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Blogparade zu Blogsystemen

dies ist mein Beitrag zur Blogparade von miradlo mit dem Titel “WordPress oder Serendipity oder was eignet sich am besten?



  1. Welche Blogsoftware nutzt du, kennst du noch andere Systeme?


    Ich benutze Serendipity, kenne noch Wordpress und wenn man es mit zwei geschlossenen Augen als Blogsoftware ansehen will Postnuke.

  2. Was gefällt dir an der Software?


    Sie ist sehr einfach und vor allem sauber strukturiert.
    Als ich 2004 hier anfing zu bloggen habe ich mir ein paar Blogsysteme angesehen. Gedanklich war ich da bei Wordpress weil es einfach der Standard für selbstgehostete Blogsysteme war und ist. Warum das so ist habe ich aber überhaupt nicht verstanden, ich fand schon den Adminbereich schrecklich (soll besser geworden sein) und die Struktur hat mich regelrecht abgeschreckt. Unzählige Plugins und Erweiterungen die alle ein patchen des Blogsystems erfordern und dadurch teils inkompatibel zueinander sind. Und bei jedem Update geht das Roulette von vorn los.
    Das wollte ich nicht, also habe ich gezielt nach Alternativen gesucht und Serendipity gefunden. Der Adminbereich hat mir gleich gefallen, den Ausschlag hat aber die saubere Struktur gegeben. Ein sauberes API für Plugins sorgt für problemlose Installation von Plugins. Einfach aktivieren und gut ist. Kein patchen des Grundsystems, inkompatible Plugins werden bei einem Update einfach deaktivert und zerstören nicht das Blog. Themes werden genauso installiert und aktiviert.
    Das mitgelieferte Plugin ‘Spartacus’ verwaltet auch gleich die Plugins und Themes auf dem s9y-Server so dass diese auch mit einem Klick aktiviert werden können. Spartacus lädt sie automatisch runter, installiert und aktiviert sie. Das Updaten geht genauso mit einem Klick.
    Apropos Themes.
    Bulletproof Optionen
    Wie auch bei den Addons ist die Auswahl nicht so groß wie bei Wordpress. Das aktuelle Standardtheme Bulletproof ist aber schon ein Hit. Es ist mehr als ein einfaches Theme, es ist mehr ein Themebaukasten mit dem man sich das Theme so zusammenstellt wie man es haben möchte (oder man belässt es auch nur bei der Auswahl eines Farbschemas).
    So benutzen z.B. Grischa und ich beide das Bulletproof Theme — ohne dass die Seiten gleich aussehen.


  3. Was stört dich an deinem Blogsystem?


    Eigentlich nichts. Es gibt immer mal wieder Situationen dass man ein Plugin für Wordpress sieht dass es (noch) nicht für Serendipity gibt oder da einfach anders ist und ich gerade die andere Variante bevorzugen würde. Aber das ist nicht wirklich etwas störendes.
    Der Rasen des Nachbarn ist ja auch immer grüner als der eigene ;-)

  4. Was genau nutzt du bei deiner Blogsoftware?


    Den Kern: Die Blogfunktion :-D
    Naja, und das drumherum, also die Plugins. Über die z.B. die paar statischen Seiten die ich habe (die statischen Seiten sind über ein Plugin realisiert).
    Auf einem anderen Webspcae würde ich wohl auch die mögliche integration von Gallery2 benutzen aber das ist nur ein Plan.

  5. Welche Erfahrungen mit Software hast du?


    die, die man so hat wenn man in der Schule Informatik und Leistungskurs Datenverarbeitungstechnik hatte, Wirtschaftsinformatik studiert und in verschiedenen Firmen in IT-Abteilungen gearbeitet hat: “Man schlägt sich so durch” :-P



Firefox Add-Ons (7): FoxTab

Nachdem ich meine Hardware zu Haus grundlich modernisiert habe und auch Compiz aktiv ist bin ich auf der Suche nach weiteren optischen Spielereien.
Eine hübsche Art zwischen seinen Tabs in Firefox zu wechseln bietet FoxTab: In verschiedenen optischen Variationen wechselt man zwischen den geöffneten Tabs:

eine der Wechselansichten von FoxTab

Braucht kein Mensch, sieht aber hübsch aus 8-)

Onlinespeicher Dropbox unter Linux

Linux

Onlinespeicher sind nichts neues, bisher hatte ich mich allerdings nicht mit ihnen beschäftigt. Da ich sie nicht wirklich sehnsüchtig bruache vermisse ich sie auch nicht und wenn man über Dienste wie MobileMe von Apple liest ist auch von Anfang an klar, dass man mit Linux da nicht wirklich zur Zielgruppe gehört.

Als ich bei der morgendlichen Blick in Twitter diesen Tweet von Phil las wurde ich aber neugierig: “Ich habe mir gerade so einen #Dropbox Account geholt und versucht es in den #Nautilus meines #Jaunty ‘s zu installieren.” — Nautilus ist der Dateimanager der Gnome-Oberfläche von Linux (Unix) und da musste ich ja mal testen ob ich das auch haben will.

Also hab ich mich mit einem “Werbelink” von Phil dort angemeldet und siehe da: es gibt tatsächlich einen Client bzw. integration in Linux. Fertige Pakete für die Integration in Nautilus gibt es für Fedora und Ubuntu sowie den Sourcecode für alle anderen Distributionen. Da ich gentoo verwende was eh alles aus dem Sourcecode installiert habe ich mich dafür entschieden.

Die Installation unter Fedora und Ubuntu dürfte klar sein: passendes Paket runterladen und doppelklicken sollte reichen (habe ich aber nicht ausprobiert, schreib doch Deine Erfahrung in die Kommentare!). Wie es unter Gentoo geht will ich hier beschreiben:

Installation in Gentoo

Zwar ist Dropbox nicht in Portage aber im sabayon Overlay, so dass ein
layman -a sabyon
emerge -av1 nautilus-dropbox
reicht um dropbox zu installieren. Wer sowiso Sabayon verwendet kann sich den layman Aufruf sparen da da das Overlay natürlich schon eingebunden ist.
Dropbox in Nautilus
Unter gentoo muss man den/die User die Dropbox nutzen können sollen noch der Gruppe ‘dropbox” hinzufügen, bei den anderen Distributionen scheint es diesen Mechanismus nicht zu geben.
Damit ist dann Dropbox in Nautilus integriert, optisch macht sich das aber nicht bemerkbar. Es fehlt auch noch die Hälfte der Linuxunterstützung.

Denn Dropbox für Linux besteht aus zwei Komponenten: zum einen die gerade installierte Nautilus-Integration, zum anderen aus einem Daemon der im Hintergrund die eigentliche Arbeit macht.
Diesen installiert man mit

dropbox start -i
woraufhin sich ein Konfigurationsdialog öffnet der den Daemon herunterlädt und startet.
Hier konfiguriert man auch seinen Account bei Dropbox. D.h. man gibt seine Benutzerdaten ein oder kann einen Account anlegen lassen.
Dropbox-Icon mit Kentextmenü
Anschliessend reicht ein
dropbox start
um den Daemon zu starten. Theoretisch reicht es den Startaufruf in die /etc/conf.d/local.start einzutragen. Dann startet er zwar automatisch, zumindest ich habe dann aber kein Kontrollicon wenn ich mich in gnome einlogge, obwohl ein dropbox status mir ausgibt dass er läuft und im idle zustand ist, also gerade nichts zu tun hat. Ich lasse den Daemon daher mit Gnome starten, einfach zur Session hinzufügen.

Nachtrag: Hatte ich beim ersten Test ganz übersehen: Nach der Installation von nautilus-dropbox gibt es ein Icon unter Anwendungen->Internet namens ‘Dropbox’, das startet den gleichen Konfigurationsdialog wie oben beschrieben und fügt den Daemon auch gleich zur Gnome-Session hinzu. Die ganze Handarbeit ist also überflüssig

Wenn der Daemon so läuft erscheint in der Notification Area ein Icon mit dem man Zugriff auf den Onlinespeicher erhält. Ein einfacher Klick öffnet ein Nautilus Browserfenster des Speicherbereichs (ist auch wie ein normaler Ordner erreichbar, Standardmässig als Ordner ‘Dropbox’ im Homeverzeichnis) , ein Rechtsklick öffnet ein Menü mit zahlreichen weiteren Optionen.

Fazit

Und nun?
Hab ich 2,2GB Onlinespeicher der sich schön in das System integriert. :-)
Zumindest in Gnome, wie es mit KDE aussieht kann ich nicht sagen, habe ausser K3B nicht mit K installiert. Eine integration in den Konqueror scheint es (noch?) nicht zu geben, aber über das Kommandozeilen-Tool # dropbox hat man auch Zugriff auf den Daemon und seine Daten. Das reicht um überhaupt auf die Daten zugreifen zu können, ist aber kaum geeignet für die ausgiebige Nutzung unter KDE.
Kann aber auch gut sein dass unter KDE einfach ein Nautilus-Fenster aufgeht, dann dürfte es kaum auffallen, spätestens wenn man für gtk die qtpixmap Themeengine aktiviert, mit der übernehmen gtk-Programme das qt-Theme.

Wenn Du es auch probieren willst, egal ob unter Linux, Windows oder MacOS, wäre ich Dankbar wenn Du dich über diesen Link anmeldest, dann bekommen wir beide nämlich 250MB zusätzlichen Speicherplatz 8-)

Der Sommerhit

Ich schmeiss mich weg:

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Kategorien: Gesellschaft, Kultur | 0 Kommentare
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Gastbeitrag: Das Viralmüsli

Vor ein paar Wochen bekam ich ja auch eine der anonymen Blogger brauchen Vitamine Postkarten und etwa eine Woche später auch eine Rolle voller Müsli, auch anonym.
Die wollte natürlich getestet werden. Da ich normalerweise kein Müsli esse und auch meine Cornflakes-Zeit 15 Jahre her ist fand meine Freundin es Sünde wenn ich es testen würde, da der Rest nach der Testportion vermutlich verschimmeln würde.
Das konnte ich nun nicht völlig ausschliessen, also habe ich die Rolle Fabo übergeben, der bloggt auch ab und zu und bestimmt bald wieder sobald es wieder online ist ;-)

Wiedemauchsei, hier nun sein Gastbeitrag zum Blogger-brauchen-Vitamine-Müsli:

Müslirolle,
nachdem ich seit Wochen um die Müsliregale in den Supermärkten geschlichen bin, um ein Müsli zu finden das ohne Rosinen oder Früchten auskommt und meinem Geldbeutel keine Angst einjagt kam Rowi neulich mit einer Rolle voll Müsli an. Ganz ohne Rosinen oder son Gerümpel, dafür mit Schokoladen-Cornflakes und Schokostückchen.
Das ganze ist nicht weiter gesüßt, wofür auch, die Schokolade machts. Was ich ganz Nett finde ist, dass die Haferflocken dadrin nicht zu Brei gemahlen sind, sondern auch nach einer gewissen einwirkzeit in Milch noch biss haben.
Ein kurzer Klick auf müsli.de verrät auch den Preis, etwas mehr als die hälfte von dem was ein etablierter Müslimischer mit einer saumäßig nervernden Radiowerbung für seine Packung haben will.
Für Müsliprofis und gelegenheits-Müsliesser ne gute Adresse, wer sein Müsli customizen will Zahlt zwar mehr, aber bekommt aber dafür auch ein Individuelles Produkt.
Nette Sache und mit den Rollen kann man bestimmt auch noch was Nettes Basteln.

Eine Portion hatte ich mir auch abgefüllt und ich muss meiner Freundin Recht geben: Ich kann es nicht beurteilen und wurde auch nicht zum Müsliesser. Aus meiner Sicht kann ich sagen: Es schmeckt nach Müsli. Mit ettwas Schokolade und glücklicherweise ohne Rosinen.
Das war’s dann aber auch schon, mehr kann ich zum Produkt selbst nicht sagen. Vielleicht noch, dass ich nicht ausschliesse in Naher Zukunft den Rest aufzuessen. Wohl aber, dass ich loslaufe und mir bei müsli.de oder im Supermarkt ein Müsli kaufe.

Zum Anbieter und der Aktion selbst möchte ich sagen dass ich es zwar nett fand bedacht zu werden und mich auch gern wieder an so einer Aktion beteilige. Normalerweise betreibe ich dabei auch kein outsourcing ;-)
Vom Anbieter müsli.de hatte ich vorher noch nie etwas gehört. mymuesli.de kannte ich schon und war auch schon mal drauf und dran Gutscheine dafür zu verschenken. Bei müsli.de habe ich zwiespältige Gefühle. Bei dem Produkt hätte ich einen Mischgutschein naheliegender gefunden, dann hätte man das Gesamtprodukt testen können. Das wäre vermutlich auch teurer geworden und ist vielleicht auch zweitrangig da man erstmal bekannt werden muss. Dafür hätte man aber spätestens wit Versand des Müslis Farbe bekennen müssen, dann hätte man auch schreiben können um wen es überhaupt geht, die Neugier der Leser befriedigen und so auch für eine Verlinkung sorgen können.
Die ist umso wichtiger als dass Name bzw. Domain Müsli.de sehr unglücklich sind. Denn man landet wirklich nur mit Umlaut bei dem Anbieter, mit ue bei einem völlig anderem.
Es mach den Eindruck dass jemand gesehen hat, dass die Umlaut-Domain noch nicht registriert ist und weil sie perfekt zum Produkt passt auch gleich reserviert und primär genutzt hat. Das Problem ist, dass es Umlautdomains noch nicht sehr lange gibt und die Menschen Umlaute instinktiv und aus Gewohnheit mit ue usw. substituieren. Sage ich jemandem “Das ist von Müsli.DE” wird er zu Haus muesli.de eingeben und sich wundern.

Von daher halte ich die Aktion für eine gute Idee, die Durchführung aber für schlecht. Das eigentliche Produkt konnte nicht getestet werden und für die ob des Domainnamens wichtige Verlinkung um Bekannt zu werden hätte man früher Farbe bekennen müssen als erst in der mittlerweile eingetroffenen “Abschlusspostkarte”.

MdB Tauss wird Pirat

Das ist schon ein Knaller. Nach fast 40 Jahren Mitgliedschaft in der SPD tritt das Mitglied des Bundestages Jörg Tauss aus der SPD aus und unterstützt die Piratenpartei.
Aus der Pressemitteilung:

Ich bin und ich bleibe Sozialdemokrat – und werde deshalb ein Pirat
Der bisherige SPD- Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss wird wohl erster Abgeordneter der Piratenpartei im Deutschen Bundestag. Tauss erklärte heute vor dem Willy- Brandt- Haus in Berlin seinen Austritt aus der SPD, der er fast 40 Jahre in verantwortlichen Positionen angehörte. Er kündigte zugleich seine Unterstützung der Piratenpartei an: “Wenn die Piraten es wollen, werde ich heute auch Mitglied” erklärte Tauss bei einer Kundgebung gegen die Zensur des Internets vor der SPD- Parteizentrale.
Für die Piratenpartei ist das eine große Sache, man hat quasi einen Sitz im Bundestag noch ehe man überhaupt angetreten ist. Bei der Zulassung zur Bundestagswahl kann jeder die Piratenpartei unterstützen mit seiner Unterschrift via ich.waehlepiraten.de.
Die Unterstützung von Jörg Tauss ist für die Piraten aber nicht nur im Bundestag wichtig, auch die Partei selbst braucht die Unterstützung und Erfahrung eines “altgedienten” Politikers. Von daher Hoffe ich sehr, dass @tauss (sein Name bei Twitter) nicht nur Mitglied wird sondern auch im Hintergrund unterstützt.

IMHO wichtigster Punkt dürfte eine Umbenenung sein. “Pirat” ist eigentlich ein No-Go bei der Bundestagswahl, mit dem Namen ist die Partei für die Masse der Bevölkerung nicht wählbar.

So gesehen für die Piraten ein guter Tag, nur dürfen die Vorwürfe gegen Herrn Tauss sich nicht bestätigen, dann wäre es ein herber Schlag für die Piraten und die SPD könnte sich im Gegenzug freuen. Aber vorerst gilt: Im Zweifel für den Angeklagten!

ich wär so gern dummes Wahlvieh

Verbrannte Erde hinterlässt die Abstimmung gestern über die Kinderpornosperren in mir.
Die seelisch vergreisten Menschen die wir Politiker nennen haben das in “ZugangserschwerungsGesetz” schönfärberisch umbenannte Zensurgesetz heute verabschiedet — sofern sie überhaupt anwesend waren.

@acurus fasst es treffend zusammen:

Hoffentlich hat die Verfassungsklage Erfolg.

Wieder einmal muss das Verfassungsgericht unseren Politikern, übrigens nicht selten selbst Juristen, die Demokratie und die ihre Gesetze erklären.

Lichtblick waren die Herren Wunderlich und Stadler. Mal sehen ob man die Reden schriftlich bekommt. Die soll es “irgendwo auf bundestag.de“ geben. Ich werde berichten.

Interessant ist vor allem wer alles nicht abgestimmt hat: Unsere Bundeskanzlerin Merkel, Innenminister Schäuble, Justizministerin Zypris und Ursula “Zensursula” von der Leyen haben gar nicht teilgenommen. Schlechtes Gewissen? Oder eine wenigstens graue Weste bewahren wenn falls der Wind noch dreht oder es einen Rüffel vom Bundesverfassungsgericht gibt?
Dass Zensursula fehlte wurde von Frau Krogmann übrigens damit entschuldigt dass sie als Familienministerin ja auch gar nicht zuständig sei. Ach! :-O



Nachtrag: Die Rede von Max Stadler zum nachlesen.

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