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gesehen: Enemy

Der Film in der Sneak gestern, Enemy war etwas surreal. Meinen ersten Eindruck hatte ich u.a. getwittert:

Es geht um einen Geschichtsprofessor mit recht eintönigem Leben das sich ändert als er einen lokal produzierten Film sieht in dem ein Schauspieler mitspielt der genauso aussieht wie er.
Er macht ihn ausfindig und kontaktiert ihn und ein merkwürdiges Psychospiel beginnt. Als Zuschauer weiss man zu keiner Zeit sicher ob es wirklich zwei verschiedene Personen sind oder es z.B. nur ein Schizophrene Person ist ala Fight Club. Auch die jeweiligen Partner können die beiden offenbar nicht (immer) auseinander halten, selbst die Stimme ist gleich. Und immer wenn man sich für eine Richtung entschieden hat kommt ein Hinweis in die jeweils andere Richtung. Das hat was von einem David Lynch Film, man muss viel raten und interpretieren und kommt doch zu keinem wirklich befriedigendem Ergebnis.
Das ist faszinierend aber man sollte wissen was einen erwartet, unvorbereitet ist der Film sehr anstrengend.

gesehen: Gravity 3D

Gestern war ich spontan im Kino zu Gravity in 3D und in der OV.

Was für ein Film! Gravity kann man wohl jetzt schon als Meisterwerk bezeichnen, sowohl von der Erzählung als auch von der Umsetzung her. Ein Space Shuttle ist gerade dabei das Hubble Teleskop re reparieren als sie die Mitteilung bekommen, dass eine geplante Zerstörung eines russischen Satelliten auf der anderen Seite der Erde eine Trümmerwolke erzeugt hat die immer mehr Satelliten zerstört und sich auf sie zu bewegt. Abbruch, evakuieren!

Missionsspezialistin Dr. Ryan Stone wird ohne Halt und Absicherung ins All geschleudert, nur ihr Kollege Kowalski kann sie noch erreichen. Gemeinsam müssen sie mit ansehen wie das Shuttle getroffen wird…

Lass dich nicht irritieren, das ist nicht wirklich ein Actionfilm und auch keine Science-Fiction, uns fehlen real nur mittlerweile die Space Shuttle. Auch das Szenario Weltall ist mehr Mittel zum Zweck. Es ist kalt, leer und Lebensfeindlich. Die Lage scheint ausweglos, wie geht man damit um? Dr. Stone muss allein versuchen einen Ausweg zu finden, vielleicht irgendwie über die ebenfalls evakuierte ISS die ebenso in Sichtweite ist wie die heimische Erde, die auch nur gut 500km entfernt ist.
Die Erzählung ist wirklich beeindruckend und beklemmend, dazu trägt auch das 3D bei, das hier endlich mal kein Selbstzweck ist sondern unterstützt durch die Kamerführung ein Gefühl der Schwerelosigkeit vermittelt, ebenso wie hilfloses Chaos beim Einschlag der Trümmer. Überhaupt, die Kamera: am Anfang gibt es eine Virteilstunde lang keinen einzigen Schnitt, die Kamera folgt nur völlig Schwerelos den arbeiteten Astronauten. Auch später gibt es keine grossen Schnitte, man spart nur längere Kamerafahrten. Auch gibt es keine dramatischen Schnitte zur Bodenstation wo irgendwelche Techniker fieberhaft nach einer Lösung suchen. Von Houston hört man nur anfangs die Routinekonversation, später ist Funkstille. Man bleibt die gesamte Zeit allein mit Dr. Stone in der Leere des Weltalls.

Ein packendes, beklemmendes Meisterwerk. Keine Science-Fiction oder Weltraumoper, ein menschliches Drama.

Zurück in die Zukunft in Echtzeit bei Twitter

Kleiner Tipp am Wochenende: Bei Twitter wird gerade die Handlung des Films Zurück in die Zukunft mit 49 Accounts in Echtzeit (der Handlung, nicht des Films) aufgeführt.

Über die Liste the-hill-valley-project kann man die Geschehnisse mitverfolgen.


In diesem Kontext auch noch der Hinweis auf den Twitter Account @RealTimeWWII der die Ereignisse des zweiten Weltkriegs in Echtzeit twittert.

gesehen: Star Trek Into Darkness

Gestern war ich also im Kino um den neuen Star Trek Film Into Darkness zu sehen.

Ticket Star Trek Double Feature

Es war das Double Feature mit dem grossartigen Neustart der Star Trek Reihe von 2009 und anschliessend der neue Teil Star Trek Into Darkness.
Star Trek von 2009 hatte die Serie neu gestartet und in die Gegenwart geholt. Die Charaktere kennt man, aber alles ist etwas anders, wir haben eine neue Realität ohne alte Zöpfe. Schon der erste Film war grandios und in Into Darkness legt J.J. Abrams richtig los. Nachdem ich den Film gesehen habe muss ich den Trailer den ich gestern verlinkt hatte loben, er zeigt viel, aber fast nichts ist im Film so wie es im Trailer scheint. Anfang – Ende – Zusammenhänge reimt man sich anhand des Trailers anders zusammen als es tatsächlich kommt.
Auch sieht man im Trailer nicht nur die besten Szenen oder Highlights des Films. Da wird es überhaupt schwer etwas herauszustellen, der gesamte Film startet mit einer finalwürdigen Action und lässt bis zum wirklichen Ende kaum nach, steigert sich immer weiter. Verschnaufen kann man in den 10 Sekunden in denen Kirk und Spock zu Admiral Pike gehen, ich glaube damit verrate ich nicht zu viel aus der Handlung wink
Es fällt schwer den Film zu beschreiben ohne zu viel zu verraten, J.J. Abrams hatte wie erwähnt die Zöpfe abgeschnitten und muss eigentlich auf nichts mehr Rücksicht nehmen, aber der Film ist aber trotzdem ein würdiger Star Trek. Die Charaktere sind gut und glaubwürdig als junge Varianten der bekannten Personen im neuen Universum. Beeindruckend ist hier vor allem Bösewicht Benedict Cumberbatch (Sherlock). Er übertrifft die Crew der Enterprise noch deutlich, hat aber auch die passende Rolle dafür. Auch hier ist nicht alles so wie es scheint, vor allem was das Attribut “Bösewicht” angeht.

Dieser Film ist toll, als Star Trek Fan ist er eine gelungene Hommage vor allem an den “ersten” zweiten Kinofilm Der Zorn des Khan und wenn man bisher mit Star Trek nichts am Hut hatte funktioniert er genauso, auch ohne den Vorgänger gesehen zu haben. Der diente vor allem dazu sich von den “Altlasten” zu trennen. Und wer einfach nur auf Action steht wird auch nicht enttäuscht.
Auch dieser Film ist natürlich in 3D und auch hier ist es eigentlich überflüssig. Es bringt keinen Mehrwert zu normalem 2D, stört zum Glück aber auch kaum.

Nachtrag: Diese Kritik von Filmstarts.de beschreibt auch einen Teil der Handlung ohne zu viele Spoiler, kann man gefahrlos lesen ohne sich Überraschungen zu verderben smile

In die Finsternis

…und mir Benedict Cumberbatch (Sherlock) als Khan ansehen:


Und vorher gibt es im Double Feature noch den Vorgänger und reboot der Serie Star Trek:

"In die Finsternis" vollständig lesen

IBM macht den kleinsten Film der Welt

IBM hat einen Film aus Atomen gemacht.
Klar, alles besteht aus Atomen. IBMs Forschungsabteilung hat ihn aber aus einzelnen Atomen gmeacht:

Genau genommen sind es keinen einzelnen Atome, bewegt wurden Kohlenstoffmonoxid Moleküle und die bestehen aus zwei Atomen. Riiiiiesig wink
Was man im Film sieht ist auch nicht mit einer Kamera aufgenommen sondern wurde mit einem Rastertunnelmikroskop abgetastet, Licht ist viel zu grob dafür.

Dahinter steckt natürlich praktische Forschung, die Festplatte in deinem Rechner speichert jedes Bit in etwa einer Million Atomen (was schon verdammt winzig ist), die Forscher bei IBM schaffen es mit nur 12 Atomen! Noch im Labor und bei -268°C, aber immerhin, es geht schon.

Beschrieben haben sie die Entstehung des Films in einem Blogpost und einem making of Film:

"IBM macht den kleinsten Film der Welt" vollständig lesen

gesehen: Hänsel und Gretel: Hexenjäger (3D)

Gestern ging es in’s Kino, ein Märchenfilm sollte es sein.

Dieser:

Märchen-Popcorn hatten wir erwartet, da kann man nicht enttäuscht werden wink

Die bekannte Geschichte wird vor der Titelsequenz in vielleicht ein oder zwei Minuten kurz erzählt, mehr braucht es nicht, die Geschichte ist bekannt.
Dann geht es los mit der Popcorn-Action, Hänsel und Gretel sind erwachsen und professionelle Hexenjäger. Sie jagen mit allerlei Alt-Modernen Waffen wie einer Automatik-Armbrust gegen Geld und kommen so in die Stadt Augsburg.
Es gibt reichlich Hexen auf Kinderjagd, einen Bösewicht der die beiden Hexenjäger nicht mag sondern lieber Frauen beschuldigt und verbrennt und natürlich reichlich Action in 3D. Popcorn-Kino ohne tieferen Hintergrund und Tiefgang. Ich würde sagen: eine Idee im Brausebrand geboren und verfilmt. Das ist nicht böse gemeint, einfache Unterhaltung mit Action ist nicht schlecht, Hauptsache es passt zur Stimmung und Erwartung. Genug zum Schmunzeln gibt es auch.

Was mich etwas gestört hat war das 3D, es ist hier leider auch purer Selbstzweck, wie eine Explosion die jetzt etwas bunter ist. Die Szenen sind oft zu schnell, in 3D verwischt alles so dass man genausogut ein paar Sekunden einer Kochsendung hätte zeigen können. Das ist schlecht gemacht. Nicht immer aber leider oft. Auch hat man oft den Eindruck der 3D Effekt beschränkt sich auf eine zweite Ebene hinter der Vordergrundhandlung wie einfaches Parallax-scrolling auf dem C64. In wenigen Szenen wirken die Objekte wirklich dreidimensional so dass man auch wirklich einen Vorteil durch die 3D Technik hat. Grösstenteils ist es einfach nur Show ohne Mehrwehrt die gerade bei den schnellen Kampfszenen sogar stört.

Fazit: Einfaches Popcorn-Kino das durchaus unterhält. Wenn er auf DVD raus ist werd ich ihn mir auch noch einmal ansehen.
Muss man aber nicht im Kino sehen, dann hat man sogar den Vorteil dass man das 3D nicht ertragen muss.
Liebe Filmschaffenden: wenn 3D, dann bitte ordentlich, sonst lasst es einfach weg. 3D ist kein Selbstzweck und zieht auch niemanden mehr explizit ins Kino, ihr seid dabei es zum Negativ-Kriterium zu machen.

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