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mein neues Smartphone ist ein Spanier

Android

So lange wie noch kein Smartphone Plietschfon hat mein Sony Xperia Z1 Compact gehalten bzw. war bei mir. Nach zweieinhalb Jahren war die Leistung noch immer in Ordnung, bei Smartphones ist es mittlerweile wie beim PC: der Prozessor ist nicht mehr der Flaschenhals. Nach einer Neuinstallation und den Wechsel auf eine “gepimpte” Version des Systems war ich im Prinzip wieder gerade vor. Aber der Akku fing wieder an zu zicken, unter 20% fiel der Ladestand meist schnell auf 0. Und mittlerweile war das Gerät aus der Garantie. Ohne Eile wollte ich mir also bei Gelegenheit ein neues Gerät zulegen.

BQ Aquaris X5 PlusDie kam relativ plötzlich, am Pfingstmontag kam das BQ Aquaris X5 Plus bei Media Markt für 219€ ins Angebot. Eigentlich hatte ich bei dem Gerät an meine Freundin gebracht, da sie ein neues Gerät mit besserer Kamera sucht. Der Sony IMX298 Sensor des bq kann zwar nicht ganz mit den aktuellen Topmodellen mithalten, ist aber wohl einer der besten der Mittelklasse.
Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass das Aquaris auch für mich passen würde.

 

Vorweg einmal die wichtigsten technischen Daten:

  • Snapdragon 652 64Bit 8-Kern Prozessor
  • 32GB Speicher, 3GB RAM
  • 5” Display mit Full-HD Auflösung (441ppi)
  • 16MP Kamera mit 2-Ton Blitz, 8MP Frontkamera
  • Fingerabdrucksensor
  • NFC
  • Dual-SIM, Dual-Standby
  • Micro-SD Kartenslot (unabhängig von den SIM-Slots)
  • 3200mAh Akku

Der Snapdragon 652 Prozessor ist im Gegensatz zum dem 800’er in meinem Sony zwar “nur” Mittelklasse, aber auch 3 Jahre neuer. Und geschätzt doppelt so schnell. Da die Geschwindigkeit des Prozessors eigentlich kaum noch ein Problem ist, ist es schlichtweg scheißegal, dass es schnellere gibt. Zumindest wenn man nicht aufwändig spielt. Also unterm Strich deutlich mehr Leistung als gewohnt und mit 3GB Arbeitsspeicher 50% mehr als vorher.
Der Arbeitsspeicher ist eher ein Faktor als der Prozessor, die 2GB des Sony hatte ich immer gut ausgenutzt, daher wollte ich mindestens 3GB.

Wichtiger ist (mir) bei Android-Geräten aber der Support durch den Hersteller oder die freie Entwicklergemeinde. Sony trägt viel zur Android-Entwicklung bei und unterhält für seine Geräte ein eigenes git mit Sourcecode. Leider ist letzteres mehr Marketing, es fehlen zu viele essentielle Dinge, um die Geräte wirklich vernünftig mit freier Software zu unterstützen. Es gibt für das Z1 Compact leider keine gute freie Androidversion die neuer ist als die letzte offizielle Version Android 5.1.1.

BQ Aquaris X5 Plus FrontDas BQ Aquaris X5 Plus wurde Ende letzten Jahres mit Android 6 veröffentlicht und war im März diesen Jahres das erste Gerät abseits der Google-Geräte Nexus und Pixel, das Android 7.1.1 erhielt. Und das Android von BQ ist absolut sauber. Es gibt nur eine Service-App, der Rest ist soweit ich es sehe ein pures Android. Ok, nicht ganz, es gibt bei Android 7 einen eigenen Launcher, der an dem von Android 6 angelehnt ist und eine eigene Kamera-App.
Von der Bedienung her setzt BQ leider auf Sensortasten unter dem Display, aber zumindest ist der Zurück-Knopf auf der richtigen Seite. Und man kann die Navbar im Display zusätzlich einschalten. Bisher komme ich aber dennoch damit gut klar, ich denke vor allem, weil die Anordnung der Sensortasten wie bei der Navbar im Display ist.

Noch gibt es keine offizielle Aussage, aber auch ein Update auf Android O (8) sollte es noch offiziell geben. Was ich aber vorher nachgesehen habe: es gibt schon jetzt diverse alltagstaugliche freie Android-Versionen.
BQ kommt aus Spanien und ist dort sowie in Portugal wohl so präsent wie Samsung. Die Geräte sind dort verbreitet und dementsprechend werden sie auch unterstützt.
Und man kann sie mit fastboot ganz offiziell entsperren ohne die Garantie zu verlieren. Es ist also fast sicher, dass es auch die kommenden Android-Versionen für das X5 Plus geben wird, spätestens üebr die freie Entwicklergemeinde.

BQ Aquaris X5 Plus RückseiteDas Gerät selbst ist durchaus schick, meins ist Schwarz mit Anthariz-grauem Rahmen. Der Rahmen ist auch Metall, der Rest aus Polycarbonat und auf der Rückseite aufgeraut. Das liegt sehr gut in der Hand. Obwohl es objektiv gesehen eine platte Rückseite hat, fühlt es sich in der Hand “rund” an. Und es wirkt mit 145g auch sehr leicht in der Hand. Das meiner Freundin ist weiss mit einem Rahmen in Altrosa. Nicht meine Farben, aber ich muss zugeben, dass es durchaus gut aussieht.
Auf der Rückseite ist neben der Kamera mit dem zweifarbigen Blitz in der Mitte ein Fingerabdrucksensor. Verglichen mit dem iPhone ist die Lage merkwürdig, aber ohne Eingewöhnungszeit liegt er dahintern tatsächlich praktischer. Man nimmt das Telefon in die Hand und ein Finger liegt fast automatisch auf dem Sensor. Das iPhone nehme ich mit der linken Hand auf und entsperre mit einem Finger der rechten Hand. Das geht beim BQ (allen Geräten mit der Platzierung) in einem Rutsch, automatisch.
Unter dem Sensor sind die Buchstaben “bq”, nur dadurch hervorgehoben, dass sie glatt und nicht aufgeraut sind. Gut sichtbar, aber dezent. Und unten eingraviert(!) die Modellbezeichnung und die Seriennummer. Sieht insgesamt sehr dezent und edel aus.

Für die Vorderseite habe ich sofort ein Schutzglas aufgelegt, die Scheiben kosten zwar mehr als ein Satz Folien (~6€-9€), aber sie helfen viel mehr. Nie mehr ohne, egal wie viele Gorillas das Glas gedengelt haben.
Und ich habe mir eine dünne durchsichtige Gummihülle für das Aquaris geholt. Damit passt es noch vorn in meine Hosentasche und macht das Gerät kaum grösser. Ein Kompromiss, meine früheren Smartphones habe ich immer ganz ohne (nur mit Schutzglas) verwendet. Momentan sieht es so aus, als wenn ich mich daran gewöhne, aber ich habe das Gerät erst seit einer Woche und die Gummihülle seit dem Wochenende.

BQ Aquaris X5  Plus AkkulaufzeitSehr zufrieden bin ich bisher mit der Akkulaufzeit. Obwohl ich wohl noch in der “Spielphase” bin komme ich locker über den Tag, meist anderthalb Tage. Dann ist der Akku nicht leer, aber um 20%. Wenn man berücksichtigt, dass das Laden auch etwa 2 Stunden braucht ist das für mich meist das passende Zeitfenster zum laden. Schnelladung wäre da praktisch gewesen, aber alles kann man in einem Gerät, das mit einen Listenpreis von 299€ nicht einmal die Hälfte eines Topmodells kostet, nicht erwarten. Ich kann gut damit leben, gerade weil der Akku ja lange genug hält und ich ihn nicht wie bei allen anderen Geräten die ich hatte Nachts auflade (weil er noch gut halbvoll ist).
Dazu kommen die ganzen Komfortfunktionen, die ich bisher nicht hatte: doppelt aufs Display tippen zum aufwecken, kurze Statusanzeige wenn man es in die Hand nimmt (kannte ich vom iPhone), direkter Start der Kamera wenn man den Einschaltknopf doppelt drückt.

Ich kann nur empfehlen, sich die Geräte von BQ einmal genauer anzusehen. Europäischer Hersteller (Produktion wie bei allen in China), pures Android und guter Support. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden und war das Sony das erste Gerät, bei dem ich gerne bei der offiziellen Firmware geblieben bin, so ist das BQ nun seit 9 Jahren Android das erste Gerät, das ich ohne root verwende. Das liegt auch am purem Android (und dem Entwicklungsstand von Android 7).

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Der Standardleitweg am : Dual-SIM praktisch nutzen

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Seit gut einer Woche habe ich ja ein neues Smartphone, ein BQ Aquaris X5 Plus. Wie mittlerweile viele Geräte kann es zwei SIM s gleichzeitig nutzen (der zweite Slot ist beim Aquaris unabhängig von der SD-Karte). Zwei SIM s sind eher im asiatischen Raum ver

Kommentare

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Heiko Wolf am :

Heiko Wolf

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Gerät. Ich habe mir vor ein paar Tagen auch ein neues zugelegt, ich schwankte zwischen genau diesem Gerät von BQ und einem Honor 6x – und hab mich letzten Endes für letzteres entschieden. Grund war eher gefühlsmäßig: BQ ist noch seltener als Honor, was immer Auswirkungen auf die Lieferbarkeit des Zubehörs hat. Nicht unbedingt jetzt, aber auch in zwei Jahren – da brauch man halt auch noch mal ne neue Hülle. Außerdem haben mich beim BQ die Hardware-Buttons unter dem Display gestört, ich hatte noch nie ein Smartphone mit so etwas und wollte jetzt auch nicht damit anfangen.

Aber ansonsten war es eine Kopf-an-Kopf-Entscheidung. Das nackte, brandaktuelle Android hat mich schon gereizt. Mal sehen, ob ich langfristig die richtige Entscheidung gefällt habe. Beim Honor 6x hab ich jetzt Android 7 drauf, mit der Huawei-eigenen EMUI-Oberfläche. Die ist zwar ziemlich anders als Stock-Android – aber auch nicht wirklich schlecht. Konnte mir das lange genug beim Huawei P8 lite meiner Frau angucken.

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