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Akkulaufzeit auf dem Samsung Galaxy (Android) verlängert

Android

Einer der Hauptkritikpunkte am Galaxy bzw. eigentlich allen Android Telefonen ist die Akkulaufzeit. Auch der PalmPre ist da wie man hört nicht besser aufgestellt und das iphone schützt wohl nur seine religiöse Aura vor übermässiger Kritik.

Bei meinem Galaxy habe ich es nun aber geschafft die Akkulaufzeit zu verdoppeln, sogar etwas mehr. Die Vorgehensweise dürfte aber bei allen Androiden wirken und als generelle Vorgehensweise auch bei WebOS.


Disclaimer: moderne Smartphones wie Android Geräte, der Palm Pre und auch das iphone sind kleine Computer. Nicht im übertragenen Sinne, im Wortsinn. Sie sind anders aufgebaut als normale Handys und leisten auch wesentlich mehr. Wer diese Zeilen liest und die Laufzeiten mit seinem normalen Telefon vergleicht, der vergleicht völlig unterschiedliche Geräteklassen. Ein solches Smartphone hat man nicht (nur) zum telefonieren, dementsprechend hinkt jeder Vergleich der nicht den gesamten Funktionsumfang berücksichtigt. Man müsste man sie eigentlich mit einem Notebook vergleichen.

Ausgangssituation

Ich habe auf dem Telefon dutzende Programme installiert, aus allen Bereichen. Twidroid prüft alle halbe Stunde meine Accounts bei identi.ca und twitter, ebenso häufig wird nach E-Mails gesehen. Die Synchronisation mit google ist aktiv und wenn ein WLAN verbunden ist überträgt dailyme.tv ggf. neue Fernsehclips. Es ist daher auch im Hintergrund immer auf der Lauer.
Wie so manches nützliche und überflüssige. Der Akku hielt so etwa einen Tag durch.
Das ist “erträglich” aber alles andere als schön. Mein voriges Sony Ericsson P1i hielt zwei Tage sicher durch. Das Galaxy bzw. Android kann und macht mehr; das Display ist größer, die CPU fast doppelt so schnell, es sind viel mehr Programme installiert und aktiv.
Von daher war die Größenordnung sogar nachvollziehbar. Aber eigentlich müsste da mehr drin sein.

Also habe ich mich mal hingesetzt und aufgeräumt.

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mein Access Point kann auch telefonieren

Android

Da ist man irgendwo und müsste eigentlich kurz was im Internet nachsehen. Kein Internet via Kabel oder WLAN verfügbar.
Also nimmt man seinen tragbaren WLAN Access Point, der aus komischen Gründen auch “Telefon” oder “Handy” genannt wird und schafft sich sein privates WLAN:

Möglich macht das das Galaxo ROM (sic!) das die nötigen Netfilter Module für den Linux Kernel des Samsung Galaxy enthält und auch die passende Software Wireless Tether for root Users gleich mitbringt. Die Software ist aber auch im Android Market erhältlich. Da die Software für das Wireless Tethering mehr tun muss als eine Anwendung unter Android eigentlich dürfte funktioniert sie nur mit root Zugriff auf das Telefon. Und die erwähnten Netfilter Module müssen für den Kernel da sein, das ist zumindest bei der normalen Firmware des Galaxy nicht der Fall. Die Custom ROMs bringen sie aber eigentlich alle mit.

Wireless Tether ist eine wirklich sehr praktische Sache!

Das SchlauFon als Navi im Auto (2)

AndroidMobilität

Nachtrag zum ersten Artikel:

Nachdem ich nun eine Weile damit herumgespielt und auch schon einen längeren Praxiseinsatz hatte will ich zwei Punkte ergänzen:

Halterung quergelegt

Zu meiner angenehmen Überraschung habe ich festgestellt, dass man den Universalhalter der auf den Schwanenhals geklemmt wird problemlos um 90° drehen kann.
Das Galaxy liegt nun also Navi-tauglich quer was gerade der Navigation mit Kartendarstellung entgegen kommt. Ich bevorzuge aber ehrlich gesagt die einfache Pfeil-Darstellung von NAV4ALL. Das lenkt nicht so ab und lässt sich auch dann gut erkennen wenn die Sonne ungünstig auf das Display scheint, denn das reflektiert deutlich mehr als ein herkömmliches Navi.

Wählerisches Galaxy

Navigation erfordert GPS Empfang und der kostet Strom. Also wird man das Telefon meist mit Stromanschluss betreiben. Da musste ich feststellen, dass das Galaxy je nach Kabel mit angeschlossenem Stromkabel das GPS Signal verliert! Einfach in der Halterung hat es innerhalb einer halben Minute etwa ein Dutzend Satelliten “im Auge”, mit Kabel verliert es sie alle (bis auf einen) innerhalb von Sekunden. Dabei ist es unabhängig ob die Leitung Strom führt oder nicht. Vermutlich wirkt das Kabel als Antenne und stört den Empfang. Mit etwas Geduld dem Hilfsprogramm “GPS Status 2” findet man eine Position in der man weiterhin Empfang hat, aber das ist nicht Sinn der Sache.
GPS Status 2
Da ich wie beschrieben ein normales USB Kabel verwende konnte ich einfach rumprobieren: Mit dem mitgelieferten Kabel tritt das nicht auf! Etwas an dem USB Kabel das ich bei Reichelt mitbestellt hatte stört also. Leider gibt es nirgends Aussagen über die Eigenschaften der Kabel, speziell über die Schirmung die ich im Verdacht habe, da hilft nur probieren. Es tritt aber wohl auch bei einigen klassischen KFZ-Adaptern auf. Bei Problemen also einfach mal mit GPS Status 2 den GPS Empfang kontrollieren. Bei beschichteten Frontscheiben unabhängig vom Kalbel auch während der Fahrt. Ich verwende jetzt einfach das mitgelieferte Datenkabel. Da es etwas kürzer ist habe ich die Halterung nun in die Mitte gesetzt, das geht auch gut, nur wenn Wikitude Drive rauskommt muss ich mal kontrollieren ob die Scheibenwischer im Bild zu sehr stören.

Geekwertig: Linux bootet sichtbar auf dem Galaxy

AndroidLinux

Das bekommt glatt ‘ne 12 auf der von 1 bis 10 reichenden Geekigkeitsskala:
Sven Killig dokumentiert und demonstriert wie man die Textmeldungen beim booten von Android/Linux auf den Framebuffer zaubert:
Auf meinem Telefon darf ich das aber auf keinen Fall aktivieren.
Sonst komme ich vor lauter booten nicht mehr zu was anderem ;-)

Android Screenshot via SDK machen

Android

nodch beschreibt wie man mittels des Android-SDK Screenshots vom Android-Handy machen kann.

Ubuntu steht zwar drüber, es funktioniert aber auch unter Gentoo und vermutlich auf jeder Plattform für die es ein SDK gibt (Linux, MaxOS X (intel), Windows).
Da ich hier ein 64Bit Gentoo laufen habe und auf die schnelle portage kein 32Bit Java entlocken konnte hab ich einfach eines von java.sun.com heruntergeladen und nach /opt/ entpackt und den Pfad java_cmd= in tools/ddms entsprechend auf das 32Bit java Binary gesetzt.

Funktioniert — Zum Beweis seht ihr hier den Screenshot meines Homescreens :-)

Nun brauche ich nur noch etwas um unterwegs direkt am Gerät Screenshots machen zu können.

Das SchlauFon als Navi im Auto

AndroidMobilität

Papiernavi
Mit dem Samsung Galaxy, das ja auch ein GPS eingebaut hat und für das es auch einige Navigationslösungen im Market gibt, ist meine bisherige Navigationslösung die noch auf totem Holz basiert reif für eine Ablösung. Mein Beitrag zum Erhalt der Wälder!

Das Telefon hat mit integriertem GPS und Kompass die Hardwarevorraussetzungen und im Android-Markt gibt es diverse Navigationslösungen. Ehe ich zur Edellösung CoPilot Live greife belasse ich es vorerst beim kostenlosen NAV4ALL. Dabei handelt es sich um eine kartenlose offboard Lösung, d.h. man sieht nur Richtungspfeile und die Karte wird online berechnet. Schlicht, aber ich bin ja nicht verwöhnt.
Parallel werde ich auch das ebenfalls kostenlose AndNav2 verwenden. AndNav2 ist eine Open Source Lösung mit Kartenmaterial des Openstreetmap Projekts das eine freie Weltkarte schaffen will. AndNav2 lässt die Strecke auch auf einem Server berechnen, kann diese (auch auf Vorat) aber lokal speichern. Bei groben Abweichungen von der vorberechneten Route ist allerdings eine Neuberechnung Online nötig.
Für Strecken für dich ich wirklich Navi-unterstützung brauche werde ich auf jeden Fall NAV4ALL nehmen, wo es verschmerzbar ist wenn das Kartenmaterial unvollständig ist eher AndNav2. Das erstellt nämlich sogenannte “GPS traces”, zeichnet also den gefahrenen Weg auf und übermittelt ihn an das OSM Projekt so dass auch unbekannte Straßen in max. 1 Woche in das freie Kartenmaterial integriert werden. Man merkt auch immer wieder noch dass AndNav2 eine recht junge Software ist, wer wirklich und unbedingt auf die Navigation angewiesen ist sollte eher eine Lösung wie NAV4ALL wählen — oder sich vorher eine altmodische Papierkarte ansehen 8-)

Um das Telefon als Navi nutzen zu können braucht es noch zwei Bauteile: Halterung und Stromversorgung.
An der Stromversorgung habe ich lange überlegt. Das offizielle Ladegerät von Samsung kostet 16€, Nachbauten immernoch 10€. Da ich für meine Siemens und Sony Ericsson Telefone Nachbauten für unter 5€ gekauft hatte kam mir der doppelte Preis für ein Ladegerät mit dem ab nächstem Jahr gültigen Standardstecker Micro-USB arg teuer vor. Auch wenn ich ihn vermutlich auch für meine nächsten Geräte verwenden kann.
Zudem findet man sehr wohl Ladegeräte mit Micro-USB Stecker die billiger sind — als Ladegeräte für Telefone die diesen Stecker schon länger verwenden. Motorola V8 und V9 zum Beispiel.
Das ärgert mich, da wittere ich einfach Geldschneiderei.

Die Lösung fand ich bei Reichelt: Unter der Artikelbezeichnung “USB PA 12V-5V“ einen KFZ Stromadapter der gar kein Kabel mit Stecker hat — sondern eine normale USB-A-Buchse wie am PC. Da schliesst man einfach ein normales USB-Kabel mit Micro-USB Stecker auf einer Seite an und fertig ist das Ladegerät für Auto. Der Adapter kostet gerademal 2€ — Now we’re talking!

Da eine Bestellung für 2€ nicht lohnt wegen Mindestbestellwert bzw. Mindermengenzuschlag habe ich gleich ein USB-Kabel mitbestellt das dann auch im Auto bleiben kann und natürlich auch als Datenkabel dient, so muss ich nicht dran denken das Datenkabel einzupacken.
Auch erledigen konnte ich bei der Bestellung die andere Hardwarevorraussetzung: die Halterung. Reichelt hat Halterungen von Richter im Angebot wo ich mich für den Schwanenhals mit der Artikelnummer “HR R1561” sowie der Universalhalterung “HR R1170” entschieden habe. Zur Erklärung: die Teile von Richter haben eine Standardaufnahme, auf den Schwanenhals kann man alle Gerätehalter von Richter einfach einstecken. So kann man ggf. den Gerätehalter wechseln oder statt dem Schwanenhals z.B. einen Basishalter für die Lüftungsgitter verwenden — praktisch!
Der HR R1170 ist ein normaler Universal-Handyhalter in dem das Handy hochkant steckt. Die Backen an der Seite sind gepolstert und halten das Telefon fest nach dem ersten Rastpunkt. Drückt man fester werden Sperr- und Kameraknopf rechts gedrückt, allerdings ohne dass sie auslösen. Das verhindert nur die Benutzung der anderen Knöpfe, nicht aber des Touchscreens. Bei Anrufen reagieren die Abhebe- und Auflegetaste ganz normal. Ich habe mit einem Teppichmesser trotzdem aussparungen in den Schaumstoff geschnitten, das geht gut und wirkt wie gewünscht. Für Navigation mit Kartendarstellung ist eigentlich das Querformat üblich, ich tausch dann ggf. einfach den Halter aus, z.B. gegen einen wie den HR-25400, wobei genau der etwas zu groß ist für das Galaxy (Halter ist für Geräte ab 60mm Höhe, das Galaxy ist nur 56mm, liegend gesehen). Das wird sich finden. Insbesondere will ich dann darauf achten dass ich ein Loch vor der Kameralinse in den Halter bohren kann damit ich später auch Wikitude Drive benutzen kann.

Die Gesamtlösung
(Kabelführung wird noch optimiert)
Das hat aber Zeit, erstmal reicht mir die normale Halterung und ich kann mir jetzt von meinem Schlaufon den Weg weisen lassen. — Sie werden schlauer und schlauer…

Tethering mit dem Samsung Galaxy (Android)

Android

Tethering, also das Nutzen des Handys als Modem ist seit es mit dem hypeiphone geht in aller Munde. Mit Android geht es von Haus aus. Für mich unglücklicherweise gab es an dem Tag an dem ich mein Galaxy bekam ein Update von Samsung (auf Firmwarestand G8) der das Tethering kaputt machte. Nicht deaktivierte, das Telefon bot die Möglichkeit per USB weiterhin an, aber es funktionierte nicht.

Seit heute gibt es nun ein neues Firmwareupdate auf die H81 die u.a. diesen Fehler korrigiert. Auch der Kompass zeigt nun wohl in allen Anwendungen korrekt an. Da mein Gerät von diesem Fehler nicht betroffen war muss ich da den Forenbeiträgen glauben.
Es gibt nun auch ein Tool Switchers mit dem man Bluetooth, WLAN, GPS und die Daten synchronisation schnell mit jeweils einem klick ein- bzw. ausschalten kann.

Doch zurück zum tethering. Wie erwähnt funktioniert es mit der H8 wieder. Android ist zwar nicht ganz so einfach wie mein altes, gewöhnliches Sony Ericsson das einfach als Router fungiert, bei Android muss der Rechner wie es ansonsten üblich ist selbst wählen. Da es sich bei GPRS,EDGE,UMTS,HSPA und wie sie alle heissen um paketorientierte Dienste handelt wird dabei keine normale Numemr gewählt und eine klassische Leitung (CSD und HSCSD) aufgebaut sondern eine “Pseudonummer” gewählt, die *99#.
Klingt komplizierter als es ist, unter Linux mit NetworkManager (bei ziemlich jeder aktuellen Distribution standardmässig installiert und aktiv) wird einem fast die gesamte Arbeit abgenommen:

Vorbereitung am Telefon: Unter “Telefoninfo -> Weitere Einstellungen” darf die (einzige) Option “Verwendung nur als Massenspeicher möglich” nicht aktiv sein.
Ist sie aktiv meldet sich das Telefon nur als USB Massenspeicher wie ein USB-Stick am Rechner, ist sie nicht aktiv auch noch als Modem. Und das brauchen wir.
Schliesst man es so eingestellt per USB an den Rechner an fragt Linux gleich ob man eine mobile Breitband Verbindung konfigurieren möchte. Ubuntu präsentiert im nächten Schritt auch gleich eine Auswahl mit den Einstellungen für verschiedene Provider aus der man einfach seinen Anbieter auswählt.
Unter Gentoo habe ich diese Liste nicht, aber dann konfiguriert man es schnell selbst mit folgenden Werten (für E-Plus):

Number: *99#
Username: eplus
Password: eplus
APN: internet.eplus.de

IPv4 Settings
DNS Servers: 212.23.97.2, 212.23.97.3

Die Einstellungen für andere Anbieter findet man wie eigentlich alles run um den Mobilfunk in Henning Gajeks Mobil-FAQs, da speziell in der DATEN.FAQ

Den Haken dass die Verbindung automatisch hergestellt werden soll sollte man besser nicht setzen, denn sonst geht der Rechner auch dann über das Handy online wenn man nur Dateien auf die Speicherkarte kopieren will. Das ist unnötige Verschwendung des Datenvolumens2
Die Verbindung baut man dann einfach mit einem Klick auf das Netzwerksymbol im Panel auf, dort ist die mobile Breitbandverbindung dann aufgeführt, man klickt sie an wie ein gefundenes WLAN.
Über einen Rechtsklick auf das Symbol kommt man auch später wieder in die Einstellungen der Verbindung bzw. überhaupt dahin falls die genutzte Distribution den Assistenten nicht mitliefert oder deaktiviert hat. Dann wird das Ganze aber auch nur insofern aufwändiger dass man die Konfiguration halt selbst aufruft und der Assisten sie nicht automatisch startet.

Tethering mit dem Galaxy bzw. Androiden allgemein ist also ganz einfach mit Linux. Unter Windows muss man vermutlich einen Treiber installieren und kann anschliessend eine DFÜ-Verbindung für dieses “Modem” einrichten.

Demnächst konfiguriere ich auch noch tethering via Bluetooth, dann melde ich mich wieder :-D

_____

1 ganz genau: “I7500XXIH8”, auszulesen durch eingabe von “*#1234#” auf der Telefontastatur zum wählen

2 immer beachten: auch sogenannte Flatrates haben zumindest in Deutschland immer ein Volumenlimit nach dem die Geschwindigkeit gedrosselt wird.

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