Private Nichtzustellung
Wie man sehen kann steckt hinter dem Zettel für die Altkleidersammlung eine Vodafone-Rechnung. Das Bild entstand am 27.09 um 0:42, ich hatte an dem Abend das Haus gegen 21:30 verlassen, da war der Brief noch nicht da, der Zustelldienst war also irgendwann in der Zwischenzeit da.
Und nur der Vollständigkeit halber: es war um die Uhrzeit natürlich dunkel, durch den Blitz könnte man meinen dass man den Brief gut sehen kann. Es war aber dunkel und die Lampe mit der Hausnummer ist nicht gerade ein Flutlicht. Kommt man aus der anderen Richtung gerade auf die Tür zu sieht man das Ding praktisch nicht mehr und da da ja der Zettel für die Altkleidersammlung sowiso hängt fällt er auch nicht weiter auf.
Als Auslegung des §130 BGB habe ich im Hinterkopf, dass eine Sendung erst dann als zugestellt gilt wenn sie im Briefkasten landet. Das dürfte auch gelten, wenn die Briefkästen wie hier im Haus sind und man einen Schlüssel braucht. Die Post hat einen. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Wind und Wetter ausgesetzter Brief wie auf dem Foto zu sehen wirklich zugestellt ist.
Welcher Zustelldienst da von Vodafone beauftragt wurde weiss ich nicht, aber die Probleme kenne ich auch von anderen Dienstleistern.
Die “Zustellgesellschaft Schleswig-Holstein” stellt z.B. die Briefe der Stadtwerke Flensburg zu, auch die Abschlagsanforderungen. Da ich diese mehrfach nicht bekommen habe dürfen die Stadtwerke jetzt halt abbuchen. Eigentlich wollte ich das nicht und ich trage es ihnen immer noch nach, dass ich das machen musste weil die Stadtwerke an der falschen Stelle gespart haben. Die gleiche Zustellgesellschaft stellt auch sehr renitent einen Brief des Finanzamtes Flensburg bei einem Freund für einen ehemaligen Mitbewohner zu. Nach Beschwerde holen die ihn zwar jedes mal wieder ab, scheinen das aber nicht dem Auftraggeber nicht mitzuteilen, er kommt immer wieder.
In meiner vorigen Wohnung (Nils wohnt noch im Haus) kam es regelmässig vor, dass der Zusteller der die AOL-CDs bringt selbige mitsamt DVD-Hülle mit so viel Schwung unter die Tür geballert hat, dass diese von innen nicht mehr zu öffnen war. Aber immerhin hat er so die 5m zu den Briefkästen gespart. Selbiges hat damals auch der Zusteller von “Webikes” der damals die Briefe meines damaligen Arbeitgeber zustellen sollte in denen darauf hingewiesen wurde, dass die Rechnungen nun nur noch Online kommen (war so vereinbart, kamen aus technischen Gründen noch einige Zeit per Post). Die Briefe landeten aber nicht im Briefkasten sondern einfach im Türspalt der ersten Tür des Hauses (das Haus hat mehrere) ungeachtet dessen, dass die meisten Empfänger (8) nicht mal auf den Klingelschildern (4) standen. Kein Wunder dass sich damals viele beschwerten. Auch an der falschen Stelle gespart.
Ich bin wirklich kein großer Freund der gelben Post und sehr für einen freien (regulierten) Markt. Aber wenn ein alternativer Anbieter in so einem Bereich tätig werden will muss er das ordentlich machen und da gehört es dazu, dass man damit umgeht wenn die Briefkästen im Haus sind und nicht ohne Schlüssel zugänglich, oder dass man mit verzogenen Leuten umgehen kann.
Kommentare
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Andresen,H.-W. am :
das Problem mit den Vodafon-Rechnungen haben wir auch in Flensburg. Die SH-Briefzusteller sind hier aber nicht Verursacher sonder die “Web-Biker”.
Mit der gelben Post (DHL) habe ich im gleichen Zeitraum die gleichen Probleme das die Post auf die Treppe gelegt wird …statt in den 4. Stock getragen zu werden.
Harry am :
schmiddi am :
warum beschwerst du dich hier und nicht direkt bei der Zustellgesellschaft Schleswig-Holstein.
du kannst mir nicht erzählen das du es je gemacht hast, sonst hätte man den zusteller nämlich ordentlich in den arsch getretten.
ach nochwas zum vorherigen post: wenn ein zusteller die falsch adressierte post wieder abholt, wird der auftraggeber selbstverständlich mit dem vermerk “unbekannt verzogen” informiert. nur was die denn machen steht nicht mehr in der macht der zustellgesellschaft.
Kai-Uwe Jensen am :
Andrea am :
Bin selbst bei einem privaten Briefdienstleister als Briefzustellerin tätig, habe aber eine dreijährige Ausbildung bei der Deutschen Post gemacht und danach bis zur Geburt meiner Tochter dort zugestellt und habe danach gewechselt. Die Post hat mittlerweile auch sehr viele unqualifizierte Kräfte eingesetzt zur Briefzustellung und ist qualitativ auch nicht mehr viel besser oder schlechter als private Unternehmen (eigene Erfahrung).
rowi am :
Zu dem Haus hat die Post einen Schlüssel. Wenn die Briefe generell an die Post gegeben werden wie Du schreibst würde es bedeuten, dasss der Deutsche-Post-Zusteller konsequent alle und nur die Briefe die von einem privaten Zusteller weitergereicht wurden so behandelt.
Das halte ich schon deswegen für unwahrscheinlich weil die privaten Zustelldienste die deutsche Post für die Zustellung bezahlen müssen.
Die Stadtwerke verschicken übrigens schon seit geraumer Zeit nicht mehr mit dem privaten Zustelldienst weil es so viele Beschwerden gab.
Wenn es eine gezielte Kampagne der deutschen Post war, dann war sie erfolgreich. Für wahrscheinlicher halte ich aber, dass die Briefe aus kostengründen nicht an die deutsche Post weitergegeben wurden sondern irgendwie zugestellt wurden.
Harry Reiter am :
Die Nachbarin ist weggezogen und hat einen Nachsendeantrag gestellt. Sie bekommt aber noch immer Post über einen privaten Briefzusteller. Weil der 1 Cent billiger anbietet als die gelbe Post, kommen viele amtliche Schreiben über diesen neuen Briefzusteller, der meines Wissens auch nur in einem Bundesland tätig ist. Also muss man einen Nachsendeantrag nicht nur bei der bisherigen Post, sondern auch bei allen neuen Zustellern stellen, also mehrfache “Gebühren” zahlen! Keine Ahnung, was passiert, wenn man außerhalb eines Bundeslandes umzieht, wo der private Zustelldienst nicht tätig wird! Dass der Zusteller nicht bemerkt hat, dass ein anderer Name an der Klingel steht, ist individuelles Versagen. Also: EINEN Nachsendeantrag zu stellen reicht nicht mehr, sondern der muss bei allen Briefzustelldiensten gestellt werden!
Clemens Richter am :
Zur Zustellung durch Private wie zum Beispiel Nordbrief kann ich folgendes berichten.
Unsere Post wird durch die ansässige Zeitungsausträgerin zugestellt. Nordbrief macht es sich da sehr einfach und das Wort BRIEFGEHEIMNIS
ist glaub ich daauch ein Fremdwort. Seit Wochen kommt wichtige , vertrausvolle Post durch Nordbrief zugestellt nicht an. Ich bin darüber sehr verärgert und beschwere mich natürlich. Die Antwort ist ich habe dafür Sorge zu tragen das die Zusetellerin morgen um 3 Uhr in den Hausflur kann ( Haustür ist ab 22.00 Uhr verschlossen und ab 6 Uhr auf ) Es handelt sich um ein MFH und wir sind 4 Parteien. Unsere Post landetet entweder in der Zeitungsrolle oder in den Vorgarten.ich finde dies eine Frechheit,aber Nordbrief sagt das ist so üblich,wenn die Tür zu ist und eine ZR da.Ich glaube das sollte man mal aun die Auftraggeber heran tragen…denn da heisst es in den AGB´s von Nordbrief wie folgt : “4. Pflichten von NordBrief
Die Zustellung erfolgt, sofern nichts anderes (Lagerung, Nachsendung, etc.) zwischen NordBrief und Empfänger vereinbart wurde und der Absender keine entgegenstehende Vorausverfügung getroffen hat, unter der auf der Sendung angebrachten Anschrift durch Einlegen in eine für den Empfänger bestimmte, geeignete und ausreichend aufnahmefähige Vorrichtung- Hausbriefkasten!”
Ich finde das wirklich eine Frechheit ist EUch ähnliches passiert mit Nordbrief?