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gelesen: Die Flüsse von London

Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch
Die Flüsse von London

Einen magischen Krimi habe ich gestern noch beendet:

»Mein Name ist Peter Grant. Ich bin seit Neuestem Police Constable und Zauberlehrling, der erste seit fünfzig Jahren. Mein Leben ist dadurch um einiges komplizierter geworden. Jetzt muss ich mich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin herbeiführen, Leichen in Covent Garden ausgraben. Ziemlich anstrengend, kann ich Ihnen sagen – und der Papierkram!«

Peter Grant hat gerade die Polizeischule beendet und wird eines Nachts zu einem Tatort gerufen den er eigentlich nur bis die Frühschicht eintrifft bewachen soll.
Während seine Kollegin Kaffee holt trifft er auf einen Zeugen des Verbrechens. Etwas verkompliziert wird die Sache dadurch, dass der Zeuge selbst tot ist und als Geist nicht so recht ins Standardschema passt. Nicht zuletzt gibt es kein Formular für geisterhafte Zeugen.
Was er nicht weiss ist, dass es durchaus eine Abteilung für Geister bei der Polizei gibt. Sie besteht aus einem Komissar und der nimmt Peter als Zauberlehrling auf. Gemeinsam müssen sie das Geheimnis des Mordes lösen und nebenher einen Streit zwischen dem Gott und der Göttin der Themse schlichten.

Ein Krimi mit magischem Einschlag, sehr amüsant geschrieben, Ben Aaronovitch schreibt sehr locker und voller Humor, sehr gut zu lesen. Ein Krimi der etwas anderen Art, liest sich sehr gut und schnell, macht richtig Spass laugh

gelesen: The Martian

The Martian von Andy Weir
The Martian - Andy Weir

Selten, aber es passiert: Ich habe den Trailer des Films gesehen und wollte das Buch dazu lesen. Vorher.

Six days ago, astronaut Mark Watney became one of the first people to walk on Mars.

Now, he’s sure he’ll be the first person to die there.

After a dust storm nearly kills him and forces his crew to evacuate while thinking him dead, Mark finds himself stranded and completely alone with no way to even signal Earth that he’s alive—and even if he could get word out, his supplies would be gone long before a rescue could arrive.

Chances are, though, he won’t have time to starve to death. The damaged machinery, unforgiving environment, or plain-old “human error” are much more likely to kill him first.

But Mark isn’t ready to give up yet. Drawing on his ingenuity, his engineering skills—and a relentless, dogged refusal to quit—he steadfastly confronts one seemingly insurmountable obstacle after the next. Will his resourcefulness be enough to overcome the impossible odds against him?

Damit Du es nachvollziehen kannst, hier direkt der Trailer des Films der im Oktober in die Kinos kommt:

Wie man am Trailer sieht ist es eine Robinson Crusoe Geschichte, nur auf dem Mars.
Während einer Marsmission muss die Crew wegen eines Sandsturms evakuieren, dabei wird Astronaut Mark Watney von einer sich los gerissenen Antenne getroffen und verletzt. Der Rest der Crew muss annehmen, dass er tot ist, denn auch sein Anzug übermittelt keine Lebenssignale mehr. Sie nehmen das (einzige) Rückkehrmodul damit zumindest die restlichen 5 Astronauten überleben.
Wie sich herausstellt ist Mark Watney zwar verletzt aber nicht schwer und so ist er allein gestrandet auf dem Mars. Die Kommunikation erfolgte über das Rückkehrmodul, also ist er auch erstmal ohne Kontakt. Allein gestrandet auf dem Mars muss er sehen ob und wie er zurecht kommt. Die Ressourcen sind für 6 Astronauten plus Reserve geplant, das gibt ihm etwas Zeit. Aber er muss einen Weg finden die NASA zu kontaktieren und irgendwie weitere Ressourcen erzeugen, denn eine Rettungsmission würde Jahre benötigen…

Links:

Der Roman ist primär aus Watneys Sicht geschrieben, er führt ein Missionstagebuch für diejenigen die irgendwann einmal seine Überreste finden. Denn auch wenn er an seinem Überleben arbeitet ist er auch Wissenschaftler und kann seine Chancen einschätzen. Später wechselt es sich ab mit Schilderungen von der Erde und dem Raumschiff in dem die restliche Crew auf dem Rückflug ist. Primär ist man aber bei Watney was den Roman sehr fesselnd macht, zumal von Seiten der NASA meist eher noch mehr Gefahren zu sehen sind die man als Leser zusätzlich erfährt. Mark selbst ist eher pragmatisch, er hat ja nichts zu verlieren…
Was auffällt ist, dass der Autor Andy Weir für sein Erstlingswerk sehr viel Recherchiert hat. Seine Schilderungen sind sehr genau und was man in anderen Science Fiction Romanen oftmals als Technobabbel überlesen kann ist hier korrekt. Was an Technik geschildert wird ist realistisch für eine Marsmission und was er tut ist so auch machbar, zumindest denkbar. Die genauen Schilderungen sind sicher nicht jedermanns Sache aber zu wissen wie genau sie sind fasziniert zusätzlich zur fesselnden Geschichte. Die ist auch bis zum Schluss spannend und auch im richtigen Moment vorbei.

Beim lesen drängt sich auch ständig auf, dass dieser Stoff nach einer Verfilmung schreit, auch weil Watneys Logbucheinträge manchmal sarkastisch-lustig sind. Das mag anfangs konstruiert für eine Verfilmung wirken, passt aber zum Charakter Watneys, es ist stimmig.
Insgesamt ein verdammt gutes Buch das ich verschlungen habe. Kaum zu glauben, dass ursprünglich kein Verlag es haben wollte und Weir das Buch kostenlos auf seine Homepage gestellt hatte. Die Verlage sind erst aufgesprungen als es bei Amazon die eBook Charts anführte…

gelesen: Joyland

Joyland von Stephen King
Joyland (Stephen King)

Mal kein Horror von Stephen King, Joyland ist eher ein erzählter Krimi:

College student Devin Jones took the summer job at Joyland hoping to forget the girl who broke his heart. But he wound up facing something far more terrible: the legacy of a vicious murder, the fate of a dying child, and dark truths about life—and what comes after—that would change his world forever.

In Joyland erzählt der Protagonist Devin Jones rückblickend die Ereignisse des Jahres 1973 in dem er als Student im Vergnügungspark Joyland gejobbt hatte. Seine Freundin hat sich von ihm getrennt, die Arbeit im Vergnügungspark lenkt ihn ab. Und es gibt ein Geheimnis im Park: in einem der Fahrgeschäfte ist vor einigen Jahren ein Mord geschehen der nicht aufgeklärt wurde. Devin lässt der Mord nicht los und ein kleiner Junge mit Geburtsfehler und ganz eigener Wahrnehmung spielt dabei eine wichtige Rolle…

Joyland ist kein Horror, es ist die Schilderung von Ereignissen die vor Jahrzehnten passiert sind. Ein Kriminalfall mit Mystery-Elementen. Liest sich gut, ist aber nichts besonderes. Der Name des Autors hat auch bei mir dafür gesorgt, dass ich mir dieses Buch gekauft habe, sonst hätte es mich vermutlich nicht interessiert. Das war kein Fehler, das Buch ist gut, aber halt überhaupt nicht das was ich von King erwartet habe. Eine gute Kriminalgeschichte mit guten Charaketeren und mystischem Einschlag. Da der Protagonist es Rückblickend erklärt ist aber gerade zum Schluss klar, dass er irgendwie überleben muss, wie auch immer. Aber auch das Ende fand ich gut und stimmig.

gelesen: Der Schatz der gläsernen Wächter

Dane Rahlmeyer: Der Schatz der glasernen Wachter

Einen Steampunk-Fantasy Roman habe ich gestern Abend beendet:

Vor viertausend Jahren begann das Zeitalter des Ælon. Mithilfe dieser geheimnisvollen Energie wurden fliegende Paläste geschaffen, beseelte Maschinen – und Waffen, die ganze Städte auslöschen konnten.
Nun ist alles Ælon aufgebraucht – beinahe. Denn einige der Wunder und Schrecken von damals existieren noch immer: verborgen vor den Augen der Welt, versteckt in uralten Tempeln und versunkenen Palästen …

Im Königreich Miloria lebt Kriss, die Tochter der berühmten Archäologin Brialla Odwin und mit sechzehn Jahren selbst eine geachtete Archäologin. Für viele gilt sie als Wunderkind, aber Kriss sagt, sie hat einfach nur ein gutes Gedächtnis – und eine noch bessere Lehrerin.

Von einer Ausgrabung in einem alten Wüstentempel zurückgekehrt, erhält Kriss von der wohlhabenden Baronin Nejana Gellos den Auftrag, die sagenumwobene Insel Dalahan zu finden. Viele sind auf der Suche nach der Insel verschollen – so auch Kriss’ Mutter, ebenfalls Archäologin. Begleitet von dem ehemaligen Straßenjungen Lian macht sich Kriss auf die gefahrvolle Suche. Dabei ist ihr der abtrünnige General Ruhndor dicht auf den Fersen – und er wird vor nichts Halt machen, um die Insel zu finden.

Der offizielle Beschreibungstext fasst die Geschichte gut zusammen, nachdem das Ælon verschwunden ist bestimmen Dampfmaschinen die Technik, sie treiben so ziemlich alles an inklusive Fluggeräten.
Kriss bekommt den Auftrag die Geheimnisvolle Insel Dalahan zu suchen und hofft dabei ihre Mutter zu finden die genau das vor Jahren versucht hat. Der Weg ist ein Abenteuer bei dem sie immer wieder Hinweise enträtseln und sich u.a. dem General Ruhndor erwehren müssen. Und nicht immer ist alles so wie es auf den ersten oder zweiten Blick scheint…

Ein gut geschriebener Fantasyroman voller Steampunkelementen vermischt mit Ælon-Resttechnik. Liest sich zwischendurch gut weg.

gelesen: Star Trek – Voyager 1: Heimkehr

Star Trek Voyager - Heimkehr

Im Januar hatte ich hier gebloggt, dass es im Kindle Deal der Woche (und anderen eBook Shops) einen Star Trek Voyager Roman zum halben Preis gab. Das bei Cross Cult erschienene Buch ist der erste Teil einer Serie und als solcher wie bei Cross Cult üblich eh schon günstiger.
Nun war ich dazu gekommen ihn zu lesen, hatte ihn schon letzte Woche beendet und komme jetzt endlich dazu etwas drüber zu schreiben. Die Verlagsbeschreibung ist aber schon sehr gut:

Nach sieben harten Jahren im Delta-Quadranten sind Janeway und ihre Crew endlich zurück. Zu Hause sind sie wieder mit ihren Familien vereint und die Crew beginnt sich zu trennen.

Der Sternenflottengeheimdienst hat den Verdacht, dass ein Maulwurf – ein Agent des Orion-Syndikats – die fortschrittliche Technik der Voyager stehlen und verkaufen will. Dummerweise beginnt eine Rebellion der Hologramme, wodurch der Doktor unschuldig als Hauptverdächtiger gilt, weil er seinen zweiten Roman verfasst, in dem er über den Kampf der Hologramme gegen die Menschen schreibt.

Zur gleichen Zeit bricht auf der Erde eine Borg-Seuche aus, die sich wie ein Schnupfen verbreitet. Verzweifelt wird nach der Ursache der Seuche gesucht, und der Verdacht fällt auf die Crew der Voyager …

Tatsächlich gibt es inhaltlich eigentlich nicht mehr dazu zu sagen, das Buch setzt unmittelbar nach der letzten Folge der Fernsehserie an und führt diese fort. Es ist gut aufgebaut und geschrieben aber man muss sich dessen bewusst sein, dass es der Anfang einer Buchserie ist, in diesem Buch wird der Grundstein dafür gelegt. Man will anschliessend auch den Rest lesen wie es weiter geht um zu erfahren was wirklich hinter dem steckt was hier seinen Anfang nimmt.
Definitiv das falsche Buch wenn man nur ein einzelnes Star Trek Buch lesen will aber ein hervorragender Auftakt für eine Serie.

gelesen: Die dunkle Seite des Erbes

Die dunkle Seite des Erbes - Klaus Seibel

Mit Die dunkle Seite des Erbes habe ich nun Klaus Seibels Zyklus “Die erste Menschheit” abgeschlossen der auf seinem grandiosen Krieg um den Mond aufbaut:

Der zweite Lantis, der in dem unterirdischen Labor erschaffen wurde, ist geflohen. Bald spüren die Menschen, dass man das Erbe der Lantis zum Guten und zum Schlechten einsetzen kann. Korgh verfolgt eiskalt seine Pläne und seine Macht wächst stündlich. Und dann gelingt es ihm sogar, die restlichen Container zu stehlen. In einem Wettlauf gegen die Zeit muss Anne all ihr Können einsetzen, um eine Katastrophe zu verhindern.

In Krieg um den Mond wurde auf dem Mond eine Schraube entdeckt. Eine Schraube die nicht dort sein dürfte, die auch nicht von Menschenhand dorthin gekommen sein konnte. Sie war älter, 65 Millionen Jahre alt und stammt von einer ersten Menschheit auf der Erde, den Lantis. Diese haben auf dem Mond ein Erbe hinterlassen dessen Aufarbeitung der Zyklus Die erste Menschheit schildert.

Die dunkle Seite des Erbes ist der dritte und letzte Teil des Zyklus, die anderen beiden “Das Erbe der ersten Menschheit“ und “Die erste Menschheit lebt“ sollte man auf jeden Fall gelesen haben.
Am Ende des vorigen Bandes war der Lantis Korgh entkommen mit seinen ganz eigenen Plänen für sein zweites Leben. Durch seine überlegene Technologie trachtet er danach die Kontrolle über Technik und Gesellschaft der Menschen zu übernehmen. Es scheint kein Mittel gegen ihn zu geben, zu sehr hat er die Technik und die Menschen bis in ihre Gedankengänge unter Kontrolle. Nur Anne Winkler die selbst durch Technik der Lantis beeinflusst und verändert wurde passt nicht in sein Kontrollschema.

Ein guter Abschluss der Trilogie, Krieg um den Mond muss man nicht für diesen Zyklus gelesen haben aber man sollte es, es ist ein fantastisches Buch.
Der “Die erste Menschheit” Zyklus spinnt die Idee weiter, nach Krieg um den Mond war im Prinzip alles offen was nun mit den auf den Mond gefundenen Hinterlassenschaften geschieht. In jedem der drei Bände hat Klaus Seibel die Geschichte weiter gesponnen und in diesem Band zu einem runden Abschluss gebracht.
Allerdings nicht ohne einem neuen Zyklus die Tür zu öffnen. Und auf den freue ich mich jetzt schon. smile


Die Bücher:

gelesen: Das Ende der Ewigkeit

Das Ende der Ewigkeit von Isaac Asimov
Das Ende der Ewigkeit

Auch meinen “Hauptroman” habe ich heute beendet, ein Roman des Science-Fiction Altmeister Isaac Asimov:

Die Ewigkeit ist eine Organisation, die mittels Zeitreisen dazu in der Lage ist, kleinste Veränderungen in der Vergangenheit vorzunehmen, um einer zukünftigen Menschheit größeres Leid zu ersparen. Ganz vorsichtig, um keine Paradoxa hervorzurufen, verändern sie Schritt für Schritt unser gesamtes Universum, doch einige Jahrhunderte sind den Ewigen unzugänglich. Andrew Harlan hat den Auftrag, durch sein spezielles Wissen dafür zu sorgen, dass es zur Gründung der Ewigkeit kommt. Er unternimmt eine Reise in die Zukunft – und verliebt sich in eine junge Frau namens Noÿs Lambent. Sollte Harlan seinen Auftrag ausführen, würde sie in der Zukunft aufhören zu existieren…

Zur Geschichte will ich nicht mehr schreiben als in oben zitierter Verlagszusammenfassung steht. Die Ewigkeit steht ausserhalb der normalen Welt und ist in der Lage jede Zeit aufzusuchen und Veränderungen vorzunehmen. Es wird genutzt um Gefahren und zu extreme Entwicklungen zu korrigieren und vom Schicksal der Menschheit abzuwenden.
Für Andrew Harlan ist das alles auch zweifelsfrei gut und er erfüllt seinenanspruchsvollen Job mit voller Hingabe. Erst eine Frau lässt ihn zweifeln bzw. sich über Regeln hinwegsetzen. Das geht so weit dass er das Ende der Ewigkeit riskiert.
Das Buch liest sich oberflächlich wie eine normale Science-Fiction Geschichte, halt mit der Prämisse, dass Korrekturen an der Geschichte möglich und normal sind. Aber Asimov reichert sie geschickt an mit einer moralischen Ebene auf die auch Techniker Harlan erst stösst und darüber nachdenkt. Einfach wird die moralische Entscheidung aber nicht gemacht, es gibt wie immer Für und Wider. Ein sehr guter Roman, nicht nur einfache Unterhaltung (obwohl er auch unterhält)