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Chuwi Hi10 Plus: Windows und Android Tablet und Laptop

Frisch aus China kommt der Ersatz für mein Tablet und für mein altes Notebook:Chuwi Hi10 Plus im Tastaturcover neben JVC MP-XP 741

Chuwi Hi10 Plus Tablet über Lenovo Yoga 8Das Chuwi Hi10 Plus ist ein 10,8” Tablet, auf dem sowohl Windows 10 als auch Android in Gestalt von RemixOS 2.0 läuft. Eine Tastaturhülle macht aus dem Tablet ein sehr praktisches Netbook. 

Es sind also zwei Gerätetypen mit je zwei verschiedenen Betriebssystemen in einem – für unter 200€.

Vorweg einmal die technischen Daten:

  • Intel Cherry Trail Z8300 Quadcore Atom-Prozessor (gegen Aufpreis gibt es auch den Z8350) 
  • 10,8” Display mit 1920*1280 Pixel Auflösung und integriertem Digitizer
  • 4GB RAM
  • 64GB eMMC Speicher, partitioniert in 46 GB Windows und 16 GB Android 
  • Slot für Transflash/SD-Karten bis 128GB
  • Aluminiumgehäuse mit Mini-HDMI, Micro-USB, USB-C und Kopfhörerbuchse
  • 8400 mAh Akku
  • Rück- und Frontkameras mit je 2 Megapixel 

Zubehör:

  • Tastaturhülle (QWERTY
  • Styles für den Digitizer zum pixelgenauen arbeiten 

Entscheidungsgrundlage

Ich weiß nicht mehr, wo ich über das Chuwi gestolpert bin, aber als ich das Konzept sah, sah ich direkt die Möglichkeit, zwei alte Geräte zu ersetzen.

Da wäre als erstes mein mittlerweile 3 Jahre altes Yoga 8 Tablet. Damals war es Leitungsmäßig vielleicht untere Mittelklasse, nun ist es untere Einstiegsklasse. Die Leistung ist für das was ich damit mache (E-Mail, Surfen, Textverarbeitung, Strategie- und Taktikspiele) aber nicht das Problem. Es zickt einfach rum. Bei einem Neustart startet es nach ein paar Wochen nicht mehr. Man muss es dann etwa 20 mal probieren, dann am PC die Speicherkarte mal auf Fehler prüfen und noch 10 mal probieren, dann fährt es hoch. Nach einem Werksreset sind sowohl der Fehler als auch die Inhalte weg. Der Fehler kommt aber wieder…
Ich starte es u.a. deshalb selten neu und unbenutzbar ist es dadurch auch nicht. Aber es nervt gewaltig.

Das zweite Gerät ist mein betagtes Notebook. Das ist noch immer das JVC MP-XP 741, das hier vor fast 11 Jahren das erste mal im Blog auftauchte. Es ist der Vorgänger der Netbooks mit 8,9” Display und wirklich sehr transportabel. Es kam mir da schon immer mehr auf die Portabilität an als auf alles andere. Ich habe einen richtigen Rechner zu Hause, unterwegs benötige ich kein “Laptop”, der mehr Platz beansprucht als mein PC.
Durch Smartphone und Tablet benötige ich ihn praktisch gar nicht mehr, nur für Präsentationen auf dem Barcamp oder zuletzt der Feuerwehr ist der Monitorausgang notwendig. Aber auch der analoge VGA-Anschluss stirbt aus.

Das Chuwi ist ein Tablet, das mit der optionalen Tastaturhülle auch zu einem immer-dabei Netbook wird und dadurch beide Geräte ersetzen kann. Es hat einen HDMI Ausgang um einen externen Monitor bzw. Beamer anzuschliessen. Mehr benötige ich privat unterwegs nicht.
Es gibt das Gerät auch mit dem Z8350 statt Z8300 Prozessor. Der unterscheidet sich aber nur durch einen minimal höheren Burst-Takt von 1,92GHZ statt 1,84GHz, normalerweise laufen beide mit 1,44GHz. Das bischen Peak-Leistung sind mir die 50€ Aufpreis nicht wert. Da bringt es mehr, den Speichertakt zu erhöhen. Der Speicher wird standardmässig untertaktet, statt mit 1,6GHz wird er nur mit 1,06GHz betrieben, vermutlich um Strom zu sparen. Wenn man die Mehrleistung benötigt kann man den Takt im BIOS ändern.

Und ja, ich habe mich vorher informiert: man kann auch Linux drauf installieren angel.

Erster Eindruck

Nun ist es also da. Bestellt habe ich sowohl das Chuwi Hi10 Plus und das Keyboard Case bei Gearbest in China. Der Händler hat den großen Vorteil, daß er die Verzollung übernimmt wenn man beim Versand die “Priority Line” auswählt, Details stehen hier.

Bezahlt habe ich für das Tablet im “Flash Sale” 164,81€, dazu kommen 22,34€ für die Tastaturhülle. Insgesamt also 187,15€Da waren dann auch noch 4,94€ für die Transportversicherung drin, zumal der Einkauf Bonuspunkte im Wert von 4,47€ für den nächsten Einkauf brauchte.

Der erste Eindruck ist nicht nur für den Preis erstaunlich. Positiv! Das Tablet hat ein Aluminiumgehäuse und wirkt verdammt wertig. Es besteht aus einem Aluminiumkörper aus einem Stück und fühlt sich mindestens genauso wertig an wie das iPad 2 meiner Freundin. In der Hand fühlt es sich vor allem dadurch anders an, weil die Rückseite nicht abgerundet ist. Rein vom in die Hand nehmen würde man nicht glauben, daß es mich nur knapp 165€ gekostet hat, es fühlt sich nach mindestens dem zwei- bis dreifachem an.
Auch das Display ist überwältigend, angeblich ist es das gleiche Panel, das auch im Surface 3 verbaut wird. Allerdings spiegelt es sehr stark. Eventuell werde ich aber auch hier ein Schutzglas aufbringen, vielleicht lindert das die Spiegelung. Bei Smartphones ist so ein Schutzglas für mich mittlerweile Standard; das Tablet halte ich anders, da sehe ich es nicht als so zwingend an, vor allem muss ich beim Chuwi erstmal klären, ob es den Digitizer beeinträchtigt.

Die 2MP Kameras sind Müll, aber das war vorher klar und für mich unwichtig. Die Lautsprecher taugen nur für etwas Gedudel im Garten, aber dafür habe ich eh bessere Bluetooth-Lautsprecher.

Die Tastaturhülle fasst sich sehr angenehm an, das Tablet hält mit starkem Magneten darin. Der Magnet hält auch die zum Dreieck umgeklappte Vorderseite in Position und sorgt für Halt. Sie ist angenehm weich und die Vorderseite ein wenig flexibel, auch weil man sie zum erwähnten Dreieck umklappen kann. Die Rückseite ist fester und die Tastatur durchaus steif. Entgegen den Beschreibungen die ich gelesen habe, ist sie auf jeden Fall steif genug, um sie auch auf dem Schoß zu nutzen wenn die Oberschenkel nicht zu kurz sind für das stabilisierende Dreieck.
Die Tastatur ist im amerikanischen QWERTY Layout beschriftet, man kann sie in Windows und Android aber natürlich auf das deutsche QWERTZ umstellen. Für die Tasten habe ich mir bei eBay Aufkleber mit deutschem Layout bestellt.
Chuwi Hi10 Plus aufnahmen des TastaturcoversKomplett umklappen kann man die Hülle nicht, für die Nutzung als Tablet muss man selbiges aus der Hülle nehmen. Das ist glücklicherweise aber überhaupt kein Problem, da es magnetisch hält und nicht durch eine Formschale. Die Magneten und zwei Führungsstücke halten das Tablet fest und sicher in der Hülle, die Vorderseite klappt außerdem um auf die Rückseite und hält dort auch magnetisch. Um es als Tablet zu nutzen klappt man die Hülle nur auf und nimmt das Tablet einfach heraus. Durch die Magneten kann da auch nichts ausleiern yes. Ohne Hülle ist die Nutzung als Tablet natürlich auch praktischer.

Erste Schritte

Geplant habe ich, das Gerät erstmal im Originalzustand zu lassen, d.h. nichts an der Software zu ändern.

Vorinstalliert ist ein Windows 10 Home, meine freie Windows 10 Professional Lizenz auf dem Gerät zu installieren soll aber kein Problem sein.

Das RemixOS 2.0 basiert noch auf Android 5.1, ob es jemals ein Update gibt ist fraglich. Es gibt aber ein LinageOS (CyanogenMOD) 13 für das Gerät, um es auf Android 6 zu bringen. Das RemixOS hat aber einige Anpassungen, die es PC-ähnlicher machen, das werde ich erstmal ausprobieren. Auf dem Vergleichsfoto oben sieht man Maildroid und Tweetings im Fenstermodus nebeneinander. Auf dem großen Display erscheint mir das sehr praktisch.
Im Zusammenhang mit der Tastaturhülle gibt es aber wohl einen Fehler, eine fehlende Konfigurationsdatei, die für niedrigere Akkulaufzeiten sorgt. Evtl. werde ich den Fix, der auch von dem Macher der LinageOS-Version stammt, einspielen.

Da ich das Gerät auf jeden Fall behalten werde, werde ich mir als nächstes noch etwas Zubehör bestellen:

Kabel und die Adapter sind generell nützlich für Geräte, die nur einen HDMI Ausgang haben.

Ausblick

Ich gehe momentan davon aus, daß ich das Gerät hauptsächlich als Android Tablet nutzen werde und selten als Laptop. Windows 10 macht auf dem Tablet aber auch einen guten Eindruck, eventuell werde ich doch öfter mal auf dem Sofa nebenbei ein paar Spiele wie Day of the Tentacle spielen, die ich nur für Windows habe. Mal sehen, was der kleine Atom so alles schafft wink. Spätestens dafür dürfte der Stylus aber praktisch sein.

Mittelfristig werde ich das Windows 10 Home durch meine Professional Lizenz ersetzen und je nachdem, wie ich es nutze auch das RemixOS gegen das LinageOS 13 aktualisieren. Zur Not habe ich zur Wiederherstellung die Originalsysteme von Chuwi auf der Platte.

Interessant wird es, zusätzlich Linux auf dem Gerät zu installieren. Grundsätzlich könnte man es von einem USB-Stick booten, es mit auf die Windows-Partition installieren (da ist der Platz halt eingeschränkt) oder nur den Bootmanager auf die Windowspartition installieren und das Linux von der SD-Karte starten. Ich muss mal sehen, wie schnell das dann ist, aber momentan erscheint mir die letzte Lösung am elegantesten.
Nicht unterstützt wird unter Linux momentan wohl der Touchscreen, es wäre dann wirklich ein Laptopsystem.


Das war jetzt ein doch unerwartet langer Beitrag, der eigentlich nur sagen sollte “Ich hab ein neues Spielzeug!” laugh

Ich werde demnächst aber auf jeden Fall noch etwas schreiben wenn ich ein paar Tage das Gerät praktisch genutzt habe.

Wenn Du Fragen hast schreib einen Kommentar, dann gucke ich mal nach!

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Kommentare

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P55TP4N am :

P55TP4N

Hallo Sven,
ich bin auf deine Berichte über das Gerät gespannt.
Könnte auch für mich das richtige sein, damit könnte ich nämlich sowohl mein Samsung NC10 Netbook als auch mein Dell Venue 8 Pro Tablett ersetzten.
Lediglich der geringe Speicherausbau schreckt mich noch ab.
128GB sollten eigentlich auch nicht die Welt mehr kosten.
Gruß
P55TP4N

rowi am :

Auf Twitter lesen: rowi
rowi

Kurzer Zwischenbericht:
-Das RemixOS habe ich doch schon durch LineageOS ersetzt, da es die SD-Karte nicht vernünftig unterstützt
- Windows 10 läuft sehr gut und lässt sich als Tablet sowohl im dedizierten Tabletmodus als auch normalem-Modus schön benutzen
-Die Tastatur des Covers ist sehr angenehm, aber ich vermisse den Trackpoint, ich komme immer wieder aus versehen auf das Tochpad

ausführlicher die Tage in einem weiteren Blogpost

rowi schrieb auch: Neuer Perry Rhodan Zyklus "Genesis" ab 17. März und neue Miniserie "Terminus"

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