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gesehen: Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1

Vorhin war ich im Kino, zum ersten Teil des dritten Teils von Die Tribute von Panem.
Das Buch besteht aus drei Bänden, der dritte Band wurde und wird in zwei Teilen verfilmt. Aus drei Büchern wurden also 4 Filme. Das riecht nach Geldschneiderei, mag bestimmt auch ein Grund gewesen sein, aber beim dritten Buch Mockingjay kann man das in der Tat gut machen. Und ich finde es auch gelungen umgesetzt:

Inhaltlich hatte ich zum Buch Mockingjay vor drei Monaten geschrieben, wohl auch durch die Aufteilung in zwei Filme ist der Film sehr dicht am Buch. Inhaltlich nur so viel zur Erklärung warum man dieses Buch gut teilen kann: in den ersten beiden Büchern werden jeweils Hunger Spiele geschildert. Bunte, tödliche Gladiatorenspiele mit Jugendlichen aus 12 Destrikten. Im dritten Teil ist aber Bürgerkrieg, auch das Buch hat zwei inhaltliche Abschnitte. Einmal der Anfang mit Katniss im unabhängigen Distrikt 13 und dort die Vorbereitungen für eine Revolution und die Bemühungen Katniss einzubinden. Im zweiten Abschnitt geht es dann gegen das Capitol, hier ist auch im Buch ein gedanklicher Schnitt, auch wenn natürlich alles dorthin arbeitet. Der Cut im Film ist jedenfalls sehr gut gewählt, auch vorher ist die Handlung sehr dicht am Buch. Kleinere Freiheiten bzw. Änderungen gibt es natürlich aber nichts gravierendes. Ich wünschte viel mehr Verfilmungen wären so dicht am Buch.
Wie das Buch ist auch dieser Film deutlich düsterer, von der Stimmung wie von den Bildern her. Auch muss man hier definitiv die ersten beiden Filme gesehen haben. Der Unterschied ist schon optisch gewaltig, spielten die ersten beiden Filme viel im bunten Capitol und in den Wäldern der Arena handelt Mockingjay Part 1 praktisch kompletti in unterirdischen Bunkern und Trümmerwüsten. Das hat Sinn, auch die Geschichte der ersten beiden Bücher strebt zu einem Aufstand als Höhepunkt und hier haben wir ihn. Und so düster dieser Film auch ist, der zweite Teil wird Krieg werden.

gesehen: Blue Ruin

Gerade komme ich nach einigen Wochen Pause mal wieder aus der Sneak. Es lief Blue Ruin. Ein Film der mich nicht gerade beeindruckt hat:

Dwight ist ein abgerissener Typ der in seinem Auto haust und sich in Häusern durchschnorrt der Bewohner gerade nicht zu Hause sind. Man weiss nicht so recht etwas mit ihm anzufangen bis ihn eine Polizistin findet (wie auch immer) und ihm mitteilt, dass “er” entlassen wird.
“Er” ist der Mörder seiner Eltern der nach 10 Jahren frei kommt. Dwight rasiert sich, wird optisch wieder zu einem normalen Menschen und nimmt Rache an dem Mörder seiner Eltern. Dessen Familie wiederum macht Jags auf Dwight…

Der Trailer (ich kannte ihn vorher nicht) sieht eigentlich vielversprechend aus:

Leider hält der Film für mich mit dem Trailer überhaupt nicht mit. Er ist langatmig und bis auf wenige Momente einfach nur ein langgezogenes “geht so”. Während die Motivation von Dwight zumindest aus seiner Sicht irgendwann klar wird dauert es bis zum Schluss, bis man etwas mehr von den Geschehnissen von vor 10+ Jahren erfährt. Es ist zwar halbwegs klar, dass Dwights Sicht nicht die ganze Wahrheit ist, der Zwiespalt in den er kommt hätte man aber besser ausführen können und sollen.
Er hat an sich gute Ansätze aber für mich ist er im negativen Sinne langatmig (und nicht ausführlich) und dabei nur Mittelmässig was das Erzählen der Geschichte angeht.
In der IMDb hat er immerhin 7,1 Punkte, von mir hat er 4 bekommen.

gesehen: Interstellar

Gestern abend war ich im Kino, zu knapp 3 Stunden in Interstellar (glücklicherweise ohne Zangspause).

Die Erde wird unwirtlich für die Menschheit, Militär und Technologie immer unwichtiger, wer überleben will wird Farmer. Auch der Ex NASA Pilot Cooper baut jetzt nur noch Mais an und schlachtet höchstens noch mal eine indische Drohne aus um mit ihr Mähdrescher zu steuern.
Merkwürdige Phänomene im Zimmer seiner Tocher Murph bringen beide zu einem Stützpunkt der NASA die eigentlich nicht mehr existiert aber im verborgenen nach einer Alternative für die Menschheit sucht. Cooper schliesst sich an und unternimmt eine Expedition durch ein Wurmloch das mysteriöse Fremde als Passage erschaffen haben. Seine Kinder muss er zurück lassen, wohl wissend dass er sie wegen der relativistischen Effekte wenn überhaupt erst im Alter wiedersehen wird. Mit dem Raumschiff Endurance macht sich eine Crew auf und folgt 12 ersten Expeditionen um einen geeigneten Planeten für die Zukunft der Menschheit zu finden.

Wie vermutet sind die Herzschmerz Szenen auf der Erde die in den ersten Trailern zu sehen waren nur der Anfang des Films. Der Hauptteil spielt in den Weiten des Alls bzw. auf einigen fremden Planeten wobei auch immer wieder die schlechter werdende Situation auf der Erde eine Rolle spielt.
Beeindruckende Aufnahmen, im Weltall (tonlos, nur mit Musikuntermalung) wie auch auf der Erde (Sandstürme) oder auf fremden Planeten (Monsterwellen, gefrorene Wolken). Der Film beinhaltet viel Physik und ist fast durchgängig sehr emotional, aber nicht übertrieben. Überhaupt wenig Pathos. Der Erzählstil ist sehr gleichmässig, es gibt keine Effektballungen oder grosse Schwankungen in der Erzählgeschwindigkeit. Überhaupt keine übertriebenen Effekte. Die riesigen Wellen sind beeindruckend aber nicht Hollywoodmässig dramatisch, sie wirken mehr wie aus einer beängstigenden Dokumentation.
Und auch wenn dies ein Science-Fiction Film ist der grösstenteils im Weltall spielt stehen hier die menschlichen Emotionen und Verhalten an erster Stelle egal ob lokal auf einer Farm im mittleren Westen oder anderswo mit grundsätzlicher Bedeutung für die Zukunft der Menschheit. Die Geschichte ist in sich geschlossen, natürlich an sich Unsinn (Reisen durch Wurmlöcher usw.) aber in sich passt es wenn man sich auf die Grundidee einlässt. Mir fehlte nur der Einstieg in die Rekursion aber den kann ich auch verpasst haben.

Aufgrund seiner Erzählweise (und der beeindruckenden Bilder) sollte man den Film aber wohl im Kino sehen, ich glaube zu Hause hätte ich zu viel Ablenkung die mich stimmungsmässig “raus” bringen würde. Den Film muss man am Stück und im dunkeln sehen.

Der letzte Trailer passt jetzt auch wirklich gut zum Film:

Iron Sky - The Coming Race

Hier ist er, der erste Teaser für den Nachfolger von Iron Sky:

Es war ja angekündigt, dass der zweite Film nicht so “konventionell” werden soll wie der erste — Nazis vom Mond hat man ja schon oft gesehen eek
Der Teaser macht Lust auf mehr und ich wette wir sehen hier maximal Ausschnitte der ersten halben Stunde der Handlung, die Sache mit der Hand hat ja ihren Hintergrund

Momentan läuft die Finanzierungsphase, man kann sich per Crowdfunding beteiligen. Ins Kino kommen soll der Film 2016.

Ich freu mich jedenfalls auf The Coming Race, schon der erste Film war ein grosser Spass und der hier dürfte das noch spielend toppen laugh

Hacken wie im Film

Was für ein Spass!

Wer schon immer mal seine nicht so sehr technik-affinen Freunde beeindrucken wollte mit Fähigkeiten wie im Film sollte ihnen mal seine Fähigkeiten bei HackerTyper zeigen.
Jeder Tastendruck erzeugt gleich einen Haufen Zeichen die sich zu kompliziert aussehenden aber letztlich unsinnigen Befehlsfolgen und Programmzeilen zusammen setzen. Aber nicht übertreiben, ein rotes “Access Denied” schindet nicht immer Eindruck tongue

Gibt es auch in stylisch als HackerTyper Neo

gesehen: The Lego Movie

Statt in die Sneak war ich heute beim Handball und habe miterlebt wie die SG Flensburg-Handewitt die MT Melsungen mit 38:22 aus dem DHB Pokal geschossen hat laugh.
Über einen Film will ich dennoch etwas schreiben, schon vor Wochen hatte ich The Lego Movie auf Blu-Ray gekauft und gesehen und muss dringend noch etwas darüber schreiben.
Etwas mehr zumindest als mein erster und noch gültigiger Eindruck:

Der Lego Film ist ab 0 freigegeben ist aber ein grosser Spass für jeden Erwachsenen der schon einmal mit Lego gespielt hat.
Als Erwachsener muss man in Anfangs wieder in den Fantasiemodus schalten, spätestens wenn unverhofft der Lego-Batman auftaucht und die diversen Lego-Welten munter gewechselt und durchmischt werden. Aber das ist es letztlich was Lego ausmacht, die universelle Kombinierbarkeit egal ob Normal- Weltraum oder Piratenwelt. Und das macht der Film konsequent, es ist eine wahre Freude. Nicht aber für den Bösewicht des Films, Lord Business will dass alles hübsch ordentlich ist.

Der Film macht herlich viel Spass, man wird wieder zum Kind. Auch weil man als Erwachsener deutlich mehr Facetten wahrnimmt als Kinder und die gesamte Gestaltung (Die Landschaften sind übrigens mit Original Lego Konstruktionsprogrammen erstellt und mit genug Steinen nachbaubar) hat unheimlich viele Details die man wieder erkennt. Wie den Astronauten den wohl jeder in den 80’ern hatte und dessen Helm immer unten gesprungen ist — auch im Film.
Der Film ist natürlich ein Werbevehikel für Lego aber vor allem liebevoller Spass und Plädoyer für die Phantasie und die Entfaltung von Kindern, dafür sorgt der Twist zum Ende des Films den sich vor allem Erwachsene zu Herzen nehmen sollten.

Meine Empfehlung für wirklich alle, für alle (ehemaligen) Legospieler sowieso und auch die armen verirrten der Playmobil-Fraktion sollten ihn sich ansehen um zu erfahren dass Phantasie mehr ist als ein paar fertige Figuren in fertigen Umgebungen hin- und herzuschieben tongue

gesehen: Pride

In der Sneak gestern lief Pride, ein Film über den Streik der britischen Minenarbeiter 1984-1985 und deren Unterstützung durch Schwule und Lesben.

Die Massnahmen der Regierung Thatcher führten 1984 zu einem fast einjährigem Streik der Minenarbeiter. Die Regierung friert das Geld der Gewerkschaften ein und um die Arbeiter zu unterstützen werden Spenden gesammelt, u.a. von einer Organisation Lesbians und Gays Support the Miners die sich spontan gegründet hat.
Sie bekommt enorme Mengen zusammen, hat aber anfangs Probleme es den Bedürftigen zukommen zu lassen. Irgendwann finden sie ein Dorf mit Mine das ihr Geld annimmt und es kommt zum Zusammentreffen zwischen den Homosexuellen und den frustrierten Arbeitern…

Angekündigt wird der Film als “Feel Godd Komödie”, er ist aber zuerst erstmal eher historisch zu sehen, die Geschichte die erzählt wird ist wohl grundsätzlich so passiert. Dass die Regierung Thatcher sehr viel Erde verbrannt hat ist bekannt, dieses Detail (mir) aber nicht. Man muss sich darauf einlassen erstmal etwas über walisische Arbeiter die von idealistischen Homosexuellen aus London unterstützt werden zu sehen. Zumindest Anfangs, sobald die beiden Welten die letztlich nur zufällig zusammen kommen wirklich aufeinander treffen wird es wirklich lustig.
Der Film schafft es tatsächlich diese historische Kombination, die LGSM gab es wirklich, mit viel Witz zu erzählen ohne in Klischees zu verfallen. Es dauerte bei mir einige Minuten bis ich mich von meinen Befürchtungen was die Klischees angeht frei machen konnte aber spätestens wenn die Schwulen und Lesben auf die Arbeiter treffen wird es sowohl lustig als auch zum nachdenken.
Die Balance stimmt, weder wird der Film zu lächerlich noch zu problembezogen. Die Lesben und Schwulen unterstützen die Minenarbeiter und diese später die Homosexuellen. Die Geschichte an sich ist schon gut, dass sie im Kern auch wahr ist macht es noch besser.

Ein sehenswerter Film, im Kino wie zu Hause.

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