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gelesen: Was kostet eine Raumstation?: Ökonomische Themen in der Science Fiction

Was kostet eine Raumstation

Beendet habe ich auch mein “Nebenbei Sachbuch” das ich meist auf dem Ergometer oder AMT lese damit sich der Kopf nicht langweilt während der Körper arbeitet wink :

Der eine oder andere Leser von Science Fiction-Romanen und -kurzgeschichten hat sich vielleicht schon einmal gefragt, wie sich das Leben in der Zukunft abspielen könnte. Das sogenannte normale alltägliche Leben – außerhalb der spannend erzählten Geschichte seines Lieblingsautoren. Dieses Buch betrachtet, was sich dennoch an ökonomischen Themen in den bekannten SF-Geschichten finden lässt und wie diese zu bewerten sind.

Mein Wirschaftsinformatik-Studium bestand etwa zur Hälfte aus BWL, thematisch war ich also nicht ganz unbedarft was dieses Buch angeht.
Das war auch gut so, denn so faszinierend ich das Thema des Buches auch finde, trocken ist es dennoch, da ändert auch der Bezug zu Science-Fiction nichts dran.
Nach einer groben Einführung werden erstmal die ökonomischen Grundlagen erklärt, auch wenn der Autor schreibt, dass er es kurz halten will, ist er für den Gelegenheitsleser IMHO zu ausführlich und das ist nunmal eher theoretisch-trocken. Ab etwa 40% des Buches geht es dann los mit dem konkreten Bezug zur Science-Fiction und etwa so, wie ich es mir erhofft hatte. Auch hier sind die ökonimischen Grundlagen immer präsent, die Einführung der wirtschaftlichen Grundlagen der letzten Jahrhunderte zu Anfang hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht.
Insgesamt würde ich sagen, daß es auf jeden Fall kein Buch für einfach so nebenbei ist, wer die ökonomischen Grundlagen kennt, der braucht dieses Buch nicht, daß die Ferengi in Star Trek Händler sind ist offensichtlich. Es eignet sich IMHO mehr für Schüler oder Studenten die sich gerade mit den ökonomischen Themen beschäftigen und durch die Science-Fiction Referenz etwas Abwechslung und Auflockerung bekommen. Da würde ich es auch empfehlen.

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gelesen: Als ich unsichtbar war

Als ich unsichtbar war von Martin Pistorius
Als ich unsichtbar war - Martin Pistorius

Fertig gelesen habe ich die Geschichte von Martin Pistorius‘ Jugend:

Martin ist zwölf, als ihn eine rätselhafte Krankheit befällt: Er verliert seine Sprache, die Kontrolle über seinen Körper, ist nach wenigen Monaten völlig hilflos. Die Ärzte sagen seinen Eltern, er werde für immer schwerstbehindert bleiben. Was niemand ahnte: Im Kokon seines Körpers verbirgt sich ein schrittweise erwachender Geist und eine zutiefst lebendige Seele.

Bei desem Buch muss man sich vor Augen führen, dass die Geschichte wahr ist, Martin hat sie selbst geschrieben.
Mit 12 Jahren befällt Martin eine rätselhafte Krankheit, was als Husten beginnt führt zu immer weiteren Lähmungen bis er anderthalb Jahre später (1988) im Wachkoma liegt. Doch ein paar Jahre später wird sein Hirn wieder aktiv, aber nur dieses. Er ist locked-in, in seinem unbeweglichen Körper gefangen.
Geistig auf das Niveau eines Kleinkindes zurück geworfen bekommt er alles um sich herum mit und lernt. Nur fähig seine Augen zu bewegen und rudimentären reaktionen, die wie Spastiken wirken kann er nicht kommunizieren, er ist zum zusehen verdammt.
Irgendwann glaubt eine Pflegerin, dass mehr dahinter steckt, ein Test gibt Hoffnung, dass er bei Bewusstsein ist. Er bekommt Hilfestellung und lernt selbstständig lesen, mit computern umzugehen und alles was das Leben ausmacht das uns selbstverständlich ist.

Martin Pistorius schildert in diesem Buch seine Gefühle und Entwicklung seit er wieder zu Bewusstsein gekommen ist. Daran, dass er dies kann sieht man, wie weit er gekommen ist. Zwar benötigt er noch seinen Rollstuhl und Sprachcomputer, er ist aber nach England ausgewandert, hat geheiratet und arbeitet selbstständig als Webdesigner.
Sehr gut zu lesen, es ist beeindruckend was er geschafft hat und es macht Mut sich nicht aufzugeben und nicht die Hoffnung zu verlieren.

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gelesen: Die Abenteuer des Captain Riley

Die Abenteuer des Captain Riley

Länger als gedacht habe ich für mein letztes Buch gebraucht, ich hatte es vorbestellt und ich könnte schwören, dass da nur etwas von ~300 Seiten stand. Die erschienene (Vergleichs-) Printausgabe kommt dann aber auf 715 Seiten, so dass ich ‘nen Tag länger gebraucht habe für Captain Riley und seine Crew wink :

1941. Alex Riley, ein desillusionierter Veteran der Internationalen Brigaden des Spanischen Bürgerkriegs, betreibt als Kapitän eines kleinen Frachters im Mittelmeer das in Kriegszeiten ebenso gefährliche wie einträgliche Geschäft des Schmuggels.

Dann erteilt der gefährlichste Mann des faschistischen Spaniens ihm und seiner zusammengewürfelten Crew einen neuen, lukrativen Auftrag: Vor der Küste Nordafrikas sollen sie ein mysteriöses Artefakt aus einem versunkenen Wrack bergen.

Unvermittelt finden sie sich im Zentrum einer lebensgefährlichen internationalen Verschwörung ungeahnten Ausmaßes wieder. »Operation Apokalypse« könnte nicht nur entscheidend sein für den Ausgang des Zweiten Weltkriegs, sondern für das Schicksal der gesamten Menschheit.

Alex Riley, Sohn eines Amerikaners und einer Spanierin kämpft im Spanischen Bürgerkrieg bei den internationalen Brigaden und bleibt nach dem Krieg in Spanien um sich als Schmuggler im Mittelmeer zu verdingen.
Spanien ist im zweiten Weltkrieg neutral und auch Captain Riley und seine Crew versuchen sich aus dem Krieg heraus zu halten. Ein lukrativer Auftrag zur Bergung eines Gegenstandes aus einem gesunkenen Frachter zieht sie jedoch unfreiwillig in eine Geheimoperation, die den Ausgang des Krieges verändern könnte…

Captain Riley des spanischen Autors Fernando Gamboa liest sich gut, es ist ein spannender Abenteuerroman im Stile von Indiana Jones. Geschichtlich sicher nicht ganz genau, es ist Fiktion, aber es ist zumindest grob vorstellbar. Ich denke der Vergleich mit Indiana Jones passt ganz gut, es ist eine Abenteuergeschichte am Rande des zweiten Weltkriegs bei der die Nazis zwar eine gewichtige Rolle spielen aber nicht die Hauptpersonen der Handlung sind. Gute und spannende Unterhaltung, kein Geschichtsbuch tongue

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gelesen: Warum mochten die Ritter keine Pommes?

Warum mochten die Ritter keine Pommes?

Eine echte eBook-Rarität hab ich da auf meinem Reader gehabt, den zweiten Alleswisser Band von Norbert Golluch:

Der zweite Alleswisser-Band:
Es gibt viel, das man über unsere nahe und ferne Vergangenheit wissen kann: Wie schwer war eine Ritterrüstung? Was war zuerst da, Gabel oder Löffel? Warum gab es erst im Jahre 1883 richtige Taschenlampen? Wer hat die Salami erfunden? Hatten die Steinzeitmenschen schon einen Farbkasten? Was machten die Leute eigentlich vor der Erfindung des Klopapiers? Diese und viele andere ernsthafte und manchmal auch etwas spaßige Fragen beantwortet dieses eBook kurz und knapp, informativ und unterhaltend.

Gekauft hatte ich das Buch vor drei Jahren unter dem Titel Warum mochten die Ritter keine Pommes?, danach wurde es offenbar einmal umbeannt in Womit spielten die Kinder im Mittelalter?. Mittlerweile ist es nicht mehr erhältlich, in meinen Bestellungen bei Amazon sehe ich es aber noch und kann es auch noch herunterladen.
Gelesen hab ich es dann sehr schnell, nebenbei beim Fitness auf dem AMT. Im Buch sind 100 Fragen enthalten, darunter beide Titelvarianten. Die Antwort besteht dann aus 2-3 Sätzen die wie zu erwarten für Kinder und Jugendliche ausgelegt sind. Der Autor ist Lehrer und seine Formulierung locker und auch für junge Leser gut zu lesen.
Kurz (-weilig) zu lesen und für Kinder wahrscheinlich sogar lehrreich. Einfach verpacktes wissen, ich fand es amüsant smile

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gelesen: CLOUD

CLOUD von R. G. Luft
CLOUD

Eine spannende Grundidee nach der Beschreibung, leider etwas mühsam zu lesen war für mich CLOUD:

Leon, einfacher Wartungsingenieur im Genfer LHC (Large Hadron Collider), lebt zurückgezogen in seiner Genfer Mansardenwohnung. Während einer Versuchsreihe kommt es zum Störfall. Leon wird dabei verletzt, fällt ins Koma. Danach ist er nicht mehr derselbe. Er erinnert sich an Ereignisse, die er nie bewusst erlebt hatte. Auf der Suche nach einer Erklärung trifft er Sarah, ihr Ehemann leitete das Projekt, seit dem Störfall ist er wie vom Erdboden verschluckt. Ihre gemeinsame Suche führt sie rund um den Erdball. Sie verstricken sich immer mehr in ein Projekt, das sie an die Grenzen ihrer Vorstellungskraft bringt; in dem die drei zentralen Technologiesprünge unseres Jahrhunderts aufeinanderprallen: Singularität der Technik, weltweit vernetzte Clouds, Quantencomputer. Eine unvorstellbare Machtfülle – Goldstaub für den, der sie beherrscht. Ruben Cohn, CEO eines Waffenkonzerns, hat längst begriffen, dass zukünftige Konflikte nicht mehr mit konventionellen Waffen geführt werden. Ein Spiel mit verdeckten Karten beginnt – gegen die Zeit und einen Gegner, der vor nichts zurückschreckt …

Der Inhalt ist in der recht ausführlichen Buchbeschreibung hinreichend beschrieben und spricht mich eigentlich genau an. Dennoch war ich mehrfach kurz davor das Buch abzubrechen.
Es wirkt beim lesen unfertig, immer wieder kleinere Rechtschreibfehler und schwer nachvollziehbare Sprünge zwischen (Ab)Sätzen. Es ist eher eine Rohfassung die zum Lektor geht, ein Lektorat hat dieses Buch aber leider bestimmt nie gesehen. Das ist Schade, denn ein Lektor hätte hieraus ein wirklich gutes Buch machen können. Ein Lektor sucht halt nicht nur nach Rechtschreibfehlern sondern auch nach Logiksprüngen und ob Handlungen nachvollziehbar sind.
So wechselt das Buch nach etwa einem Viertel bis Drittel ziemlich abrupt die Ausrichtung, ging es erst um Leons Selbstfindung nach dem Unfall schwenkt es plötzlich in Richtung Cloud. Das ist auch der Titel des Buches und steht in der Beschreibung aber wenn man die Beschreibung nicht ständig im Hinterkopf hat geht das Buch ersteinmal in eine ganz andere Richtung und der Übergang der Ausrichtung ist recht plötzlich. Als wenn eine rote Linie fehlt. Die einzelnen Personen werden ausführlich beschrieben, das ist gut aber die Handlungen passen oft nicht zum Charakter der Personen, sie wirken inkonsistent, wie mehrere Persönlichkeiten.

Wie gesagt sehr schade, die Grundgeschichte ist sehr gut aber insgesamt werde ich das Buch als Beispiel in Erinnerung halten warum man auch als Selbstpublisher das Lektorat nicht sparen sollte.

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gelesen: Unser Leben dort

Unser Leben dort von Hugh Howey
Unser Leben dort

Eine Zukunftsvision, ein Gedankenspiel das gar nicht so unmöglich ist schildert Hugh Howey in Unser Leben dort:

Fünfhundert von uns wurden ausgeschickt, um diesen Planeten zu kolonisieren. Nur etwa fünfzig haben überlebt.

Wir wachten fünfzehn Jahre zu früh auf und hatten bloß die Hälfte unserer Ausbildung erhalten. Man erwartete von uns nicht zu überleben … wir sollten bloß eine Aufgabe erfüllen.

Dann drohte uns die Vernichtung.

Die Reise zu fremden Planeten dauert lange, Siedler müssten sehr lange im Tiefschlaf o.ä. verbringen oder man schickt gleich Generationenschiffe.
In Unser Leben dort schicken die noch existierenden Nationalstaaten automatisierte Raumschiffe los, die auf dem Zielplaneten landen und eine Kolonie vorbereiten. Die zukünftigen Siedler haben sie als befruchtete Eizellen dabei und ziehen sie während dessen über 30 Jahre in Nährtanks auf ehe sie an die Besiedlung gehen. Klingt vielleicht nicht verlockend aber für eine Reise die mit heutiger Technik Jahrhunderte dauern würde ist es wohl nicht abwegig, selbst wenn es in der Zeit nur Jahrzehnte sein sollten (wird nicht ausgeführt).
So weit zur Grundannahme. Ein Problem ist, dass man von der Erde aus nicht sagen kann, welche Planeten wirklich zur Besiedelung und als Ausgangspunkt für weitere Reisen geeignet sind. Dies stellt die KI des automatisierten Raumschiffes erst vor Ort fest. Und schlimmstenfalls wird die Mission abgebrochen indem alles zerstört wird.
Die Geschichte in diesem Roman handelt von einer solchen Mission die nach 15 Jahren abgebrochen werden soll — aber dann doch 50 Siedler überleben und sich daran machen eine Kolonie aufzubauen und herauszufinden was schief gegangen ist. Warum die Mission abgebrochen werden sollte und warum das nicht geklappt hat. Sie sind 15 Jahre alt, haben erst die Hälfte ihrer geplanten Ausbildung und auf einem fremden Planeten. Ein Sozialgefüge muss sich etablieren und sie müssen überleben, die KI des Schiffes hilft ihnen dabei unter Berücksichtigung ihrer alten Missionsziele…

Eine letztlich einfache Grundidee, das Aussenden von automatischen Schiffen, auf denen die potenziellen Siedler erst zur Besiedllung aufwachsen. Die Ethik bei Seite gelassen steckt dahinter eine (kalte) Logik. Ausgehend davon schildert das Buch sehr gut wie die körperlich wie von der Ausbildung her erst halb ausgewachsenen Siedler mit dem Rest ihrer Mission klar kommen müssen. Nicht fertig ausgebildet und nur ein Zehntel ihrer urspünglichen Zahl werden von dem vorgesehenen Psychologen der Kolonie die Ereignisse geschildert, von dem plötzlichen Erwachen über die ersten Gehversuche der Kolonie bis zur Erforschung des Planeten bis hin zum Geheimnis des Missionsabbruch und die Konsequenz die die Überlebenden daraus ziehen.
Gut geschildert und auch die Grundidee, so kalt sie auch ist, wird gut beleuchtet. Für die Kolonisierung ist sie sehr effizient, aber es muss halt auch Vorkehrungen geben falls sich ein Planet als ungeeignet herausstellt. Und egal wie sehr man für alle Möglichkeiten vorausplant — es gibt immer eine Situation die man nicht vorher gesehen hat und dann sitzen 50 “halbfertige” Kolonisten auf einem eigentlich gemütlichen Planeten den die Automatik doch als ungeeignet eingestuft hat…

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gelesen: The Physics of Star Trek

The Physics of Star Trek von Lawrence Krauss & Lawrence M. Krauss
The Physics of Star Trek

Mein “Nebenbei-Sachbuch” habe ich nun auch durch, ich komme momentan einfach nicht zum lesen beim Sport wink

What warps when you’re traveling at warp speed? What is the difference between a wormhole and a black hole? Are time loops really possible, and can I kill my grandmother before I am born? Anyone who has ever wondered “could this really happen?” will gain useful insights into the Star Trek universe (and, incidentally, the real world of physics) in this charming and accessible guide. Lawrence M. Krauss boldly goes where Star Trek has gone-and beyond. From Newton to Hawking, from Einstein to Feynman, from Kirk to Picard, Krauss leads readers on a voyage to the world of physics as we now know it and as it might one day be.

Lawrence Krauss nimmt sich in seinem Buch die Physik in Star Trek vor. Was davon gibt es wirklich, was ist denkbar und was ist Unsinn.
Lehrreich und unterhaltsam, nicht ohne Grund gibt es dieses Buch schon seit vielen überarbeiteten Auflagen. Der Sachaspekt liegt immer im Vordergrund aber es ist so verpackt, dass man auch ohne tiefere Physikkenntnisse problemlos versteht.
Für Star Trek Fans die sich schon immer gefragt haben ob das wirklich so denkbar oder alles nur ausgedacht ist sehr zu empfehlen.

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