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gesehen: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Die ersten Szenen der Sneak verhiessen nichts gutes, es wirkte nicht wirklich wie ein guter Film. Zum Glück stellte es sich nach wenigen Augenblicken als Traumszene vor, der Anblick des Hauptdarstellers liessen dann die Hoffnungen aber wieder in die Höhe schnellen, Filme mit Simon Pegg sind eigentlich immer gut.

Der Film heisst Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück und genau darum geht es. Hector ist ein junge Psychater der zusammen mit seiner Freund ein sehr eingefahrenes Leben führt. Sie bemuttert ihn, er hilft stoisch seinen Patienten, nichtmal zum Preis erhöhen reicht sein Elan nach 10 Jahren.
Dann passiert es aber, ein Knoten platzt und er beschliesst eine Reise zu machen um herauszufinden was Glück eigentlich ist. Schliesslich versucht er seinen Patienten dazu zu verhelfen. Also macht er sich auf, Koffer und Cargohose Kubikzentimeter genau gepackt. Sein Weg führt ihn erst nach China und von dort weiter, immer fragt er die Leute nach ihrer Definition von Glück.
Natürlich ist das höchst subjektiv (und die Bandbreite der Leute die er trifft ist enorm) und glatt geht natürlich auch nicht alles. Simon Peggs Hector hat nicht zufällig etwas von Tim aus Tim und Struppi, er ist auf eine philosophischen Reise aber es ist kein anstrengender Film zum nachdenken, auch kein reines Abenteuer und auch keine reine Komödie. Filme mit Pegg sind immer auch zum schmunzeln und auch das Abenteuer kommt nicht zu kurz, das was man aber von Land und Leuten sieht hat aber etwas realistisches und regt genauso wie die Frage nach dem Glück zum nachdenken an. Auch wenn man mit ihm lacht oder leidet kommt man nicht umhin auch darüber nachzudenken wie die persönliche Definition von Glück ist.
Ein wirklich toller Film, gute Unterhaltung und man denkt ohne Anstrengung einfach nach wink

Mad Max Fury Road

Wow, das wird mal ein Remake!

Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass Mad Max neu verfilmt werden soll. Mel Gibson ist nicht mehr dabei, statt dessen übernimmt Tiom Hardy die Rolle des Max Rockatansky.
Der auf der Comic-Con veröffentlichte Teaser sieht aber verdammt gut aus:

Kinostart soll der 14. Mai 2015 werden und ich bin mächtig gespannt. Dieser First Look sieht verdammt stimmig aus, ich denke dieses Remake/Reboot/Fortsetzung könnte trotz 30 Jahren Pause richtig gut werden. Auch, weil der Regisseur George Miller heisst der auch schon alle drei klassischen Teile inszeniert hat.

Mel Gibson - Mad Max Trilogie

Damit ist meine gerade erst erworbene Mad Max Trilogie zwar in knapp einem Jahr schon wieder unvollständig, aber ich denke das ist in Ordnung. Als Mel Gibson Mad Max Trilogie ist sie vollständig und Tom Hardy kann von mir aus jetzt etwas neues starten, wenn es so gut wird wie der Teaser aussieht kaufe ich mir alles was folgt sowieso eek

gesehen: Eyjafjallajökull - Der unaussprechliche Vulkanfilm

In der heutigen Sneak lief Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm — ein Film dessen Namen man sich merken sollte.

Ein geschiedenes Ehepaar trifft sich im Flugzeug von Frankreich nach Griechenland wo die gemeinsame Tochter heiratet. Auftritt des namensgebenden Vulkans Eyjafjallajökull: wegen ihm wird der Flieger nach München umgeleitet. Es wird der einzige Auftritt des Vulkans bleiben, er hat mit der Handlung schlichtweg überhaupt nichts zu tun. Jeder andere Vorwand für einen ungeplanten Aufenthalt und nicht sofort weiter fliegen zu können hätte genauso funktioniert.
Beide machen sich auf dem Landweg auf um rechtzeitig zur Hochzeit der Tochter nach Griechenland zu kommen. Durch Österreich, Slovenien, Albien bis nach Griechenland. Sie sind geschieden und hassen sich mehr oder weniger. Sie reisen gemeinsam aber versuchen sich ständig daran zu hindern. Das soll lustig sein, ist aber völlig unglaubwürdig. Die Frau ist so eindeutig unsympatisch dass es unmöglich etwas anderes als Hass für sie zu empfinden, der Mann versucht sie ständig loszuwerden, nimmt sie aber doch immer mit. Die Motivation beider ist völlig unglaubwürdig und auch die Schauspieler überzeugen nicht.

Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm — merkt euch den Namen damit ihr nicht aus versehen Geld für ihn ausgebt.

gesehen: 22 Jump Street

In der gestrigen Sneak lief 22 Jump Street. Der zweite Kinofilm zu einer Fernsehserie die ich schon in den 80’ern nicht mochte. eek

Das konnte also nur ein Reinfall werden, wurde aber ein grandioser Abend.

Es geht wieder um die Ermittlung in einer Schule, dieses mal am örtlichen College. Der Polizeichef verkündet den beiden Protagonisten, dass die Politik wieder das Gleiche will wie beim letzten mal in der High School. Und auch ihr Chef bekräftigt, dass wieder das gleiche wie beim letzten Einsatz getan werden soll und schwärmt vom tollen neuen Budget mit dem die neue Zentrale in der Kirche gegenüber der alten aufgebaut werden konnte, statt in der Nummer 21 der Jump Street ist die Zentrale jetzt in der Nummer 22. Und auch die 23 wird schon gebaut…

Dieser Film ist eine Kopie des ersten Teils und alle wissen es. Auch die Hauptdarsteller auf der Leinwand. Für sie ist es die Polizeibehörde, für die Zuschauer die Filmindustrie die eine genaue Kopie wünschen und diese absorde Konstellation führt dazu, dass dieser Film eine herrliche Satire auf den Fortsetzungs- und Kopierwahn der Filmindustrie ist. Wenn der Captain der beiden über das Budget für das neue Hauptquartier schwärmt könnte das genauso ein Filmproduzent sein der über das Budget seines neuen Fortsetzungsstreifens schwärmt. Und beide legen Wert darauf, dass in der Fortsetzung das Gleiche passiert wie im vorigen Teil. Eine weitere vergleichbare Ebenenbeziehung haben die beiden Hauptdarsteller, ihre Meinungsverschiedenheiten was das berufliche angeht sind im Prinzip wortwörtliche Beziehungsproblemdialoge zwischen Mann und Frau. Dieser Dialogwitz ist ein wenig direkter als die parallele zur Filmindustrie, letztere wird aber spätestens am Schluss des Films deutlich wenn schonmal die weiteren Teile angeteasert werden. Vom Kindergarten über eine Tauch- oder Tanzschule bis ins Altenheim sollen die Beiden Undercovermissionen übernehmen. Jeweils garniert mit den passenden Filmplakaten und Trailerszenen. Bis Teil 2121 Jump Street irgendwo im Weltall geht das, Details habe ich vor schmerzen im Zwerchfell nicht mehr wahrgenommen laugh

Von der Story her geht es um eine neue Modedroge durch die eine Studentin gestorben ist weswegen die Beiden am College verdeckt ermitteln sollen, die Details sind relativ egal.
Mach nicht den gleichen Fehler wie ich und glaube, dass der Film eine ernst gemeinte Fortsetzung ist. Dieser Film nimmt sich selbst nicht ernst und ist einfach nur eine Parodie auf den Fortsetzungswahn der Filmindustrie die meint olle Fernsehserien aus den 80’ern zu einem Kinofilm ohne Inhalt aufplustern zu müssen. Ein Riesenspass!

gesehen: Maleficent

Mit der letzten Aktionskarte von Groupon ging es gestern noch einmal ins Kino, Maleficent stand auf dem Spielplan

Es handelt sich um eine Neuinterpretation des Märchens Dornröschen — von Disney. Au Weia.
Schlimmes befürchtet aber doch gutes gehört saßen wir also im Kino. Und wurden nicht enttäuscht. Das Märchen wird anders erzählt, die grobe Handlung bleibt gleich weicht im Detail aber deutlich ab. Dabei bleibt es in der richtigen Balance zwischen Altem und Neuem, man hat nie das Gefühl, dass die klassische Geschichte zerstört wird aber auch nicht in einer drögen Märchenverfilmung für Kinder zu sitzen. Dafür sorgen auch die gelungen Bilder des Sumpfreiches in dem die Feen und anderen Fabelwesen leben.
Apropos, der Film ist freigegeben ab 6, ist aber kein Kinderfilm sondern passt für alle Altersgruppen. Keine rosa Traumwelt, es ist ein Märchen und Märchen enthalten immer auch etwas Gewalt.
Disneyfilme sind meistens nicht mein Fall und wenn Amerikaner klassische (europäische) Märchen verfilmen ist das bisher eigentlich immer schief gegangen. Maleficent fand ich aber wirklich gut. Der Off-Erzähler geht zum Schluss auch mit zwei Sätzen auf die Unterschiede der Versionen ein und auch wenn der Film natürlich als die “wahre Geschichte” bezeichnet wird kommt er zu einem Fazit das für Amerikaner doch sehr unerwartet ist.

gesehen: Tammy

Gestern war ich wie fast jeden Mittwoch im Kino, dieses mal aber nicht in der Sneak Preview (dort lief “Wir sind die Neuen”) sondern mit den schon erwähnten Groupon Aktionsgutscheinen/Karten in Tammy.

Tammy (Melissa McCarthy) ist eine dickliche Frau die man wohl meist als Versagerin wahrnehmen wird. Sie arbeitet in einer FastFood Kette und wird gefeuert nachdem ein Hirsch dafür gesorgt hat, dass sie mal wieder zu spät kommt. Als sie zu Haus ihren Mann mit der Nachbarin erwischt schnappt sie sich ihre Sachen, geht rüber zu ihren Eltern und verlässt kurzentschlossen die Stadt. Bzw. ihre Grossmutternutzt die Chance auf einen Road Trip zu gehen, denn sie hat Auto und Geld, Tammy hat nichts. Und so geht die Oma (Susan Sarandon, Thelma und Louise) mit ihrer Enkelin auf einen Road Trip.

Ein ungleiches Paar, die Oma will Spass haben während Tammy ständig mit ihrer eigenwilligen Wahrnehmung der Welt aneckt. Schuld sind immer die Anderen, sich selbst ändern nicht nötig. Aber natürlich hat auch dieser Film ein gutes Ende, etwas Moral gibt es auch für alle Beteiligten inklusive Zuschauer.

Ein Film zwischen Humor und Fremdschämen, Tammy möchte man immer wieder einfach nur gegen die Wand klatschen oder ihre gerechte Strafe bekommen lassen. Besser gefallen hat mit ihre Grossmutter Pearl, Susan Sarandon spielt besser und die sympatischere Person, auch wenn das im Trailer nicht so rüberkommt und auchsie ihre Leinwandprobleme hat. Für 3€ die die Grouponkarte gekostet hat war es ok, zum Normalpreis hätte ich mich aber über die verlorene Lebenszeit geärgert.

gesehen: A Million Ways to Die in the West

Vor dem Fussballspiel gestern ging es ins Kino zu A Million Ways to Die in the West. Den Trailer hatten wir in der Sneak schon oft genug gesehen und er versprach Spass:

Ok, ein wenig morbider Spass, aber Spass.
Und was soll ich sagen? Der Film ist grosser Spass! Nicht einfach nur eine Aufzählung von Todesarten, auch wenn die Hauptperson Albert eine solche Auflistung anfängt nachdem er von seiner Freundin verlassen wurde um seine Freunde von der Trostlosigkeit und Gefahr des Wilden Westens zu überzeugen.
Es gibt eine einfache Handlung über den Schafezüchter Albert der von seiner Freundin verlassen wird und von einer anderen Frau, die sich als Frau des führenden Gesetzlosen herausstellt (kein Spoiler, dass ist nur Albert nicht klar), wieder aufgebaut wird. Als der von Liam Neeson verkörperte Ehemann und Revolverheld Clinch auftaucht wird es für Albert eng…

Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Seth MacFarlane schuf schon TED (den ich nicht gesehen habe) und die Zeichentrickserien American Dad und Family Guy (die ich liebe). Der Humor des Films ist wie erwähnt morbide, teils derb und geht immer Richtung Slapstick. Die Handlung spielt 1882, die Formulierungen und Bezüge sind aber aus der heutigen Zeit. Etwas schwer zu erklären, es ist wie eine Zeichentrickserie die in einer eigenen Welt spielt aber doch unsere Gegenwart widerspiegelt. Von der Art hat es mich sehr an die genialen Star Wars Episoden von Family Guy (Blue Harvest et al.) erinnert. Viele bekannte Schauspieler, Anspielungen und Referenzen zu Hauf, ich muss den Film schon allein wegen der Scheunenszene noch einmal sehen, die ging im Jubel des Kinosaals völlig unter eek.

Ein Film wie eine Zeichentrickserie, einfach nur Spass.
Heute Abend geht es zu Tammy, ein Gutschein ist dann noch übrig für’s Wochenende.

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