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gelesen: Cold War Leaks (Telepolis)

Cold War Leaks - Markus Kompa

Letzte Woche hatte ich auch mein “Nebenbei-Buch” das ich z.B. beim Sport auf dem Ausdauergerät lese beendet:

Vier Jahrzehnte hatten die beiden Supermächte nichts Dringlicheres zu tun, als mit gigantischem Aufwand die gegenseitige Vernichtung vorzubereiten. Wie war es möglich, dass sich die USA vor einer nie ernsthaft drohenden kommunistischen Invasion fürchteten? Und wie kam es umgekehrt zur sowjetischen Nervosität Anfang der 1980er Jahre, als man in Moskau mit einem nuklearen Überraschungsschlag rechnete? Was waren es für Menschen, welche die Geheimdienste aufbauten und wie dachten die Militärs wirklich?

Das Buch beleuchtet sehr umfassend die letzten Jahrzehnte der Geheimdienstgeschichte, von den Anfängen bzw. der Gründung der heute bekannten Dienste (oder ihrer Vorgänger) bis zu Snowden. Es sind unabhängige Texte die in einer sinnvollen Reihenfolge gut hintereinander zu lesen sind aber auch unabhängig gelesen werden können. Daher gibt es immer wieder redundante Informationen über Personen oder Ereignisse die schon vorher ausführlich geschildert wurden es aber ermöglichen das jeweilige Kapitel auch einzeln zu lesen.
Die Informationen sind sehr umfangreich, ich war immer wieder hin- und ehrgerissen zwischen einem eher geschichtlichen Buch und WTF Momenten die teilweise eher lustig wären wenn es nicht so ein ernstes Thema wäre. Denn das muss man sich immer vor Augen halten: die “Informationen” die die Dienste beschaffen oder erfinden machen Politik, können über Krieg und Frieden entscheiden. Vieles ist im nachhinein natürlich ganz klar bzw. einfacher zu betrachten aber als die Dinge jeweils passiert sind war ein Fehler, Ungenauigkeit oder einfach nur kalkuliertes Risiko evtl. Kriegsentscheidend.
Man fragt sich schon was die Dienst eigentlich alles machen und ob ihre Befugnisse und die Gewichtung ihrer Informationen nicht viel zu weit gehen.

gelesen: Masters of Fiction 1: World of Alien

Masters of Fiction 1: World of Alien von Elias Albrecht & Eric Zerm
Masters of Fiction 1: World of Alien

Durch einen Tipp der Perry Rhodan Redaktion bin iach auf die neue Reihe Masters of Fiction gestossen deren erster Band sich mit dem Film Alien und allem was sich darum entwickelt hat beschäftigt:

Es ist 35 Jahre her, da setzte Ridley Scotts Kultklassiker “Alien” neue Maßstäbe in der Welt des SF-Films. Bis heute fasziniert das Phänomen “Alien” Millionen von Fans und lebt in den zahlreichen Sequels, Romanen, Comics und Computerspielen weiter. Die spannende Geschichte um die Crew des Raumfrachters Nostromo und das phantastische Setting des Mondes LV-426 versetzten damals wie heute die Zuschauer in Angst und Schrecken.

Die neue Reihe Masters of Fiction soll alle 3 Monate ein Thema aus der Fiktion/Phantastik umfassend beleuchten.
Der erste Band widmet sich dem Film Alien und was daraus entstanden ist. Von dem Einfluss auf die Popkultur bzw. andere Filme, Bücher usw. über die weiteren Filme, Bücher, Computerspiele, Musik und mehr wird praktisch kein Bereich ausgelassen. Ausführlich werden die Entstehung und unterschiedlichen Herangehensweisen der verschiedenen Regisseure betrachtet, eigene Kapitel widmen sich jeweils ausführlich der Filmmusik und betrachten dabei nicht nur den jeweiligen Künstler in Bezug auf die Musik für den Alien Film sondern das Gesamtwerk auch für andere Filme oder Bereiche. Gleiches gilt für die Autoren der Bücher, auch hier geht es um den Künstler und sein Gesamtwerk wobei der Schwerpunkt natürlich bei Alien liegt. Ausführlich wird auch auf die Widersprüche eingegangen die entstanden weil Bücher nach den ersten beiden Filmen die Geschichte rund um Ripley und anderer Charaktere weiter sponnen, Ripley aber ebenso wie praktisch alle bekannten Figuren am Ende des dritten Films aber tot sind und die Bücher somit nicht mehr zu der gesamten Filmreihe passten. Dass Alien vs. Predator auf einem Comic basiert war mir zwar lose im Hinterkopf bekannt, dass es aber z.B. auch Superman and Batman versus Aliens and Predator als Comic gibt war mir neu. Comics werden dementsprechend auch ausführlich behandelt, ebenso wie natürlich Alien vs. Predator und Prometheus. Bei den Computerspielen wird ausführlich auf das aktuelle Alien Isolation eingegangen aber auch auf die weniger gelungenen Adaptopnen aus den Jahren davor.
Das Buch ist wie ein Sachbuch geschrieben, die Kapitel sind aufeinander abgestimmt aber können unabhängig gelesen werden da es entsprechende Redundanzen gibt. Und ich bin mir sicher, dass ich diverse Aspekte gerade vergesse die auch behandelt werden.
Für Fans der Alien Reihe ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert und ich bin gespannt auf die weiteren Bücher die in der Masters of Fiction Reihe erscheinen werden.

gelesen: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Der Tod und andere Hoehepunkte meines Lebens - Sebastian Niedlich

Der Tod gehört zum Leben. Das ist so. Aber etwas ungewöhnlich ist es schon, wenn man den Tod als Person sehen und mit ihm zum Bowling gehen kann…

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ!

Als Kind sieht Martin das erste mal den Tod in Person — und unterhält sich mit ihm.
Die beiden werden Freunde, spielen Schach und gehen bowlen. Keine einfache Freundschaft, denn Martin übernimmt immer mehr Fähigkeiten von seinem Freund. Er kann Schicksale von anderen Menschen sehen und Tod entwickelt einen merkwürdigen Beschützerinstinkt für Martin. Dass nur Martin ihn sehen kann macht sein Sozialleben nicht einfacher wenn er sich scheinbar mit der Luft unterhält. Martin will Leben retten, der Tod ist irgendwie das Gegenteil aber doch auch sein Kumpel. Es wird nicht einfacher als Martin sich verliebt.

Eine schräge Ausgangsidee, lustig und unterhaltsam geschrieben. In sich stimmig und mit vielen Details auch bei Nebensächlichkeiten wie Martins Aktivitäten in der DLRG oder beim Wehrdienst.
Ein ernstes Thema mit ungewohntem Setting und viel Humor erzählt. Hat mir gefallen.

gelesen: Die erste Menschheit lebt

Die erste Menschheit lebt von Klaus Seibel
Klaus Seibel - Die erste Menschheit lebt

Gerade bin ich fertig geworden mit dem drittel Teil von Klaus Seibels “Mond-Zyklus” der mit einer Schraube auf unserem Mond begann die dort nicht hingehört:

„Ihr wollt eine Lantis aus uralter Vorzeit sehen? Hier bin ich. Ich bin Yra. Und ich bin grün.“
Die Zivilisation, die vor fünfundsechzig Millionen Jahren unsere Erde bevölkert und der Menschheit ein Erbe hinterlassen hat, nannte sich Lantis. – Nannte? Das Erbe ist mehr als eine Sammlung von Dokumenten und Technologien. Tatsächlich bietet sich die Möglichkeit, die ausgestorbenen Lantis auferstehen zu lassen. Die erste ihres Volks ist Yra. Sie ist eine außergewöhnliche Frau, die für einige Überraschungen sorgt. Und sie ist nicht die Letzte.

Im ersten Buch Krieg um den Mond entdeckt eine unbemannte Mondmission auf selbigen eine Schraube. Eine Schraube die nicht von der Erde stammt. Krieg um den Mond schildert den Kampf um die Entdeckung den die Mächte auf der Erde führen.
Es stellt sich heraus, dass sie sehr wohl von der Erde stammt aber 65 Millionen Jahre alt ist. Im zweiten Buch Das Erbe der ersten Menschheit geht es um die Wesen, die nicht nur die Schraube hinterlassen haben sondern einen wahren Schatz auf dem Mond für spätere Erdbewohner hinterlassen haben. Eine Zeitkapsel die die Lantis vor 65 Millionen Jahren dort deponiert haben. Informationen über Flora, Fauna, Technik und auch eine Lantis selbst…

Die erste Menschheit lebt setzt direkt am zweiten Buch an, die Lantis Yra wurde mit einem von den Lantis auf dem Mond hinterlassenen Zuchtapparat aus einer Genschablone rekonstruiert und ist bei Anne Winkler, der Protagonistin aus den ersten beiden Bänden untergetaucht.
In der künstlichen Wüstenstadt Lantika geht derweil die Erforschung der Hinterlassenschaften der Lantiker weiter. Es ist ein enormes Wissen und auch weitere Genschablonen sind dabei. Sie rekonstruieren nicht nur den Körper sondern dazu gehören auch Backups des Hirns. Rekonstruierte Lantiker sind keine Kinder sondern hochintelligente Wesen, die sich nicht von den nicht annähernd so intelligenten Menschen in Käfige sperren lassen wollen sondern eigene Pläne mit dem Planeten haben den sie vor 65 Millionen Jahren bevölkerten ehe ein Komet einschlug und eine verheerende Katastrophe auslöste…

Das Buch beginnt wie ein weiteres Kapitel oder ein zweite Abschnitt von Das Erbe der ersten Menschheit, entwickelt sich aber zu einem eigenständigen Roman. Ähnlich wie im ersten Band geht es hier um Einfluss und Macht, auch die NSA spielt eine grosse Rolle. Die Frage wer die Entscheidungsmacht und Kontrolle hat je nach Sichtweise eine andere Antwort, zum Schluss ist sie aber eindeutig.
Die erste Menschheit lebt schildert nur den ersten Teil, die erste Menschheit das sind die Lantiker und sie leben wieder und sie wollen wieder ihren angestammten Platz ganz oben einnehmen. Das wird im nächsten Band geschildert der Anfang diesen Jahres erscheinen soll. Ich bin gespannt.
Krieg um den Mond ist ein beklemmend realistisches Gedankenexperiment das man unbedinkt gelesen haben sollte, es ist Fiktion aber so real dass die entsprechende Mondmission morgen von der NASA angekündigt werden könnte. Die Fortsetzungen werden nun natürlich deutlich spekulativer, mehr Science-Fiktion die aber immer noch in sehr naher Zukunft spielt und z.B. in 5 Jahren Realität sein könnte. Die Geschichte um die Lantiker ist natürlich deutlich spekulativer als die Ereignisse im ersten Buch, eine “Heute-Fiktion” wird zur klassischen und sher guten Science-Fiction. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

gelesen: Der Seelenbrecher

Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek
Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek

Noch vor dem Perry Rhodan gestern hatte ich vorgestern als erstes Buch in diesem Jahr meinen ersten Thriller von Sebastian Fitzek beendet:

Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres …
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

“Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet.” — Das glaubt man nicht wenn man das erste Kapitel liest, denn da geht es ganz anders zur Sache. In dem Stil hätte ich das Buch wohl nicht beendet. Es ist aber nur eine Rückschau, eine Erinnerung deren Details eigentlich nicht relevant sind.
Der äussere Rahmen der Geschichte ist ein psychologisches Experiment einer Universität, die freiwilligen Studenten sollen eine Ermittlungsakte die wie ein Roman geschrieben ist lesen. Am Stück und am 23. Dezember in der Nacht. Warum wissen und erfahren sie nicht. Auch der Akten-Roman handelt zur Weihnachtszeit von einem Mann der mit Gedächtnisverlust in einer spezialisierten Klinik ausserhalb von Berlin ist. Es gibt nicht viele Patienten und durch die Feiertage ist auch eher eine kleine Besetzung an Personal anwesend. Durch einen Unfall eines Krankenwagens wird die Klinik vom Telefonnetz abgeschnitten, Handyempfang gibt es nicht und der Schneesturm erledigt den Rest um die Anwesenden zumindest für die Nacht von der Aussenwelt abzuschneiden. Kein guter Zeitpunkt um festzustellen, dass sich offenbar auch der Seelenbrecher in der Klinik befindet. Ein Gewalttäter, der schon drei Frauen in einen Wachkomaartigen Zustand versetzt hat. Ohne Gewalt oder Missbrauch. Wie und Warum weiss niemand — noch nicht…

Das erste Kapitel ist wie gesagt sehr brutal, in dem Stil hätte ich kein ganzen Roman durchgehalten glaube ich. Wenn du dir die Leseprobe ansiehst (bei Amazon sind es die ersten 10% eines Buches) fang lieber mit Kapitel 2 an.
Das Buch ist sehr spannend, die Geschichte ist gut erzählt und wie bei einem Krimi versucht man selbst während des lesens hinter das Geheimnis zu kommen. Durch die Einbettung in das Universitätsexperiment gibt es ab und zu beim lesen eine Verschnaufpause mit Denkanstössen und am Ende auch eine runde Aufklärung.
Wer (Psycho)Thriller mag sollte sich den Seelenbrecher auf jeden Fall auf die Liste setzen, ein gutes Buch.

gelesen: Quantum

Quantum von Hannu Rajaniemi
Quantum

Einen eher ungewöhnlichen Roman habe ich gerade fertig:

Seine Verbrechen sind im ganzen Sonnensystem bekannt – der Meisterdieb Jean le Flambeur kann sich jedoch an keine seiner Taten erinnern. Was ist mit seinem Gedächtnis geschehen? In wessen Körper steckt er? Und warum rettet ihn die ätherische Kriegerin Mieli aus seiner erbarmungslosen Gefangenschaft? Ausgerechnet in der Stadt des Vergessens soll Jean Antworten finden. Dort wird menschliche Lebenszeit als Währung gehandelt, und Erinnerungen sind der kostbarste Besitz jedes Einwohners. Und weil auf keinem Planeten Verbrechen härter bestraft werden, muss der Meisterdieb ohne Gedächtnis auf dem Mars den brillantesten Coup aller Zeiten durchziehen

Es ist eine ungewohnt zu lesende Geschichte, der Inhalt seht oben in der Kurzbeschreibung. Die Grundgeschichte ist für Science-Fiction Leser eigentlich nicht schwer, hier ist aber alles oder zumindest Anfangs sehr viel in einer Quantenmechanischen Beschreibung und Umgebung angesiedelt. Das ist durchaus sehr ungewohnt zu lesen, da muss man einiges einfach hinnehmen. Dann ist es aber faszinierend zu lesen.
Der Hauptteil der Geschichte ist etwas einfacher und von der Grundanlage her auch ein interessantes Konzept. Lebenszeit als Währung, in externe Speicher ausgelagerte Erinnerungen, das klingt nach einem Hollywoodfilm, ist hier aber deutlich anders und konsequenter dargestellt.

Kein einfaches Buch aber wenn man sich darauf einlässt lohnt es sich durchaus.

gelesen: Der Geruch von Eis – Die geheimen Akten des Sir Arthur Conan Doyle

Der Geruch von Eis - Die geheimen Akten des Sir Arthur Conan Doyle

Nach Mockingjay hab ich schnell ein kurzes Kindle Single eingeworfen:

Akte 2 – Wir schreiben das Jahr 1913. Die Besatzung einer einsamen Forschungsstation weit nördlich des Polarkreises bricht in Panik aus. Ihre Furcht treibt sie bis in den Selbstmord. Was haben die erfahrenen Männer in der schrecklichen Einsamkeit durchstehen müssen?
Im zweiten Fall der atemraubenden Serie „Die geheimen Akten des Sir Arthur Conan Doyle“ reist der weltberühmte Schriftsteller mit einem Frachter nach Spitzbergen und trifft dort auf den letzten Überlebenden der Forschungsexpedition. Dem Wahnsinn nahe formuliert dieser nur ein einziges Wort. Doch was verbirgt sich dahinter? Doyle und seine Begleiter erwartet eine eisige Welt voller gespenstischer Mythen und Gefahren …

Die Reihe Die geheimen Akten des Sire Arthur Conan Doyle (warum auch immer ich mit dem zweiten angefangen habe…) besteht aus Geschichten des Autoren der Scherlock Holmes Geschichten die von dessen fiktiver Nachlassverwalter 1930 entdeckt wurden und im nachhinein veröffentlicht werden.
Der Geruch von Eis beschreibt die Reihe des Autoren nach Prinz-Karl-Vorland wo auf einer Forschungsstation merkwürdige Dinge geschen. Die Forscher drehen durch, greifen sich gegenseitig an, begehen Selbstmord. Warum? Mit einigen anderen Forschern macht sich der Arzt und Autor auf das Geheimnis zu ergründen.

Eine kurze Geschichte, gut zu lesen. Man hätte sie auch deutlich länger erzählen können, aber auch als Single für 0,99€ keine Verschwendung. Aber auch nichts was man gelesen haben muss.