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GM klebt mal wieder

Auf SPON ist heute ein Bericht zu lesen dass der Opel Astra ab Herbst nächsten Jahres in die USA exportiert werden soll. Alle sind sie Stolz wie Oskar und überglücklich, tolle Europäische Technik für Amerikaner die neuerdings auch auf kleine und sparsame Auto stehen. Überall Glückskekse und Seifenbläschen. Hurra, Hurra.
Ich nehm aber mal ‘ne Nadel und pieks in die Seifenblase.
Natürlich ist es schön für Opel, dass der Astra in die USA exportiert wird. Das ist definitiv eine Anerkennung und schafft mehr Arbeit. Doch es wird kein Opel exportiert. Der Wagen wird in den USA als Saturn verkauft, eine weitere Marke aus dem GM Konzern.
Und genau das ist das Problem, GM entwickelt mal wieder ein neues Auto indem es einem bestehenden Modell einen anderen Aufkleber verpasst. “Badge-Engineering“ nennt man das auch. Es verwässert die Marke und sorgt letztlich dafür, dass die Kundschaft die Bindung verliert. Wenn das was ich da kaufe eh kein Saturn ist kann ich auch gleich was anderes kaufen.
Saturn und Opel möge eine ähnliche Ausrichtung haben, Opel ist in den USA überhaupt nicht vertreten, unter eigenem Namen kann man den Wagen dort eher nicht verkaufen, ist alles Richtig.
Nur hat GM leider eine lange Tradition mit wildem hin- und hergeklebe das weit über eine gemeinsame Plattform und Einzelteile hinaus geht. Letztes Beispiel war die Umbenennung von Daewoo in Chevrolet hier in Europa, anderes Emblem, gleicher Inhalt. Immerhin wurde dort eine gesamte Marke umbenannt, man bekommt über die gesamte Produktpalette das gleiche, bzw. Produkte des gleichen Tochterunternehmens (halt Daewoo).
Schlimm ist es aber, wenn man unter einem Namen verschiedene Produkte bekommt. Hierzulande ist ein Saab ein Saab, auch wenn natürlich ein Großteil der Technik mit dem Opel gemeinsam ist, ber ein Saab 9-3 ist immer noch ein deutlich anderes Auto als ein Vectra, und das nicht nur Optisch. In den USA sieht das anders aus, dort bekommt man unter dem Namen Saab sowohl Saab, als auch Subaru als auch Chevrolet (die echten, nicht die europäischen Daewoo die ja auch Chevrolet heissen…). Die Baureihen 9-3 und 9-5 sind Orignal-Saabs wie sie auch hier verkauft werden, der 9-2x ist ein verkappter Subaru Impreza und der 9-7x ein gipimpter Chevrolet Trailblazer. Man bekommt also je anchdem eine Europäische, Amerikanische oder Japanische Entwicklung die nur auf oberflächlich gleiches Erscheinungsbild getrimmt wurde.
Nun mag uns egal sein was in Übersee passiert, aber die Krankheit steckt im Konzern und nicht in Übersee, warum sollte Saab hierzlande einen Wagen ala 9-2 entwickeln wenn es auch anders geht, warum Opel einen SUV wenn man den Trailblazer zu einem Saab machen kann, dann auch zu einem Opel. Das war ja billig. Dazu dann noch ‘nen Corsa Cabrio aus der Daewoo, äh, Chevrolet-Palette und irgendwo findet sich bestimmt auch noch ‘nen Fox-Pendant bei einer Indischen Tochterfirma.
Wer dann aber noch glaubt, dass der Kunde beim nächsten Wagen der Marke treu bleibt darf sich nicht wundern, wenn die Kundschaft nicht ganz so blöde ist wie die Manager sich in ihrer kurzfristigen Welt erträumen.

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GM denkt um

Laut einem Artikel auf Spiegel Online denkt der Moloch General Motors u. Scheinbar haben sie endlich kapiert, daß eine Marke durch mehr definiert wird als das Emblem auf dem Kühler.
Bisher hat GM weltweit alle Marken munter gemixt, aus Raider wurde Twix bzw. aus Daewoo wurde hierzulande Chevrolet, Opel ist in GB schon immer Vauxhall gewesen und in den USA wird ein Subaru als Saab verkauft.
Daß man damit alle Marken verwässert und letztlich tötet war offensichtlich, aber nichts kann so offensichtlich sein, daß ein Manager es versteht. Manchmal klappt es aber doch, wenn auch spät.

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