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Mit 1und1 Anschluss zurück bei Versatel

TL;DR: Mein 1&1 Internetanschluß ist jetzt nicht mehr über die Telekom, sondern Versatel im Internet. In welchem Netz bist DU?


Viele Jahre hatte ich in verschiedenen Wohnungen in Flensburg ADSL Anschlüsse von KomTel / Versatel. Das lag nicht nur daran, daß ich einige Zeit dort gearbeitet habe, sondern vor allem daran, daß Versatel eigene Technik verwendet und keine Telekom-Anschlüsse weiter verkauft. Bei einer Störung ist es einfach besser, weil die Techniker direkt auf die Geräte gucken können und kein Stille-Post Spielchen mit der Telekom notwendig ist.

An meinem jetzigen Wohnort war genau das aber ein Nachteil, denn durch die Leitungslänge sind hier mit ADSL nur gut 2MBit/s möglich und VDSL gibt es auch dank Vectoring nur im Resale. Also bin ich vor etwas über 2 Jahren zu 1&1 gewechselt und habe einige Wochen später auch einen frisch ausgebauten VDSL Anschluss geschaltet bekommen. Technisch ist das ein Telekom-Anschluss, der von 1&1 weiter verkauft wurde. IP Adressen, Backbone usw. war alles Telekom.FritzBox VDSL Anschluß

Heute kam mir bei einem Blick auf die Übersichtsseite der Fritzbox die zugewiesene IP-Adresse sehr bekannt vor. Sehr sehr sehr bekannt. ich war bei KomTel/Versatel in der Internetplanung und 87.122/16 ist ein alter Einwahlbereich, den ich vor über 10 Jahren sogar selbst beantragt haben könnte.

Kurz geprüft: sowohl IPv4 als auch IPv6 Adressen  sind von Versatel und ich bin wieder komplett im Backbone von AS8881. Zurück zu Hause laugh.

Im nachinein konnte ich auch die Umstellung Rekonstruieren: Am Sonntag Abend wunderte ich mich, daß die wöchentliche E-Mail mit den Nutzungs- und Verbindungsdaten, die die Fritzbox mir schickt, schon um 23:00 kam. Und dann um 0:00 wie gewohnt noch einmal. Ich hatte gerade anderes zu tun und es mir nicht näher angesehen.
In der E-Mail war es aber direkt zu sehen:

Nr. Datum Ereignis
1 05.02.17 05:50:18 Internetverbindung wurde getrennt.
2 05.02.17 05:50:27 Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 93.233.230.128, DNS-Server: 217.237.150.205 und 217.237.149.142, Gateway: 62.155.241.104, Breitband-PoP: FLEJ02, LineID:1UND1.DEU.DTAG.1KD7Q
3 05.02.17 23:00:31 Internetverbindung wurde getrennt.
4 05.02.17 23:00:37 Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: 87.122.73.191, DNS-Server: 89.246.64.8 und 62.220.18.8, Gateway: 62.214.63.90, Breitband-PoP: kie1020cihr001, LineID:1UND1.DEU.DTAG.1KD7Q 

Morgens hatte ich noch wie gewohnt eine IP der Telekom (93.233…) erhalten, um 23:00 wurde die Verbindung dann getrennt und mit dem Wiederaufbau war ich dann  Versatel. Auch der IPv6 Bereich ist von 2003:: auf den 2001:: von Versatel gewechselt. Letztlich nur logisch, der Versatel Backbone ist der zweitgrößte Deutschlands und genau deswegen hatte 1&1 die Versatel überhaupt gekauft. Ich musste mich dennoch erstmal auf den aktuellen Stand bringen, was in Sachen Vorleistungsprodukte derzeit möglich ist. Hier ist es wohl “IP-BSA-VDSL Stand Alone”.

Unter den befragte Kollegen mit 1&1 Anschluss bin ich allerdings momentan der Einzige, der im Versatel-Netz ist. Alle Anderen stecken wie gehabt im Telekom-Netz.


Daher interessiert mich jetzt: In welchem Netz bist DU mit einem 1&1 Anschluß?
mailÜber einen Kommentar mit Netz, grober Ort und vielleicht noch Anschluß (ADSL/VDSL) würde ich mich freuen smiley
Das Netz brauchst du nicht extra raussuchen, die ersten beiden Zahlen der IPv4 oder IPv6 Adresse reichen, ich gucke dann schnell nach.

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Datenvolumen

Seit ich Ende November meinen DSL Anbieter gewechselt habe, damit dann erstmal 4-5MBit/s und Ende Januar dann endlich auch eine 50MBit/s VDSL Leitung bekommen habe sehe ich mir auch näher an wie viel Datenvolumen ich verbrauche.
mrtg Netzwerkauslastung 1 WocheHintergrund ist, dass die Telekom vor anderthalb Jahren auch im Festnetz Volumengrenzen einführen wollte nach der man gedrosselt wird. Davon sind sie schnell abgekommen und kein Anbieter hat soetwas noch im Programm. Nur O2 drosselt wenn zu viel Volumen verbraucht wird. Angekündigt wurde es direkt nachdem die Telekom das machen wollte, mittlerweile soll es auch umgesetzt werden.
Zwar bin ich nicht bei O2 aber es interessiert mich ja schon ob ich an das Limit stossen würde oder ob die Grenzen wirklich so weit gefasst sind und das für normale Menschen egal ist wie O2 das im Marketingsprech formuliert. Denn wenn ein Anbieter damit durchkommt ziehen andere vielleicht doch nach. Hier läuft kein Rechner der ständig Downloads macht aber seit ich das FireTV habe schaue ich Filme und Serien fast nur noch darüber. Es läuft dann wann ich es will, ohne Werbung und bei Prime oder Netflix finde ich immer etwas für meinen Geschmack (zugegeben, bei Netflix findet man nichts wirklich zufällig, man muss gezielt suchen).

Das Ergebnis:

MonatLeitungVolumen
Dezember 2014~5MBit/s143.194MB
Januar 20152,5 Wochen 4-5MBit/s
1,5Wochen 50MBit/s
127.254MB
+377.944MB
=505.198MB
Februar 201550MBit/s794.776MB

Und das praktisch nur mit Streaming, was in SD Qualität ~1-1,5MBit/s benötigt, in 720p ~3,5MBit/s und in 1080p knapp 11MBit/s. Mit einer 6MBit/s Leitung und 720p Stream bleibe ich also innerhalb der 300GB, aber die Drossel gibt es nur bei den 16 und 50MBit Anschlüssen; beim 100’er wird bei 500GB gedrosselt. Und schon beim 16’er Anschluss würde das FireTV wie wohl jede Box den 1080p Stream abspielen. Und damit liegt man ganz schnell weit über den 300GB und darf nach drei Monaten Überschreitung mit 2MBit vorlieb nehmen. Damit läuft nichteinmal Youtube flüssig, das durfte ich lange genug erfahren bis hier VDSL ausgerüstet wurde.
Zum surfen und etwas E-Mail reichen die 300GB wirklich aus aber schon beim streamen ist man praktisch sicher drüber. Wenn man nicht die einzige Person ist die im Haushalt streamt sowieso. Im Februar, dem kürzesten Monat, habe ich die 300GB mit knapp 800GB um mehr als das Doppelte überschritten. In langen Monaten dürfte 1TB realistisch sein.
Also: nicht den Marketingzahlen glauben und nicht zu einem Anbieter mit Drossel gehen. Für viel Datenvolumen muss man heutzutage keine illegalen Downloads herunterladen, legales Videostreaming reicht völlig aus.

Netzneutralität

Hier zeigt sich aber auch wieder wie wichtig Netzneutralität ist: Würden doch Tarife eingeführt werden die irgendwann drosseln oder auch nur bestimmte Dienste wie Streaming einschränken, dies aber für bestimmte Anbieter nicht tun — sei es weil dieser dafür bezahlt oder weil es der “eigene” ist wie Entertain — würden diese Dienste natürlich bevorzugt werden und andere benachteiligt. Wenn mir das Angebot von Netflix besser gefällt als das von Watchever würde ich vielleicht trotzdem zu Watchever gehen wenn deren Streams nicht gedrosselt oder nicht auf mein kostbares Datenvolumen gezählt werden (beide Dienste nur als Beispiel, gilt andersrum oder mit ganz anderen Diensten genauso).
Video passt zu meinem Beispiel bzw. meiner Nutzung, wenn es ohne Netzneutralität aber normal wird, dass der Anbieter bezahlt statt der Nachfrager (der Kunde, du und ich) wird es gefährlich. Dass mein Blog dann vielleicht nur langsamer erreichbar ist, ist sicher zu verschmerzen, wenn aber eine unabhängige Nachrichtenquelle schlechter erreichbar ist als die Bild weil der Springer Verlag mehr Geld hat wird es gefährlich.

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Online! (schnell!)

Es hat geklappt: Ich bin mit 50MBit/s VDSL online!

Fritzbox DSL-Informationen (VDSL2)

Heute morgen um 4:26 hatte die Fritzbox noch auf der ADSL Plattform eine neue IP Adresse bekommen, kurz danach war sie aber offline.
Irgendwann nach 10 Uhr wurde meine Leitung auf den VDSL DSLAM im KVz umgeschwenkt und seit 10:36 bin ich mit 50MBit/s auf VDSL2 Basis wieder Online, sowohl via IPv4 als auch IPv6 smile

SO macht Internet Spass laugh

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Gedanken zum Umzug-kein-DSL Urteil

Der Bundesgerichtshof hat vorige Woche entschieden dass der Kunde bei einem Umzug auch dann kein Sonerkündigungsrecht ausserordentliches Kündigungsrecht hat wenn der Anbieter am neuen Wohnort kein DSL Anbieten kann (Tagesschau, Heise).

Meine erste Reaktion war Unglauben bzw. “das muss ein spezieller Fall gewesen sein”. Nach dem Lesen des Artikels und der dort zusammengefassten Begründung wich das Verständnis. “Pacta sunt servanda” (Verträge sind einzuhalten) war mit das Erste was ich in meinen Rechtsvorlesungen die Bestandteil des Studium waren gelernt habe. Und in der Tat ist es so dass sich so ein Anschluss durch den harten Preiskampf und die Hardware-Geschenke für den Anbieter erst im zweiten Jahr oder später rechnet. Auch kann der Anbieter nichts dafür wenn der Kunde umzieht.
Hat man einen Vertrag mit 2 Jahren Mindestlaufzeit abgeschlossen ist man auch mindestens diese 2 Jahre daran gebunden das sollte grundsätzlich jedem klar sein.

Nun ziehen aber auch viele Kunden nicht freiwillig um. Die erste Frage beim Arbeitsamt ist die Frage nach der Umzugsbereitschaft. Und “Pacta sunt servanda” gilt für beide Seiten. Zwar ist der Anschluss für eine konkrete Adresse bestellt, die Anbieter werben in der Regel aber mit bundesweiter Verfügbarkeit. Einschränkungen stehen im Kleingedruckten, es wird einem als Kunden nicht gerade leicht gemacht alle Bedingungen zu erfassen. Natürlich kann man auf die AGB und Leistungsbeschreibung verweisen, allerdings werden auch faktische Werbeaussagen Vertragsbestandteil. AGB müssen nicht für jede Werbeaktion umgeschrieben werden.

Hinzu kommt, dass 2 Jahre Vertragslaufzeit die übliche Länge sind. Die, die mit kurzer Laufzeit werben, werben gleichzeitig aber mit Preisen die nur bei 2 Jahren Laufzeit gelten. Und viele Anbieter haben gar keine Tarife mit kürzerer Laufzeit im Angebot. 2 Jahre Mindestlaufzeit sind heute Standard, kürzere Laufzeiten die Ausnahme. Sie als Massstab zu nehmen ist Weltfremd.
Zumindest muss man es berücksichtigen wenn man andererseits auch berücksichtigt dass die Kostenstruktur den Anschluss für den Anbieter erst im zweiten Jahr wirtschaftlich macht.

Ich kann das Urteil einerseits nachvollziehen, andererseits bleibt das Gefühl dass hier der schwächere Partner über Gebühr benachteiligt wird. Muss ich umziehen darf das nur noch an eine Adresse sein an der mein jetziger Telefonanbieter auch liefern kann — oder ich zahle doppelt.

Ich habe aber die Hoffnung, dass wir jetzt aus der reinen Preisspirale herauskommen.
Denn der Wettbewerb geht nur über den Preis und das ist nicht Gesund. Die Leute wechseln den Anbieter wenn ein anderer auch nur einen Cent billiger ist. Hardware wie WLAN-Router werden erwartet. Das haben sich die Anbieter allerdings auch selbst eingebrockt indem sie fast nur mit dem Preis und der Hardware werben. Und Internet Geschwindigkeitsangaben “bis zu” die schon technisch oft nicht maximal geliefert werden können und auch dann nur die Geschwindigkeit bis zum ersten Knotenpunkt des Anbieters beschreibt, nicht aber zu dem Server der meine Inhalte gerade anbietet. Das ist ein etwas abstraktes Thema, deswegen will ich es hier nicht weiter ausführen, aber es ist ein Fehler der Anbieter es als einziges technisches Anschlussmerkmal auf eine Zahl zu reduzieren.

Ich hoffe dass die Anbieter nun alle auch Verträge mit kürzeren Laufzeiten anbieten werden, denn ansonsten kann er sich eigentlich auch nicht auf das Urteil berufen — ich habe allerdings der Begründung im Detail selbst nicht gelesen. Andersrum, dass die Menschen auch die Laufzeit zu einem Kriterium machen und so lange Verträge nicht mehr abschliessen, zumindest wenn sie zur Miete wohnen und nicht im eigenen Haus.
Und die Anbieter müssen transparenter werden. Kürzere Laufzeiten sind zwangsläufig teurer. Es darf dann nicht sein dass andererseits mit kurzen Laufzeiten geworben wird, andererseits aber mit Preisen die nur bei 2 Jahren Laufzeit gelten.

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Ein Telekomtechniker soll kommen...

Flensburg

…hoffentlich tut er es auch und beendet meine relative1 Offlinezeit in der neuen Wohnung. Ich habe es zwar noch nicht am eigenen Leib erlebt aber wie man hört erscheinen die Techniker manchmal nicht wenn sie für Dritte (in meinem Fall Versatel) tätig werden sollen und behaupten sie hätten niemanden angetroffen. Der Techniker der in meiner alten Wohnung den Anschluss (überpünktlich!) eingerichtet hatte hatte auch angemerkt dass er so viele Aufträge für den Tag hätte, dass er sie gar nicht schaffen könne.
Das Zeitfenster ist morgen von 8-12 Uhr und werde ihm auflauern. Der entkommt mir nicht2 !
Drückt mir die Daumen!


Nachtrag 10:23 Uhr: Ein von der Telekom beauftragter Techniker war da, wir haben den APL gesucht und gefunden und Telefon und DSL funktionieren smile
Mittlerweile macht der Techniker wieder sowohl den Anschluss im Haus als auch die Seite in der OVst. Das war letztes mal gerade aufgeteilt worden worüber sich der damalige Techniker auch beklagt hatte weil man beim einrichten imHaus nicht wirklich sehen kann ob alles in Ordnung ist. Ist zum Glück nicht mehr so smile

____

1 Ich kann zwar via UMTS online gehen aber das Telefon lässt sich nicht an den Router anschliessen und so wirklich was für die Nutzung mit mehreren Rechnern ist das nicht

2 So er erscheint und nicht nur behauptet niemanden angetroffen zu haben

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Nur DSL ist auch nicht billiger

Nun gibt es endlich das von vielen Leuten geforderte Angebot eines DSL-Anschlusses ohne extra Telefon. Die SDSL-Angebote von QSC lasse ich mal aussen vor, deren Geschäfts- und Preismodell ist etwas anders als das der gängigen ADSL-Anbieter.
Hansenet bietet nun also einen DSL-Anschluss ohne Telefon-Zugang an. Hurra!
Wie zu erwarten und von allen Schreihälsen ignoriert ist das Angebot aber leider nicht der erhoffte Durchbruch, will sagen, es ist nicht wirklich billiger. Der reine DSL-Anschluss kostet knapp 20€, allerdings ohne Datentarif. Sprich will man den Anschluss gar auch noch nutzen kostet es extra. Standardmässig zahlt man Minutenweise, aber es gibt natürlich auch eine Flatrate. Die kostet dann noch mal 10€ extra. Womit wir wieder bei 30€ wären und der Abstand zu den Angeboten inkl. Telefonanschluss schon auf 5€ geschrumpft ist.
Was man wirklich spart steht auch direkt in der Preisliste: ganze 2€ kostet es extra, will man dann doch noch ‘nen Telefon anschliessen können (4€ für einen ISDN-Anschluss). Wirklich nicht so der Bringer. Und wenn man den Telefonanschluss nicht nur haben, sondern auch nutzen will schadet ein Blick zur Seite auch nicht, denn für 35€ gibt es sowohl bei Hansenet als auch bei Mitbewerbern schon DSL und Telefon jeweils mit Flatrate.
Das Angebot ist nun also da, allein mit der sinnvollen Anwendung hapert es dann doch ein wenig.

Doch woher sollte eine größere Einsparung auch kommen? Bei einem normalen Anschluss zahlt man heute Anteilig für Flatrate und die Technik eh schon weniger als für einen Laib Brot, kostendeckend ist soetwas nur noch mit ‘nem blauen Auge, langfristig und bei weiterer Nutzung. Das will der normale “Geiz ist geil!”-Kunde aber nicht hören, eigentlich ist auch das noch zu teuer.
Deutlicher wird es vielleicht bei einer ganz konreten Rechnung: von den 19,95€ die Hansenet vom Kunden brutto bekommt bleiben 17,20€ netto über. Davon kassiert die Deutsche Telekom für die Leitung pauschal 10,65€. Bleiben monatlich ganze 6,55€. Nun ist dieses Produkt aber kein Resale eines Telekom-Produkts, sondern basiert auf Angeboten von QSC. Die wollen also auch ein wenig von den 6,55€ haben, wie viel kann man nur raten. Bleiben also 6,55€-X€ über von denen Hansenet auch noch ein Modem für den Kunden bezahlen muss, von der ganzen Technik im Access- und Backbonebereich mal abgesehen (auf dem Niveau kosten Router ganz schnell 6-stellige Beträge…). Kleinkram wie Mieten, Heizung oder gar Gehälter für die Angestellten sind da noch nicht berücksichtigt. Und, ups, das hübsche italienische Modell das als “Alice” durch das Fernsehen hüpft muss davon noch genauso bezahlt werden wie die Fernsehsender, Werbeagentur usw.. Ziemlich viel für nicht mal 6,55€.

Von daher: Der Anbieter sieht von den Grundkosten nur einen sehr kleinen Teil und die meisten Posten auf der Ausgabenseite sind eh zu zahlen, das bischen Telefonie macht da nicht mehr viel aus.

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Die Bundesregierung träumt vom Breitband

Der Spiegel berichtet, dass unsere Bundesregierung bis 2008 gern möchte, dass 98% aller Haushalte eine Breitband-Internetzugang erhalten.
Wer sich auch nur eine halbe Sekunde lang Gedanken macht, was es kostet ausserhalb von Ballungsräumen die Technik für Breitbandanschlüsse bereitzustellen kann darüber nur lachen. Funktechniken ala WiMAX könnten die Erschliessungskosten zwar etwas drücken, aber niemals in der nötigen Grössenordnung. Dazu kommt, dass durch die Ausschreibung von nur grosser Flächen statt kleiner Gebiete nur wenige Firmen überhaupt in der Lage sein werden WiMAX-Zugänge anzubieten (und kleinere lokale Firmen und Interessengemeinschaften aussen vor bleiben) – und auch hier wird erst eine Erschliessung der größeren Städte erfolgen um die geforderte Abdeckung (der Bevölkerung, nicht der Fläche!) zu erreichen.
Doch selbst wenn die Zuführung erheblich billiger wird und in sehr wilden Fantasien sogar 98% der Haushalte angeschlossen werden könnten heisst das noch lange nicht, dass 98% der Haushalte den Zugang auch haben wollen. Denn auch ein billiger Breitbandanschluss ist nicht umsonst.
Breitbandzugänge sollten mittelfristig die Normalität werden, keine Frage. Aber solch Wunschdenken wie die Bundesregierung es hier vorlegt ist selbst im Elfenbeinturm nur ein Luftschloss.

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