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3D Brillen-Vorsatz fürs Kino

Für Brillenträger kurz der Tipp:

Es gibt für die üblichen passiven 3D Brillen, die man ja zusätzlich zur normalen Brille tragen muss, die Alternative eines 3D Vorsatz (für realD Systeme) den man auf die normale Brille clipst.
Sieht hochgeklappt genauso lächerlich aus wie die Sonnenbrillenvorsätze in den 80’ern, aber im Kino ist es ja dunkel cool. Könnte man auch passend zur Brille zuschneiden, aber das finde ich unnötig.Brille mit 3D Clipvorsatz realD

Gibt es hier im UCI für 3,50€ am Tresen und lässt sich natürlich praktisch unbegrenzt oft benutzen, wie auch die normalen 3D Brillen (zwangsverkauft einem das Cinemaxx eigentlich noch immer bei jedem Film eine Neue?).

Mich hat die normale 3D-Brille zwar nie wirklich gestört über meiner normalen Brille, aber mit dem Vorsatz ist es dennoch viel angenehmer. Nie wieder ohne!

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gesehen: Hänsel und Gretel: Hexenjäger (3D)

Gestern ging es in’s Kino, ein Märchenfilm sollte es sein.

Dieser:

Märchen-Popcorn hatten wir erwartet, da kann man nicht enttäuscht werden wink

Die bekannte Geschichte wird vor der Titelsequenz in vielleicht ein oder zwei Minuten kurz erzählt, mehr braucht es nicht, die Geschichte ist bekannt.
Dann geht es los mit der Popcorn-Action, Hänsel und Gretel sind erwachsen und professionelle Hexenjäger. Sie jagen mit allerlei Alt-Modernen Waffen wie einer Automatik-Armbrust gegen Geld und kommen so in die Stadt Augsburg.
Es gibt reichlich Hexen auf Kinderjagd, einen Bösewicht der die beiden Hexenjäger nicht mag sondern lieber Frauen beschuldigt und verbrennt und natürlich reichlich Action in 3D. Popcorn-Kino ohne tieferen Hintergrund und Tiefgang. Ich würde sagen: eine Idee im Brausebrand geboren und verfilmt. Das ist nicht böse gemeint, einfache Unterhaltung mit Action ist nicht schlecht, Hauptsache es passt zur Stimmung und Erwartung. Genug zum Schmunzeln gibt es auch.

Was mich etwas gestört hat war das 3D, es ist hier leider auch purer Selbstzweck, wie eine Explosion die jetzt etwas bunter ist. Die Szenen sind oft zu schnell, in 3D verwischt alles so dass man genausogut ein paar Sekunden einer Kochsendung hätte zeigen können. Das ist schlecht gemacht. Nicht immer aber leider oft. Auch hat man oft den Eindruck der 3D Effekt beschränkt sich auf eine zweite Ebene hinter der Vordergrundhandlung wie einfaches Parallax-scrolling auf dem C64. In wenigen Szenen wirken die Objekte wirklich dreidimensional so dass man auch wirklich einen Vorteil durch die 3D Technik hat. Grösstenteils ist es einfach nur Show ohne Mehrwehrt die gerade bei den schnellen Kampfszenen sogar stört.

Fazit: Einfaches Popcorn-Kino das durchaus unterhält. Wenn er auf DVD raus ist werd ich ihn mir auch noch einmal ansehen.
Muss man aber nicht im Kino sehen, dann hat man sogar den Vorteil dass man das 3D nicht ertragen muss.
Liebe Filmschaffenden: wenn 3D, dann bitte ordentlich, sonst lasst es einfach weg. 3D ist kein Selbstzweck und zieht auch niemanden mehr explizit ins Kino, ihr seid dabei es zum Negativ-Kriterium zu machen.

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Avatar in 3D

Gestern war ich im Kino zu Avatar in 3D in der UCI Kinowelt Flensburg.

Avatar-Karte
5,50€ + Überlänge + 3D Zuschlag + Loge

Auf die Story will ich nicht zu sehr eingehen, das haben andere zu Genüge getan. Ausserdem will ich ja nicht alles vorweg nehmen smile
Die Story ist eher klassisch: Industrialisierte Menschen wollen an die Rohstoffe von “wilden” Eingeborenen. Da rohe Gewalt unschick ist wird versucht das Vertrauen der Na’vi zu gewinnen. Dazu werden Naturforscher und ein Soldat als Eingeborene “verkleidet” und zu den Eingeborenen geschickt. Der Held der Geschichte ist der Soldat, er soll ein doppeltes Spiel spielen, wechselt aber die Seite.
Eine klassische Kolonialstory also, bei der der Held zum Guten bekehrt wird. Nur in der Zukunft angesiedelt. Das Volk ist Blau und lebt auf einem anderen Planeten, Pandora. Und die Verkleidung der Menschen sind aus der DNS von Mensch und Na’vi gezüchtete Avatare die die Menschen mit einer geistigen Verbindung steuern können. High-Tech Winnetou sozusagen cool

Der Film geht 161 Minuten, die Story hat dabei durchaus längen, aber nie wirklich störend. Man hat ab und zu den Eindruck, dass man es hätte kürzer oder schneller erzählen können, aber keine offensichtlich überflüssigen Szenen. Schon gar nicht soetwas wie das Pod Race in Star Wars I bei dem eine gefühlte halbe Stunde damit verschwendet wurde ein Computerspiel zu promoten.

Die Story ist eingebettet in die Urwaldwelt von Pandora, sie ist mitsamt ihrer Flora und Fauna der eigentliche Star des Films. Die gesamte Welt ist künstlich erschaffen. Das mekrt man daran, dass es eine solch fantastische Landschaft auf der Erde nicht gibt. Sie muss künstlich sein, so echt sieht sie aus, mitsamt allem was sich in ihr bewegt, auch wenn es menschliche Maschinen sind. Und auch diese Maschinen sind vermutlich künstlich. Die Arbeits- und Kampfmaschinen sehen aus wie eine Mischung aus den Verladeroboter aus Alien II und Battlemech und könnten durchaus schon in einem Militärhangar stehen. Vorversionen der Kampfroboter aus Matrix revolution. Da ist aber kein SciFi oder Zukunftstechnik an den Dingern, sie wirken als wenn es sie geben könnte. Ich vermute einfach, dass es sie noch nicht gibt eek

RealD-Brill
RealD Brille
Unterstützt wird dieser Realismus durch die 3D Darstellung. Alles scheint lebendig zu sein. Glühwürmchen und derlei “Kleinkram” fliegt im Hintergrund (und durchaus auch vorn) vorbei und scheint dabei wirklich irgendwo “hinten” zu sein. Diese Effekte sind nicht um ihrer selbst willen da, fallen nicht auf. Sie sind einfach da, genauso wie in einem echten Wald. Manchmal sieht man sie auch erst wenn man bewusst nicht auf die Hauptperson achtet sondern auf die Umgebung.
Da dieser variable Tiefeneindruck wirklich alles betrifft, Personen, wie die Gewächse im Wald genauso wie Tiere und was sonst so rumkreucht, hat man das Gefühl wirklich dabei zu sein. Wie ein beobachtender Geist der etwas Abseits steht.
Manchmal ist man versucht sich nach links oder rechts zu bewegen um hinter den Baum dort vorn zu gucken. Das geht natürlich nicht, ebenso ist die Schärfentiefe vorgegeben, man kann also nichts was direkt vor einem selbst zu schweben scheint mit den Augen fokussieren wenn die Kamera gerade die Personen die optisch 50m weiter vorn sind scharf gestellt hat.

Das tut der Wirkung aber keinen Abbruch. Es ist als wenn ein Schleier gelüftet wurde, als wenn man plötzlich frei durchatmen kann. Die 3D Darstellung ist dabei nicht einfach nur Effekheischerei (auch wenn einige der Vorschauen durchaus so angelgt zu sein schienen) sondern einfach da. Es ist eher vergleichbar mit dem Farbfilm wenn man nur Schwarz/Weiss kannte. Die Farbe ist auch da nicht Effekt sondern macht das Geschehen einfach realistischer. Und genauso ist es mit der 3D Technik. Bei Avatar ist es wie die Farbe im Film. Selten dass man den Eindruck hat, dass eine Bewegung nur für den 3D Effekt gemacht wurde, ich war mir immer nicht sicher ob es nicht einfach daran lag dass ich diesen Realismus nicht gewohnt bin.
Es lässt sich schwer beschreiben, man muss es einfach erleben.

3D ist wirklich unglaublich, Avatar ein toller Film. Die Story wird mit Pocahontas oder Winnetou verglichen, die Telepolis findet gar in jeder Szene eine Remineszens an einen anderen Film.

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