /etc/conf.d/rc gibt und per Default auf yes steht und die Funktion in der Netzwerkkarte explizit ausschaltet. Dumm gelaufen. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass nach meiner Auszeit einfach zu viele Updates anstanden und ich von daher nicht alle Changelogs durchgearbeitet habe. Ein Ändern auf no brachte aber auch keinen Erfolg, also war diese Option nicht Schuld. Da mich das jetzt aber nervte hab ich mich mal drangesetzt und nach kurzem googeln eine Anleitung im Gentoo-Wiki gefunden für WOL.
Neben erwähntem Parameter wird dort noch beschrieben wie man mit ethtool prüft, ob die Funktion in der Netzwerkkarte eingeschaltet ist und, für mich wichtiger, erwähnt, dass ethtool mit 3Com-Karten das nicht kann. Ich hab nun aber ne 3Com im Rechner stecken. Grmpf. Also den auch im Wiki-Eintrag erwähnten Treiber-Parameter gesetzt, dafür vorher den Treiber aus dem Kernel geworfen und als Modul gebaut, und voila: es funktioniert wieder. :-)
Da war wohl bei den Updates diese Funktion in der Karte deaktiviert worden. Vermutlich klappte das Abschalten der Funktion gemäss der neuen Direktive in der rc noch, aber die Karte merkt sich das und schaltet es per Default nicht ein und den Parameter auf no zu setzen schaltet es nicht explizit ein sondern verhindert nur das Ausschalten. Wenn dem so ist funktioniert diese Logik aber nur bei Karten, die die Funktion per Default immer wieder Einschalten. Dumm das, werd ich bei Gelegenheit mal prüfen ob dem wirklich so ist und ggf. nen Patch und/oder Bugreport schreiben.


Und die Moral von der Geschichte: Auch wenn etwas lange funktioniert hat kann es im Fehlerfalle helfen einfach so zu tun als wenn es noch nie ging und die Anleitung zu lesen bzw. durchzuarbeiten.

Viellleicht hilft dieser Eintrag dem ein oder anderen – so google will. ;-)

täglicher Mord

Linux

folgenden Eintrag hab ich grad in die crontab des Firmenrechners gemacht:

0 20 * * * pkill -f firefox-bin

sprich jeden Abend lass ich den Firefox killen um Speicher zu sparen. Nicht dass er selbst so viel Speicher brauchen würde (auch wenn er schon kräftig zulangt), aber er scheint ein Speicherleck im Xorg zu triggern, nach einer Weile frisst X alles an Speicher was da ist, physikalisches RAM und Swap. Irgendwann wird der Firefox dann auch vom System gekillt, aber manchmal kommt es nicht ganz so weit und vor lauter swappen braucht die Kiste so manchen morgen ‘ne Stunde um aus dem Bildschirmschoner zu kommen, da hilft dann nur eine Engelsgeduld (mit der ich nicht gesegnet bin) oder der Reset-Schalter. Komischerweise passiert mir das nur auf dem Ubuntu, früher unter Fedora war das nicht so und auch meine privaten Rechner unter Gentoo zeigen das Phänomen nicht.
So kann ich das Abschiessen zum Feierabend auch vergessen, das ist jetzt automagisiert :-)

stinkende Fische

Linux

Ich mag keine Fische. Selten auf dem Teller und noch viel weniger im Wohnzimmer, sprich im Aquarium. Ist einfach nicht meine Welt, zur Not gibt’s bei Saturn ‘ne DVD mit Testbildern aus aller Welt, das finde ich spannender als Fischen beim schwimmen zuzusehen. Mehr machen die Viecher ja nicht.
In other news hab ich heute mein Notebook auf den neuesten Gnome-Stand (2.20) gebracht und danach wieder das alte Problem mit den Bonobos gehabt. Nur dass dieses mal ein Downgrade auf libbonobo 2.14 nicht half und ausserdem libbonoboui älter als 2.15 schon aus dem Portage-Tee verschwunden ist. Also musste ich notgedrungen auf die Suche im Affenstall gehen.
Und in eben jenem Affenstall fand ich (tada, Bogen gespant) ein Aquarium, genau genommen Sherman’s Aquarium. Und da es schliesslich mein Notebook ist, beschwerte sich dort auch jemand ganz tief drin über eben jenes Aquarium. Zwar nur wegen Oberflächlcihkeiten wie “invalid UTF-8 encoded text”, aber immerhin, mein Notebook, meine Meinung, was kümmern mich da schon Details :-)
Also mit einem beherzten emerge -C gnome-extra/shermans-aquarium das Aquarium entsorgt und schwuppdiwupp war wieder Ordnung im Affenstall und Gnome kommt wieder ohne zu murren hoch. Mehr will ich doch gar nicht :-)
Und die Moral von der Geschicht: Aquarien machen nur Ärger und haben auf einem Notbeook nichts zu suchen.

Von Gnomen und Affen

Linux

Vor nicht allzu langer Zeit, ganz genau vor 11 Tagen wurde der Gnome-Desktop in der Version 2.16 freigegeben.
Meinem Festrechner lies es zur abwechslung mal kalt, hatte sich die CPU in den letzten Wochen schon genug erhitzt beim compilieren immer neuer Betaversionen die ich aus dem Repository von BreakMyGentoo bezog.
Doch das Notebook, eigentlich immer ein wenig mehr auf Sauberkeit bedacht, horchte auf und wollte nun auch von der renovierten Oberfläche kosten. Und so wurden alle guten Vorsätze über Bord geworfen und obwohl es noch kein Meta-Bauanleitung in Form eines gnome-2.16-Ebuilds gab wurden schnell alle Komponenten des Desktops aktualisiert. Das war einfach und dauerte gar nicht so lang.
Doch leider war das Ergebnis nicht von Erfolg gekrönt. Was auf dem Festrechner trotz aller Zwischenversionen problemlos lief wollte auf dem Notebook gar nicht erst starten.
Denn mit der neuen Version hatte sich nicht nur an der Oberfläche etwas getan, nein auch der Keller wurde renoviert. Und im Keller leben die Affen.
Zwergschimpansen sind es die dort hausen, auch Bonobos genannt. Diese Bonobos bilden das Objektmodell von Gnome, es sorgt dafür, dass man Teile die man immer wieder benötigt an jeder Stelle einfach immer wieder einsetzen kann und nicht das Rad immer wieder von neuem Erfinden muss. Eine wirklich gute Sache an sich.
Doch leider gab es ein Problem, der Oberaffe mochte nicht so recht, so dass sich alle Teile des Desktops beschwerten, dass sie den bonobo-activation-server nicht kontaktieren konnten.
Die Kontaktverweigerung lag an der akuten Abwesenheit im Arbeitsspeicher, der blöde Affe wollte einfach nicht.
Nachdem auch einiges Zureden mit gdb und strace nicht halfen wurde der neue Oberaffe schlichtweg durch seinen Vorgänger ersetzt. Und der nahm seinen alten Job dankbar an und scheint auch mit den neuen Komponenten die gleiche Sprache zu sprechen, bisher hat sich niemand beschwert.

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Google Earth für Linux

Linux

Knapp ein Jahr nach dem Start ist Goole Earth nun auch für Linux erhältlich. Die Beta 4 hat schon die neue Oberfläche die die Windowsversion auch bekommen soll und im Gegensatz zur Linuxversion von Picasa scheint sie qt-basiert und nicht mittels Wine portiert.
Der Installer vergisst allerdings, die .desktop-Datei (den Menüeintrag) an der richtigen Stelle zu plazieren. Um das nachzuholen kopiert man den als root schnell mal rüber:
cp /usr/local/google-earth/googleearth.desktop /usr/share/applnk/
und schon erscheint der Eintrag im Menü.
Der .desktop-Eintrag enthält auch die nötige mime-Definitionen, danach sollte jeder Desktop/WM der sich an die Definitionen von freedesktop.org hält auch die Placemarks die man aus Google Earth verschicken kann öffnen, zumindest Gnome tut es.
Nun muss ich nur noch die 3D-Unterstützung auf meinem Desktop zum laufen bekommen, dann muss ich auch nicht mehr auf dem Notebook und einer Auflösung von 1024×600 Pixeln die Welt betrachten. Auf dem Desktop scheitert das ganze derzeit leider an der Kombination von Matrox-Grafikkarte und Xorg 7.1.
Netterweise spart die neue Oberfläche deutlich Platz, so dass es auf dem Notebook nicht mehr so gequetscht wirkt wie die alte (Windows-) Version.

[Update] 2006-06-13 12:47: Mittlerweile ist Google Earth unter gentoo auch in portage aufgenommen, nach einem sync reicht unter gentoo also ein emerge googlearth um es zu bekommen.

Linux auf dem JVC MP-XP741

Linux

Hier mal einen der versprochenen nachzureichenden Einträge. Und damit ihr nicht gleich verwöhnt werdet ist das nun aber nur eine kurze Zusammenfassung, was langes kommt noch ;-)

Ich nenne mittlerweile ein JVC MP-XP741 mein Eigen, seineszeichens ein Subnotebook.
Technisch ist das ein normales Centrino-Notebook mit 1,1GHz ULV-Pentium-M und 8,9” TFT, Firewire, USB usw. allerdings ohne Wechselmedium, ‘nen DVD-Laufwerk passt da einfach nicht rein.
Obwohl es optisch deutlich anders wirkt als ein Notebook normaler Größe ist unter der Haube also alles Standard, die Herausforderung darauf Linux zu installieren hält sich daher in Grenzen. Die größte Schwierigkeit besteht noch darin das Installationsmedium zu booten. Ich habe einen USB-DVD-Brenner verwendet. Alternativ ginge noch Firewire, ein USB-Stick oder Netzwerk.
Beim partitionieren der Festplatte sollte man beachten dass die Windowspartition mindestens 11GiB groß bleibt, dann funktioniert auch das Recovery des später noch. Unter Windows gibt es ein Tool um von der Recovery-Partition Boot-CDs für das Recovery zu erstellen, dann kann man die Recovery-Partition auch löschen und ein paar MiB Platz gewinnen.
Das Linux kann man dann einfach installieren, großartig zu beachten gibt es da eigentlich nicht. Auf meinem Gerät hab ich Gentoo installiert.
Erwähnenswert ist noch, dass das Gerät zwei Akkus hat, einen relativ kleinen intern (wechselbar, ist nur durch eine Schraube gesichert) und einen größeren zweiten der hinten an das Notebook gesteckt wird. Der zweite Akkus wird mitgeliefert, es gibt im Zubehör auch noch größere externe Akkus. Durch diese Zweiteilung kann man den externen Akku im laufenden Betrieb wechseln, der interne hält etwa 1,5 Stunden durch – in der Zeit sollte man es geschafft haben den zweiten Akku gewechselt zu haben ;-)
Mit den zwei Akkus hat Linux kein Problem, die diversen Tools zur Akkuüberwachung zeigen allerdings zwei Akkus nicht wirklich sinnvoll an (Windows übrigens auch nur im Einstellungsdialog). Wer es genau wissen will guckt mit
$ cat /proc/acpi/battery/BAT0/state
direkt nach (BAT0 ist der interne Akku, BAT1 der externe).

more to come…

Endlich wieder Beta

Linux

Das Release von Gnome 2.12 ist schon ewig her (2,5 Monate) und auch das letzte Update auf 2.12.2 ist schon über ‘nen Monat her. Die nächste stabile Version 2.14 soll auch erst im März erscheinen. So langsam wird das Leben langweilig.
Zum Glück wurde gerade in der Entwicklerversion die 2.13.2 freigegeben. Also glüht gerade der compiler und baut mir die 2.13.2 – 2 Pakete sind fertig, bleiben noch 34…

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